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Tyson Fury sorgt mit herablassenden Äußerungen über Schwule und Lesben immer wieder für Aufsehen

Der homophobe Boxer sorgt mit einer derben Rücktrittsankündigung für Verwirrung. Ein paar Stunden später will er davon nichts mehr wissen und schimpft auf die "Lügenpresse".

Tyson Fury hat am Montag wieder mal für Schlagzeilen gesorgt: Eine Rücktrittsankündigung mit homophobem Unterton, die der 28-jährige Brite am frühen Nachmittag auf Twitter verbreitete, sorgte zunächst weltweit für Schlagzeilen – nur drei Stunden später machte er aber einen Rückzieher.

Zunächst schrieb Fury: "Boxen ist das Traurigste, was ich je gemacht habe, alles ein Haufen Scheiße. Ich bin der Größte und bin auch im Ruhestand. Also geht einen Schwanz lutschen. Schöne Tage noch."



Am späten Nachmittag erklärte Fury jedoch: "Hahahaha. Ihr denkt, ihr werdet den Gypsyking so schnell los? Ich bleibe". Er habe nur zeigen wollen, "wie die Medien sind". Ein paar Minuten später legte er noch einmal nach: "Sobald es mir besser geht, werde ich verteidigen, was mir gehört: den Schwergewichts-Thron."



Debatte um homophobe und frauenfeindliche Äußerungen

Fury wurde im November letzten Jahres weltweit bekannt, als er völlig überraschend den seit einem Jahrzehnt ungeschlagenen Wladimir Klitschko bei einem Boxkampf in Düsseldorf besiegte. Daraufhin wurde auch über seine wiederholt homophoben Äußerungen diskutiert (queer.de berichtete). So hatte er Homosexualität mit Kindesmissbrauch gleichgesetzt und andere Boxer als "schwul" beschimpft – auch frauenfeindliche Kommentare wurden kritisiert. Statt sich davon zu distanzieren, heizte Fury aber die Stimmung noch an. Seine Äußerungen brachte er auch mit seinem religiösen Glauben in Zusammenhang: "Das ist nun mal, woran ich glaube, genauso wie ich in Jesus Christus als meinen Herrn und Erlöser glaube."

Kurz vor Weihnachten gab es bei der Wahl zum britischen Sportler des Jahres Proteste, weil auch Fury nominiert worden ist. Am Ende schaffte es der Boxer auf den vierten Platz (queer.de berichtete).

Die Twitter-Tirade könnte im Zusammenhang Dopingvorwürfen gegen Fury stehen: So ist erst am Freitag bekannt geworden, dass bei einer unangekündigten Trainingskontrolle am 22. September im englischen Lancaster in seiner Urinprobe die Substanz Benzoylecgonin gefunden wurde, die in Kokain vorkommt. Die Doping-Agentur Voluntary Anti-Doping Association (VADA) kündigte daraufhin an, dass Untersuchungen auf weitere verbotene Substanzen folgen würden.

Bereits im Juli hatte es Dopinggerüchte gegeben, nachdem Fury einen Rückkampf gegen Klitschko abgesagt hatte – angeblich wegen einer Knöchelverletzung. Einen zweiten Termin am 29. Oktober hat Fury bereits kurz nach dem positiven Testergebnis abgesagt. (dk)

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#1 FinnAnonym
  • 04.10.2016, 14:11h
  • Er selbst schreibt etwas auf Twitter und wenn andere dann darüber berichten, ist das "Lügenpresse" .

    Hoffentlich brauchen wir von dem in seinem Ruhestand nichts mehr zu hören...
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#2 MariposaAnonym
  • 04.10.2016, 14:34h
  • Der Typ sollte lieber vor seinem Erlöser in Sack und Asche zu gehen, als menschenfeindliche Äußerungen von sich zu geben. Gräßliche Hackfresse, der sich seiner Frömmigkeit vollkommen sicher ist.
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#3 kommtvonkönnenAnonym
  • 04.10.2016, 15:54h
  • Besoffen twittern ist eine Kunst, die nicht jeder beherrscht.
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