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Kommentare zu:
Taschengeld für einen Blowjob


#1 NickAnonym
  • 30.10.2016, 05:37h

  • So verlockend es auch sein nag - ich lehne es ab. Es wurde mir zwar schon Geld geboten aber ich mache das nicht.

    Bin da wie viele in meinem Alter auf GR und BBF; keine TG-Angebote!
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#2 FelixAnonym
  • 30.10.2016, 06:49h
  • Antwort auf #1 von Nick
  • Ich habe auch noch nie für Sex bezahlt (zumindest bis heute nicht). Das ist nicht immer einfach, wenn man keine Schönheit und alt ist.

    Trotzdem möchte ich nicht wahllos mit irgend jemandem intim sein - obwohl auch ich regelmäßig Angebote für solche Treffen mit "TG"-Zahlung erhalte - manchmal von jungen Männern, die ich sehr attraktiv finde. Ich bedanke mich freundlich (wenn sie es mir freundlich anbieten) und wenn sie es zu platt machen, dann blocke ich sie.

    Ich möchte darauf hinweisen, dass sich nicht nur für den Escort die Frage stellt: "Was macht es emotional mit einem?"
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#3 Koblenz-erAnonym
  • 30.10.2016, 12:36h

  • Mir ist das mit 15J passiert, ald ich auf der Suche nach einem Ferienjob in der Such&Find war. Jetzt hatte ich Glück das mein SugarDaddy recht attraktiv war. Es gab 100DM und ich war überrascht das es im ersten Moment sogar Spaß gemacht hat. Dann kamen aber doch die Zweifel, und ich saß bestimmt 2 Stunden in der Badewanne und mir die Schuld abzuwaschen. Während meiner Ausbildung hat mir aber das eine oder andere TG echt aus der Not geholfen - meine Eltern waren leider nicht in der Lage mich zu unterstützen. Jeder muss für sich selber entscheiden ob er für diese Art der Dienstleistung bereit ist. Es ist halt das älteste Gewerbe der Welt, aber eben nicht für jeden. Ich finde es nur wichtig es selbstbestim mt und ohne Zwang zu tun. Dann kann man sich dadurch das Leben erheblich leichter machen.... und mal ganz ganz ehrlich... wer weiß ob wir auf so einen Service nicht auch mal zurück greifen müssen, um uns noch liebenswert und lebendig zu fühlen. Oder kann sich heute schon jemand vorstellen wie es sein würde sich den Popo von jemand abputzen zu lassen, weil wir es selber nicht mehr können... auch sicher für beide Seiten nicht schön... aber manche können auch so einen Job machen, in der Regel auch für Geld
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#4 Sukram71Profil
  • 30.10.2016, 12:57h Bonn

  • Also oft genug kommen die TG-Angebote auf den blauen Seiten von den Jungs selber.

    Ich habe das zwar nicht unbedingt nötig, aber ich hatte mich auch schon mal darauf eingelassen. :)
    Man lernt sich ja einen anderen Menschen auf persönliche und intime Weise kennen. Und ob Sex-Date mit ohne ohne TG macht da kaum einen Unterschied.
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#5 Sukram71Profil
  • 30.10.2016, 14:32h Bonn

  • Einem 18-jährigen ohne Erfahrung darf man, finde ich, kein TG anbieten.
    Die sind doch eh so unsicher mit allem. Das geht gar nicht.

    Ich hatte im Urlaub auf Gran Canaria mal nen 18-jährigen Japaner aus Utrecht, NL, kennen gelernt, der mit seinen Eltern da war. Der war soo süß. :)
    Der hatte viele Fragen. Er hat mich gefragt, ob er ein Prostituierter ist, weil ihn mal ein alter Mann geblasen hat und er ihm hinterher 100 Euro gegeben hatte.
    Ich habe ihm gesagt, "natürlich nicht!", weil er das Geld ja nicht verlangt hat. Der Mann wollte nur ein Geschenk machen, weil er ihn so nett fand und ihm eine Freude machen wollte. Das stimmt ja auch. :)

    Wenn so Jungs zwischen 20-30, die sowieso auf GR und in der schwulen Sauna oft Sex-Dates machen, mal zwischendurch TG haben wollen, finde ich das nicht so tragisch. Die bekommen einen geblasen und kriegen auch noch Geld dafür! XD
    Vermutlich ist es trotzdem falsch, das zu unterstützen.

    Aber dass das so ganz junge Männer durcheinander bringt, ist doch klar. Das sollte man echt nicht machen. Das ist nicht gut. Etwas Gewissen sollte man schon haben.
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#6 audi5000Profil
  • 30.10.2016, 16:53h lindau

  • Also so Angebote bekomme ich selten. Da schreiben dann eher Russen oder Afrikaner die dann nur Geld haben wollen. Aber ich würde und bin auf Tg Angebote auch noch nie eingegangen. Erst mal hab ich keinen goldesel und wenn gibts auch genug Kerle denen ausehen egal ist und man besten Sex haben kann. Wenn alle Stricke reißen hab ich auch noch zwei gesunde Hände!
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#7 HIV-HistorieAnonym
  • 30.10.2016, 17:29h
  • Antwort auf #1 von Nick
  • Schon alleine die Erwähnung der anscheint stattfindenden Nutzung von BBF (für Nichteingeweihte: BAREBACKFUCKER) disqualifiziert Sie. Es ist eine Schande, dass derartige Portale ungestraft genutzt werden können - vor allem aber dass die dort stattfindenden massiven Virentausch-Aktionen nicht viel öfter vor Gericht enden.
    Was für ein Image: schwul=AIDS! Es ist so erbärmlich
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#8 audi5000Profil
  • 30.10.2016, 17:44h lindau

  • Zu #7! Das kommt noch dazu. Da hat mich letztens auch ein junge angeschrieben das ich ihn bare Ficken kann. Ich hab geschrieben wenn dann nur mit Gummi! Als Antwort kam dann nur ein: was?
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#9 Robby69Ehemaliges Profil
#10 NickAnonym
#11 Sukram71Profil
#12 daVinci6667
  • 30.10.2016, 20:01h

  • "Ich glaube, dass viele sich das gar nicht vorstellen können, wie das wirklich abläuft. Man hört vielleicht von manchen Leuten aus der Szene: Okay, die haben das schon einmal gemacht und reden da vielleicht ziemlich cool und locker drüber so als wäre das überhaupt kein Problem. Aber ich glaube, dass das dann oft mehr Fassade ist. Um diesen Schritt zu gehen, muss eine größere Hemmschwelle überwunden werden. Zumindest ist das in meiner Erfahrung so."

    Ich mag mir das nicht vorstellen- weder als Stricher noch als Freier. Beides finde ich eine enorme emotionale und psychische Belastung die ich mir wenn irgend möglich nicht antun will.

    Ich hatte in meinem Leben echt schwierige, herausfordernde Zeiten und bin einfach nur dankbar dass ich immer irgendwelche Lösungen fand. Auf den Strich zu gehen wäre für mich persönlich echt das allerletzte gewesen, aber ganz deutlich sei gesagt, ich verurteile niemanden. Das Leben kann extreme Situationen bringen. Ich weiss das nur zu gut.

    Langsam gehen wir auf die 50 zu. Im Alter wächst die Wahrscheinlichkeit zum Freier zu werden. Auch wer wie ich, heute in einer festen glücklichen Beziehung lebt, könnte irgendwann betroffen sein, denn einer von beiden wird als erster einmal von dieser Welt gehen müssen oder dürfen.

    Und dann? Finde ich dann noch jemanden oder reicht mir Handbetrieb? Oder meinem Partner? Ich möchte kein Freier werden und würde mir Gewissensbisse machen - weiss aber auch nicht ob ich nicht doch solche Dienste in Anspruch nehmen würde.

    Deshalb schwieriges Thema, jeder muss das mit sich selbst ausmachen. Lösung habe ich keine, aber ich hoffe mir darüber nicht wirklich den Kopf und mein Herz zerbrechen zu müssen.
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#13 Dont_talk_aboutProfil
  • 30.10.2016, 20:36hFrankfurt
  • Prostitution sollte man verbieten. Ist ja widerlich. Wenn der Typ in in der Szene oder ohne Geld bei GR keinen findet, soll er seine Hände benutzen
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#14 headinthecloudsAnonym
  • 30.10.2016, 21:29h

  • Was ich hier teilweise für Kommentare lese...da wird mir echt mulmig zumute. Ich bin selber 17 Jahre alt und schwul und habe Gott sei Dank noch nie so ein Angebot unterbreitet bekommen. Was nicht heißt, dass noch nie jemand nach nem schnellen Sexdate gefragt hätte.
    Ich persönlich lehne beides ab. Sowohl Sexdates als auch Taschengeldangebote. Mich wundert es das hier -so nehme ich an erwachsene Männer- allen Ernstes über dieses Thema reden, als ginge es um das Wetter oder die Faebe des nächsten Sofas. Fakt ist: Jeder der Taschengeldangebote annimmt sollte sich was schämen! Selbst wenn es einvernehmlich passiert (was ich doch sehr hinterfrage, siehe "Scham abwaschen"), so erzieht man Jugendliche doch in diese Richtung, das das eine legitime Art ist Geld zu verdienen. Was es aber nicht ist. Es ist Prostitution bzw Anstiftung dazu und es hier herunterzuspielen oder auf Jungs zu schieben die ihre Dienste anbieten nur um keine Gewissensbisse zu bekommen, ist meiner Meinung nach echt armselig, heuchlerisch und billig. Man DARF solche Angebote nicht zu seinem reinen Vergnügen annehmen, weil es Jungs in gefährliche Richtungen (Prostitution, Sex als legitime Geldmachmethode) und gesundheitliche Risiken für alle bringt (AIDS).Die Leute in den Kommentaren die sagen sie nehmen solche Angebote an um sich "begehrt" zu fühlen denen kann ich nur sagen: Selbst schuld! Das sind dieselben die jahrelang Sexdates und ONS hatten und sich wundern warum das Mitte 40 nicht mehr funktioniert. Wäre man früher mal auf den Draht gekommen, das Liebe und Beziehungen wesentlich länger hält als Spaß für eine Nacht, hätte man dieses Problem garnicht. Aber junge, unschuldige Schwule die in einer Notsituation sibd (sonst würden sie diese Dienste wohl kaum anbieten) dann zu benutzen für sein weiteres vergnügen obwohl das wohl keinem Jubgen wirklich Spaß macht und er vielleicht psychisch mehr leidet als man ahnt, ist unverantwortlich und einfach nur egoistisch. Jeder, der sagt das ist "okay" der redet sich meiner Meinung nach raus.
    Ich bin froh das in meiner Generation der Anteil von Jungs die auf der Suche nach festen Bindungen wieder extrem zunimmt (s. Statistiken). Ich denke, das nur Liebe dauerhaft Erfüllung schenken kann, auch wenn man älter wird. Denn wer sich da auf ONS verlässt, steht mit etwas Pech irgendwann alleine da. Nur Liebe schenkt dauerhaft sexuelle, aber auch seelische Erfüllung und damit Glück. Treue kommt wieder in Mode, und das ist auch gut so!

    Aber das ist natürlich nur meine Meinung. Ich schreibe hier niemandem vor was er zu glauben hat, oder wie er zu Leben hat. Jeder soll auf seine Art glücklich werden. Aber lasst doch bitte die Jugendlichen aus euren Vergnügungsspielchen
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#15 Sukram71Profil
  • 30.10.2016, 21:40h Bonn
  • Antwort auf #13 von Dont_talk_about

  • Wenn man Prostitution verbietet, dann führt dass wieder dazu, dass man schwule Paare aus nem ganz jungen und nem älteren Männern auseinander reißt und bestraft, weil man bei nem 20-jährigen der mit nem 45-jährigen zusammen ist, von Prostitution ausgeht. Das wäre ganz übel. Und wo soll man hier Grenzen ziehen? Ist ein teures Geschenk oder ne Einladung zum Essen schon verboten?

    Und auch sonst würde Prostitution in den Untergrund verschwinden, wo man sie nicht kontrollieren und regeln kann. Das ist keine gute Idee.
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#16 Sukram71Profil
  • 30.10.2016, 21:50h Bonn
  • Antwort auf #12 von daVinci6667

  • Es gibt genug Jungs und junge Männer, die regelmäßig in Köln in die schwule Sauna gehen, Sex-Dates über GR machen oder sich in der Schaafenstr nen One-Night-Stand suchen. Aus Jux und Dollerei. Aus Spaß an der Freud. Oder sich nen reichen Partner suchen.
    Das ist ja sowieso ziemlich schlampig. :)

    Wenn sich da einer mal zwischendurch ein paar Euro geben lässt, ist das nicht so schlimm, denke ich.

    Mal abgesehen von den schlimmen Fällen von Rumänen, die hier nichts haben und von Prostitution in ärmlichen Verhältnissen leben. Oder Jungs, die ganz in die Szene abrutschen.
    Prostitution hat viele Gesichter und viele Facetten. Das ist bei den Heteros genau, wie bei den Schwulen. Ein schwieriges Thema. Ein Verbot ist aber keine Lösung.
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#17 Homonklin44Profil
  • 30.10.2016, 22:03hTauroa Point
  • Ich möchte mir das noch anschauen, sobald ich eine vernünftige Verbindung habe. Jedes mal zur Bekannten zu rennen, um was am Internet zu machen, solange sie shoppen geht, ist auch 'ne doofe Ausrede, die nicht häufig zieht.

    ""Ich glaube, dass viele sich das gar nicht vorstellen können, wie das wirklich abläuft. Man hört vielleicht von manchen Leuten aus der Szene: Okay, die haben das schon einmal gemacht und reden da vielleicht ziemlich cool und locker drüber so als wäre das überhaupt kein Problem. Aber ich glaube, dass das dann oft mehr Fassade ist. Um diesen Schritt zu gehen, muss eine größere Hemmschwelle überwunden werden. Zumindest ist das in meiner Erfahrung so.""

    Da scheine ich nicht zu schlecht gemutmaßt zu haben. Wenn ich Geschichten schreibe, muss ich mir solche Zusammenhänge mehr oder weniger aus den Fingern saugen, oder kann nur Ausschnitte aus dem verwursten, was ich in Gesprächen mal mitbekommen habe.
    Ich stellte mir das immer irre schwierig vor, aus Gründen finanzieller Knappheit mit Leuten intim werden zu sollen, in die man weder verliebt ist, noch dass man da Attraktion oder irgendwas wie wenigstens freundschaftliche Vertrautheit empfindet.

    Aus meiner Sicht war das zu ahnen wohl auch einer der Gründe, warum ich nie Jemand für vorgespielte Liebe/Kuscheln ect. "gebucht" habe, wobei ich bis heute nicht weiß, ob man anstatt von Sex auch so etwas wie "Bromance light" überhaupt in diesem Markt bekommen kann.
    Das Jemandem zuzumuten, wäre eine äußerst fragwürdige, wenn nicht schäbig rücksichtslose Art.

    Wenn man auf dem Partnerfinde-Markt nicht gefragt ist, hat man immerhin noch die Möglichkeit, zu verzichten.

    Gut, wer mag und wo der Konsens darüber möglich wird, da verurteile ich das nicht. Aber sobald jemand sich gegen sich selbst überwinden soll, nur wegen Geld, das man sich anders einfacher verdienen kann? Da würde ich Denjenigen fragen : Wie gehst du mit dir um?
    Und ihm davon abraten.
    Wenn man das übrige Geld hat, kann man es ihm auch dafür geben, einen angenehmen Abend lang nett im Café zu plaudern, oder weil er sich vielleicht als Ski-Lehrer verdient macht, das Motorrad repariert, eine Wand anstreichen hilft usw. usf.

    Gleichwohl ich die Sehnsucht des Einsamen absolut nachvollziehe. Wenn man nie geküsst und nie umarmt wurde, werden Verlockungen manchmal hart an der Contenance.
    Mit Würde allein bleiben belastet keinen anderen.
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#18 Ex-KundeAnonym
  • 30.10.2016, 22:06h
  • Ich bin zwar nicht bei solchen Internetportalen, muss aber gestehen, dass ich früher auch schon öfters die Dienste von Strichern genutzt habe.

    Ich war damals sehr korpulent und wenn man nicht nur wichsen will, sondern sich nach ein wenig Zärtlichkeit und Zuneigung sehnt (wenn auch nur gespielt), bleibt einem dann oft nichts anderes übrig.

    Ich bin manchmal auf echt üble Gestalten gestoßen. Einer hat mir das Portemonnaie geklaut und zwei andere wollten mich erpressen. Aber ansonsten bin ich größtenteils auf ganz normale Stricher gestoßen, die das als Job sahen. Und einige von denen waren sogar richtig nett und ich habe deren Dienste öfter in Anspruch genommen.

    Oft war das nur schneller Sex, aber manchmal war das auch sehr sehr schön. Ich hatte einen, der unglaublich zärtlich war, der sich richtig viel Zeit genommen hat und total auf mich eingangen ist. Und der noch dazu sehr hübsch war.

    Heute mache ich das nicht mehr. Erstens habe ich das heute nicht mehr nötig und zweitens ist ja auch die Stricherszene außerhalb des Netzes sehr zurückgegangen. Aber an den ein oder anderen muss ich noch heute ab und zu denken und frage mich, was sie heute so machen.

    Ich hoffe, es geht denen allen gut und bin ihnen dankbar, dass sie mir in einer Zeit, wo ich sehr verzweifelt war, ein wenig Zuneigung, Zärtlichkeit und körperliche Nähe gegeben haben. Denn das braucht jeder mal und manche haben halt keine andere Möglichkeit.

    Deshalb würde ich sowas auch nie verdammen. Man muss nur aufpassen, weil man auch mal an schwarze Schafe geraten kann (ich habe z.B. nie jemanden mit nach Hause genommen, sondern bin mit denen oft in Stundenhotels gegangen oder auch mal in Pornokinos, manchmal auch auf öffentliche Toiletten oder auch mal in Parks, Gebüsche, dunkle Ecken in Hinterhöfen, o.ä.).
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#19 Keine AhnungAnonym
#20 KollegeAnonym
  • 30.10.2016, 22:36h
  • Antwort auf #13 von Dont_talk_about
  • Dont_talk_about schreibt am 30.10.2016, 20:36:42 Uhr:
    "Prostitution sollte man verbieten. Ist ja widerlich. Wenn der Typ in in der Szene oder ohne Geld bei GR keinen findet, soll er seine Hände benutzen"

    Ey Kollege,
    Seit wann dass denn? Ich dachte, die ist dir doch so ans Herz gewachsen?! Und was sagen denn eigentlich deine Freunde im Römerforum dazu?

    www.queer.de/detail.php?article_id=23168&antwort_zeigen=
    ja#c19


    Wissen die, was du von denen hältst?

    _______________________________________

    Und warum hältst du dich dann nicht dran und benutzt deine Hände nicht, sondern bist selber so "widerlich" und forderst sogar dazu auf?!

    "2,4 Prozent der britischen Studenten arbeiten als Callboys"

    Dont_talk_about schreibt am 31.03.2015, 02:05:16 Uhr:
    "Ein gutes Argument für die Wiedereinführung von Studiengebühren in Deutschland. Studentische Escort sind eine Bereicherung für die gesamte Community. Generationenkonflikt kann man so leicht wegblasen"

    www.queer.de/detail.php?article_id=23505&antwort_zeigen=
    ja#c10
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#21 Sukram71Profil
  • 30.10.2016, 22:54h Bonn
  • Antwort auf #18 von Ex-Kunde

  • Einem Stricher habe ich mal in ner Videokabine 30 Euro gegeben, der musste dann ganz plötzlich auf Klo und war weg. Darüber musste ich damals schon lachen und heute kann ich auch noch schmunzeln. :)

    Ich habe Jungs einfach viel zu gerne, als dass ich denen böse sein könnte. Und beim Sex von so jungen Männern so hautnah dabei zu sein, ist schon was tolles und schönes. :)
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#22 Sukram71Profil
#23 daVinci6667
  • 30.10.2016, 23:48h
  • Antwort auf #16 von Sukram71

  • "Wenn sich da einer mal zwischendurch ein paar Euro geben lässt, ist das nicht so schlimm, denke ich."

    Jeder Mensch ist anders. Mag sein dass einige das sehr locker nehmen können, andere das irgendwie verarbeiten können, einige daran zerbrechen.

    Das aber generell auf die leichte Schulter nehmen, wird dem Thema nicht gerecht. Ich mag mir nicht ausmalen was das mit dem Selbstwertgefühl eines Menschen alles anstellen KANN. Gilt übrigens für beide, Stricher wie Freier.

    Wie gesagt schwieriges Thema. Verbieten bringt nichts, jedoch sollten wir dafür sorgen das möglichst niemand aus finanziellen Gründen anschaffen muss. Das finde ich extrem schrecklich.

    Wer es bloss macht um sich unnötigen Luxus zu leisten, nun ja, seine Wahl. Und anderen kann das vielleicht sogar Spass machen. Ich fürchte aber, das sind die Wenigsten.
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#24 Pedro23Anonym
  • 31.10.2016, 01:23h
  • Antwort auf #21 von Sukram71
  • "Einem Stricher habe ich mal in ner Videokabine 30 Euro gegeben, der musste dann ganz plötzlich auf Klo und war weg. Darüber musste ich damals schon lachen und heute kann ich auch noch schmunzeln. :) "

    Gut gemacht der Kleine! Die 30 kannst du offensichtlich gut verschmerzen!
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#25 Miguel53deProfil
  • 31.10.2016, 02:59hOttawa
  • Antwort auf #12 von daVinci6667
  • Mach Dir da mal nicht so große Sorgen. Kuemmere Dich ein bisschen um Dich selbst, dass Du nicht zum aeusserlichen Monster mutierst.

    Es gibt unglaublich viele junge Maennern, die aeltere Partner bevorzugen. Das haette ich mir frueher nie vorstellen koennen. Ich war 57, als ich meinen Partner kennenlernte. Er war 36. Als ich 62 war und er 41, zogen wir zusammen. Ein Jahr spaeter hat er mir einen Heiratsantrag gemacht und mit 64, respektive 43 er, haben wir geheiratet. Das war vor 5 Jahren.

    Ich habe dafuer den Kontinent gewechselt, weil ich in Fruehpension gehen konnte.

    Im Kopf frisch bleiben und einen gesunden Koerper bewahren. Dann ist alles moeglich.

    Aber ich muss auch anmerken, dass ich diese Situation im Film, diesen Moment im Schlafzimmer, als sehr verstoerend empfand. Ich verurteile dabei niemanden. Ganz im Gegenteil. Es ist einfach nur nicht schoen.

    Eigene Erfahrungen habe ich auch gemacht. Da lernte ich zwei Escorts kennen, die eine Unterkunft fuer eine Nacht brauchten. Sie reisten "beruflich" durch Europa. Einer war Kubaner. Der andere Brasilianer. Ihr bester Kunde, erzaehlten sie mir, war verheiratet. Seine Frau war eine bekannte Dame mit "glorreichen" Auftritten im TV.

    Wir haben viel diskutiert. Viel gelacht. Viel Spaß gehabt. Sehr lehrreich und aufklaerend.

    Ich habe Respekt vor solchen Menschen. Ob Mann oder Frau. Aber Jungs, wie hier im Film dargestellt, tun mir leid. Sie haette besser gute Freunde, die sich ernsthaft um sie kuemmern.

    Der "Freier" tut mir auch leid. Doch ein guter Freund mit sehnlicher Statur hat meinen Respekt, weil er sich nicht auf solche Kontakte einlaesst. Also nicht die Situation eines jungen Menschen ausnutzt.

    Wie zuvor gesagt. Diese Situation ist verstoerend fuer mich.
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#26 Miguel53deProfil
#27 1818181818181818Anonym
  • 31.10.2016, 06:52h
  • Ich habs mal gemacht. Wurde aber eher dazu "genötigt" die 100 anzunehmen. Aber es ist nicht das selbe, weil ich die ganze Zeit ans Geld dachte..

    Ich kanns verstehen bei Jungs deren Familienverhältnisse zerrüttet sind oder wo die Familie vom HASS4 leben muss, aber die meisten, die sich bei GR mit TG anbieten haben nicht unbedingt die Voraussetzungen, finde ich..

    Ich meine sie haben nicht gerade was großes in der Hose...

    Und 70 für sich einen Blasen lassen? Wow, da muss der Ältere aber gut Geld haben.

    Versteht mich nicht falsch, wenn es Leuten gefällt für Sex Geld auszugeben dann bitte, aber bei mir seid ihr falsch. Meinen Schwanz und Arsch gibt es nicht für Geld. Okay, vielleicht für viel Geld. eventuell.
  • Antworten » | Direktlink »
#28 NicoAnonym
  • 31.10.2016, 16:53h
  • 70 euro? ganz schon viel für einen BJ. Bei Nutten kriegt man für 80 euro schon volles programm.
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#29 Robby69Ehemaliges Profil
  • 31.10.2016, 17:27h
  • Antwort auf #13 von Dont_talk_about
  • Das einzige, was wirklich widerlich ist, ist Dein indiskutabler, absolut inakzeptables Pamphlet hier! -
    Du hast es immer noch nicht kapiert!
    Prostitution ist ein Job wie jeder andere auch! Und damit es endlich als Job anerkannt wurde, dafür haben wir jahrzehntelang gekämpft! - Leider hat die großartige und verdammt zähe Domenica diesen Erfolg (der zum Großteil auch ihr Erfolg) ist, nicht mehr miterlebt. -
    Sexworker arbeiten verdammt hart für ihr Geld und machen den Job größtenteils nur, damit sie überleben können, verdammter Ignorant! -
    Wenn sie einen anderen Job bekommen würden, dann würden sie liebend gern diesen anderen Job wählen! - Sie müssen schließlich auch von irgendwas leben - oder sollen sie vielleicht wegen Dir verhungern, nur weil DIR IHR Job nicht in den Kram passt! Mann, Deine widerliche Arroganz ist echt zum KOTZEN! -
    Es ist IHR Leben, verdammt noch mal - nicht DEINES! Und weder DU noch sonst irgendjemand hat ein Recht, sich als Richter über Sexworker und ihren Job aufzuspielen! -
    Glaubst Du vielleicht, Du bist was besseres, weil Du nicht für Geld Deinen Köper verkaufen musst?! Nein, bist Du nicht! -
    Jeder Mensch ist gleich viel wert, egal welchen Job er hat! -

    Aber so weit, denkst Du in Deiner ekelhaften Überheblichkeit und Selbstherrlichkeit ja wieder mal nicht - obwohl ich Dir bzgl. dieses Themas alles vor ca. 1 Jahr schon lang und breit auseinandergesetzt habe.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #13 springen »
#30 Robby69Ehemaliges Profil
  • 31.10.2016, 17:41h
  • Antwort auf #14 von headintheclouds
  • Auch für DICH gilt: Es ist IHR JOB und IHR Leben - nicht DEINES! - Weder DU noch irgendjemand anderes hat ein Recht, über das Leben und den Job von Sexworkern zu urteilen, nur sie selbst! -
    Und ja, verdammt noch mal, Prostitution ist ein Job wie jeder andere auch! -

    "Fakt ist: Jeder der Taschengeldangebote annimmt sollte sich was schämen! "
    NEIN - ist es NICHT! - Der einzige, der sich schämen sollte, so einen intoleranten Schwachsinn von sich zu geben, bist Du selbst!

    "Selbst wenn es einvernehmlich passiert (was ich doch sehr hinterfrage, siehe "Scham abwaschen"), so erzieht man Jugendliche doch in diese Richtung, das das eine legitime Art ist Geld zu verdienen. Was es aber nicht ist."
    Doch ist es! Es ist ein Job wie jeder andere auch!

    " Ich bin froh das in meiner Generation der Anteil von Jungs die auf der Suche nach festen Bindungen wieder extrem zunimmt (s. Statistiken)."
    Und der nächste Schwachsinn! - Wenn die Stricher/Escorts nicht auf die Kohle angewiesen wären, um so ÜBERLEBEN zu können (im wahrsten Sinne des Wortes) und die Möglichkeit hätten, einen anderen Job zu bekommen, dass würden sie nicht auf dem Strich gehen! Verdammt noch mal, DENKST DU eigentlich mal, bevor Du hier solchen geistigen Dünnpfiff absonderst?! -
    Du glaubst wohl, Du bist was besseres als Sexworker! NEIN - bist Du nicht! - Jeder Mensch ist gleich viel Wert! -
    Und nur weil DU für DICH persönlich beschlossen hast, ein monogames Mauerblümchen zu sein, heißt das noch nicht, dass ALLE anderen Schwulen das auch zu wollen haben. Kein Mensch hat das Recht, sich in das Leben und Lieben von anderen Menschen einzumischen und/oder es zu be- oder VER-urteilen! Dieses Recht hat nur der Betreffende selbst! -

    "Aber das ist natürlich nur meine Meinung. Ich schreibe hier niemandem vor was er zu glauben hat, oder wie er zu Leben hat." NEIN ist es NICHT - wie Dein "Kommentar" ja mehr als deutlich belegt. Du urteilst und vor allem VER-URTEILST alle, die nicht so engstirnig und moralinsauer denken und leben/lieben, wie Du selbst. - Darum: Schäm Dich für Deine Intoleranz mit offenen Schwulen, Sexworkern etc. -

    Ich bin promiskutiv "bis in die Socken" und habe eine offene Beziehung. Na und?! - Wir sind glücklich damit! - DU stehst auf monogame Kisten - Dein Bier! - Jeder wie er will! - Keine Art eine Beziehung zu haben ist "besser" oder "schlechter". -

    "Aber lasst doch bitte die Jugendlichen aus euren Vergnügungsspielchen"
    Aber halt DU Dich raus aus dem Leben, Lieben und den Job ANDERER Leute! -
    So - und jetzt ab mit Dir in den Benimm- und Toleranz-Kurs! Und wenn Du beides endlch mal gelernt hast, kannste wieder hier auftauchen und posten!
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#31 daVinci6667
  • 31.10.2016, 20:08h
  • Antwort auf #30 von Robby69

  • Hallo Robby

    Ich finde es nicht ok wie du hier headintheclouds angreifst. Der Junge ist 17 und schreibt frisch von der Leber weg und mit seinem Herzen.

    Auch wenn ich im Detail nicht seiner Meinung sein mag, ich möchte mich Miguel anschliessen der ihm bereits in einem andere Thread (Demo für alle Wiesbaden) ein grosses Kompliment machte. Ich mache ihm eines hier.

    Denn headintheclouds schreibt von Jugendlichen nicht von Erwachsenen. Vielleicht hast du das in der Hitze des Gefechts überlesen. Und da hat er meiner Meinung nach absolut recht.

    Wer Jugendlichen ein "Taschengeld" gibt sollte sich in Grund und Boden schämen und handelt absolut unverantwortlich. Bei erwachsenen Strichern würde ich mir zwar auch so meine Gedanken machen (siehe meine Kommentare) aber bei Minderjährigen ist das ein absolutes No-Go und wirklich gewissenlos!

    Wo ich nicht mit dir einverstanden bin ist, dass Sexarbeit ein Job wie jeder andere sein soll.

    Oh nein! So etwas zu machen ist viel, viel strenger, stressiger, anspruchsvoller und zermürbender. Wer als Angestellter arbeitet prostituiert sich zwar auch in einer gewissen Art und Weise. Doch ob du "nur" deine Arbeitskraft verkaufst oder deinen Arsch und Schwanz macht psychologisch einen himmelweiten Unterschied. Deshalb soll sowas wenigstens entsprechend bezahlt werden.

    Abschätzige Bemerkungen hier betreffend Schwanzgrösse und verlangten Preisen finde ich sehr daneben. Der Kommentar von headintheclouds hebt sich davon angenehm ab. Auch sehe ich in seinen Zeilen nichts was Sexworker irgendwie herabsetzen könnte. Korrigiere mich falls ich was überlesen haben sollte.

    Lieber Gruss
    daVinci6667
  • Antworten » | Direktlink » | zu #30 springen »
#32 LarsAnonym
  • 01.11.2016, 09:14h
  • Antwort auf #30 von Robby69
  • Was für eine verständnisvolle, sensible Sprache im Umgang mit einem 17jährigen, der dich ein wenig provoziert hat. Du solltest Dich für eine Stelle als Comingoutberater bewerben. Ein solch warmes Willkommen in der Community und so hilfreichen Rat hätte ich als Jugendlicher auch gebraucht.

    Sarkasmus off.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #30 springen »
#33 Homonklin44Profil
  • 01.11.2016, 14:05hTauroa Point
  • Antwort auf #14 von headintheclouds
  • ""Aber junge, unschuldige Schwule die in einer Notsituation sibd (sonst würden sie diese Dienste wohl kaum anbieten) dann zu benutzen für sein weiteres vergnügen obwohl das wohl keinem Jubgen wirklich Spaß macht und er vielleicht psychisch mehr leidet als man ahnt, ist unverantwortlich und einfach nur egoistisch. Jeder, der sagt das ist "okay" der redet sich meiner Meinung nach raus.""

    Die reden sich ihre leicht verkorkst angehauchte Welt zurecht, stimmt. wer nicht versteht, wie verantwortungslos und ignorant es ist, so mit Jugendlichen umzugehen, hat irgendwo den Schuss nicht gehört.
    Solchen Leuten ist wahrscheinlich auch ziemlich egal, was das mit Denjenigen anstellt und welche Message sie weiter tragen, gerade auch an Leute in problematischen Situationen, etwa Drogenabhängige oder Runaway's. Das sogenannte Ausnützen eines Abhängigkeitsverhältnis wird nicht umsonst auch gesetzlich speziell behandelt.

    ""Ich bin froh das in meiner Generation der Anteil von Jungs die auf der Suche nach festen Bindungen wieder extrem zunimmt (s. Statistiken). Ich denke, das nur Liebe dauerhaft Erfüllung schenken kann, auch wenn man älter wird.""

    Wenn das wirklich so ist, macht es Hoffnung, und da wäre man dann auch gern nochmal jung. Es ist ziemlich beknackt, in einer Generation zu leben, in der die Liebe so oft für tot oder nicht existent erklärt wird, als sinnfreier Ballast oder als Hindernis, Nonsense und Lächerlichkeit, wie in meiner Generation der Fall. Jedenfalls im Überhang dessen, was ich so mitbekomme.
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#34 daVinci6667
  • 01.11.2016, 17:19h
  • Antwort auf #33 von Homonklin44

  • "Es ist ziemlich beknackt, in einer Generation zu leben, in der die Liebe so oft für tot oder nicht existent erklärt wird, als sinnfreier Ballast oder als Hindernis, Nonsense und Lächerlichkeit, wie in meiner Generation der Fall. Jedenfalls im Überhang dessen, was ich so mitbekomme."

    Das erlebe ich nicht so und ich bin froh darüber. Ich pflege immer noch losen Kontakt mit allen meinen Ex-Freunden und anderen Männern die mir seit meiner Jugend begegnet sind. Die Mehrheit von ihnen lebte und lebt in festen Beziehungen.

    Zwar hat die Mehrheit innerhalb diesen 20, 30 Jahren mittlerweile den Partner ein oder mehrere male gewechselt, einige waren zwischendurch unfreiwillig längere Zeit Singles, doch jeder freut sich wenn jeder wieder seinen Partner findet.

    Klar ist jedem, es droht im Alter Einsamkeit wenn man seinen Partner verliert. Wir Schwulen in meiner Generation haben ja meistens keine Kinder die uns später regelmässig besuchen kommen.

    Das ist ein schwules Tabuthema das leider kaum thematisiert wird. Man kann aber vorsorgen oder wenigstens ab und zu an irgendwelchen Unternehmungen die in der Community organisiert werden teilnehmen. Das mildert das Problem zumindest etwas ab.
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#35 Robby69Ehemaliges Profil
  • 01.11.2016, 19:15h
  • Antwort auf #31 von daVinci6667
  • Hallo "daVinci6667"!

    "Denn headintheclouds schreibt von Jugendlichen nicht von Erwachsenen. Vielleicht hast du das in der Hitze des Gefechts überlesen. Und da hat er meiner Meinung nach absolut recht. Wer Jugendlichen ein "Taschengeld" gibt sollte sich in Grund und Boden schämen und handelt absolut unverantwortlich. Bei erwachsenen Strichern würde ich mir zwar auch so meine Gedanken machen (siehe meine Kommentare) aber bei Minderjährigen ist das ein absolutes No-Go und wirklich gewissenlos! "

    Nein, das habe ich nicht überlesen. Aber es geht in dem betreffenden Film nun mal nicht um einen Jugendlichen - wie hier etliche User annehmen/suggerieren (mutmaßlich wegen des relativ jugendlichen Aussehens der Hauptfigur Jan), sondern um einen 18-jährigen jungen Erwachsenen. Fakt ist nun mal, dass man mit 18 volljährig ist - und auch, dass bisher ab 18 Prostitution "legal" ist, wenn der betreffende sie als Job anmeldet. Mit Inkrafttreten des möglicherweise kommenden neuen Gesetzes könnte die Altersgrenze möglicherweise auf 21 angehoben werden - was verdammt viele Sexworker MEHR kriminalisieren würde, die unter den jetzigen Bedingungen "legal" arbeiten könn(t)en. -
    Ich bin bzgl. des Kommentars von "headintheclouds" nach wie vor der Meinung, die ich schon in meinem Antwort-Kommentar an ihn mitgeteilt habe. -
    In diesem Punkt werden wir beide wahrscheinlich auch weiterhin gegenteilige Ansichten haben. - Aber wie bei allem kann man eine Sache (oder in diesem Fall einen Kommentar) immer von mehreren Seiten aus betrachten. -
    Und ja, ich vertrete nach wie vor die Meinung, dass Prostitution ein Job wie jeder andere auch ist. - Und ich weiß verdammt genau, wovon ich rede, da ich schon seit 1991 mit etlichen Strichern eng befreundet bin. Meine besten Freunde sind Stricher/Escorts und sie sind auch diejenigen, auf die ich mich wirklich jederzeit und hundertprozentig verlassen kann. Ich erlebe durch sie alle jeden Tag aufs neue hautnah mit, was ihr Job bedeutet, wie sehr sie deshalb von Bullen schikaniert werden - und wie oft und wie massiv gewisse Schwule (oder auch andere Leute unserer Gesellschaft) auf Sexworker herabsehen. Gerade jetzt wieder läuft eine massive "von oben" abgesegnete, bayernweite illegale Schikane- und Abfang-Aktion der Polizei (vor allem auch der Bundespolizei) gegen die Stricher/Escorts - auch wenn über diese "Behörden-Maßnahme" (wie die Bullen so etwas bezeichnen) nicht in den Mainstream-Medien geschrieben wird. -

    Ich weiß nicht, in wieweit Du die Hintergründe bzgl. des deutschen Prostitutionsgesetzes kennst, daher fasse ich die Änderungen der letzten Jahre nochmal knapp zusammen. Früher war Prostitution nicht als ganz normaler Job anerkannt, dass heißt, alle, die diesen Beruf - zum Beispiel als Angestellte(r) in seinem Sexclub - legal ausübten, wurden generell wegen ihres Berufs diskriminiert und alle anderen Sexworker (die nicht in einem Sexclub oder für eine Escort-Agentur arbeiteten) pauschal kriminalisiert. Auch, wenn sie diesen Job freiwillig machten. -
    Dieser Missstand hat sich zum Glück inzwischen gebessert und vor ein paar Jahren wurde Prostitution endlich als ganz normaler Job anerkannt. Durch diese Änderung ist es u.a. möglich, dass Sexworker ihren Job "rein theoretisch" anmelden können und dieser dann auch legal ist. Dass die meisten männlichen Sexworker sich diese Anmeldung (aufgrund der bisherigen rechtlichen Vorschriften) finanziell nicht leisten können, ist ein anderes Kapitel. -

    Wie gesagt, ich kenne die Hintergründe des Prostitutionsjobs (auch wenn ich darüber im Netz nicht ausführlich diskutiere, weil das "Interna" betrifft und darüber nur untereinander gesprochen wird). Ich weiß, wie hart dieser Job ist, es ist ein Knochenjob. Und genau deshalb macht es mich jedes Mal aufs Neue wahnsinnig wütend, wenn sich jemand (egal, wer das ist, welchen Beruf etc. er hat oder wie alt er ist) als Richter über Sexworker und ihren Job aufspielt. - Wie ich bereits sehr deutlich in meinen beiden vorherigen Kommentaren geschrieben habe: Es ist IHR Leben und IHR Job - nicht das von irgendwelchen intoleranten Leuten, die glauben, dass sie "was Besseres" sind als die Sexworker. - Und genau das kommt beim Kommentar von "headintheclouds" mehr als deutlich zum Ausdruck. Die widerliche Überheblichkeit und Anmaßung, darüber zu entscheiden, ob das was andere machen, welchen Job sie haben, ob sie ihren Körper verkaufen oder nicht usw. gut oder schlecht zu sein hat. Ich kenne solche jungen ignoranten Wohlstandsschwuppen wie den genannten Kommentator leider zur Genüge. Da ist nix mit "echter Anteilnahme" für die betreffenden Sexworker - wobei er sich in seinem Kommentar ja total auf jugendliche Sexworker einschießt, obwohl es in dem Film absolut nicht um jugendliche, sondern um einen 18-jährigen jungen Erwachsenen geht. -
    Du siehst den Kommentar von "headintheclouds" von der Warte "außerhalb", ich von der "innerhalb". Darum fallen mir auch bestimmte Dinge in seiner Argumentation auf, die "Außenstehenden" (bitte nicht negativ verstehen) nicht auffallen. - Die Art, wie er argumentiert ist sehr herablassend und auch herabwürdigend, auch wenn das auf Dich vielleicht nicht so wirken mag. - Und auch wenn dieser User (offiziell) erst 17 ist, heißt das nicht, dass er deswegen nicht schon so viel Grips im Kopf hat, um zu wissen, was er da schreibt. Möglich, dass er nicht (oder noch nicht) allzu viel Dunst vom Thema Prostitution hat und nur das nachplappert, was er darüber gelesen/gehört hat - aber das entschuldigt seine Anmaßung keineswegs. Es gibt genug Möglichkeiten, um sich objektiv über das Thema zu informieren. -

    Es gab vor kurzem den Artikel "TV-Moderator arbeitet jetzt als Gay-Pornostar" hier bei queer.de, da schrieb zum Beispiel der User "Laurent" sehr richtig, dass es immer noch eine soziale Ächtung bedeutet, wenn jemand im Sex-Business arbeitet und dies öffentlich wird. Und es stimmt, wenn man sich die Kommentare zu diesem Artikel hier ansieht, wird verdammt deutlich, dass die soziale Ächtung dieser Jobs vor allem auch innerhalb der Schwulen-Szene nach wie vor an der Tagesordnung sind. Leider. - Es wäre wirklich ein Erfolg, wenn sich das irgendwann doch noch mal ändern würde. -

    Ja, es ist ein Unterschied, ob man seine "Arbeitskraft"/sein "Hirn" oder ob man seinen Arsch verkauft - trotzdem ist es im Prinzip dasselbe, denn es geht bei allem genannten nur ums Geld. Geld, um den Lebensunterhalt zu bezahlen, die Miete etc. - Und bei Strichern/Escorts geht es größtenteils in diesem Punkt darum, das Geld zu verdienen, dass sie brauchen, um überhaupt überleben zu können. Viele von ihnen (vor allem auch Minderjährige) wissen nicht, woher sie das Geld für die nächste Mahlzeit herbekommen sollen, wo sie in der Nacht schlafen sollen. - Näheres zu den Lebens- und Arbeitsbedingungen von Strichern/Escorts habe ich ja im letzten Jahr bereits ausführlich hier geschrieben, wenn Du aber dazu noch Fragen hast, oder es Dir nicht mehr so in Erinnerung ist, schreib einfach. -
    Ich setze mich - gemeinsam mit den Sexworkern - schon seit 1991 für die Rechte und für verbesserte Arbeitsbedingungen von Sexworkern ein. Es ist verdammt wichtig und geht alle an. Ob man nun selbst in diesem Business arbeitet, oder mit Leuten aus diesem Business befreundet ist. Die beschissenen Lebens- und Arbeitsbedingungen können einen einfach nicht kalt lassen. - Und nur wenn Prostitution als ganz normaler Job anerkannt wird, dann wird dieser Job auch entkriminalisiert und menschenwürdigere Arbeitsbedingungen möglich. Es war ein harter Kampf - wenigstens hier in Bayern - einen Kondom-Zwang für Freier durchsetzen zu können. - Durch das angedachte neue Gesetz (über das "offiziellen Angaben zufolge" angeblich noch im November entschieden werden soll) soll dieser Kondom-Zwang auf alle Bundesländer ausgeweitet werden. Dies wäre ein großer Schritt in die richtige Richtung, denn es bedeutete MEHR Sicherheit für beide "Geschäftspartner" - für die Sexworker und für die Freier. - Die anderen Änderung durch dieses Gesetz sehe ich dagegen sehr kritisch. Aber das nur nebenbei. -
    Entgegen der Meinung von etlichen Usern hier (oder auch von zahlreichen Politikern) kann die Zwangsprostitution nicht durch ein grundsätzliches oder komplettes "Verbot" der Prostitution bekämpft werden. Das ist totaler Schwachsinn. Durch ein Verbot würde nur eines erreicht: Das nämliche ALLE Sexworker kriminalisiert würden. - Und, was viele (die ein solches Verbot fordern) anscheinend nicht realisieren, dadurch auch die Freier. - Das heißt, wenn gewisse Politiker (die dieses Verbot fordern) in Zukunft in den Puff gehen würden, würden sie sich plötzlich auch strafbar machen. -
    Und wie gesagt, viele, die über Sexworker herziehen, greifen sehr gerne und häufig selbst auf genau diese Dienste der Sexworker zurück. - Sieht man zum Beispiel auch sehr deutlich bei gewissen Politikern der CDU/CSU oder auch den Vertretern der Gehirnwäsche-Sekten. -

    Ich habe eine andere Einstellung zu jugendlichen Sexworkern und ihrem Job als etliche hier im Forum (auch Du, "daVinci", ich weiß). Das hat den Hintergrund, dass viele dieser Jungs deshalb schon als 13-, 14-, 15-Jährige auf der Straße leben und auf den Strich gehen (um zu überleben) - weil sie die verdammte psychische/physische Gewalt zu Hause nicht mehr ausgehalten haben. - Glaubst Du wirklich, wenn jemand einigermaßen mit seiner Family auskommt und diese "O.K." ist, haut er ab, schlägt sich als Stricher durch, lebt auf der Straße - und nimmt dadurch zwangsweise auch in Kauf, immer wieder willkürlich und massiv von den Bullen schikaniert zu werden?! Nein, bestimmt nicht. Es ist für diese Jugendlichen immer der letzte Ausweg. - Sie verkaufen ihren Körper, weil sie keine andere Wahl haben, um alleine überleben zu können. Angenommen es gäbe keine Freier, die ihnen ins Geschäft kommen würden - dann würden diese Jugendlichen verhungern. Im wahrsten Sinne des Wortes. Denn so bitter das auch ist, die Jugendämter interessieren diese Jugendlichen erst DANN, wenn sie schon auf der Straße gelandet sind. Unzählige dieser minderjährigen Stricher haben (vor ihrem Abhauen von zu Hause) x-Mal versucht, Hilfe bei den zuständigen Jugendämtern zu bekommen. Umsonst! Denen war's scheißegal, wie es diesen Jungen geht und die Behörden haben nur den Prügel-Eltern geglaubt, nicht den jugendlichen Opfern dieser Eltern. -
    Bitte versteh mich richtig, ich verteidige hier nicht Freier, die minderjährige Stricher buchen. Aber nur wenn es solche Freier gibt, können diese Jugendlichen auf der Straße überleben. - Ich sehe das Ganze einfach von der Warte dieser minderjährigen Stricher aus, das ist alles. -

    Zum Schluss noch ein kleiner Denkanstoß: Was ist Prostitution - und wo fängt sie an? Es kommt immer auf die Definition und die Betrachtungsweise an. Für manche ist es nur dann Prostitution, wenn Kohle für die Sex-Leistung fließt; für andere schon, wenn jemand z. B. in einen bestimmten Club, Disco o.ä. will und dafür mit dem Türsteher einen Blowjob, Fick etc. macht - oder z.B. für einen potentiellen besseren Job/eine Beförderung mit dem betreffenden Chef Sex hat. -
    Manche sehen Porno-Darsteller als Prostituierte an - andere nicht.

    Viele Grüße
    Robby
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#36 Robby69Ehemaliges Profil
  • 01.11.2016, 19:18h
  • Antwort auf #32 von Lars
  • "Was für eine verständnisvolle, sensible Sprache im Umgang mit einem 17jährigen, der dich ein wenig provoziert hat. Du solltest Dich für eine Stelle als Comingoutberater bewerben. Ein solch warmes Willkommen in der Community und so hilfreichen Rat hätte ich als Jugendlicher auch gebraucht. Sarkasmus off."
    Lars - aka Mikesch etc. - Deine Einstellung zum Thema Prostitution, Promiskutität, Klappen etc. ist hier im Forum weitgehend bekannt. - Und nun "husch, husch, zurück in Deinen warmen Eichenschrank" - nicht dass Du uns noch frierst... Grins...
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#37 NickAnonym
  • 01.11.2016, 19:56h
  • Antwort auf #35 von Robby69

  • Fällt es nur mir auf oder ist es nicht untragbar, wenn jemand behauptet Leute müssten (!) sich in Deutschland prostituieren um Essen und ein Dach über dem Kopf zu haben? Nach dieser Argumentation wäre man ja durch äußere Umstände zum Sex pgenötigt. Da wundert es tatsächlich Leute, wenn man damit ein Problem hat?
    Sexuelle Selbstbestimmung bedeutet auch, dass man das unabdingbare Recht hat keinen Sex haben zu müssen. Kein Jobcenter in Deutschland dürfte einen Menschen einen Sexjob anbieten oder gar Sanktionen ausführen, wenn man diesen Job verweigert. Sonst wäre der Staat am ende ja noch Zuhälter.
    Wenn wirklich Menschen, die zB keine Aufenthaltsgenehmigung haben und deshalb keine anderen Optionen Geld zu verdienen sehen, wie kann man sich da als Freier okay fühlen sowas in Anspruch zu nehmen? Nach dieser Darstellung wäre das Zwangsprostitution und da sollte der Staat schon bemüht sein jedem eine Alternative dazu zu bieten und dagegen intervenieren.
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#38 TheDadProfil
  • 01.11.2016, 21:26hHannover
  • Antwort auf #32 von Lars
  • ""Was für eine verständnisvolle, sensible Sprache im Umgang mit einem 17jährigen, der dich ein wenig provoziert hat. Du solltest Dich für eine Stelle als Comingoutberater bewerben. Ein solch warmes Willkommen in der Community und so hilfreichen Rat hätte ich als Jugendlicher auch gebraucht.""..

    Und Du denkst wirklich, Du könntest hier aus Sarkasmus machen, und suggerieren durch derlei Ansprache wäre aus Dir ein offen lebender Schwuler Mann geworden, so wie sich hier "headintheclouds" darstellt ?

    Ich bezweifle das..

    Wie ich auch "Probleme" damit habe wenn ein so junger Mensch schreibt :
    ""Ich bin froh das in meiner Generation der Anteil von Jungs die auf der Suche nach festen Bindungen wieder extrem zunimmt (s. Statistiken).""..

    Wie auch andere Formulierungen..
    Der Duktus ist zu und zu schön, um wirklich glaubhaft zu sein..
    Es gibt ganz bestimmt irgendeine Statistik die nachweist das sich Jugendliche auf der Suche nach einer "festen Bindung" befänden..
    Das es sich dabei aber dann um Schwule Jungs handeln soll klingt wenig glaubhaft, denn die meisten Schwulen Jungs haben in dem Alter völlig andere Sachen im Kopf..
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#39 TheDadProfil
  • 01.11.2016, 21:29hHannover
  • Antwort auf #35 von Robby69
  • ""Nein, das habe ich nicht überlesen. Aber es geht in dem betreffenden Film nun mal nicht um einen Jugendlichen - wie hier etliche User annehmen/suggerieren (mutmaßlich wegen des relativ jugendlichen Aussehens der Hauptfigur Jan), sondern um einen 18-jährigen jungen Erwachsenen. Fakt ist nun mal, dass man mit 18 volljährig ist - und auch, dass bisher ab 18 Prostitution "legal" ist, wenn der betreffende sie als Job anmeldet.""..

    Ein wichtiger Hinweis !

    Denn kaum meldet sich dann Jemand zu Wort, "kippt" die Thematik in "ach, wir armen jungs, wir sind doch noch so klein"..
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#40 TheDadProfil
  • 01.11.2016, 21:32hHannover
  • Antwort auf #37 von Nick
  • ""Sexuelle Selbstbestimmung bedeutet auch, dass man das unabdingbare Recht hat keinen Sex haben zu müssen. Kein Jobcenter in Deutschland dürfte einen Menschen einen Sexjob anbieten oder gar Sanktionen ausführen, wenn man diesen Job verweigert.""..

    Hat aber nichts mit dem Film zu tun, denn dort wird die wirtschaftliche Not erklärt aus denen heraus Jungs dann auf solche TG-Angebote eingehen könnten..

    Was mit Prostitution gar nichts zu tun hat, denn das ist ein Job zu dem man sich entscheidet, und dem zielgerichtet nachgeht..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #37 springen »
#41 NickAnonym
  • 01.11.2016, 22:53h

  • Mein Post war eine Antwort auf einen Beitrag. In diesem wird zum einen darauf hingewiesen, dass sich zu Prostituieren ein Knochenjob ist und kein Teenager dies freiwillig ohne Notlage tun würde zum anderen heißt es, dass sie ohne die Freier verhungern würden.

    Jeder verantwortungsbewusste Mensch der diesen Teenagern helfen will würde statt *ganz selbstlos* Freier zu werden, stattdessen aktiv dafür sorgen, dass diese beim Jugendamt gehör finden oder ihnen, selbstlos wie sie sind, das Geld umsonst geben/sie an die Tafel verweisen/die Öffentlichkeit auf diese Lage hinweisen etc pp. Wie kann hier ernsthaft als Lösung Entkriminalisierung ins Spiel gebracht werden statt einzusehen, dass solche Zwangslagen mit allen Mitteln verhindert werden müssen?

    Dem Jungen im Video sollten auch genügend andere Möglichkeiten des Gelderwerbs offen stehen. Er muss keinen TG Angebot annehmen, egal welche familiären Umstände vorliegen. Mir geht einfach nicht in den Kopf wie man zum einen von einer Zwangslage ausgehen kann (die im Video nicht vorliegt) und dann meint das Stigma (und nicht der Umstand zum Sex genötigt zu werden) sei hier das Problem. Der Hinweis auf das Alter sollte auch dazu führen, dass wir keine Opfer kreieren wo keine sind. Nimmt jemand Geldangebot wahr bei Sex den man ohnehin gehabt hätte oder trifft die Abwägung für sich schnell 70 in der Stunde statt dasselbe in 8h in einem Putzjob zu verdienen auch ok. Weil man nicht gezwungen ist diesen Job zu machen.

    Ein Mensch der angeblich keine Wahl hat wird, diese Alternativlosigkeit als Bedingung vorausgesetzt, schlicht zum Sex genötigt (bzw Vergewaltigt). Das ist nicht dasselbe wie zum Putzen gezwungen zu werden. Meine Jobcenter Bemerkung kommt übrigens daher, dass einem 18 Jährigen, dessen Eltern nichts verdienen und der keiner Arbeit nachgehen kann, eben Sozialhilfe oder Krankengeld zusteht und man obendrein viele kostenlose Essen- und Kleiderangebote wahrnehmen kann.
    Wenn die Behörden das System, welches verhindern soll, dass Menschen in echte Zwangslagen geraten, nicht einhalten muss das vor Gericht erklagt werden (die Erfolgsaussichten bei Klagen gegen das Jobcenter sind gut) und würde bis zur Entscheidung Leistungen im Voraus bekommen.

    Ich will also sagen: In Deutschland sind wohl nur sehr wenig Leute ernsthaft genötigt Sex gegen ihren Willen zu haben, sollte es dennoch der Fall sein, dann muss das mit allen Mitteln geändert werden.
  • Antworten » | Direktlink »
#42 LarsAnonym
  • 02.11.2016, 09:15h
  • Antwort auf #38 von TheDad
  • "Das es sich dabei aber dann um Schwule Jungs handeln soll klingt wenig glaubhaft, denn die meisten Schwulen Jungs haben in dem Alter völlig andere Sachen im Kopf."

    Ob es die meisten schwulen Jungs sind oder nicht, ist eigentlich egal. Es gibt auch viel Heterojungs, die in der Pubertät nicht besonders viel an Ehe oder sensible Beziehungen denken, bzw. nicht davon reden.
    Früher hätte man gesagt "typisch Mann".

    Aber es gibt nunmal, unter Heten und Homos auch eher bindungsorientierte Jungs. Die sind nicht weniger schwul bzw. nicht weniger Männer. Diese - ich drücks mal gendermäßig aus - etwas mädchenhaft-romantisch denkenden und fühlenden Männer werden in der realen Community nicht sehr ernst genommen und oft ruppig behandelt - da stimme ich Homonlink aus eigener Erfarhung zu. Insofern ist Robbys Verhalten und Reaktion (sei ken Weichei, sei ein echter Mann und geh raus aus dem Schrank und am besten ab ins Bordell) typisch, aber ungerecht.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #38 springen »
#43 TheDadProfil
  • 02.11.2016, 11:09hHannover
  • Antwort auf #41 von Nick
  • Das war keine Kritik an Dir, sondern ein Denk-Anstoß..

    ""Dem Jungen im Video sollten auch genügend andere Möglichkeiten des Gelderwerbs offen stehen.""..

    Das ist soweit alles richtig was Du dazu schreibst..
    Aber der Plott des Films war ja nicht dazu angelegt zu zeigen wie es sein sollte..

    Und daraus entspinnt sich dann immer schön eine Diskussion um die Behauptung Menschen seien zur Prostitution gezwungen..
    Natürlich gibt es Zwangsprostitution..

    TG-Angebote sind aber keine Prostitution in herkömmlichem Sinne, sondern "Gelegenheiten"..

    Die Situation von Zwangsprostituierten mit denen von Sexarbeit zu vergleichen, und hier dann noch "Taschengeld" mit einrechnen zu wollen, geht an der Thematik allerdings vorbei..

    ""Er muss keinen TG Angebot annehmen, egal welche familiären Umstände vorliegen.""..

    Das sagt es ganz gut..
    Er muß nicht, aber er kann..
    Die freie Entscheidung eines Individuums zu verunmöglichen, indem man wie "Dont_talk_about" ein generelles Prostitutions-Verbot fordert, ohne zu hinterfragen welche Interessen dahinter liegen, löst die Situation nicht..

    Nebenbei..
    Wer in seiner Partnerschaft vollständig auf das Einkommen des Partners angewiesen ist, steht zumindest näher an der Prostitution, als jemand der mal Taschengeld annimmt..

    ""Meine Jobcenter Bemerkung kommt übrigens daher, dass einem 18 Jährigen, dessen Eltern nichts verdienen und der keiner Arbeit nachgehen kann, eben Sozialhilfe oder Krankengeld zusteht und man obendrein viele kostenlose Essen- und Kleiderangebote wahrnehmen kann.""..

    Nur mal so als Anmerkung zum überlegen..
    Sprech mal mit Menschen die solche "Angebote" annehmen müssen um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, und frag sie welchen Einfluß das Gefühl des Almosen auf die Psyche eines Menschen macht, während "selbst verdientes Geld" dann auch immer Sanktions-befreit vom Almosen-Geber in die eigene Tasche kommt..
    Das hat auch etwas mit Würde zu tun, und dem Gefühl das viele arme Menschen mit sich herumschleppen..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #41 springen »
#44 TheDadProfil
  • 02.11.2016, 11:22hHannover
  • Antwort auf #42 von Lars
  • ""Ob es die meisten schwulen Jungs sind oder nicht, ist eigentlich egal.""..

    Nöö..
    Aus einer "allgemeinen Studie über die Wünsche junger Menschen" dann eine Ergebnis zu basteln, aus dem sich ergibt "schwule jungs wünschen sich langfristig stabile beziehungen", löst weder das Problem, noch entspricht es einfach der realen Situation..

    ""Aber es gibt nunmal, unter Heten und Homos auch eher bindungsorientierte Jungs.""..

    Hast Du schon einmal reflektiert woher diese "Bindungs-Orientierung" stammen könnte ?

    Kleiner Tipp..
    Heteronormativität verweigert die Wahrnehmung von alternativen Bindungsformen und anderen als "klassischen Familien"..
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#45 LarsAnonym
  • 02.11.2016, 12:02h
  • Antwort auf #44 von TheDad
  • Heteronormativität verweigert die Wahrnehmung von alternativen Bindungsformen und anderen als "klassischen Familien"..

    Mag sein, aber was ist Deine Vorstellung von Bindung? Und ist diese, wenn, Du sie für Schwule verallgemeinerst, nicht auch als homonormativ kritisierbar?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #44 springen »
#46 Na jaAnonym
  • 02.11.2016, 13:29h
  • Antwort auf #43 von TheDad
  • "Wer in seiner Partnerschaft vollständig auf das Einkommen des Partners angewiesen ist, steht zumindest näher an der Prostitution, als jemand der mal Taschengeld annimmt.."

    Exakt so ist es und da gibt es gerade im Heterobereich immer wieder, auch sehr prominente, Beispiele, die einen unwillkürlich an Prostitution denken lassen.
    Nur da regt sich niemand drüber auf.
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#47 Ex-SozihilfekindAnonym
  • 02.11.2016, 14:15h
  • Antwort auf #43 von TheDad
  • "Meine Jobcenter Bemerkung kommt übrigens daher, dass einem 18 Jährigen, dessen Eltern nichts verdienen und der keiner Arbeit nachgehen kann, eben Sozialhilfe oder Krankengeld zusteht und man obendrein viele kostenlose Essen- und Kleiderangebote wahrnehmen kann."

    ". Nur mal so als Anmerkung zum überlegen.. Sprech mal mit Menschen die solche "Angebote" annehmen müssen um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, und frag sie welchen Einfluß das Gefühl des Almosen auf die Psyche eines Menschen macht, während "selbst verdientes Geld" dann auch immer Sanktions-befreit vom Almosen-Geber in die eigene Tasche kommt.. "

    Dazu und zu deinem Kommentar ergänze ich folgendes:
    Sobald der 18-jährige arbeiten geht, wird sein Gehalt mit den Einkünften der Eltern angerechnet.
    Nicht nur mit 18, sondern auch vorher schon.
    Arbeiten gehen um einfach sein Taschengeld aufzubessern bzw. selbst zu verdienen, weil einem die Eltern nichts bieten können, wird also noch bestraft, weil ein Teil EINKASSIERT wird.
    Auch nicht gerade toll für die Psyche, wenn man für den Fleiß auch noch bestraft wird.
    Darüber wird gar nicht gesprochen.
    Natürlich kann man auch so existieren wenn man sein Niveau herunterschraubt oder von vornherein an einen minimalistischen Lebensstil gewöhnt ist.
    Teilhabe am sozialen Leben sieht aber anders aus.
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#48 Homonklin44Profil
  • 02.11.2016, 15:40hTauroa Point
  • Antwort auf #25 von Miguel53de
  • ""Es gibt unglaublich viele junge Maennern, die aeltere Partner bevorzugen. Das haette ich mir frueher nie vorstellen koennen. Ich war 57, als ich meinen Partner kennenlernte. Er war 36. Als ich 62 war und er 41, zogen wir zusammen. Ein Jahr spaeter hat er mir einen Heiratsantrag gemacht und mit 64, respektive 43 er, haben wir geheiratet. Das war vor 5 Jahren.""

    Ich kann mir das immer noch nicht vorstellen. Mir wurde und wird das immer wieder mal erzählt, aber gesprochen habe ich mit solchen jungen Männern nie irgendwo.
    In Chatrooms versucht man mir andauernd Mut und Zuversicht zuzureden, falls mal zur Äußerung gelangt, dass ich Partnerfindung für unwahrscheinlich halte. Vielleicht geht das, wenn es sich um sehr attraktive oder solvente Ältere handelt, oder das, was anzubieten ist, Kompetenz beweist und Interessen binden kann.

    Jedenfalls finde ich es schön und romantisch, dass das bei Dir so gekommen ist. Ich freue mich immer für Leute, die einander finden, auch mit einer Art 'positivem Neid' vielleicht. Ich sehe gern Paare, an deren Umgang mit einander man Facetten der Liebe erkennen kann. Und ich zeichne noch manchmal solche, habe als Jugendlicher wohl Tausende solcher Zeichnungen Verliebter heimlich gehabt, sie später verbrannt, aus Angst, meine Eltern oder andere Unbefugte könnten sie entdecken.

    "" Ich habe Respekt vor solchen Menschen. Ob Mann oder Frau. Aber Jungs, wie hier im Film dargestellt, tun mir leid. Sie haette besser gute Freunde, die sich ernsthaft um sie kuemmern. ""

    Geht mir da ganz genau so. Ich bewundere diesen Mut oder diese Überwindungskräfte, dass die das überhaupt hin kriegen. Das könnte ich nie. Andererseits denke ich, die Freunde von denen kommen nicht genug durch oder hören zu oft weg, wer weiß. Und wenn sich jemand gegen sein Innerstes sträuben muss, um sowas erdulden zu können ... für ein paar Bucks für Miete und täglich Brot, das ist wirklich schlimm. Wie das einen Menschen zermürbt und zerreißt, meine ich.

    Die 'Freier' versuche ich nicht dafür zu verdammen, dass ihre Sehnsucht nach Zuneigung sie so weit bringt. Kann man gut nachvollziehen. Wenn man wenig königlich ist:

    www.youtube.com/watch?v=zIBJ9Kdcy9w

    Wie Jemand weiter vorn schrieb, dass man Empfindungen, die man braucht, und die sich anders nicht ergeben, so dargeboten bekommt.
    Dahingehend denke ich auch, dass Prostitution oder die TG-Szene einen großen Channel-Faktor für grenzwertige Fantasien abfangen, die sich, wo sie nicht abfließen können, irgendwann einmal latent kriminell und unzulässig äußern würden. Gäbe es keine "Stricher", wäre der Bereich 'Ausnützen von Abhängigkeitsverhältnissen' wahrscheinlich höher in der Welt.

    Vielleicht wird gespielte Liebe so zu einer Art Holodeck für Verköstiger der Vorstellungen über Liebe und von Sehnsüchten Geplagte. Nicht jedem reicht dafür eine bekleidete Gummi-Puppe und blühende Fantasie hin, um mal so zu tun, als ob.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #25 springen »
#49 Robby69Ehemaliges Profil
  • 02.11.2016, 18:58h
  • Antwort auf #37 von Nick
  • Dein Kommentar zeigt mal wieder sehr deutlich, dass Du rein gar nichts verstanden hast - oder verstehen willst. Also für Dich nochmal "zum Mitschreiben":

    " Fällt es nur mir auf oder ist es nicht untragbar, wenn jemand behauptet Leute müssten (!) sich in Deutschland prostituieren um Essen und ein Dach über dem Kopf zu haben? "

    Herzchen, ich "behaupte" das nicht - das ist einfach Fakt. Wenn Du die knallharte Wirklichkeit nicht ertragen kannst, dann verkriech Dich am besten wieder in Deinem dicken Eichenschrank - oder halt Dir die Ohren zu, press die Augen zu und steck den Kopf in den Sand und bilde Dir ein, die Fakten würden deshalb von selbst verschwinden.

    "Da wundert es tatsächlich Leute, wenn man damit ein Problem hat? Sexuelle Selbstbestimmung bedeutet auch, dass man das unabdingbare Recht hat keinen Sex haben zu müssen"

    1. Sex und eine "Nummer" sind zwei Paar Stiefel. 2. Das DU damit ein Problem zu haben scheinst, wundert mich nicht. -
    Dein Kommentar bzgl. der "Tarife" zeigt ja, wie Du tickst. - 3. Sexuelle Selbstbestimmung ist auch dann gegeben. Es läuft was - oder eben nicht. Ich denke, ich muss nicht deutlicher werden. - Du kennst Dich ja (zumindest bei Sexworkerinnen) aus...

    "Kein Jobcenter in Deutschland dürfte einen Menschen einen Sexjob anbieten oder gar Sanktionen ausführen, wenn man diesen Job verweigert."
    Doch, ein Jobcenter darf den Arbeitssuchenden durchaus einen "Sexjob" - wie Du es nennst - anbieten, denn inzwischen ist das ein ganz normaler Job und wird auch so vermittelt. - Die Mitarbeiter der Jobcenter gehen einfach auch danach, wer schon mal z.B. in einem Sexclub etc. gearbeitet hat - oder fragt auch die Arbeitssuchenden, ob sie einen solchen freien Job annehmen, oder nicht. - In wieweit es bei "nicht annehmen" eines solchen Jobs Sanktionen gibt, ist mir nichts bekannt.

    Sonst wäre der Staat am ende ja noch Zuhälter."
    Nein, der Staat ist auch in einem Fall, in dem er jemanden als Angestellen in einen Sexclub, eine Sauna (mit Extras) etc. vermittelt, kein Zuhälter, sondern lediglich Arbeitsvermittler. - Finde Dich damit ab. Prostitution ist ein ganz normaler Job. Ob's Dir gefällt oder nicht. -
    Und da Du über bestimmte Tarife von weiblichen Sexarbeitern ja Bescheid weißt, brauche ich Dich in diesem Punkt ja nicht weiter "aufzuklären". Grins...

    "Wenn wirklich Menschen, die zB keine Aufenthaltsgenehmigu ng haben und deshalb keine anderen Optionen Geld zu verdienen sehen, wie kann man sich da als Freier okay fühlen sowas in Anspruch zu nehmen?"
    Es geht nicht "nur" um ausländische Sexworker - wie Du hier suggerierst (aus welchen Gründen auch immer) es geht um ALLE Sexworker - egal ob nun mit "deutschem" Pass oder nicht. - Das eine hat mit dem anderen nur sehr wenig zu tun. -
    Und wenn Du meinen letzten Kommentar an "daVinci" wirklich gelesen - und vor allem verstanden - hättest, dann wüsstest Du, dass sich ein Teil meines Kommentars speziell auf minderjährige Sexworker bezogen hat. -

    "Nach dieser Darstellung wäre das Zwangsprostitution und da sollte der Staat schon bemüht sein jedem eine Alternative dazu zu bieten und dagegen intervenieren"
    Was tatsächlich Zwangsprostitution ist, kannst Du überall "googeln". Aber noch mal in Kürze - "zum Mitschreiben": Die meisten Sexworker sind KEINE Zwangsprostituierten, sondern arbeiten "auf eigene Rechnung". Im Gegensatz dazu sind vor allem diejenigen Frauen (vor allem auch minderjährige) von Zwangsprostitution betroffen, die aus osteuropäischen oder asiatischen Ländern nach Deutschland gelockt werden, angeblich, um hier einen "netten Ehemann", einen "gutbezahlten Job" etc. zu finden. Genau diese Frauen landen dann in bestimmten Sexclubs, wo sie wirklich von den Betreibern - und vor allem auch den entsprechenden Freiern - ausgebeutet werden und für einen Hungerlohn arbeiten müssen. - Und genau DIESE Zwangsprostitution ist aber nicht mit einem generellen Verbot der Prostitution zu bekämpfen, sondern nur durch Aufklärung, durch entsprechende Projekte etc.
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#50 TheDadProfil
  • 02.11.2016, 19:33hHannover
  • Antwort auf #45 von Lars
  • ""Und ist diese, wenn, Du sie für Schwule verallgemeinerst, nicht auch als homonormativ kritisierbar?""..

    Eigentlich muß man diese Frage gar nicht beantworten..
    Und zunächst noch einmal der Verweis auf Deine offensichtlich zur Verdeutlichung von Atempausen gesetzten Satzzeichen..
    Es nervt..

    Nein, es wäre nicht als "homonormativ" kritikabel, denn im Gegensatz zur Heteronormativität ist meine Vorstellung von Bindung keine Generalisierung, die zudem verlangte alle Menschen müßten sich solcher Bindungen befleißigen..

    Mal abgesehen davon das Dich die Inhalte meiner "Bindungs-Vorstellungen" im Näherem nichts angehen, ist eine denkbare Möglichkeit dann zusammen leben, zusammen wirtschaften, eine andere Möglichkeit dann getrennte Wohnungen getrennte Kasse..

    Meine Vorstellungen von und zu Bindungen weichen vor allem deshalb von der heteronormativen Vorgabe ab, weil sie im Grundsatz alle möglichen und unmöglichen Konstellationen in den Verantwortungsbereich der Beteiligten geben..

    Ganz getreu dem Motto von Lilo Wanders :
    Alles was zwei Menschen einvernehmlich miteinander unternehmen, geht einen Dritten nichts an..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #45 springen »
#51 TheDadProfil
  • 02.11.2016, 19:38hHannover
  • Antwort auf #47 von Ex-Sozihilfekind
  • ""Dazu und zu deinem Kommentar ergänze ich folgendes:""..

    Danke mein Lieber..
    Das muß immer mal wieder gesagt werden..

    Neulich habe ich in diese Zusammenhang irgendwo einmal wieder davon gehört, daß jemand von der Linken ein "bedingungsloses Grundeinkommen für Kinder" eingefordert hat, das dann unabhängig vom Einkommen der Eltern zu gewähren sei..
    Eine bedenkenswerte Idee, denn sie böte allen Kindern und Jugendlichen vergleichbare Chancen..
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#52 Alter MannAnonym
  • 02.11.2016, 20:26h
  • Antwort auf #49 von Robby69

  • Hallo Robby, ich bin ein Freier und ich bin mir darüber im Klaren, dass sich hier manch einer aufregt, dass ich als alter Mann auf junge Männer stehe. Ich habe ja hier schon genug hässliche Bemerkungen darüber gelesen.
    Ich hatte fast immer gute Erlebnisse mit Sexarbeitern. ( ja es gab auch mal Jungs, die nicht wirklich nett waren, aber das waren Ausnahmen ).
    Ich glaube, dass ich mich immer respektvoll verhalten habe. Trotzdem habe manchmal Schuldgefühle den Jungs gegenüber, vor allem weil ich mich im Gegensatz zu ihnen so häßlich fühle.
    Un die Diskussion hier hat mich nicht gerade ermutigt.
    Wie stehst Du dazu? Ich frage, weil Du ja so viele Freunde hast, die Sexarbeiter sind?
    Glaubst Du dass ich besser verzichten sollte?
    Ich möchte niemanden ausnutzen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #49 springen »
#53 LarsAnonym
  • 02.11.2016, 23:18h
  • "Eigentlich muß man diese Frage gar nicht beantworten"

    Stimmt. Dann lass es doch einfach.
  • Antworten » | Direktlink »
#54 TheDadProfil
  • 03.11.2016, 08:56hHannover
  • Antwort auf #53 von Lars
  • ""Stimmt. Dann lass es doch einfach.""..

    Jepp..
    Nächstes Mal ignoriere ich eine solche Frage auch wieder, denn inzwischen kann ich sehr wohl davon ausgehen daß Du weißt welche Haltung ich zu Systemen habe, die von allen Bürgern erwarten ein bestimmtes Klischee zu erfüllen..
    Denn mehr als ein Klischee ist die Heterosexualität nämlich nicht..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #53 springen »
#55 TheDadProfil
  • 03.11.2016, 09:02hHannover
  • Antwort auf #52 von Alter Mann
  • ""Glaubst Du dass ich besser verzichten sollte?
    Ich möchte niemanden ausnutzen.""..

    Was für ein Unsinn..

    Eigener Verzicht auf was ?
    Für wen ?
    Um irgendeinem Moralisten die Illusion zu bereiten, er hätte mit seiner Forderung recht ?

    Sexarbeit ist ein Geschäft..
    Eine Dienstleistung..
    Wenn das nach vorher vereinbarten Regeln abläuft wird niemand ausgenutzt..

    Und bitte..
    ""Trotzdem habe manchmal Schuldgefühle den Jungs gegenüber, vor allem weil ich mich im Gegensatz zu ihnen so häßlich fühle.""..

    Befreie Dich bitte mal von dem Klischee
    jung = hübsch oder gar schön,
    alt = häßlich..
    Auch das ist Unsinn..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #52 springen »
#56 Na jaAnonym
  • 03.11.2016, 09:46h
  • Antwort auf #55 von TheDad
  • Mensch Dad,

    hier fehlt Dir aber ein Stück Empathie.

    Ist ja Richtig was Du sagst, aber wenn der Mann solche Empfindungen in sich trägt kannst Du (oder er) die doch nicht einfach wegwischen.
    Wie er selbst schreibt, ist es ein alter Mann, der anscheinend schon lange nicht mehr glücklich mit
    seinem Aussehen ist. Das mag unnötig sein, vielleicht hat er aber auch Erfahrungen gemacht, die ihm dieses Gefühl geben.
    Wir wissen es doch nicht.
    By the way: Ich fand mich selbst früher auch hübscher

    Vielleicht kann Robby69 wirklich auch was Tröstendes sagen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #55 springen »
#57 TheDadProfil
  • 03.11.2016, 10:24hHannover
  • Antwort auf #56 von Na ja
  • ""Ist ja Richtig was Du sagst, aber wenn der Mann solche Empfindungen in sich trägt kannst Du (oder er) die doch nicht einfach wegwischen.""..

    Doch..
    Und weil ich ja richtig liege, kann ich das auch..
    Ich halte ein gelerntes, erlerntes, verinnerlichtes Klischee auch nicht für ein "Gefühl", sondern eben für internalisierten Selbsthass aus der Schublade der Heteronormativität, die uns schon in Märchen begegnen, in denen alle "Bösen" als "alt&häßlich" dargestellt werden, und sich dann an den "jungen&schönen" vergehen..

    ""Wie er selbst schreibt, ist es ein alter Mann, der anscheinend schon lange nicht mehr glücklich mit
    seinem Aussehen ist.""..

    Weiß ich nicht..
    Ich halte das auch für spekulativ..
    Grundsätzlich gibt es für mich auch keine "häßlichen Menschen", denn Mensch besteht aus mehr, als nur den äußeren Attributen..

    ""By the way: Ich fand mich selbst früher auch hübscher""..

    Kann ja sein..
    Wer sich solchen Betrachtungen hingibt, der kommt dann auch zu einem Ergebnis, das aber auch immer einer Art Mode unterliegt..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #56 springen »
#58 Na jaAnonym
  • 03.11.2016, 10:53h
  • Antwort auf #57 von TheDad
  • "Und weil ich ja richtig liege, kann ich das auch.."

    Wenn Du es kannst gut, er vielleicht nicht.
    Und wenn Du Dir die Welt betrachtest, können es augenscheinlich Millionen von Menschen nicht.
    Der Hang zur Jugend ist nicht nur heterosexuell und nicht nur eine kurze Mode, sondern ich befürchte, dass er auch etwas Evolutionäres in sich trägt.
    Frag Dich, warum sind die meisten Sexarbeiter recht jung?
    Warum liest man auch hier im Forum immer wieder, von Abscheu und Irritation wenn ältere Männer junge Partner haben/wollen?

    Natürlich ist Alt=häßlich Jung=hübsch Blödsinn.
    Es gibt genügend Gegenbeispiele. Aber die Tendenz ist mehr als erlerntes Klischee..denke ich.

    Und bitte, fass meine Einlassung nicht so auf, als das ich mir sicher wäre Recht zu haben.
    Ich habe da nur so ein Gefühl.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #57 springen »
#59 LarsAnonym
  • 03.11.2016, 11:09h
  • Antwort auf #52 von Alter Mann
  • Noch ein ungefragter Tipp ...

    Es wäre einer Überlegung wert, auch mal ein wenig in andere Dinge und Aktivitäten zu investieren, die das schwule Selbstwertgefühl stärken.

    Eine (meist kostenlose) psychologische und praktische Beratung dazu gibt es in Schwulenzentren. In Großstädten gibt es da Berater, die auch viel mit Sexworkern zu tun haben, also beide Seiten fachmännisch betreuen und kennen.

    Daß man älter wird und den Glanz der Jugend einbüßt, ist ein Prozess, der keinem erspart bleibt (wenn man nicht vorher stirbt). Das ist besonders bitter und schwierig, wenn man das Gefühl hat, einen Teil Jugend nicht gelebt haben zu dürfen / können, als es dazu Zeit gewesen wäre. Durch diesen Schmerz muss man durch, er gehört sogar irgendwie zum Erwachsenwerden.

    Aber vielleicht erkennt man, wie es in einem Gedicht vom Frühling heißt, man habe: "klüglich die grünende Zeit nicht versäumt und als es gegolten, noch glücklich geträumt". Wenn man die eigene Jugend in diesem Sinne gelten, wertschätzen lassen und letzlich loslassen kann, dann besteht aus meiner Sicht eine Chance, die eigene Reife anzunehmen - weil man sich dann nicht mehr als junger Mensch in einem alten Körper gefangen fühlt, sondern das ist, was man ist - ein einst junger, jetzt alter Mann - und Stimmigkeit ist immer schön und sogar attraktiv.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #52 springen »
#60 Na jaAnonym
  • 03.11.2016, 11:28h
  • Antwort auf #59 von Lars
  • Also wirklich, Lars!

    Gegen Deinen Tipp ist ja die rigorose Haltung von Dad geradezu erfrischend und hilfreich.
    Du stempelst den armen Mann auch noch zum Psychopathen, dessen Selbstwertgefühl psychologischer Unterstützung bedarf.
    Der Mann steht auf junge Kerls und fühlt sich dabei unwohl. Willst Du ihm also den Verzicht anraten, von dem er selbst spricht?
    Du weißt doch überhaupt nichts über seine Jugend und durch welchen Schmerz er durch musste/muss!
    Bist Du selbst schon durch den Schmerz durch, von dem Du da in Deinem Sermon so "weise" sprichst?

    de.wikipedia.org/wiki/Salbader
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#61 LarsAnonym
  • 03.11.2016, 12:33h
  • Antwort auf #60 von Na ja
  • "Du stempelst den armen Mann auch noch zum Psychopathen, dessen Selbstwertgefühl psychologischer Unterstützung bedarf."

    Wer sich - als junger oder alter Mensch - psychologische Unterstützung oder Beratung sucht, wenn er sich mit seinem Liebesleben unwohl fühlt oder sich als zu häßlich, zu alt, zu unreif, oder was auch immer fühlt, um befriedigende Beziehungen zu Menschen eingehen zu können, die er mag, ist doch kein Psychopat! Wir leben doch nicht mehr in 50er Jahren, wo jemand, der sich psychologisch beraten ließ, ein Schwächling war, der reif für die Klapse war.

    Psychologisches Training und Beratung - für junge wie für alte Menschen - nehmen in allen queeren Zentren, die ich kenne, einen großen Raum ein. Den großen Bedarf dafür und die Leute, die diese Angebote annehmen, zu tabuisieren oder zu pahtologisieren, halte ich auch für eine Diskriminierung! Auch selbstbewusste queere Menschen haben ein Recht auf psychologische Beratung, sie haben sogar das Recht auf Schwierigkeiten im Bereich Beziehung, Sexualität etc., weil es Menschen sind, wie alle anderen auch. So what?

    Ich rate dem "alten Mann", wie Du bemerkt haben könntest, gar nichts an und beurteile ihn und seine Arrangements auch nicht, weil ich ihn in der Tat nicht kenne. Ich ermutige ihn, den wie ich finde richtigen Schritt, sich mit seinen Fragen zu beschäftigen, weiter zu gehen und sich dort hin zu wenden, wo er sich sicher sein kann, ohne Vorurteile und mit Achtung, Empathie und Sachkenntnis beraten zu werden.

    Im überigen müssen Dir meine Gedanken oder mein Sprachstil nicht gefallen. Es lebe die Vielfalt.
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#62 LarsAnonym
  • 03.11.2016, 14:53h
  • "Aber der ältere Mann versucht etwas mitzukriegen, was er vielleicht verpasst hat im Leben, weil er sich nicht traut in die Szene zu gehen, zu feiern und dort live Leute kennenzulernen."

    "Never trust the author -trust the tale." Wenn ich mir den Film ansehe, dann scheint es mir, dass weder dem älteren Mann noch dem Jungen nach "Feiern in der Szene" zumute ist, bzw. dass sie damit ihr Selbstwertgefühl nicht verbssern könnten.

    Interessant ist, das, so wie die Geschichte angelegt ist, der Junge Mann neben dem Abtauchen in die abeteuerliche Datingwelt über das Geldverdienen die Rolle des Famiienernährers zu übernhemen versucht, um statt des offenbar abwesenden Vaters als erwachsener Beschützer und Stütze der Mutter aufzutreten. (Eine Zumutung, für die man die alkoholkranken Mutter tragischerweise nicht zur Rechenschaft ziehen kann) Darin liegt wohl auch der Kick, sich auf den Deal mit einem Daddy-Typen einzulassen, der sowohl Geld als auch Dominanz besitzt, (aber sich leider nach Zärtlichkeit und körperlicher Spannkraft sehnt, die er nun wieder nicht ausreuchend besitzt.)

    Ich finde es auch toll gelungen, dass beiden Figuren ihre eigentlichen Stärken nicht recht bewusst sind. Das macht einen guten Film aus, wenn alle Figuren dreidmensional sind. Ich vermute, der pickelige junge Mann, der offenbar gern Sport macht, hält sich
    für ebenso hässlich und schwach wie der ältere Typ mit seiner ungelenken Zärtlichkeit und vorgetäuschten Lockerheit - nur auf einer anderen Ebene.
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#63 Crikkie
  • 03.11.2016, 17:33h
  • Auch, wenn es hier als Taschengeld-Sachverhalt verschleiert wird: der Vorgang "Sex gegen Geld" ist nun einmal das, was wir ganz generell als Prostitution oder Sexarbeit bezeichnen. Darüber sollte man sich schon im Klaren sein, auch und besonders dann, wenn man der Meinung ist, als Sexpartner seinem Gegenüber nur eine "Aufmerksamkeit" zukommen zu lassen oder ihm eine "Freude" machen zu wollen.

    Ich weiß, das hören viele nicht gerne, denn immerhin nennt man die Männer, die so eine Leistung anbieten, Prostituierte oder Sexarbeiter und die, die sie aufsuchen, Freier. Und wer will das schon sein?

    Ich persönlich sehe daran jetzt erstmal nichts Verwerfliches daran, sofern beide alt genug sind, sich dessen, was sie tun, wollen und nicht wollen sowie möglicher Risiken bewusst sind und dies für sich persönlich verantworten können/wollen.

    Dass sich aber unter anderem auch Minderjährige prostituieren, ob aus Zuverdienstabsicht oder tatsächlicher Notlage heraus, dass es auch Menschen gibt, die unter dem Mantel der Prostitution eigentlich vorherrschende kriminelle Absichten verbergen und dass ungeschützter Geschlechtsverkehr mit häufig wechselnden Partnern, das Risiko sexuell übertragbarer Infektionen bedeutend steigern, dessen und der daraus möglicherweise resultierenden Konsequenzen sollten sich alle Beteiligten ebenso bewusst sein.

    Was die Forderung nach einem Verbot der Prostitution angeht, so sollte man sich ins Gedächtnis rufen, dass Verbote nicht dazu führen würden, die Prostitution gänzlich abzuschaffen, sondern lediglich die Legitimation für staatliche Verfolgung und gesellschaftliche Ächtung böten.
    Was dies bedeutet, kann man in diversen Ländern, in denen Prostitution illegal ist, sehen: Sexarbeiter*innen, die Opfer von Verbrechen werden, trauen sich nicht, diese anzuzeigen, aus Angst, selbst für ihre Arbeit verfolgt zu werden; Freier können die Illegalität auch benutzen, um Sexarbeiter*innen ihren Willen aufzudrängen; Präventions- und Aufklärungsangebote oder Gesundheitsvor- und -fürsorge für Sexarbeiter*innen findet nicht oder kaum statt; usw. ...
  • Antworten » | Direktlink »
#64 Robby69Ehemaliges Profil
  • 03.11.2016, 18:35h
  • Antwort auf #52 von Alter Mann
  • Hallo "Alter Mann"!
    Erst mal ein Kompliment an Dich, dass Du so offen schreibst und auch dafür, wie Du Dich den Jungs gegenüber verhältst. -
    Es sind leider nicht alle so fair, wie Du vielleicht weißt. -
    Um Deine Fragen zu beantworten, muss ich glaube ich etwas ausholen...
    Nein, ich bin nicht der Meinung, dass Du besser verzichten solltest. Du hast genau wie alle anderen ein Recht darauf, Sex zu haben. Warum solltest Du also keinen haben?! Und so lange es der normale "Tarif" ist, nutzt Du auch keinen aus. - Ich weiß, wie Du Dich manchmal fühlst. Du siehst die Jungs und hast den 'deal' vor Augen, der einfach ein Geschäft ist. Und dadurch wird Dir in diesem Moment schmerzlich bewusst, dass Du "einfach so" - ohne Geld - keinen (oder nur sehr schwer) einen Sexpartner findest. - Aber jeder wird einmal alt. Bitte vergiss das nicht. Keiner bleibt "jung und frisch". Auch ich nicht. Ich bin jetzt 40 und bekomme auch allmählich ein paar kleine Fältchen. Das ist ganz normal. - Das Problem ist meiner Meinung nach in dieser Hinsicht vor allem, dass in der Schwulen-Szene immer noch vielfach diesen Jugendwahn gibt - und dieser suggeriert, dass wir alle "auf ewig jung und knackig" sein müssen. -
    Du stehst auf jüngere Männer. Ich persönlich stehe auf Männer, die um die 20 Jahre älter sind als ich. Das war schon immer so. - Und auch ich habe schon etliche blöde Kommentare deswegen bekommen. - Ich weiß, wie sehr einen solche diskriminierenden Bemerkungen verletzen können und darum bitte ich Dich, nimm Dir die Statements solcher Leute nicht so zu Herzen. Sie sind dumm und ignorant. JEDER Mensch ist es wert, geliebt zu werden! Egal wie jung oder alt jemand ist, welchen Beruf er hat, ob er dem gerade gängigen Schönheitsideal entspricht oder nicht.
    Wenn es sich für Dich selbst richtig anfühlt, mit den Jungs Sex zu haben, dann solltest Du es auch einfach zulassen. -
    Und die meisten der ignoranten jungen Wohlstandsschwuppen, die diskriminierende Kommentare abgeben, "vergessen" (sprich: verdrängen), dass auch sie selbst einmal alt werden - und dann selbst vor der Entscheidung stehen, 'deals' zu haben.
    Falls Du noch Fragen hast, schreib einfach.
    Wenn's Dir lieber ist, kannst Du auch gerne an meine Mail-Adresse (gayrainbow@outlook.de) schreiben.

    Viele Grüße
    Robby
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#65 Robby69Ehemaliges Profil
  • 03.11.2016, 18:48h
  • Antwort auf #63 von Crikkie
  • Ich gebe Dir einen guten Rat: Bevor Du hier zu dem Thema, von dem Du offensichtlich nicht viel verstehst, weiter Quatsch schreibst - informier Dich besser darüber. [Kopfschüttel...]
    Und, dass "TG"-Jobs 'deals' sind, weiß so ziemlich jeder. - Es wird ganz einfach im Netz so abgekürzt, da wird nix "verschleiert". Warum auch?! Ja, Prostitution ist ein Geschäft. Hat's nun mal so an sich. Und weiter?!

    Du siehst angeblich nichts verwerfliches in der Prostitution. - Warum schreibst Du dann trotzdem: " Ich weiß, das hören viele nicht gerne, denn immerhin nennt man die Männer, die so eine Leistung anbieten, Prostituierte oder Sexarbeiter und die, die sie aufsuchen, Freier. Und wer will das schon sein? "
    Genau dieser letzte Satz zeigt sehr deutlich, dass Prostitution für Dich sehr wohl etwas "Negatives" ist. Denk mal darüber nach...
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#66 TheDadProfil
  • 03.11.2016, 21:35hHannover
  • Antwort auf #58 von Na ja
  • ""Und wenn Du Dir die Welt betrachtest, können es augenscheinlich Millionen von Menschen nicht.""..

    Jepp..
    Ich halte das ja auch nicht für eine seltenes Phänomen, denn Heteronormativität ist ja auch nicht Neues..
    Ebenso wie dieser als "Jugendwahn" bezeichnete Hass auf andere Menschen, die andere Beziehungen leben..
    Das hat viel mit Neid zu tun, und stammt aus der "Idee", daß man alles irgendwie verurteilen müßte, was man sich zwar selbst wünscht, sich aber auch selbst verweigert, weil man denkt, das gehöre sich nicht..

    Wir liegen da gar nicht weit auseinander..
    Nur denke ich eben, mit ein bisschen Selbstreflektion kann das jeder für sich auch überwinden..
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#67 TheDadProfil
  • 03.11.2016, 21:39hHannover
  • Antwort auf #59 von Lars
  • ""Noch ein ungefragter Tipp ...
    Es wäre einer Überlegung wert, auch mal ein wenig in andere Dinge und Aktivitäten zu investieren, die das schwule Selbstwertgefühl stärken.""..

    Ja, genau..
    Geh doch mal wieder in den "Gottesdienst"..
    Zum Psychiater oder zum Psychologen..
    Nimm "mach-dich-Glücklich-Pillen", oder sauf Dich zu, aber laß das Fingern an den jungen Dingern..

    Du bist so Scheiße "Lars"..
    Boah ey..
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#68 Crikkie
  • 03.11.2016, 22:42h
  • Antwort auf #65 von Robby69
  • "...von dem Du offensichtlich nicht viel verstehst... [...]
    Genau dieser letzte Satz zeigt sehr deutlich, dass Prostitution für Dich sehr wohl etwas "Negatives" ist."

    Offensichtlich sind dir die eigentlich offensichtlichen Aussagen meines Kommentars entgangen.

    Vielleicht versuchst du es einfach nochmal, ohne umgehend in deinen aggressiven Verteidigungsmodus umzuschalten.
    Und wärst du nicht so überaus fixiert darauf, andere so herablassend in ihre vermeintlichen Schranken zu weisen, so wäre dir mit Sicherheit auch der leicht ironische Klang des von dir als meine "negative Einstellung" äußernd empfundenen Satzes aufgefallen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #65 springen »
#69 Frl SchwabAnonym
  • 04.11.2016, 13:08h
  • Antwort auf #63 von Crikkie
  • Ich weiß, das hören viele nicht gerne, denn immerhin nennt man die Männer, die so eine Leistung anbieten, Prostituierte oder Sexarbeiter und die, die sie aufsuchen, Freier.

    -Und wer will das schon sein? -

    Also, ich selbst fand das ja mit 17 Jahren wahnsinnig aufregend, romantisch, cool, subversiv und authentisch in Stricherbars zu gehen. Sie wissen schon, Jean Genet, Fassbinder, Klaus Mann, Pasolini, Oscar Wilde, André Gide, Burroughs, Patti Smith, Matrosen, Bahnhofpunks,Rauschgift, Paris, New York, London, Berlin, das ganze Progammkino im Kopf eben. (ich hab übrigens nie wieder so viel und intensiv gelesen, wie zwischen 16 und 20) Ich empfand "Stricher" deswegen noch nie als Beleidigung, sondern immer als Auszeichung und wollte deswegen auch selber einer sein, fand aber, dass mir dieser Ehrentitel nicht zustand, mit meiner kleinbürgerlichen Heile Welt Herkunft. Das lag mit Sicherheit auch daran, dass My Private Idaho gerade rauskam, als ich anfing umtriebig zu werden. "Sexarbeiter" oder "Prostituierte", das sind so furztrockene sterile Wörte, die meine Mutter benutzen würde, wenn sie höflich sein will.

    Ich bin übrigens in dieser stinklangweiligen (aber so gesuuund und natürlich!) dörflichen Doppelhausspießigkeit aufgewachsen, also nix mit kaputtem verwahrlostem Elternhaus. Bloß, ich wollte das alles nur noch ganz schnell weghaben, sobald ich mich erwachsen (eben so mit 16/17) genug für die große Stadt fühlte.

    Das Interessante an meinen Strichererfahrungen war, dass es mir plötzlich ein unerwartetes Machtgefühl (neben der Kohle, aber die war sowieso nur ein Vorwand) gegeben hat, was mich ziemlich erschreckte, und was letztendlich der Hauptgrund war, warum ich damit nach einigen Freiern komplett aufgehört habe. Heute würde ich generell sagen, alles wo Sex und Gelderwerb einen Deal miteinander eingehen, hinterlässt einen unangenehmen Nachgeschmack in der Seele. Ich würde heute auch keinem 17jährigen dazu raten, das "doch einfach mal auszuprobiern", aber ich weiss genauso, dass keine Macht der Welt 17jährige davon abhält, Dinge zu erleben, auf die sie neugierig sind. Die wenigsten können damit auf Dauer gut klarkommen und ich selbst habe definitiv auch einen bemerkenswerten Hau weg (aus verschiedenen Gründen) , den Außenstehende aber nur selten bemerken, wenn ich das nicht will. Vermutlich auch deswegen, weil die meisten Meschen sowieso hauptsächlich mit sich selbst und der eigenen Außenwirkung beschäftigt sind.

    In meinem Fall waren es auf jeden Fall Erfahrungen, die ich damals unbedingt gewollt, gebraucht und auch nie bereut habe. Das liegt aber auch daran, dass ich es fast nie tun musste. Wenn du nämlich auf das Geld dringend angewiesen bist, kippt alles schnell ins komplette Gegenteil. Wenn du über Monate oder sogar Jahre im Sexbereich jobbst, geht ganz schnell was kaputt, wird beschädigt und stumpft innerlich ab.

    Wenn man übrigens erwähnte Autoren gelesen hat oder sich mal nur ein ganz ganz ganz klitzekleines (büddde, nur ein büschen) bißchen mit schwuler Geschichte und Kultur beschäftigt hat, dann fasst man sich jedenfalls beim überstrapzierten Klischee "armer ausgenutzter Stricher" vs. "fieser einsamer Freier" Stereotyp an den Kopp. Menschen sind unterschiedlich. Manche sind soundso, andere aber eben nich. Klaro? Rückblickend bin ich jedenfalls grade ziemlich froh, diese Erfahrungen in meinem Leben bewusst gemacht zu haben, weil es mich vermutlich lebenslang immunisiert hat, irgendwann zu so einer Art ungefickte Prüsseliese in der Kanzel zu mutieren oder das Frollein Rottenmeier vom Dienst geben zu wollen.

    Und für alle Stricher und Freier dieser Welt:
    (bloß weil die GEMA endlich das Geschisse beendet hat, von der Kelly Family hab ichs grad nich gefunden )

    www.youtube.com/watch?v=oR6okRuOLc8

    PS:Nieder mit der bürgerlichen Moral, hihihi...

    PS 2: theDad hat Mundgeruch und ist ein ausdemArschriecher.

    PS 3: that´s all folks
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#70 LarsAnonym
  • 04.11.2016, 14:59h
  • Antwort auf #67 von TheDad
  • laß das Fingern an den jungen Dingern..
    Du bist so Scheiße "Lars"..

    "Dennoch: Nicht geduldet in diesem Forum werden Verstöße gegen Recht und gute Sitten (Beleidigung, Verleumdung, Hetze, Aufrufe zu Straftaten sowie jugendgefährdende Inhalte), unfreundliche und respektlose Kommentare"

    An die Redaktion: Ich möchte Sie an Ihre Verantwortung gegenüber usern jeden Alters erinnern, die sich mit den hier diskuterten Themen beschäftigen. Ich erwarte von Ihnen das gleiche, was ich in der Realität in einer queeren Beratungsstelle oder sonstwo in der Szene erlebe und glücklcherweise auch erfahre: Respekt vor angemessen vorgetragennen Äußerungen und die Einhaltung und Durchsetzung der eigenen Standards. Dazu gehört auch, dass man, wenn man eine "Hausordnung" aufstellt, diese auch einhält. Ich selber bin hart im Nehmen, aber ich empfinde das Durchgehenlassen von solchen Kommentaren als übergriffig und will mir nicht ausmalen wie ich als Jugendlicher oder als nach Identität suchender junger Erwachsener auf ähnliche aggressive Posts reagiert hätte - zumal es sich wirklich um sensible Themen handelt.

    Wie soll ein Mensch eine queere Identität aufbauen, wenn er von der queeren Community nicht vor groben Pöbeleien geschützt wird? Welche Botschaft senden Sie hiermit an junge Menschen, die diese Kommentare lesen und sehen, dass sie Freiwild für grobe Beschimpfungen sind, wenn sie nunmal eine romantische Vorstellung von Beziehungen haben, wie headintheclouds? (Ob diese Vorstelung realistisch oder allegmeingültig ist, darüber kann man ja und soll man diskutieren und Erfarhungen nebeneinanderstellen)
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#71 Patroklos
#72 LarsAnonym
  • 04.11.2016, 20:36h
  • Antwort auf #71 von Patroklos
  • Danke.

    Für mich ist das Problem, dass ich mich eigentlich vor solchen Posts durch die Netiquette-Regelung geschützt fühlte. Wozu eine Foren-Regelung, wenn sie keine Konsequenz hat? Dann lieber ehrlich sein und sagen: Wer hier postet und queere Themen diskutiert, ist selbst schuld.

    Sehr viel schwer wiegender finde ich aber den Versuch, jemandem nach Belieben bestimmte Eigenschaften und Vorlieben anzudichten, z.B. das Verlangen, junge Menschen "befingern" - im Klartext: sexuell belästigen zu wollen. Das ist eine klare Grenzüberschreitung, gegen die ich mich im realen Leben (ist selten gewesen, aber vorgekommen) aber auch hier zur Wehr setze.

    Übrigens finde ich das P.S. Nr. 2 von #69 genauso daneben, selbst wenn er ironisch gemeint sein sollte.

    Alle jammern über den politischen Kommunkationsstil der Trumps und Co., aber in den Internetdskussionen fangen wir offenabar an, diesen Schlammschlachtstil als "normal" anzusehen und zu übernehmen?
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#73 Na jaAnonym
  • 04.11.2016, 21:02h
  • Antwort auf #72 von Lars
  • "bestimmte Eigenschaften und Vorlieben anzudichten, z.B. das Verlangen, junge Menschen "befingern" - im Klartext: sexuell belästigen zu wollen"

    Hier hast Du Ihn falsch verstanden, Lars!

    Er hat Dir durch die von Ihm
    mit "Geh doch mal wieder in den "Gottesdienst..."
    begonnene Reihung überspitzt unterstellen wollen, in #59 unbrauchbare wenn nicht gar gemeine Ratschläge an "Alter Mann" erteilt zu haben, die in Ihrer Wirkung eben diese Reihung ergeben.
    Ich war ja wie Du weißt auch nicht glücklich mit Deiner Idee "Alter Mann" zum Psychologen zu schicken. Darauf zielte "TheDads" Reihung ab.
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#74 LarsAnonym
#75 LarsAnonym
  • 04.11.2016, 23:09h
  • Antwort auf #73 von Na ja
  • "Hier hast Du Ihn falsch verstanden, Lars! "

    Mag sein. Allerdings ist die Technik, mir schäbige Dinge und Haltungen und Absichten zu unterstellen, die in meinen Texten definitiv nicht drin stehen, die gleiche.

    "Ich war ja wie Du weißt auch nicht glücklich mit Deiner Idee "Alter Mann" zum Psychologen zu schicken."

    Ich habe ausdrücklich von psychologischer sondern UND praktischer Beratung (nicht Therapie oder Behandlung!)gesprochen , und zwar nicht bei einem "Psychologen", sondern in einem Schwulenzentrum. Ich habe in verscheinden Phasen meines Coming outs solche Zentren besucht und gute Erfarhungen gemacht. Das Beratungspersonal in queeren Zentren ist allermeistens und aus gutem Grunde psychologisch geschult (nicht alle sind dadurch Psychologen) und ich halte in Fragen zwischenmenschlicher Beziehungen und Selbstwertgefühl nichts für natürlicher als ein einen Ratgeber aufzusuchen, der eben in solchen Dingen ausgebildet ist und für den solche Fragen, wie sie Alter Mann stellt, weder etwas schockierendes noch ungewöhnliches sind.

    Es ging mir bei dem Hinweis auf Fachleute nicht allein um "Alter Mann". Es ging mir auch um seine Frage, inwieweit er hrausfinden kann, ob sein Verhalten von Sexarbeitern als Ausnutzung verstanden werden kann, wie ervon denen "in Wirklichkeit" wahrgenommen wird und dazu bietet es sich an, jemanden zu fragen, der sich auch mit den Wünschen und persönlichen Belangen von Sexarbeitern auskennt, sich aber beiden Seiten gegenüber in einer objektiven Position befindet.

    Im Übrigen kann man kann doch, wenn man die psychologischen Belastungen anprangert, denen Schwule ohne Schuld bis heute ausgesetzt sind, nicht die Psychologie tabuisieren. Überhaupt halte ich das in Frgaen, in denen es um Liebe und Sex geht, sehr schwierig, psychologische Aspekte zu umgehen. Erst recht in einem Thread, wo es um einen Film geht, in dem seelische Vorgänge in der Darstellung thematisiert werden und zwiespältige Gefühle und Reaktionen auslösen,- bei mir, bei Alter Mann und bei anderen vermutlich auch. Dass das geschieht, ist meines Erachtens sogar die Intention des Films - wozu macht man denn Filme?
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#76 Tall_BorisAnonym
#77 TheDadProfil
  • 05.11.2016, 11:28hHannover
  • Antwort auf #70 von Lars
  • ""Wie soll ein Mensch eine queere Identität aufbauen, wenn er von der queeren Community nicht vor groben Pöbeleien geschützt wird?""..

    Ich erwarte von Dir schlicht eine "queere Identität" zu besitzen bevor Du hier her kommst, und nicht zu erwarten, daß sich diese "über die Diskussion im Forum" irgendwie in Dir aufbaut !

    Dazu gehört dann auch ein Mindestmaß an Vorbildung über Queeres Leben im Allgemeinem, und als Mann über Schwules Leben im Besonderem..

    Deine Art Dinge zu formulieren lassen diese Vorbildung sträflich vermissen, und zudem sorgen sie nicht selten dafür, Individuuen und ganze Gruppen von Queeren Menschen zu beleidigen, und abzuwerten..
    Also frag Dich endlich mal, was genau Du eigentlich hier willst..
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#78 TheDadProfil
  • 05.11.2016, 11:44hHannover
  • Antwort auf #72 von Lars
  • ""Sehr viel schwer wiegender finde ich aber den Versuch, jemandem nach Belieben bestimmte Eigenschaften und Vorlieben anzudichten, z.B. das Verlangen, junge Menschen "befingern" - im Klartext: sexuell belästigen zu wollen. Das ist eine klare Grenzüberschreitung, gegen die ich mich im realen Leben (ist selten gewesen, aber vorgekommen) aber auch hier zur Wehr setze.""..

    Du hast den Inhalt des Satzes und damit den Vorwurf gar nicht begriffen..

    Respekt einzufordern ist immer leicht wenn man ihn für sich einfordert, so wie hier..

    Diesen Respekt hast Du gegenüber dem anderem User schlicht verweigert, indem Du ihn einer "höheren Autorität" der Psychiatrie oder des Psychologen anempfiehlst, allein aus der Idee heraus, er würde sich ja nur irgendwie "schlecht fühlen", weil in seiner Handlung eine Art Übergriff beinhaltet sei..
    Damit ist Deine Anempfehlung hier der Übergriff auf den User, der hier nur seine Gefühle beschrieben hat..

    Das missachtet gleichzeitig die Person und die Prostitution, um die es hier immer noch nicht geht, denn wer den Film gesehen hat, wird nicht behaupten können, der jüngere Protagonist würde hier in ein "langfristiges Engagement" abdriften..
    Es geht um die Beschreibung einer klar umrissenen Situation als einzelnes Erlebnis..

    Und daraus stricken hier dann einige wieder ein generelles Statement gegen Stricher und Sexarbeiter..
    Freier werden in Subtexten als "Schweine", und ganz offen als "häßliche Männer" verunglimpft, und alles geht wie so oft an der Thematik so weit vorbei, wie es nur gehen kann..

    Wo bleibt dann der eingeforderte Respekt gegen den User, dem ich anrate zum Psychologen zu gehen, und ihn damit pathologisiere, ihn zum Kranken erkläre ?

    Mithin die Negation der Individualität, die aus der einmal geäußerten Idee heraus
    "wer visionen hat, muß damit zum arzt gehen"
    verweigernd empfiehlt, Individuen individuell zu betrachten..
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#79 MitleserAnonym
  • 05.11.2016, 15:31h
  • Antwort auf #77 von TheDad
  • "Ich erwarte von Dir schlicht eine "queere Identität" zu besitzen bevor Du hier her kommst, und nicht zu erwarten, daß sich diese "über die Diskussion im Forum" irgendwie in Dir aufbaut !"

    Das ist einer der gruseligsten Kommentare, die ich bisher hier gelesen habe. Völlig verantwortungslos ist diese Haltung, die ja nicht nur Lars betrifft, gegenüber Jugendlichen, die hier vorbeisurfen und in der Tat gegen Pöbeleien geschützt werden müssen. Wer selber eine gefestigte "queere Identität" besitzt, hat nach meiner Erfahrung immer auch die innere Stärke, auf Aggressivität zu verzichten und anderen queeren Menschen mit Takt und Sachlichkeit zu begegnen.
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#80 TheDadProfil
  • 05.11.2016, 23:18hHannover
  • Antwort auf #79 von Mitleser
  • ""Das ist einer der gruseligsten Kommentare, die ich bisher hier gelesen habe. Völlig verantwortungslos ist diese Haltung, die ja nicht nur Lars betrifft,""..

    Einen einzelnen Kommentar aus einer Ansammlung hunderter herauszugreifen ist immer schwierig..
    Vor allem dann wenn sich Animositäten über zig Threads aufgebaut haben..

    Hier in diesem Fall ist es dann aber auch hilfreich den gesamten Thread zu lesen..

    Gruselig finde ich das Auftauchen eines Users wie "Lars", der von sich behauptet eine queere Person zu sein, um dann Monate später (oder sind es schon 2 Jahre ?) zu kolportieren, seine queere Identität befände sich ja noch "im Aufbau"..

    Gruselig finde ich an dieser Stelle auch immer noch das sich jeder Einwand dieses Users auf seine Verdummbibelung zurückführen läßt, und er immer noch nicht in der Lage ist Queeres Verhalten Anderer wie es hier beschrieben wird, abseits dieser von ihm präferierten "theologischen Betrachtung" als gegeben hinzunehmen..

    Gruselig finde ich vor diesem Hintergrund dann auch Statements herauszuhauen die andere User pathologisiert, und alles was irgendwie unbekannt scheint damit zu "krankhaftem Verhalten" abzustemplen..

    Denn nur mal nebenbei bemerkt, gibt es gar keinen wirklichen Unterschied zwischen einer "psychologischen Behandlung" und dem "beratendem Gespräch" in einem Schwulenzentrum..

    Zur Erinnerung :
    ""Noch ein ungefragter Tipp ...
    Es wäre einer Überlegung wert, auch mal ein wenig in andere Dinge und Aktivitäten zu investieren, die das schwule Selbstwertgefühl stärken.
    Eine (meist kostenlose) psychologische und praktische Beratung dazu gibt es in Schwulenzentren. In Großstädten gibt es da Berater, die auch viel mit Sexworkern zu tun haben, also beide Seiten fachmännisch betreuen und kennen.""..

    Der Unterschied ist dann tatsächlich, der Psychologe rechnet den zeitlichen Aufwand mit der Krankenkasse ab, und die Berater im Schwulenzentrum leisten dieses Ehrenamtlich..

    Die angeratene "Investition in andere Aktivitäten" ist dann der Rat zur Enthaltsamkeit, und dermaßen unangemessen gegenüber einen einem völlig unbekannten Menschen, daß es in den Balken kracht..

    Und ganz am Ende war dann alles von meiner Seite gerade wegen der Nettiquette hier und dem offenem Forum durchaus sachlich und freundlich formuliert, denn wenn sich Jemand gegenüber jemand anderem einfach Scheiße benimmt muß man das auch genau so sagen..
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#81 LarsAnonym
  • 06.11.2016, 11:13h
  • Antwort auf #80 von TheDad
  • "Die angeratene "Investition in andere Aktivitäten" ist dann der Rat zur Enthaltsamkeit"

    Die Frage nach Enthaltsamkeit thematisiert der User "Alter Mann" selbst:

    "Glaubst Du dass ich besser verzichten sollte?"

    So weit ich ihn verstanden habe, besteht sein Problem gar nicht darin, dass er Menschen bezahlt, sondern, dass er sich , wie er es beschreibt, selbst in den Kontakten als Zumutung empfindet. Es stimmt also in erster Linie für IHN etwas nicht.

    Das ist, um es ganz banal zu sagen, schlecht investiertes Geld.

    Um herauszufinden, was nicht stimmt (Die Situation , das eigene Selbstwertgefühl, moralischer Druck etc.) ist es meiner Ansicht nach empfehlenswert, die Situation zu reflektieren und sich Rat zu holen - nicht im Internet, sondern in der realen Welt.

    Ob "Alter Mann" (und andere ältere Männer, die hier ja auch mitlesen) diese Investition in das eigene Selbstwertgefühl zusätzlich tätigt oder auf einen Teil der Kontakte verzichtet, hängt mehr davon ab, wie stark das Gefühl der Nicht-Stimmigkeit / der Fehlinvestition ist und wie groß die Neugier und Hoffnung, etwas an der eigenen Situation zu verbessern.

    Meiner Meinung nach ist aber die Reise in das Schwulenzentrum einer anderen Stadt, ein Seminar für schwule Männer oder auch andere Aktivitäten außerhalb des Internets eine gute Investition - ganz ergebnisoffen. Es lohnt sich bestimmt.
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#82 TheDadProfil
  • 06.11.2016, 13:43hHannover
  • Antwort auf #81 von Lars
  • ""Die Frage nach Enthaltsamkeit thematisiert der User "Alter Mann" selbst:
    "Glaubst Du dass ich besser verzichten sollte?"""..

    Was Dich dann anspornt in völliger Unkenntnis der realen Situation freudig zuzustimmen ?
    Und damit bereits den Part der angeratenen "Beratung" bereitwillig zu übernehmen ?

    Die Frage nach einer entsprechendem Qualifikation dazu erspare ich mir und dem Leser..

    Allerdings interessiert mich in diesem Zusammenhang dann brennend, wie sich jemand der sich seiner eigenen queeren Identität unsicher ist anmaßt, einem anderem Menschen einen qualifizierten Rat erteilen zu wollen ?
    Vielleicht erschließt sich mir aus dieser Antwort heraus dann ja auch die Eine oder Andere Intention..

    ""Ob "Alter Mann" (und andere ältere Männer, die hier ja auch mitlesen) diese Investition in das eigene Selbstwertgefühl zusätzlich tätigt oder auf einen Teil der Kontakte verzichtet, hängt mehr davon ab, wie stark das Gefühl der Nicht-Stimmigkeit / der Fehlinvestition ist und wie groß die Neugier und Hoffnung, etwas an der eigenen Situation zu verbessern.""..

    Ganz dünnes Eis..
    Der Umstand das sich durch eine Veränderung des Verhaltens eine bestehende Situation ""verbessern"" könnte, folgt nun welchen Erkenntnissen genau ?
    Und was genau versteht man dann unter ""verbessern"" ?
    Wohin ""verbessern"" ?
    Zu was ""verbessern"" ?
    Wo doch hier schon offenbar wird :
    Ändert sich die Situation des Einen, änderte sich auch die Situation des Anderen, der dann im Zweifel einen Kunden verlöre..
    Und da stellt sich dann auch die Frage ob das "Kunden abspenstig machen" nicht Teil des Konzeptes sein kann, das man mit dem Anraten der Beratung mit verfolgt, und damit verbunden das "außerhalb der Gesellschaft" stellen solcher Arrangements ?

    Denn Du gehst hier erneut nicht von einer Möglichkeit aus, sondern von einem erwartbarem Ergebnis..
    Bezogen auf eigene Erfahrungen mit Beratung und Psychologischer Betreuung/Begleitung kann ich Dich dort beunruhigen, denn es ist keineswegs ein Automatismus, durch Beratung oder Betreuung/Begleitung veränderte sich irgendetwas..

    ""Meiner Meinung nach ist aber die Reise in das Schwulenzentrum einer anderen Stadt, ein Seminar für schwule Männer oder auch andere Aktivitäten außerhalb des Internets eine gute Investition - ganz ergebnisoffen.""..

    Kommen wir also zum Kasus Knaktus..
    ""Meiner Meinung nach""
    ist hier kein guter Rat, denn der gute Rat erfolgt nicht nach Meinungen, sondern nach gemachten Erfahrungen..
    Und so ist es wie ich schon oben beschrieben habe, alles andere als ein guter Rat aus dem Bauch heraus einem anderem Menschen die Pathologisierung anzudienen, und ihn einer höheren Autorität anzuempfehlen, wenn man selbst offensichtlich über keinerlei Erfahrungsbereiche dazu verfügt..

    Die Idee das Ganze dann auch noch zu anonymisieren, und aus welchen absurden Beweggründen auch immer, dann auch noch mit einer ""Reise in das Schwulenzentrum einer anderen Stadt"" zu verbinden, ohne einen funken Wissen über die finanzielle Situation, oder die körperliche Leistungsfähigkeit des Gegenüber zu besitzen, ist dann nur noch ein Nebeneffekt eines falsch verstandenen Mitleids-Getues..
    Es bleibt Scheiße..
    Da ist keine Distanz, kein Fragen des
    "darf ich dir dazu einen Rat geben ?",
    und keine Reflexion der eigenen Unfähigkeit nicht der beste Ratgeber zu sein, den man hier finden könnte..
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#83 LarsAnonym
  • 06.11.2016, 16:30h
  • Antwort auf #82 von TheDad
  • "Wo doch hier schon offenbar wird : Ändert sich die Situation des Einen, änderte sich auch die Situation des Anderen,"

    Das gilt für alle Beziehungen ...

    "der dann im Zweifel einen Kunden verlöre.. "

    Kann im Geschäftsleben vorkommen - oder die Geschäftsbeziehung verbessert sich. Wenn man nicht im Zweifel ist, braucht man auch keine Beratung. Dann ist ja alles klar.

    "Und da stellt sich dann auch die Frage ob das "Kunden abspenstig machen" nicht Teil des Konzeptes sein kann, das man mit dem Anraten der Beratung mit verfolgt, und damit verbunden das "außerhalb der Gesellschaft" stellen solcher Arrangements ?""

    Die Frage stellt sich Ihnen vielleicht, aber Sie nehmen, aus welchen Gründen auch immer, das Ergebnis der Beratung schon vorweg ...
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#84 TheDadProfil
  • 06.11.2016, 22:32hHannover
  • Antwort auf #83 von Lars
  • Wie schon des Öfteren offenbaren sich hier dann die Schwierigkeiten mit dem Lesen des verwendeten Konjunktives, der im Gegensatz zu Deinem unpassendem Rat Möglichkeiten aufzeigt, die eintreten könnten..

    Der erneute Wechsel der Anrede zum "Sie" beendet es dann auch hier endgültig, denn diese blöde Nummer hatten wir schon zig-mal, und ich habe keinen Bock darauf mich an den Ideen von jemandem abzuarbeiten, der sich immer mal wieder als Auftragsschreiber irgendeiner Verdummbibelten Sekte offenbart..
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#85 LarsAnonym
#86 LarsAnonym
  • 07.11.2016, 23:14h
  • Antwort auf #84 von TheDad
  • "ich habe keinen Bock darauf mich an den Ideen von jemandem abzuarbeiten, der sich immer mal wieder als Auftragsschreiber irgendeiner Verdummbibelten Sekte offenbart.."

    Wenn die Argumente ausgehen, dann kommt die Verschwörungstheorie ...

    Um einen eher unromantischen, illusionslosen Blick auf das knallharte, weil lukrative Geschäft der Prostitution zu haben, muss man kein frommer Samariter oder Mitarbeiter der Bahnofsmission sein, es reichen Beobachtung und ein kritischer Verstand.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #84 springen »
#87 TheDadProfil
  • 08.11.2016, 22:43hHannover
  • Antwort auf #86 von Lars
  • Einer geht noch..

    ""Um einen eher unromantischen, illusionslosen Blick auf das knallharte, weil lukrative Geschäft der Prostitution zu haben,""..

    Um auf einen solchen Satz zu kommen muß man schon sehr weit weg von der Thematik sein..

    Das Geschäft ist also ""knallhart"" WEIL es ""lukrativ"" ist ?

    Mal abgesehen davon daß es mit dem Kurzfilm immer noch nichts zu tun hat, egal wie oft und wie viele User das hier noch suggerieren wollen, ist das so ziemlich die Faktenloseste Aussage die ich je zur Prostitution gelesen habe..

    Außerdem kann ich mich nicht daran erinnern hier irgendwo "romantisiert" oder gar "Illusionen" über Prostitution verbreitet zu haben..
    Auch nicht über Taschengeld..
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#88 LarsAnonym
#89 TheDadProfil
  • 12.11.2016, 11:49hHannover
  • Antwort auf #88 von Lars
  • Weil ""knallhart"" nicht als Begründung für "Lukrativität" taugt..

    Vor allem deshalb nicht, weil es hier immer noch nicht um Prostitution geht, sondern um einen jungen Mann der sich darüber klar werden muß, ob er sich für etwas ein Taschengeld geben lassen soll, was er auch ohne diese "finanzielle Zuweisung" tun will..

    Und weil ""knallige Härte"" auch in Geschäften vorkommt, die so gar nicht mit Lukrativität glänzen..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #88 springen »
#90 headinthecloudsAnonym
  • 09.12.2016, 17:52h
  • Antwort auf #38 von TheDad
  • Hmmm...ich würde mich selber jetzt gern mal rechtfertigen. Ja, ich bin 17. Ich gebe dir recht, mein Duktus ist schon sehr ausgereift. Aber ich arbeite nebenher auch bei einer Zeitung, ich verdiene damit quasi mein Geld. Aber nur weil Junge Menschen deiner Meinung nach "anders" schreiben, heißt das noch lange nicht das man das hier einfach so in Frage stellen kann.

    Ich verbitte mir hier an dieser Stelle mal alle jungen Schwulen über einen Kamm zu scheren. Nur weil du ein paar sehr sagen wir mal "aktive" Teenies kennst/kanntest, heißt das noch lange nicht, dass wir keine Werte haben. Ich kenne viele, sehr vernünftige Schwulen die dieses ständige nach Sex gefragt werden echt satt haben und auch noch nie wild in der Gegend rumgeschlafen haben. Die Wahrheit: Die Meisten haben es satt auf dbna (sagt das hier jemandem was?) ständig zum Ficken angeschrieben werden. Die Meisten wollen einfach nur andere Jungs kennenlernen.

    Ich hab dir anbei mal die Statistik rausgesucht:

    www.dbna.de/lieben/verliebtsein/junge-schwule-wollen-monogam
    e-beziehung-40624.php


    LG
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#91 Greis51Anonym
#92 Markus QAnonym
  • 19.02.2020, 09:17h
  • Bedauerlicherweise sind die meisten von uns sehr oberflächlich... Ich denke mal das die wenigsten das abstreiten.
    Ich bin seit über 12 Jahren auf den blauen Seiten unterwegs und ich stelle fest, das die "Angebote" von den "Jungs" zugenommen haben... Aber auch "Kerle" ab 30 wollen schon Knete sehen...
    Also mal ehrlich... Warum sollte man(n) sein sauer verdientes Geld anderen in den Rachen werfen? Ich selber bin 40 und auch nicht sportlich. Habe dementsprechend fast keinen Sex. Aber ich werde nie so verzweifelt sein das ich für sex bezahlen werde! Die eigenen Hände sind kostenlos und definitiv am billigsten.
  • Antworten » | Direktlink »

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