https://queer.de/?27324
Einschüchterung und Gewalt
Ukraine: Rechtsextreme verhindern LGBT-Filmvorführung

Die Polizei ließ die Rechtsextremisten gewähren
- 19. Oktober 2016, 09:38h 2 Min.
Teils maskierte und uniformierte Männer stürmten die Veranstaltung – später wurden zwei Besucher verprügelt.
Aktivisten des "Rechten Sektors" und des paramilitärischen "Regiment Asow" haben am Dienstag eine Vorführung des Films "This is Gay Propaganda: LGBT Rights & the War in Ukraine" in der westukrainischen Stadt Czernowitz verhindert.
Die teilweise maskiert, teilweise in Uniform auftretenden Rechtsextremisten hatten unangekündigt die Vorführung im "Bunker" des Kulturzentrums gestürmt und sich vor den Projektor gestellt. Sie drohten Gewalt an, sollte der Film gezeigt werden. "Heute zeigt ihr den Film und morgen macht ihr eine Orgie", sagte einer der Rechtsextremisten.
Ihr uniformierter Anführer hielt, unter starker Protesten der Film-Befürworter, eine regelrechte Pressekonferenz mit einem offensichtlich mitgeführten Kamerateam ab. Einige der Störer trugen Atemschutzmasken und Handschuhe mit dem Ziel, die Filmbesucher als Kranke darzustellen, die andere Personen anstecken könnten.

Medienberichten zufolge griff die herbeigerufene Polizei nicht ein, mit der Begründung, dass die Filmvorführung als offene Veranstaltung angekündigt gewesen sei. Videoaufnahmen zeigen, wie sich die Rechtsextremisten quasi selbst als Ordnungshüter aufführten.
Den Berichten zufolge wurden wenig später zwei Besucher der Vorführung, eine aus der Stadt und eine aus Deutschland stammende Person, auf einem zentralen Platz der Stadt von maskierten Männern mit Schlägen gegen Kopf und Brust angegriffen. Die herbeigerufene Polizei nahm eigenen Angaben zufolge sechs Tatverdächtige fest.
Konstante Anfeindungen durch Rechtsradikale
Erst im März hatte ein rechter Mob eine LGBT-Konferenz in Lwiw verhindert, die Veranstalter des auch von der Stadt unerwünschten "Equality Festival" mussten die Veranstaltung letztlich abbrechen (queer.de berichtete).
In den letzten Jahren hatte es in der Ukraine etliche Fälle von Gewalt, Vandalismus, Drohungen und Einschüchterungen gegenüber der Szene und ihren Vertretern durch Rechtsextremisten und nationalistische Fußballhooligans gegeben (mehr zu den teils erschreckenden Vorfällen im verlinkten Bericht zu Lwiw). In vielen Fällen zeigte sich die Polizei dabei wenig interessiert, Veranstaltungen zu schützen oder nach Tätern zu ermitteln.
In der allgemeinen Bevölkerung und in Medien werden LGBT-Themen hingegen zunehmend positiv angesehen. Nach Gewalt in den Vorjahren und neuen Drohungen durch Rechtsextremisten hatten in diesem Jahr beim CSD in Kiew so viele Menschen wie noch nie teilgenommen, darunter viele Heterosexuelle aus Solidarität (queer.de berichtete). (nb)















Homohass hat seine ultimativen wurzeln im monotheismus,wir sollten endlich lernen auch diese wurzeln zu benennen,wir kämpfen nicht gegen heteros ,nicht gegen rechts oder gegen irgendwelche traditionen SONDERN gegen eine kollektive psychische krankheit genannt christentum!!