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- 13. Oktober 2016, 12:40h 2 Min.

Der Weltärztebund verurteilt Homo-"Heilung" als Menschenrechtsverletzung
Der SPD-Nachwuchs in Niedersachsen will Konversionstherapien verbieten – und macht Druck auf die Mutterpartei.
Die niedersächsischen Jusos wollen Therapien untersagen, die Minderjährige angeblich von Homosexualität "heilen" könnten. Auf ihrer Landeskonferenz am vergangenen Wochenende in Hannover hat der SPD-Nachwuchs einstimmig einen Antrag beschlossen, der das Verbot sogenannter "Konversionstherapien" fordert.
"Derartiger homophober Hokuspokus hat im 21. Jahrhundert nichts mehr verloren", erklärt der stellvertretende Juso-Landesvorsitzende Arne Zillmer, der den Antrag selbst einbrachte. "Wir wollen mit diesem Antrag darum Minderjährige vor derartigen Therapie-Angeboten schützen und hoffen, dass sich auch die SPD bei dem Thema klar positioniert", so Zillmer. Er wies darauf hin, dass derartige "Therapien" zu psychischen Erkrankungen führten und junge Menschen gefährdeten. "Zurecht verurteilt beispielsweise der Weltärztebund 'Homo-Heilung' als Menschenrechtsverletzung, nun müssen auch die SPD, Krankenkassen und christliche Verbände reagieren", forderte Zillmer.
2013 hatte der Bundestag mit der Mehrheit der damaligen schwarz-gelben Koalition einen Antrag der Grünen abgelehnt, die Homo-"Heilung" von Jugendlichen zu verbieten (queer.de berichtete). Das Bundesgesundheitsministerium erklärte zwar 2014 auf Anfrage der Linksfraktion, man lehne Homo-"Heilung" ab und vertrete die Auffassung, "dass Homosexualität keine Krankheit ist und keiner Therapie bedarf" (queer.de berichtete). Für ein Verbot der Praxis sieht die Koalition aus CDU/CSU und SPD aber derzeit aber keine Veranlassung.
In der Vergangenheit zeigte Bundeskanzlerin Angela Merkel immer wieder eine Nähe zu Homo-"Heilern": Die CDU-Chefin würdigte etwa 2013 den Gnadauer Gemeinschaftsverband, der die "Korrektur" von Homosexuellen fordert (queer.de berichtete). (dk)
Mehr zum Thema:
» Weltärztebund: Homo-"Heiler" verletzen Menschenrechte (23.10.13)















Das Verbot von solchen Gehirnwäsche-Therapien, die schwerste psychische Schäden verursachen und oft bis zum Selbstmord führen, ist bisher stets an Union und SPD gescheitert.
Warum die gefährliche Gehirnwäsche nicht verbieten wollen, konnte bisher niemand von denen erklären.