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Verbotene Worte: Eckhard Raabe hatte seiner Kirche am 30. September in einem "Kommentar zur Woche" vorgeworfen, sie predige zwar die Liebe, blende aber deren Vielfalt aus (Bild: Screenshot)

  • 11. Oktober 2016, 16:43h 9 2 Min.

Ein katholischer Theologe hatte in seinem "Kommentar zur Woche" einen Trauritus für lesbische und schwule Paare gefordert – jetzt ist der Clip verschwunden.

Nicht einmal zwei Wochen waren sie online, die überraschenden Töne auf der offiziellen Webseite der katholischen Diözese Rottenburg-Stuttgart. Auf Veranlassung von Bischof Gebhard Fürst wurde ein Video-Kommentar, der die Einführung eines kirchlichen Trauritus für lesbische und schwule Paare gefordert hatte, ohne Begründung gelöscht.

In seinem "Kommentar zur Woche" hatte der Leiter der Öffentlichkeitsarbeit Eckhard Raabe am 30. September den Fall der beiden ehemaligen lesbischen Ordensschwestern aus Italien aufgegriffen, die sich auf einer pastoralen Reise ineinander verliebt und nun eine eingetragene Partnerschaft geschlossen haben (queer.de berichtete). Titel des Clips: "Verbotene Liebe".

"Gottes Liebe ist größer als unser menschliches Kleinklein"

In dem Video warf Raabe der katholischen Kirche vor, sie predige zwar die Liebe, blende aber deren Vielfalt aus: "Es fehlt an einem Ritus, mit dem die Kirche den homosexuellen Paaren sagt: Es ist gut so, eure Liebe ist gut so.' Ihr seid ein wichtiger Teil der Kirche." Sein Kommentar endete mit den Worten: "Gottes Liebe ist größer als unser menschliches Kleinklein."

Von der Löschung des Clips auf der Homepage der Diözese sowie im eigenen Youtube-Kanal berichtete als erstes die englischsprachige Fundamentalisten-Seite LifeSiteNews. Sie zitierte Pressesprecher Uwe Renz mit der Begründung: "Das fragliche Video ist ein Videokommentar, der die persönliche Meinung eines Mitarbeiters wiedergibt, die mit der Leitung der Diözese nicht vereinbart wurde."

Die homofeindliche Aktivistin Hedwig von Beverfoerde, die die "Demos für alle" organisiert und mit dem konservativen "Forum Deutscher Katholiken" verbündet ist, begrüßte die Löschung von Raabes Kommentar am Dienstag auf ihrer Facebookseite: "Öffentlicher Protest nützt. Bitte mehr davon." (mize)

Direktlink | Kopie des gelöschten Videos mit englischen Untertiteln, wie es nun von katholischen Fundamentalisten als Beispiel für eine vermeintlich zu liberale Kirche verbreitet wird
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-w-

#1 FelixAnonym
  • 11.10.2016, 19:05h
  • Wer keine Argumente hat, dem bleibt nur noch Zensur.
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#2 TheDad
  • 11.10.2016, 19:09hHannover
  • ""Nicht einmal zwei Wochen waren sie online""..

    Das Löschen war zu erwarten..
    Interessant das es überhaupt so lange Online war..
  • Direktlink »
#3 puschelchen