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Der Weltärztebund verurteilt Homo-"Heilung" als Menschenrechtsverletzung

Der SPD-Nachwuchs in Niedersachsen will Konversionstherapien verbieten – und macht Druck auf die Mutterpartei.

Die niedersächsischen Jusos wollen Therapien untersagen, die Minderjährige angeblich von Homosexualität "heilen" könnten. Auf ihrer Landeskonferenz am vergangenen Wochenende in Hannover hat der SPD-Nachwuchs einstimmig einen Antrag beschlossen, der das Verbot sogenannter "Konversionstherapien" fordert.

"Derartiger homophober Hokuspokus hat im 21. Jahrhundert nichts mehr verloren", erklärt der stellvertretende Juso-Landesvorsitzende Arne Zillmer, der den Antrag selbst einbrachte. "Wir wollen mit diesem Antrag darum Minderjährige vor derartigen Therapie-Angeboten schützen und hoffen, dass sich auch die SPD bei dem Thema klar positioniert", so Zillmer. Er wies darauf hin, dass derartige "Therapien" zu psychischen Erkrankungen führten und junge Menschen gefährdeten. "Zurecht verurteilt beispielsweise der Weltärztebund 'Homo-Heilung' als Menschenrechtsverletzung, nun müssen auch die SPD, Krankenkassen und christliche Verbände reagieren", forderte Zillmer.

2013 hatte der Bundestag mit der Mehrheit der damaligen schwarz-gelben Koalition einen Antrag der Grünen abgelehnt, die Homo-"Heilung" von Jugendlichen zu verbieten (queer.de berichtete). Das Bundesgesundheitsministerium erklärte zwar 2014 auf Anfrage der Linksfraktion, man lehne Homo-"Heilung" ab und vertrete die Auffassung, "dass Homosexualität keine Krankheit ist und keiner Therapie bedarf" (queer.de berichtete). Für ein Verbot der Praxis sieht die Koalition aus CDU/CSU und SPD aber derzeit aber keine Veranlassung.

In der Vergangenheit zeigte Bundeskanzlerin Angela Merkel immer wieder eine Nähe zu Homo-"Heilern": Die CDU-Chefin würdigte etwa 2013 den Gnadauer Gemeinschaftsverband, der die "Korrektur" von Homosexuellen fordert (queer.de berichtete). (dk)

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#1 AlexAnonym
  • 13.10.2016, 15:10h

  • Das Verbot von solchen Gehirnwäsche-Therapien, die schwerste psychische Schäden verursachen und oft bis zum Selbstmord führen, ist bisher stets an Union und SPD gescheitert.

    Warum die gefährliche Gehirnwäsche nicht verbieten wollen, konnte bisher niemand von denen erklären.
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#2 Pascal GoskerAnonym
  • 13.10.2016, 16:08h
  • Das Super-Wahljahr 2017 mit Bundestagswahl und mehreren wichtigen Landtagswahlen rückt langsam näher; die ersten Landtagswahlen sind schon im Frühling.

    Und da erinnert die SPD sich reflexartig wieder an die Schwulen und Lesben. Wer sich bisher immer so schön verarschen ließ, fällt bestimmt wieder auf dieselbe Masche rein.

    Dumm nur, dass die seit über 3 Jahren regieren und all das, was sie angeblich fordern wollen, längst hätten umsetzen können. (Das Gegenteil ist der Fall, die haben das sogar noch blockiert.)

    Glauben die etwa wirklich, dass da im Jahr 2017 noch irgendwer drauf reinfällt?!

    Und genauso dumm, dass die auch bei ihrem Wahlversprechen "100% Gleichstellung" (inkl. Eheöffnung, Volladoption, etc.) bereits gezeigt haben, dass sie nach Wahlen das genaue Gegenteil von dem tun, was sie vor Wahlen versprochen hatten. Obwohl es eine Mehrheit links der Union für all das gäbe...
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#3 ThorbenAnonym
  • 13.10.2016, 16:49h
  • Schon vor Jahren hat der Welt-Ärztebund vor sog. "Konversions-Therapien" gewarnt, die nicht nur gegen Menschenrechte verstoßen, sondern brandgefährlich für Leib und Leben sind (queer.de berichtete).

    Dennoch weigern sich CDU/CSU und SPD (und davor auch schon die FDP) weiterhin beharrlich, das endlich zu verbieten.

    Wissenschaftliche Experten werden einfach ignoriert...

    Andere Staaten sind auch in dieser Frage wieder mal viel fortschrittlicher als Deutschland - das Land des rosa Winkels...
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