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Daniel Krause auf dem Cover seines Anti-Islam-Buches mit dem Untertitel "Ein schwuler Lehrer zeigt Courage" (Bild: HJB-Verlag)

  • 20. Oktober 2016, 12:38h 26 2 Min.

Der wegen Verharmlosung des Holocaust vorübergehend suspendierte schwule Lehrer bekommt weiterhin seine vollen Bezüge.

Die Universität Münster hat dem schwulen Lehrer, Autor und Islamgegner Daniel Krause, der wegen Verharmlosung des Holocaust vom Schuldienst suspendiert worden war, den Doktortitel aberkannt. Darüber berichtete am 16. Oktober die Tageszeitung "WAZ".

Details zu dem Fall wurden in dem Artikel nicht genannt. Die Universität Münster teilte lediglich mit, es habe "wissenschaftliche Mängel" gegeben. Krause hatte 2007 bei dem bekannten Kirchenkritiker Professor Horst Herrmann promoviert.

Massentierhaltung geht Krause näher als Auschwitz

Daniel Krause, der bereits 2012 auf einer Anti-Islam-Demonstration der rechtsextremen Wählervereinigung "Pro NRW" auftrat, hatte im vergangenen Jahr am Holocaust-Gedenktag in einem Radiogespräch erklärt, dass ihm Massentierhaltung näher gehe als der Massenmord in Auschwitz. Darauhin wurde der Studienrat, der damals an einem Weiterbildungskolleg in Unna tätig war, von der Bezirksregierung Arnsberg suspendiert (queer.de berichtete).

Krause legte Widerspruch ein und bekam vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen Recht. Seitdem läuft ein Berufungsverfahren beim Oberverwaltungsgericht. Krause ist derweil nach dem Bericht der "WAZ" bei vollen Bezügen in Heimarbeit tätig.

Im vergangenen Jahr war Daniel Krause auch Auslöser für die Entlassung von David Berger als Chefredakteur des Schwulenmagazins "Männer". Der rechte Theologe hatte nur einen Tag nach Krauses Holocaust-Verharmlosung dessen Polemik "Der Islamismus und die queere Szene" im damaligen "Männer"-Kanal des Medienpartners "Huffington Post" veröffentlicht (queer.de berichtete).

Später wurde Krause "stellvertretender Chefredakteur" von Bergers eigenem Blog "Gaystream", was die Bezirksregierung zu einer Prüfung veranlasste, ob eine nicht genehmigte Nebentätigkeit vorliege. Die letzte Veröffentlichung des Lehrers dort liegt allerdings schon mehrere Monate zurück, die Teamseite ist nicht mehr aufrufbar. (cw)

-w-

#1 LaurentEhemaliges Profil
  • 20.10.2016, 15:37h
  • Bei bestimmten Themen sollte man sich - insbesondere als Beamter - nur sehr vorsichtig und auch zurückhaltend äußern.
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#2 MichaelTh
#3 falken42
  • 20.10.2016, 16:39h
  • Antwort auf #1 von Laurent
  • unabhängig von dem was er sagt, gilt für alle das gleiche, beamte oder nicht.

    beamte mit maulkorb haben wir 1945 abgeschafft. jeder beamte ist im gegenteil sogar verpflichtet seine meinung zu unrecht und seiner meinung nach falschen entwicklungen laut zu sagen - er ist eben nicht mehr seinem vorgesetzten verpflichtet sondern der verfassung.

    ich wünschte manche allzu willfährige würden das mehr verinnerlicht haben.
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