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Kommentare zu:
Pariser Gericht: Die Bezeichnung "Homophobe" ist eine Beleidigung


#1 tti3_alliance
#2 ToliAnonym
  • 03.11.2016, 07:08h
  • Ich denke man sollte es als notwendiges Zeichen zur verbalen Abrüstung verstehen.
    Es hilft niemanden wenn ausschließlich Vorwürfe und Beleidigungen an Kopfe geworfen werden.
    Ganz Im Gegenteil sogar, Vorwürfe und Beleidigungen vertiefen die Gräben und es lassen sich mit Sicherheit noch schlechter eine Einigung erzielen.
    Es ist viel erreicht, doch auf den letzten Schritte der Gleichstellung gleitet die Diskussion hüben wie drüben immer mehr in Hysterie ab.
    Das muss auch anders gehen.
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#3 markusbln11Anonym
  • 03.11.2016, 07:11h

  • Nun, gibt es in frankreich für schwule und lesben nicht mal mehr das gesicherte recht auf meinungsfreiheit.

    Da orientiert sich die örtliche jurisprudenz wohl eher am vorbild unserer rechtslastigen extremisten, russland unter putin. In frankreich können wir uns der freiheitlich-demokratischen grundordnung so nicht mehr sicher sein.

    Das ist mithin ein unrechtsurteil. Ich wäre nicht bereit, die 800 euro zu zahlen.

    Es wird schon jetzt klar, wo uns eine präsidentschaft von marine le pen hinführen wird.
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#4 Miguel53deProfil
  • 03.11.2016, 07:39hOttawa
  • Antwort auf #2 von Toli
  • Wie stellen Sie sich das vor? Die "Kaempfer" gegen Homosexualitaet sind ja nicht lediglich nicht bereit, endlich wissenschaftliche Erkenntnisse anzuerkennen. Sie verweigern Mitmenschen wegen ihrer anderen sexuellen Ausrichtung die gleichen Rechte.

    Dazu benutzen sie eine Sprache, die Ablehnung und eben auch Hass vermitteln. Und das verbreiten sie mit grossem Tamtam in der Oeffentlichkeit.

    Wie und wo gibt es da etwas abzuruesten? Und wie sonst soll man "Homophobe" bezeichnen, als mit homophob? Mit rosa Wattebaeuschen werfen? Ihnen "du boeser, boeser Mensch" zuflüstern?

    Die Abruestung, von der Sie reden, kann nur von einer Seite ausgehen., denn da wird geschossen. Ist das geschehen, gibt es automatisch auch keinen Grund mehr, jemanden als homophob zu bezeichnen.

    Punkt.
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#5 Miguel53deProfil
#6 habemus_plemplem
  • 03.11.2016, 08:53h

  • Die "Manif pour tous" ist ja wohl das homophobste, was Frankreich in den letzten Jahrzehnten hervorgebracht hat. Wenn man Leute nicht mal mehr mit der Wahrheit "beleidigen" darf, wird's aber ganz schnell dunkel um die Meinungsfreiheit.

    Ein völlig absurdes und inakzeptables Urteil!
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#7 ToliAnonym
  • 03.11.2016, 09:02h
  • Antwort auf #4 von Miguel53de
  • "Die Abruestung, von der Sie reden, kann nur von einer Seite ausgehen., denn da wird geschossen."

    Naja, das sieht das Gericht ein wenig anders.
    Auch dein ganzer Beitrag ist gespickt mit einer gnadenlosen Forcierung auf einen Konflikt, und wenn man sich ihn genau durchliest, ist absolut gar nichts begründet. Jaja ich weiß, jetzt kommt die Aussage, dass es doch offensichtlich ist. Ist es aber eben nicht, wie auch das Gericht entschieden hat.
    Natürlich muss die Abrüstung in den jeweilig eigenen Reihen anfangen. Auf beiden Seiten muss den Scharfmachern Einhalt geboten werden, damit es überhaupt voran gehen kann.
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#8 SebiAnonym
  • 03.11.2016, 09:18h
  • Das ist ja wohl ein Justiz-Skandal.

    Driftet Frankreich jetzt endgültig nach rechts ab, wenn man Homohasser nicht mal als solches bezeichnen darf.

    Die dürfen alles mögliche sagen - sogar Lügen - und das ist dann freie Rede, aber wir dürfen daran keine Kritik äußern.

    Ich kann nur hoffen, dass die Aktivistin den Weg durch die Instanzen geht und notfalls bis vor den Europäischen Gerichtshof geht. Hier geht es schließlich um eine ganz elementare Frage der Redefreiheit, die für uns alle Folgen hat.

    Wenn wir das jetzt nicht stoppen, werden die Homohasser sich immer mehr rausnehmen und dann werden wir irgendwann gar nichts mehr sagen dürfen.
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#9 TheDadProfil
  • 03.11.2016, 09:23hHannover
  • Antwort auf #2 von Toli
  • ""Ich denke man sollte es als notwendiges Zeichen zur verbalen Abrüstung verstehen.""..

    An dem Tag an dem man Rassisten nicht mehr als Rassisten bezeichnen darf, ist dieses Land keine Demokratie mehr !

    ""verbale Abrüstung"" einzufordern wo die Gegner von Gleichstellung und Gleichberechtigung mit Begriffen und Begrifflichkeiten arbeiten, die nachweislich wissenschaftlich widerlegt sind, beispielsweise "Homosexualität ist nicht Gott-gewollt", als in sich geschlossener Ausdruck einer Allmacht, und damit einer Art Todschlag-Argument, das unter den Mantel der "Religionsfreiheit" schlüpft um als unangreifbar zu gelten, ist die denkbar dümmste Forderung die man hier erheben kann, und stellt in sich bereits wieder die allseits beliebte Täter-Opfer-Umkehr dar, an der die Gegner von Gleichstellung und Gleichberechtigung arbeiten !

    ""Ganz Im Gegenteil sogar, Vorwürfe und Beleidigungen vertiefen die Gräben und es lassen sich mit Sicherheit noch schlechter eine Einigung erzielen.""..

    Es gibt weder "Vorwürfe" noch wirklich Beleidigungen von Seiten derer, die für die Gleichstellung und Gleichberechtigung kämpfen..

    ""Es ist viel erreicht, doch auf den letzten Schritte der Gleichstellung gleitet die Diskussion hüben wie drüben immer mehr in Hysterie ab.""..

    Menschen die mit berechtigten Mitteln an der Gleichstellung und Gleichberechtigung arbeiten, für diese kämpfen, für die Menschenrechte, die Bürgerrechte für ALLE arbeiten und kämpfen, als "hysterisch" zu bezeichnen, und deren Kampf als ""Hysterie"" abzutun, ist in sich Homo-und Transphob !
  • Antworten » | Direktlink » | zu #2 springen »
#10 TheDadProfil
  • 03.11.2016, 09:37hHannover
  • Antwort auf #3 von markusbln11
  • ""Nun, gibt es in frankreich für schwule und lesben nicht mal mehr das gesicherte recht auf meinungsfreiheit.""..

    Natürlich hast Du bezogen auf das Urteil irgendwie Recht..

    Aber auch für uns gilt die Meinungsfreiheit immer nur gegenüber dem Staat, und erstreckt sich nicht auf persönliche Beleidigungen anderer Personen..
    Schließt man sich insofern dem Urteil des Gerichtes an, so hat es klar gelegt das Beleidigungen zu Verurteilungen führen..

    Die Frage die sich stellt ist daher nicht, ob das Urteil falsch ist, sondern ob eine Person die anderen die Menschenrechte entzogen wissen will, dagegen klagen darf mit einem bestimmtem Begriff beschrieben zu werden ?

    Um das zu klären lohnt die Berufung oder der Gang vor den EuGH..

    Das geht viel tiefer als es der Anschein vermuten läßt..
    Die Homophoben kämpfen hier nämlich gar nicht gegen Beleidigungen, sondern um die Deutungshoheit, um den Anspruch die verwendeten Begriffe bestimmen zu wollen..

    Doch hier wie überall sonst..
    Die Betroffenen bestimmen den Gebrauch der Sprache..
    Die Unterdrückten und Diskriminierten legen fest, was Unterdrückung und Diskriminierung ist..
    Und so müssen sich Menschenfeinde gefallen lassen als Menschenfeinde identifiziert und bezeichnet zu werden..
    Das hat das Gericht in diesem Prozess offensichtlich sträflich missachtet..
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#11 JustusAnonym
  • 03.11.2016, 09:47h
  • Das ist ein gefährlicher Präzedenzfall, der schlimme Auswirkungen haben kann.

    Da sollten, nein da müssen, französische GLBT-Verbände in Berufung gehen und das im Zweifel bis zur letzten Instanz durchkämpfen.

    Hier geht es um freie Rede und darum, Hass und Hetze auch als solches bezeichnen zu dürfen.
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#12 TheDadProfil
  • 03.11.2016, 09:56hHannover
  • Antwort auf #7 von Toli
  • ""Naja, das sieht das Gericht ein wenig anders.""..

    Richtig..
    Schlägt sich damit aber auch auf eine Seite..
    Und fordert auch keine "gegenseitige verbale Abrüstung", sondern stellt hier klar, man dürfe Rassisten nicht als solche bezeichnen..

    ""Auch dein ganzer Beitrag ist gespickt mit einer gnadenlosen Forcierung auf einen Konflikt, und wenn man sich ihn genau durchliest, ist absolut gar nichts begründet. Jaja ich weiß, jetzt kommt die Aussage, dass es doch offensichtlich ist.""..

    ""gnadenlose[n] Forcierung""
    Kuck an..

    Zunächst ist es tatsächlich die Aufgabe der Community die Sache zu forcieren..
    Denn nur so wird die Thematik in die Gesellschaft transportiert, und dort dann auch diskutiert..

    Und dann sind die Begründungen die Du hier schmerzlich vermisst auch tatsächlich hinlänglich bekannt, und im Gegensatz zu Deiner Auffassung müssen die auch nicht immer wieder ausführlich angeführt werden..
    Auch nicht vor einem Gericht..
    Was man hier aber hätte tun müssen, um das Gericht davon zu überzeugen das es eben keine Beleidigung ist, eine Person als Homophob zu bezeichnen, wenn sie sich homophob verhält..

    ""Natürlich muss die Abrüstung in den jeweilig eigenen Reihen anfangen.""..

    Es gibt gar keine "Aufrüstung" von Seiten der Community..
    Wie könnte man dort also "abrüsten" ?

    Die Eskalation kommt von Seiten der Gegner..
    Dort kommt es zur Aufrüstung im Ton, dort kommt es unverändert zum Vortrag längst widerlegter "Argumente", die eben durch die Widerlegung als nicht stichhaltig identifiziert sind..
    Wer dann trotzdem wider Besseren Wissens behauptet, es gäbe so etwas wie die
    "Übernahme der Gesellschaft durch die Homos",
    übrigens eine nach dem gleichem Muster vorgehenden "Argumentation" wie diejenige, die gegen Zuwanderung angewendet wird, dann muß er sich gefallen lassen, als das bezeichnet zu werden, was er ist :
    Ein Rassist, und damit ein Gegner einer freien und gleichberechtigten Gesellschaft !

    ""Auf beiden Seiten muss den Scharfmachern Einhalt geboten werden, damit es überhaupt voran gehen kann."".

    Es gibt also gar keine ""beiden Seiten"" die "scharf" sind, sondern nur die Eine..

    Es geht vor allem deshalb nicht voran, weil die Scharfmacher der Gegenseite trotz der Widerlegung ihrer Argumentation unablässig hetzen..
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#13 userer
#14 Carsten ACAnonym
  • 03.11.2016, 11:29h
  • Ich finde, Panti Bliss hat es in ihrer Rede - wie immer - perfekt auf den Punkt gebracht.

    Menschen, die selbst noch nie Homophobie erlebt haben, maßen sich an, zu entscheiden, was homophob ist und was nicht und wovon man sich als GLBTI unterdrückt fühlen darf und wovon nicht.

    Seit langem versuchen manche Menschen, GLBTI nicht nur die Gleichstellung zu verwehren, sondern ihnen auch elementarste Grundrechte wie Rede- und Versammlungsfreiheit zu nehmen. Auch dieser Vorgang ist ein Beispiel dafür.

    Und deshalb muss diese Gerichtsentscheidung bekämpft werden - weil dies ein beispielloser Vorgang ist, wie einer bestimmten Gruppe einseitig ihre Rechte genommen werden, die anderen zugestanden werden.
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#15 Kim 90Anonym
  • 03.11.2016, 11:49h
  • Antwort auf #2 von Toli
  • Was heißt denn hier "verbale Abrüstung" und Abbau von "Beleidigungen"?

    Wenn jemand, Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle diskriminieren will, ist das homophob. Punkt. Das ist die Definition des Wortes "homophob".

    Was soll man denn stattdessen sagen? "Person, die GLBTI nicht ihre demokratischen Rechte und ihre Gleichheit zugestehen will"? Ist es da nicht einfacher, das entsprechende Wort zu nutzen, das genau dafür steht?

    Zumal sich die Homophoben (!) ja nicht an einem bestimmten Wort stören, sondern auch gegen jede andere Formulierung kämpfen würden. Weil es ihnen eben nicht darum geht, irgendwelche Worte unangemessen zu finden, sondern weil sie uns unsere freie Rede generell nehmen wollen und jegliche Kritik an ihren Positionen verbieten wollen.
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#16 AmurPrideProfil
  • 03.11.2016, 12:04hKöln
  • Ich kann Panti Bliss und Carsten AC nur voll zustimmen:

    "..Menschen, die selbst noch nie Homophobie erlebt haben, maßen sich an, zu entscheiden, was homophob ist und was nicht und wovon man sich als GLBTI unterdrückt fühlen darf und wovon nicht. .."

    Perfekt uaf den Punkt gebracht wie ich finde!

    Als 16 jähriger offen schwul lebender Emo erlebe ich tagtäglich Homophobie am eigenem Leib. Es ist ein ureigenes Gefühl, eine zu tiefst persönliche Erfahrung. Jedesmal auf's Neue. Und ich lasse mir von niemanden vorschreiben wann ich mich homophob beleidigt fühlen darf und wann nicht! Ich glaub' es hackt!!!
    Mein einziges legale Mittel, um mich gegen die ignoranten Hasser zu wehren, ist mein Recht, das, was ich als homophob empfinde, auch laut als solches zu bezeichnen!
    Und bin ums verrecken nicht bereit mir dieses Recht von irgendjemanden nehmen zu lassen! Auch nicht von einem Gericht!
    Zwar müsste ich ein solch skandalösen Urteil wie in Frankreich notgedrungen erstmal tolerieren, aber ich würde es NIEMLAS AKZEPTIEREN!
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#17 RalfAnonym
  • 03.11.2016, 12:37h
  • Es wäre gut, wenn man endlich weg käme von diesem saudummen Wort "Homophobie". Tatsächlich ist das eine therapierbare psychische Störung von Menschen, die Angst vor (eigener) Homosexualität haben. In der politischen Auseinandesetzung geht es um etwas ganz Anderes, nämlich um in politischer oder religiöser Ideologie wurzelnden Hass, um aus Intoleranz begründete Feindschaft gegen Schwule und Lesben, die einerseits danach strebt, ihnen gesellschaftliche Akzeptanz und rechtliche Gleichstellung zu verweigern, andererseits gegen sie Volksverhetzung und jede Form der Diffamierung betreibt. Das ist Heterosexismus oder -wie neuerdings zu lesen- Antihomosexualismus. Wem diese beiden Begriffe nicht liegen, kann auch einfach von Hass auf Schule und Lesben reden. Homophob jedenfalls sind diese Leute nicht, denn Hass ist keine Phobie. Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ist nicht Krankheit, sondern bösartiges politisches Programm.
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#18 Julian SAnonym
#19 Julian SAnonym
#20 la_passanteAnonym
  • 03.11.2016, 13:02h
  • Antwort auf #8 von Sebi

  • Frankreich _ist_ bereits ein rechtsextremer Polizeistaat, spätestens seit der Notstand in Kraft ist und die Polizei völlig ungestört und öffentlich gegen die Regierung rebelliert (wovon man in deutschen Medien allerdings kaum was gelesen hat). Das könnte nach den Wahlen im Mai durchaus in kalten oder heissen Bürgerkrieg münden.
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#21 la_passanteAnonym
#22 MarcAnonym
#23 Patroklos
  • 03.11.2016, 14:35h
  • Das Urteil ist überhaupt nicht nachvollziehbar! Was haben sich die Richter bloß dabei gedacht?
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#24 la_passanteAnonym
  • 03.11.2016, 19:44h

  • Die Verurteilte geht vor den Kassationshof, die höchste Instanz, selbstverständlich.
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#25 hugo1970Ehemaliges Profil
#26 hugo1970Ehemaliges Profil
#27 hugo1970Ehemaliges Profil
#28 hugo1970Ehemaliges Profil
  • 03.11.2016, 21:04h
  • Antwort auf #19 von Julian S
  • Hab an ARD und ZDF geschrieben:
    Hallo,

    ich möchte Sie fragen, ob Sie die Doku "The Queen of Ireland" ausstrahlen.

    Das 6. Filmfest homochrom präsentiert diese großartige Doku über Irlands wichtigste und eloquenteste Drag-Queen, die auch beim Homoehe-Referendum in vorderster Reihe stand:

    THE QUEEN OF IRELAND (Deutschland-Premiere)
    (IRL 2015, 86 min, Regie: Conor Horgan, mit dt. Untertiteln)
    Gewinner des langen Chromie

    Irlands Stimme für Akzeptanz und Homoehe.

    Do 13/10/16, 17:40, Filmforum NRW, Köln
    Fr 21/10/16, 17:35, Schauburg Dortmund

    "Dies ist solch ein freudiger Film, der es so verdient, vom Rest der Welt gesehen zu werden." volle 10 Sterne von Queerguru

    Film Still THE QUEEN OF IRELAND von Conor Horgan über die irische Drag-Queen Panti Bliss; der schwule Rory O'Neill sitzt ohne Drag, aber mit Hund in seinem WohnzimmerRory O'Neill stammt aus der kleinen irischen Marktstadt Ballinrobe und fühlte sich schon immer anders. Es besuchte ein Kunsthochschule und es zog ihn in die Großstädte. Aber seine Drag-Figur Panti Bliss wurde nicht etwa in Dublin geboren, sondern im weit entfernten Japan. Und wie es Rorys Art ist, bezeichnet er Panti selbstironisch als "gigantische Cartoon-Frau". Er blieb fünf Jahre in Asien und ging mit Cyndi Lauper auf Tour. Als Rory 1995 nach Dublin zurückkehrte, wollte er eigentlich weiter nach Paris, aber er blieb wegen der aufblühenden Clubszene. Noch im selben Jahr sprach er ganz offen im irischen Radio über seine HIV-Infektion. Von 1996 bis 2012 moderierte Panti den Alternativ-Miss-Irland-Schönheitswettbewerb, spielt Theater und eröffnete 2007 die Pantibar. 2014 kam es dann zum "Pantigate", als er beim Staatssender RTÉ einige Journalisten als homophob bezeichnet. RTÉ kaufte sich bei den namentlich Genannten aus der Verantwortung, was sogar im Europäischen Parlament diskutiert wurde. Erste weltweite Aufmerksamkeit bekam eine Rede Pantis im Abby Theatre. Aber Pantis größter Moment kam mit dem historischen Homoehe-Referendum, für das sie in erster Reihe stand.

    "Conor Horgans triumphale Doku webt sich geschickt durch den monumentalen Moment sozialer Historie, ohne den/die Protagonist/in aus den Augen zu verlieren." volle 5 Sterne von The Irish Times

    Warum THE QUEEN OF IRELAND auch Deutschland inspirieren wird:
    Film Still THE QUEEN OF IRELAND von Conor Horgan über die irische Drag-Queen Panti Bliss; Rory O'Neill sitzt ohne Drag, aber mit Hund in seinem WohnzimmerPanti wird zu Recht als nationales Kulturgut Irlands bezeichnet und Filmemacher Conor Horgan folgte ihr fünf Jahre lang also lange vor Pantigate. Das Ergebnis ist nicht nur ein persönliches und sehr unterhaltsames Porträt, sondern zugleich ein Dokument über den Wandel in der irischen Gesellschaft. Immerhin spielte Rory alias Panti eine nicht unwesentliche Rolle darin. Und wer sie erlebt, versteht, warum sie seit 20 Jahren so beliebt ist. Rory/Panti versprüht Optimismus und ist ein sehr eloquenter Redner: gewitzt und selbstironisch. Von den vielen hervorragenden Argumenten können LSBT-Aktivisten wie auch Homophobe in Deutschland noch einiges lernen. Und selbst wenn es euch nicht für den Kampf um Akzeptanz und Gleichberechtigung geht, so wird euch diese facettenreiche Doku dennoch hervorragend amüsieren.

    "Horgans Film stellt sich als ein äußerst ansprechendes Porträt heraus." The Guardian

    Mit freundlichen Grüßen
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#29 sanscapote

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