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Kommentare zu:
Pariser Gericht: Die Bezeichnung "Homophobe" ist eine Beleidigung


#11 JustusAnonym
  • 03.11.2016, 09:47h
  • Das ist ein gefährlicher Präzedenzfall, der schlimme Auswirkungen haben kann.

    Da sollten, nein da müssen, französische GLBT-Verbände in Berufung gehen und das im Zweifel bis zur letzten Instanz durchkämpfen.

    Hier geht es um freie Rede und darum, Hass und Hetze auch als solches bezeichnen zu dürfen.
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#12 TheDadProfil
  • 03.11.2016, 09:56hHannover
  • Antwort auf #7 von Toli
  • ""Naja, das sieht das Gericht ein wenig anders.""..

    Richtig..
    Schlägt sich damit aber auch auf eine Seite..
    Und fordert auch keine "gegenseitige verbale Abrüstung", sondern stellt hier klar, man dürfe Rassisten nicht als solche bezeichnen..

    ""Auch dein ganzer Beitrag ist gespickt mit einer gnadenlosen Forcierung auf einen Konflikt, und wenn man sich ihn genau durchliest, ist absolut gar nichts begründet. Jaja ich weiß, jetzt kommt die Aussage, dass es doch offensichtlich ist.""..

    ""gnadenlose[n] Forcierung""
    Kuck an..

    Zunächst ist es tatsächlich die Aufgabe der Community die Sache zu forcieren..
    Denn nur so wird die Thematik in die Gesellschaft transportiert, und dort dann auch diskutiert..

    Und dann sind die Begründungen die Du hier schmerzlich vermisst auch tatsächlich hinlänglich bekannt, und im Gegensatz zu Deiner Auffassung müssen die auch nicht immer wieder ausführlich angeführt werden..
    Auch nicht vor einem Gericht..
    Was man hier aber hätte tun müssen, um das Gericht davon zu überzeugen das es eben keine Beleidigung ist, eine Person als Homophob zu bezeichnen, wenn sie sich homophob verhält..

    ""Natürlich muss die Abrüstung in den jeweilig eigenen Reihen anfangen.""..

    Es gibt gar keine "Aufrüstung" von Seiten der Community..
    Wie könnte man dort also "abrüsten" ?

    Die Eskalation kommt von Seiten der Gegner..
    Dort kommt es zur Aufrüstung im Ton, dort kommt es unverändert zum Vortrag längst widerlegter "Argumente", die eben durch die Widerlegung als nicht stichhaltig identifiziert sind..
    Wer dann trotzdem wider Besseren Wissens behauptet, es gäbe so etwas wie die
    "Übernahme der Gesellschaft durch die Homos",
    übrigens eine nach dem gleichem Muster vorgehenden "Argumentation" wie diejenige, die gegen Zuwanderung angewendet wird, dann muß er sich gefallen lassen, als das bezeichnet zu werden, was er ist :
    Ein Rassist, und damit ein Gegner einer freien und gleichberechtigten Gesellschaft !

    ""Auf beiden Seiten muss den Scharfmachern Einhalt geboten werden, damit es überhaupt voran gehen kann."".

    Es gibt also gar keine ""beiden Seiten"" die "scharf" sind, sondern nur die Eine..

    Es geht vor allem deshalb nicht voran, weil die Scharfmacher der Gegenseite trotz der Widerlegung ihrer Argumentation unablässig hetzen..
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#13 userer
#14 Carsten ACAnonym
  • 03.11.2016, 11:29h
  • Ich finde, Panti Bliss hat es in ihrer Rede - wie immer - perfekt auf den Punkt gebracht.

    Menschen, die selbst noch nie Homophobie erlebt haben, maßen sich an, zu entscheiden, was homophob ist und was nicht und wovon man sich als GLBTI unterdrückt fühlen darf und wovon nicht.

    Seit langem versuchen manche Menschen, GLBTI nicht nur die Gleichstellung zu verwehren, sondern ihnen auch elementarste Grundrechte wie Rede- und Versammlungsfreiheit zu nehmen. Auch dieser Vorgang ist ein Beispiel dafür.

    Und deshalb muss diese Gerichtsentscheidung bekämpft werden - weil dies ein beispielloser Vorgang ist, wie einer bestimmten Gruppe einseitig ihre Rechte genommen werden, die anderen zugestanden werden.
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#15 Kim 90Anonym
  • 03.11.2016, 11:49h
  • Antwort auf #2 von Toli
  • Was heißt denn hier "verbale Abrüstung" und Abbau von "Beleidigungen"?

    Wenn jemand, Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle diskriminieren will, ist das homophob. Punkt. Das ist die Definition des Wortes "homophob".

    Was soll man denn stattdessen sagen? "Person, die GLBTI nicht ihre demokratischen Rechte und ihre Gleichheit zugestehen will"? Ist es da nicht einfacher, das entsprechende Wort zu nutzen, das genau dafür steht?

    Zumal sich die Homophoben (!) ja nicht an einem bestimmten Wort stören, sondern auch gegen jede andere Formulierung kämpfen würden. Weil es ihnen eben nicht darum geht, irgendwelche Worte unangemessen zu finden, sondern weil sie uns unsere freie Rede generell nehmen wollen und jegliche Kritik an ihren Positionen verbieten wollen.
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#16 AmurPrideProfil
  • 03.11.2016, 12:04hKöln
  • Ich kann Panti Bliss und Carsten AC nur voll zustimmen:

    "..Menschen, die selbst noch nie Homophobie erlebt haben, maßen sich an, zu entscheiden, was homophob ist und was nicht und wovon man sich als GLBTI unterdrückt fühlen darf und wovon nicht. .."

    Perfekt uaf den Punkt gebracht wie ich finde!

    Als 16 jähriger offen schwul lebender Emo erlebe ich tagtäglich Homophobie am eigenem Leib. Es ist ein ureigenes Gefühl, eine zu tiefst persönliche Erfahrung. Jedesmal auf's Neue. Und ich lasse mir von niemanden vorschreiben wann ich mich homophob beleidigt fühlen darf und wann nicht! Ich glaub' es hackt!!!
    Mein einziges legale Mittel, um mich gegen die ignoranten Hasser zu wehren, ist mein Recht, das, was ich als homophob empfinde, auch laut als solches zu bezeichnen!
    Und bin ums verrecken nicht bereit mir dieses Recht von irgendjemanden nehmen zu lassen! Auch nicht von einem Gericht!
    Zwar müsste ich ein solch skandalösen Urteil wie in Frankreich notgedrungen erstmal tolerieren, aber ich würde es NIEMLAS AKZEPTIEREN!
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#17 RalfAnonym
  • 03.11.2016, 12:37h
  • Es wäre gut, wenn man endlich weg käme von diesem saudummen Wort "Homophobie". Tatsächlich ist das eine therapierbare psychische Störung von Menschen, die Angst vor (eigener) Homosexualität haben. In der politischen Auseinandesetzung geht es um etwas ganz Anderes, nämlich um in politischer oder religiöser Ideologie wurzelnden Hass, um aus Intoleranz begründete Feindschaft gegen Schwule und Lesben, die einerseits danach strebt, ihnen gesellschaftliche Akzeptanz und rechtliche Gleichstellung zu verweigern, andererseits gegen sie Volksverhetzung und jede Form der Diffamierung betreibt. Das ist Heterosexismus oder -wie neuerdings zu lesen- Antihomosexualismus. Wem diese beiden Begriffe nicht liegen, kann auch einfach von Hass auf Schule und Lesben reden. Homophob jedenfalls sind diese Leute nicht, denn Hass ist keine Phobie. Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ist nicht Krankheit, sondern bösartiges politisches Programm.
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#18 Julian SAnonym
#19 Julian SAnonym
#20 la_passanteAnonym
  • 03.11.2016, 13:02h
  • Antwort auf #8 von Sebi

  • Frankreich _ist_ bereits ein rechtsextremer Polizeistaat, spätestens seit der Notstand in Kraft ist und die Polizei völlig ungestört und öffentlich gegen die Regierung rebelliert (wovon man in deutschen Medien allerdings kaum was gelesen hat). Das könnte nach den Wahlen im Mai durchaus in kalten oder heissen Bürgerkrieg münden.
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