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Der Landeselternbeirat in Hessen wird sich trotz seiner Kritik nicht an den Protesten gegen den neuen Lehrplan beteiligen (Bild: Gays With Kids)

  • 4. Oktober 2016, 04:56h 16 3 Min.

Der neue hessische Lehrplan zur Sexualerziehung biete keine Anhaltspunkte für eine "Frühsexualisierung", stellten die Elternvertreter klar. Man akzeptiere das Ergebnis.

Der Landeselternbeirat in Hessen lässt sich nicht vor den Karren der homo- und transfeindlichen "Demo für alle" spannen. In einer Pressemitteilung (PDF) distanzierte sich der Vorstand in der vergangenen Woche "eindeutig von den Äußerungen ultrakonservativer Christen und nationalistischen Kräften, die eine 'Frühsexualisierung der Kinder' befürchten. Dafür bietet der Lehrplan keinerlei Anhaltspunkte und dies war auch nicht Gegenstand der Diskussion."

Hintergrund der Auseinandersetzung: Im schwarz-grünen Hessen ist die "Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intersexuellen Menschen" seit vergangenem Monat offizielles Unterrichtsziel. Der Landeselternbeirat hatte dem neuen "Lehrplan zur Sexualerziehung an den allgemeinbildenden und beruflichen Schulen in Hessen" (PDF) dabei nicht zugestimmt, Kultusminister Alexander Lorz (CDU) setzte ihn per Ministerentscheid in Kraft.

Die "Demo für alle", die die hessische Diskussion über den neuen Lehrplan komplett verschlafen hatte, trat erst nach ersten Medienberichten auf den Plan und versucht seitdem, den Landeselternbeirat für ihre Ziele zu instrumentalisieren.

Streit um die Worte "Akzeptanz" und "Toleranz"

Die Elternvertreter stellten nun klar, dass sie sich die Ablehnung nicht leicht gemacht hätten. Der Landeselternbeirat hatte dem Kultusministerium vorgeschlagen, das Wort "Akzeptanz" durch "Toleranz" zu ersetzen: "An dieser Frage 'Was ist Akzeptanz / Toleranz?' entbrannte eine Diskussion innerhalb des Gremiums", heißt es in der Pressemitteilung. "So kam die Mehrheit des Gremiums zu dem Entschluss, dass 'Toleranz' das Maximum der Forderung sei, die der Lehrplan vorsehen kann. Es wurde kontrovers diskutiert, ob 'Akzeptanz' mit dem Hessischen Schulgesetz vereinbar sei."

Generell akzeptiere das Gremium jedoch das Ergebnis, da der Vorgang abgeschlossen sei. "Dass der jetzt in Kraft getretene Lehrplan wegen eines Verstoßes gegen das Indoktrinierungsverbot verfassungswidrig sein soll, sieht der Vorstand des Landeselternbeirats nicht."

Aufmarsch der Homo-Hasser am 30. Oktober

Die "Demo für alle", lange Zeit von CDU-Mitglied Hedwig von Beverfoerde aus dem Berliner Büro der AfD-Europaabgeordneten Beatrix von Storch aus organisiert, will am 30. Oktober in Wiesbaden gegen den neuen Lehrplan demonstrieren. Sie findet es bereits "radikal" und "indoktrinierend", dass Schüler in Hessen über Homo- und Transsexualität aufgeklärt werden sollen (queer.de berichtete). "Dieser Lehrplan muss weg", so die Forderung zur geplanten Kundgebung, zu der inzwischen auch die AfD aufgerufen hat (queer.de berichtete).

In Stuttgart hatte die "Demo für alle" mehrfach mehrere tausend Menschen versammelt – in Hannover beließ es das homo- und transfeindliche Bündnis bei einer einzigen Kundgebung, nachdem ein großer Gegenprotest der Szene und ihrer Bündnispartner mit ihren Inhalten die mediale Debatte von Anfang an bestimmen konnte (queer.de berichtete).

Auch in Wiesbaden hat das neue "Bündnis für Akzeptanz und Vielfalt – gegen Diskriminierung und Ausgrenzung" bereits eine Gegendemonstration für den 30. Oktober angekündigt (queer.de berichtete). (cw)

-w-

#1 UrsaMajorEhemaliges Profil
  • 04.10.2016, 07:21h
  • "Toleranz sollte eigentlich nur eine vorübergehende Gesinnung sein: sie muss zur Anerkennung führen. Dulden heißt beleidigen."

    Johann Wolfgang von Goethe
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#2 entartetEhemaliges Profil
  • 04.10.2016, 07:32h
  • "In einer Pressemitteilung (PDF) distanzierte sich der Vorstand in der vergangenen Woche "eindeutig von den Äußerungen ultrakonservativer Christen und nationalistischen Kräften"

    Man sollte endlich aufhören, diese Leute als Christen zu bezeichnen. Diese Leute sind einfach nur unmoralisch und inhuman. Menschen und Menschenleben zählen für diese nicht. Selbstmorde von Umpolungsopfern sind für sie das Elixier, aus dem sie ihren Lustgewinn ziehen. Wenn jemand eine Gefahr für Kinder und Jugendliche darstellt, dann sind es diese sich christlich gebenden Kreise, die ihre Nachzucht zu kleinen und später großen Monstern erziehen. Und die immer wieder neue Opfer brauchen. Wer Mord und Totschlag in dieser Gesellschaft will, ist bei ihnen an der richtigen Adresse und muss auf ihre Demo gehen. Diese Leute gehören gesellschaftlich geächtet und isoliert. Sie sind keine Opfer, sondern Täter. Und zwar übelster Art.
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#3 RobinAnonym
  • 04.10.2016, 08:20h
  • Wie jeder klar denkende Mensch eh schon weiß, bedeutet Aufklärung in der Schule also keine "Frühsexualisierung".

    Diese angebliche "Frühsexualisierung" existiert nur in der kranken Phantasie prüder, religiöser Fanatiker.
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