Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=27218
Home > Kommentare

Kommentare zu:
Heftige Kritik an Kretschmann aus der eigenen Partei


#11 UrsaMajorEhemaliges Profil
  • 06.10.2016, 13:56h
  • Kretschmann folgt m.E. einem seit einer Weile stark zunehmenden gesellschaftlichen Megatrend:

    der Verschiebung der Grenzen des Sagbaren.
    Nach rechts. Immer weiter nach rechts.

    Problem bei der ganzen Sache ist, dass, was einmal gesagt wurde, wenn es nur oft genug gesagt wurde, immer "normaler" und plausibler erscheint. Selbst wenn man nach massiver Kritik wieder ein Stückchen zurückrudert - gesagt ist gesagt, und das Gesagte frisst sich wieder ein Stück weiter in die Köpfe ein.

    Vielleicht hat er ja dies nun als neue, Erfolg versprechende Methode auch für die Grünen entdeckt. Die AfD hat damit schon den Einzug in immer mehr Landtage geschafft und wird damit nächstes Jahr auch (meine Prognose: zweistellig) im Bundestag landen.

    Und so verschiebt sich die gesamte Gesellschaftspolitik scheibchenweise immer weiter nach rechts. Kontinuierlich und sich selbst verstärkend.

    Kritiker_innen daran werden immer öfter als paranoid dargestellt (siehe z.B. einige der Kommentare im taz-Artikel:)

    taz.de/Kommentar-Kretschmann-in-der-Zeit/!5346429/

    - sodass es einem die Fußnägel hochrollt.
    Wahrgenommene Bedrohungen werden als Hirngespinste Einzelner abgetan.

    Minderheiten kann man wunderbar bashen, indem man ihren täglich gefühlten und täglich stärker werdenden Minority Stress ins Pathologische und/oder ins Lächerliche zieht. Damit zeigt man gleichzeitig, dass man Mitglied einer Mehrheit ist, die der Minderheit jetzt wohl mal wieder richtig zeigen muss, wie der Hase zu laufen hat.

    Wer wie Kretschmann so relativ subtil, dass es Viele nicht einmal merken, eben doch ziemlich klare Ansagen macht, was in diesem Land als normal zu gelten hat und was z.B. als "egoistisch", spielt -bewusst oder unbewusst- perfekt-opportunistisch und alte Parteiwerte verratend auf der Klaviatur der Macht, die heute eben das Spielen eine Oktave höher als früher (und somit deutlich weiter rechts) vorgibt. (Und das Perfide ist, dass dies für Viele lieblicher klingt, obwohl es von düsterem Rückfall in längst überwunden geglaubte Strukturen erzählt.)

    Für uns werden noch SEHR rauhe Zeiten aufziehen. Auch wenn es sich jetzt schon ziemlich heftig anfühlt, denke ich, ist dies (leider) erst der Anfang.

    Es soll aber bitte später keine_r sagen, er_sie hätte nichts gewusst oder nichts geahnt. Darin sind die Deutschen ja gut.
  • Antworten » | Direktlink »
#12 IO_errorAnonym
  • 06.10.2016, 15:56h
  • Das Problem ist:

    Demokratie ist die Herrschaft der Mehrheit über Minderheiten.

    Im schlimmsten Fall, kann es dabei zu einem Demokratischen Faschismus, oder einer Faschistischen Demokratie kommen.

    Das können wir auf gar keinen Fall gebrauchen!
    Die Sache ist einfach zu ernst !
  • Antworten » | Direktlink »
#13 priamos11Profil
#14 TheDadProfil
  • 07.10.2016, 00:04hHannover
  • Antwort auf #12 von IO_error
  • ""Demokratie ist die Herrschaft der Mehrheit über Minderheiten.

    Im schlimmsten Fall, kann es dabei zu einem Demokratischen Faschismus, oder einer Faschistischen Demokratie kommen.""..

    Im Gegensatz zu dieser Auffassung ist die Parlamentarische Demokratie nicht die
    ""Herrschaft der Mehrheit über Minderheiten"",
    sondern die Beteiligung verschiedener Gruppen in verschiedenen Größen an der Gesetzgebung in verschiedenen Gremien..

    Parlamentarische Demokratie zeichnet sich vor allem durch einen Wechsel der Kräfteverhältnisse aus..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #12 springen »

» zurück zum Artikel