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Kommentare zu:
An diesen Sätzen erkennt man einen homophoben Menschen – wie Boris Palmer


#41 TheDadProfil
  • 11.10.2016, 14:02hHannover
  • Antwort auf #35 von Sukram71
  • ""Palmer ist Mitglied einer Partei, die die Ehe für Alle und unsere Interessen sehr unterstützt. Er trägt das auch mit.""..

    Nöö..
    Tut er nicht..
    Boris Palmer war derjenige der die Ziele der Gleichstellung und Gleichberechtigung aus dem Parteiprogramm streichen lassen wollte !

    Artikel nicht gelesen ?

    www.queer.de/detail.php?article_id=27238

    ""Vor fünf Jahren wollte der Tübinger OB die rechtliche Gleichstellung von eingetragenen Lebenspartnerschaften noch aus dem Wahlprogramm der Grünen streichen. Dies hatte er in einem Thesenpapier damit begründet, dass die Forderung nach einem vollen Adoptionsrecht für Lesben und Schwule potentielle Wähler abschrecken könnte""..

    www.queer.de/detail.php?article_id=14338

    ""Es wird immer Leute geben, die Vorbehalte und Vorurteile gegen Homosexuelle haben.""..

    Das habe ich nirgends bestritten..
    Ich bezweifle aber daß man diese Leute unerwidert in der Öffentlichkeit sprechen lassen muß !
    Und ich bezweifle daß man mit solchen Leuten an entscheidender Position in den Parteien die Ziele wird umsetzen können..

    Die Grünen in Ba.-Wü. hatten erst am vergangenem Wochenende wieder irgendeine Partei-Delegierten-Konferenz, und genau dazu muß man sich auch als Boris Palmer immer mal wieder öffentlich in Position bringen..
    Das ist durchaus "normales politisches Geschäft", aber vor allem an solchen Positionen sind dann auch diejenigen zu identifizieren, die sich wirklich für die Ziele des Parteiprogramms einsetzen..

    Diejenigen die dann immer mal wieder antreten um die Zielsetzungen negativ zu verändern, und Ziele aus den Programmen zu streichen, sind es sicher nicht..

    ""Wenn wir jeden von denen öffentlich an den Pranger stellen und einen Shitsorm veranstalten, bis es keine Homophoben mehr gibt, dann fällt das auf uns selbst zurück.""..

    Den Satz muß man sich auf der Zunge zergehen lassen..
    Zunächst..
    Wäre es erfolgreich wirklich alle an den Pranger zu stellen, wäre keiner mehr da, der daß dann "auf uns zurückwirft"..

    Schon mal auf Deine Aussagen in den Subtexten geschaut, und reflektiert was sie wirklich aussagen ?

    Der Kampf um Gleichberechtigung und Gleichstellung "fällt" aber auch nicht "auf uns zurück", denn er geht zwar von uns aus, beschäftigt dann aber vor allem die Gegner dieser Gleichstellung und Gleichberechtigung, die verzweifelt nach "Argumenten" suchen, um die Diskriminierung aufrecht erhalten zu können..

    Das Anprangern von wirklich dummen Aussagen ist ein Teil des "Erhaltungs-Kampfes" der dazu dient die politischen Mitstreiter bei der Stange zu halten, und dafür zu sorgen daß sie nicht hinter einmal geforderte und erreichte Positionen zurückfallen..

    Boris Palmer geriert sich hier erneut als eine Art Maulwurf, der die Ziele der Gleichstellung und Gleichberechtigung zu untergraben sucht..
    Seine Äußerungen in den vergangenen Jahren sind Teils LGBTTIQ*-feindlich, dann mal Ausländer-feindlich, dann mal Frauen-feindlich..
    Das kann man nachlesen, denn es steht in der Presse..

    Genau deshalb muß er sich der gleichen Kritik aussetzen wie ein Kardinal Müller, der seinen Unsinn in die Welt setzt..

    ""Dann bestätigen wir alle negativen Vorurteile. ^^""..

    Ähem..
    Ich bestätige jedes Vorurteil, und erfülle auch jedes Klischee mit Leben..

    Gleiche Rechte für Alle
    haben NICHTS damit zu tun, das sich Vorurteile oder Klischees bestätigen würden, sondern damit, das alle Menschen vor den Gesetz GLEICH sind, und ihnen DESHALB die gleichen Rechte zustehen !

    Man nehme mal für einen kurzen Augenblick an, sämtliche LGBTTIQ* wären Trümmertunten..
    Oder hätten Drei Beine..
    Oder eine dunklere Haut..

    Welchen Grund genau gäbe es, diese Menschen nicht mit den gleichen Rechten auszustatten, wie die immer mal wieder kolportierte Mehrheit der "bleichen zweibeinigen Kerle" haben ?

    Derzeit spielst Du hier so eine Art "Advocatus Diaboli"..
    Das bringt nur nichts..
    Man macht sich nicht mit dem Gegner gemein, und es hat auch keinen wirklichen Sinn den sichtbaren Gegner zu negieren, bloß weil der zufälligerweise ein Wolf im Schafspelz ist..
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#42 user0815Anonym
#43 Reto77
  • 11.10.2016, 14:29h
  • Antwort auf #35 von Sukram71
  • Mit der Einstellung, "man muss doch nett sein zu Palmer, sonst wird er homophob", hätte es keinen Stonewall-Aufstand gegeben, wäre Harvey Milk in seinem Fotogeschäft alt geworden, hätte sich 1971 Rosa von Praunheim nie getraut, seinen Film "Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt" zu drehen.

    Politischer Druck von der Basis muss nicht so ausgewogen und höflich sein, wie die Rede eines Bundespräsidenten. Er muss vor allem gehört werden und ist ein wichtiger Teil der Demokratie. Außerdem sind wir hier längst nicht die ersten aus dem halbwegs selben politischen Lager, die es wagen, einen Grünen anzugreifen. Man denke nur an Joschka Fischer und den Farbbeutelwurf.
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#44 user0815Anonym
#45 TheDadProfil
  • 11.10.2016, 14:40hHannover
  • Antwort auf #40 von Lars
  • ""Homophobe, antisemitische und fremdenfeindliche Vorurteile entstehen aus unterschiedlichen Gründen und sind insofern nurin ihrer Wirkung vergleichbar, nicht in ihren Ursachen.""..

    Das ist definitiv falsch..
    Dazu wurden schon ganze Bücher geschrieben, die erklären, das Ursache und Wirkung von Homophobie, Rassismus und Antisemitismus DIE GLEICHEN sind !

    ""Homosexuelle kann man weder negativ noch positiv mit einer religiösen oder ethnischen Minderheit vergleichen.""..

    Warum tust Du es dann ?

    Der Vergleich mit einer Ethnischen Minderheit ist aber durchaus möglich, und vor allem angezeigt !
    Vor allem deshalb weil man in der Vergangenheit vor allem ethnischen Minderheiten die Heirat verboten hat..

    Vor allem das Ehe-Verbot gegen die jüdische Bevölkerung, und die damit verbundene Recht-und Erblosigkeit der Nachkommen bietet sich dafür geradezu förmlich an..

    ""Ihr Anteil ist in jeder Gesellschaft konstant.""..

    Eine Vermutung die derzeit nicht belegt ist..

    ""Variabel sind nur die Sichtbarkeit und die Lebensart.""..

    Nun..
    LGBTTIQ* sind keine "Lebensart"..
    Sichtbarkeit ist eine Frage von Gleichstellung und Gleichberechtigung..
    Je gleichgestellter LGBTTIQ* sind, desto sichtbarer können sie sein..

    ""Das Vorutriel ist also präzisiert dies, dass sich LGBT-s nicht verantwortungsvoll in eine Gesellschaft intergieren könnten.""..

    Darüber würde ich bei Gelegenheit gerne einmal eine ausführliche Diskussion führen..
    Die "des-integrative" Funktion von Diskriminierung, der gewollte Ausschluß, die Segregation von Minderheiten bedarf nämlich meiner Auffassung nach gar keiner "gesteigerten Anstrengungen" dieser Minderheiten als "Bemühungen um Integration", zumal diese Bemühungen dann als Assimilation anzusehen sind, während hier der Schwarze Peter und damit auch die Aufgabe, die Inklusion heißt, bei der Gesellschaft liegend, und ausschließlich von dieser Gesellschaft zu leisten ist..
    Kurz gesagt..
    Es ist die verdammte Pflicht der Gesellschaft eine Minderheit nicht um Aufnahme in sie betteln zu lassen !

    Analog gibt es dort auch etliche Überschneidungen zu Asylbewerbern/Zuwanderern/Flüchtlingen zu diskutieren, die diese Inklusion erfahren müssen..

    ""LGBT-Menschen sind ja in der Lage, Kinder zu zeugen, großzuziehen oder zu adoptieren,""..

    Nur mal so nebenbei..
    Adoption erzeugt keinen Nachwuchs !
    Reproduktionsmedizin schon..
    Was Deine nachfolgenden Absätze mindestens relativiert, wenn nicht obsolet macht..

    Btw..
    ""Das gleiche gilt aber auch für Herrn Schulze.""..

    Inwiefern ?
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#46 Patroklos
#47 MomoAnonym
  • 11.10.2016, 15:04h
  • Antwort auf #8 von Sukram71

  • Interessant! Nur weil etwas "nicht mehr verboten" ist bedeutet das automatisch, dass es keine Diskriminierung mehr gibt? Wie einfältig kann man denn sein? Solange Artikel 3 Absätze 1&3 des Grundgesetzes nicht auch uneingeschränkt für LGBTIQ gelten, solange ist das Diskriminierung und muss bekämpft werden. Und so lange ist es richtig und gut, dass es LGBTIQ "im Kampfmodus" gibt, die die verlogenen und homophoben Ansichten dieses Mannes deutlich benennen und kenntlich machen! Nur weil er ein Grüner ist, werden sie nicht besser, sondern schlimmer.
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#48 TheDadProfil
#49 LorenProfil
  • 11.10.2016, 15:23hGreifswald
  • Antwort auf #40 von Lars
  • "Der Begriff 'Empörium' kritisiert nicht Inhalte, sondern den Stil einer Debatte, die sich dem Autismus nähert und keinen Raum mehr für Selbstreflexion lässt, weil das als "Zurückweichen vor dem Gegner" angesehen werden könnte. Ich gönne es mir, milde darüber zu spotten."

    Ich habe schon verstanden, dass es Ihnen da um Stilkritik geht, wundere mich allerdings, dass dieser Begriff als rhetorisches Stilmittel (Dysphemismus) von jemand in die Debatte eingeführt wird, der "seriöse Auseinandersetzung" (#7) und "Selbstreflexion" (#40) einfordert.

    Was Herrn Palmer und seine Befassung mit diesem Thema in Vergangenheit und Gegenwart angeht: Ich halte ihn für einen Politiker, der, stände die Gleichstellung auf der Tagesordnung, nicht dagegenstimmen würde, aber auch keinen Finger rühren würde, damit dieses Thema überhaupt auf die Tagesordnung kommt. Und das weniger aus Faulheit, sondern eher aus mangelndem Verständnis für die Bedürfnisse der Betroffenen wie der Grundlagen einer auf Rechtsgleichheit basierenden Gesellschaftsordnung und schwach ausgeprägter Empathie für die innere Verfasstheit derer, die nicht länger am Katzentisch seines Wohnzimmers sitzen wollen. Sein Paternalismus ( "Er [Kretschmann; d. Red.] und ich sagen, dass man wir die Minderheiten schützen wollen.") zeigt mir zudem, dass er in Fragen der gesellschaftlichen Emanzipation von Minderheiten wie ein politischer Dilettant denkt und -wenn überhaupt- handelt.
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#50 GreenisthenewbluAnonym
  • 11.10.2016, 15:42h
  • Herr Gauland wollte keinen Boateng als Nachbarn. Und Herr Palmer kann es gut verstehen, dass man in seinem Kiez keine Schwulen möchte - jedenfalls nicht mehrheitlich.

    Finde den Unterschied! ;-)
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