Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=27242
Home > Kommentare

Kommentare zu:
Warum schwule Sichtbarkeit nicht grundsätzlich gut ist


#11 HabukazProfil
  • 10.10.2016, 07:35h
  • In Großbritanien gibt es dutzende Menge schwule Männer in Fernsehen, Radio und Film, die jeden Tag präsent sind. Dort waren es die Konservativen, die letztendlich die Eheöffnung herbeigeführt haben. Die Entsprechung der CDU. Und bei uns? Volker Beck, Hape Kerkeling, Ross Anthony und ein paar Männer im Ruhestand, von denen nichts zu hören ist. Wer keine schwulen Männer kennt und mag, der hat auch keinen persönlichen Grund uns zu unterstützen. Eine moralische Verpflichtung zu gleichen Rechten für alle Menschen hilft nichts gegen persönliche, politische Überzeugungen wie sich so oft an den CDU Wahlsiegen zeigt.

    Die Position der Autoren wird ja sehr deutlich gezeigt. "Lasst den Kampf für gleiche Rechte und lasst den Migranten und Flüchtlingen das Scheinwerferlicht." Dieses ungebildete Physikgeschwafel bringt da überhaupt nicht. Schwule Rechte werden so gut wie nie irgendwie von tatsächlichen schwulen Männern in die Medien getragen. Selbst wenn hier immer von einem "Shitstorm" die Rede ist, bei der Mehrheit der Bevölkerung kommt sowas wie die Diskussion um Kretschmann überhaupt nicht an. In den Mainstream Medien wird die Eheöffnung höchstens mal am späten Abend mal auf Anweisung von heterosexuellen Produzenten von Homophoben durch den Dreck gezogen oder mal beiläufig was in der Tagesschau erwähnt. Vielleicht wird spekuliert wer schwul ist. Aber das wars auch. Dieses Scheinwerferlicht der Medien auf Probleme, mit denen homosexuelle Menschen zu kämpfen haben, gibt es doch überhaupt gar nicht. Insofern lese ich nichts weiter als den Anruf zur Unterdrückung von Schwulen. Mehr ist das nicht.
  • Antworten » | Direktlink »
#12 Lars3110
  • 10.10.2016, 13:21h
  • Unsichtbar werden = Anpassung
    Anpassung = Selbstverleugnung
    Selbstverleugnung = nicht gut

    Wenn man bedroht wird, weil man sichtbar ist, liegt das sicherlich daran, dass man sichtbar ist, sondern daran, dass es an irgendwas beim Drohenden fehlt.
    Sind wir jetzt schon wieder soweit, dass man dem Einzelnen vorschreiben will, wie er sich zu verhalten oder zu kleiden hat?
  • Antworten » | Direktlink »
#13 markusbln11Anonym
  • 10.10.2016, 14:11h
  • Antwort auf #12 von Lars3110

  • Nun ich habe das so verstanden.

    Weisse schwule (nicht latinos, schwarze ...) treten zu fordernd auf. Sie dominieren andere kulturansätze in der mannmännlichen zuneigung als auch jene bei lesben. In der folge ist der auftritt weisser schwuler auch zu provokativ.

    Daraus resultiert der aufruf gerade an diese gruppe, weniger fordernd, vereinnahmend und kulturdominant zu sein. Das würde dann anderen gruppen in ihrer selbstverwirklichung helfen.
    Es gibt eben auch etwas anderes als den weissen bzw mitteleuropäischen ansatz von homosexualität.

    Vielleicht ist das der denkansatz, der dahinter steht.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #12 springen »
#14 LoreleyTVAnonym
  • 10.10.2016, 15:59h
  • diese Angelegenheit kenne ich auch eigener Erfahrung sehr gut:
    In einer Kölner Schwulenemanzipationsgruppe wurde mir gesagt:Eine Person wie Du mußt in den tiefsten,dunkelsten Keller eingesperrt werden. Erst wenn die Gesellschaft toleranter wird,darfst du wieder in der Öffentlichkeit,denn Heteros würden sagen:So wie d i e sind alle Schwule.Ich würde das Ansehen der Homos schädigen.
    Da war das Militär mir gegenüber toleranter und stellte fest:Eine Person wie du gehört an die Schreibmaschine.
    Auch die sogenannten harten Herren der Lubjanka sind mir gegenüber sehr höflich mit den Bemerkungen:Ty mnje nrawischsja,solnyschka,milaja.
    Für die meisten Schwulen bin ich die meist gehaßte Person, weil ich mein Inneres nach außen trage.
  • Antworten » | Direktlink »
#15 Lars3110
  • 10.10.2016, 16:07h
  • Antwort auf #13 von markusbln11
  • Ich habe das schon so verstanden.
    Und es bleibt trotzdem das übrig, was ich geschrieben habe.
    Ich lasse mir von niemanden vorschreiben, was ich zu tun habe, so lange es sich im Rahmen des Rechts bewegt.
    Ich soll meine Selbstverwirklichung zurückstellen, weil andere ein abweichendes Bild von Selbstverwirklichung haben?
    Das ist so, als würde man mich bitten, in der Sauna, das Handtuch umzubehalten, weil sonst andere, die lieber das Handtuch umbehalten möchten, sich davon unterdrückt fühlen.
    Niemand zwingt jemand anderem was auf. Wer sich verstecken will, darf das weiterhin. Soll bitte mir nicht die Schuld dafür geben. Auch ich habe einen Prozess durchgemacht vom scheuen Schrankschwulen zum selbstbewussten Individuum. Dieser Prozess gehört dazu!
    Und daraus gleich wieder Rassismus zu machen, ist genau die Art von Blödsinn, der dabei heraus kommt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #13 springen »
#16 FuckPutinAnonym
#17 markusbln11Anonym
  • 10.10.2016, 17:21h
  • Antwort auf #15 von Lars3110

  • Danke für deine klaren worte.

    Ich will mir die geschilderte interpretation auch gar nicht zu eigen machen. Denn in ihr liegt der nächste schritt zur noch breiteren unterdrückung.Wenn jemand glaubt, er hat einen eigenen weg, dass muss er dafür einstehen und diesen vertreten.

    Ich kenne das problem vieler coloured communities in den usa. Sie sind passiv und melden sich nicht. Auch daraus resultiert deren marginalisierung.

    Aber das schweigen anderer minderheiten, um einer zweiten zu helfen, ist hier kontraproduktiv. Es braucht eben einen martin luther-king, der die eigene sichtweise, die vielleicht nicht european-white ist, vertritt.

    Nur so gewinnen alle.

    Ansonsten werden dagegen alle an die wand gespielt, die bisher forsch auftretenden und die leise daherkommenden. Die kritische unbedarfte mehrheit wartet nur darauf, dass den fordernden die stimme ausgeht. Dann lässt sich ohne grosse replik business as usual spielen.

    Die tagtäglichen auftritte von politikern, die uns als zu fordernd beschreiben, sind nur ausdruck dessen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #15 springen »
#18 Patroklos
#19 PutinMyAssAnonym
#20 Patroklos

» zurück zum Artikel