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Einzelkommentar zu:
Sean Hayes schämt sich für spätes Coming-out


#3 JadugharProfil
  • 27.10.2016, 22:10hHamburg
  • Die Ausgangssituation von Schwulen ist eine ganz andere als bei den Heterosexuellen. Kein Heterosexueller muß sich rechtfertigen für seine sexuelle Orientierung, noch wird er hierfür diskriminiert oder in seinen Rechten eingeschränkt. Er wird auch nicht beschimpft oder angegriffen. Er braucht keinen Mut aufzuwenden, um sich anderen einzugestehen, daß er heterosexuell ist. Würden die Heterosexuellen genauso verfolgt wie Homosexuelle, dann würden sich wohl kaum anders verhalten. Aus meiner Lebenserfahrung habe ich oft erlebt, wie geoutete Schwule nachher tatsächlich der Job gekündigt wurde und diejenigen diesbezüglich wieder neu anfangen mußten. Hier zeigte sich aber auch, wer die wahren Freunde sind. Generell wird man sich selbst outen, wenn man Nichts zu verlieren hat, oder wenn man dabei etwas verliert, dieses verkraften kann. Das Outen erfordert eine Auseinandersetzung mit sich selbst, das Erarbeiten von Alternativen bei einschränkenden Diskriminierungen, sowie das Erabeiten eines Ansehens, damit man nicht auf die Sexualität reduziert wird, was für jeden eine bestimmte Zeit in Anspruch nimmt.
    Ich denke, daß Schwule gegenüber sich spät outenden Schwulen Verständnis haben, da fast jeder Schwule diesen Prozeß durchmachen muß.
    Wer jedoch im Schrank bleibt und zur Aufrechterhaltung eines erlogenen heterosexuellen Selbstbildnis in die homophobe Kerbe schlägt, der muß sich nicht wundern, wenn er von den Homosexuellen verachtet wird.
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