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- 4. November 2016, 15:23h 2 Min.
Wer HIV-positiv ist und raucht, stirbt eher am Zigarettenkonsum als an seiner Infektion.
Rauchen verkürzt die Lebenserwartung von HIV-Patienten in den USA stärker als das Virus selbst. Das ist das Ergebnis einer Studie, die in der neuesten Ausgabe des Fachmagazins "Journal of Infectious Diseases" veröffentlicht wurde. Laut dem leitenden Wissenschaftler Dr. Krishna Reddy vom Massachusetts General Hospital und der Harvard Medical School stirbt eine Person, die antiretrovirale Medikamente gegen HIV einnimmt und raucht, viel eher an einer mit dem Tabakkonsum in Zusammenhang stehenden Krankheiten als an den Folgen der Infektion – Todesursachen seien am ehesten Lungenkrebs, Herzleiden oder die Lungenerkrankung COPD.
Die Forscher hatten epidemiologische Daten genutzt, um die durchschnittliche Lebenserwartung von Menschen mit HIV zu schätzen – und zwar in Hinblick darauf, ob sie derzeit Raucher sind, früher zur Zigarette griffen oder nie geraucht haben. Dabei kamen sie zu dem Ergebnis, dass Rauchen im Schnitt das Leben von HIV-Positiven um sechs Jahre verkürzt, wenn die Betroffenen ihre Medikamente wie empfohlen eingenommen haben. Wenn sie sich nicht so genau an die Einnahmeempfehlungen gehalten haben, sterben sie sogar acht Jahre früher.
Rauchen ist unter HIV-Positiven viel weiter verbreitet als in der Durchnittsbevölkerung. In den USA rauchen etwa 15 Prozent der Erwachsenen, aber mehr als 40 Prozent der HIV-Positiven. Weitere 20 Prozent der Betroffenen haben früher geraucht. Unter schwulen Männern, die einen großen Teil der HIV-Positiven ausmachen, ist der Zigarettenkonsum ebenfalls stark erhöht im Vergleich zu der Durchschnittsbevölkerung (queer.de berichtete).
Selbst Abstinenz mit 60 verlängert das Leben
Ein Rauchstopp könnte nach Angaben der Autoren die Lebenserwartung deutlich erhöhen: "Es ist bekannt, dass Rauchen der Gesundheit schadet, aber wir demonstrieren in der Studie, wie schlimm Qualmen wirklich ist", erklärte Reddy. Es gebe in jedem Alter Hoffnung: "Die Studie zeigt auch, dass Menschen, die bis zum Alter von 60 Jahren geraucht haben und dann aufhören, ihre Lebenserwartung wesentlich erhöhen können im Vergleich zu denen, die einfach weiterrauchen. Es ist also nie zu spät aufzuhören!"
Bereits zuvor waren andere wissenschaftliche Arbeiten zu ähnlichen Ergebnissen gekommen: So fand eine dänische Studie im vergangenen Jahr heraus, dass Rauchen das Sterblichkeitsrisiko unter HIV-Positiven erheblich erhöhe (queer.de berichtete). (dk)
















Mit Logik kommt man bei diesem Thema leider auch nicht weiter.
Rauchen gehört alternativlos verboten, vor allem auch zum Wohle unbeteiligter Passivraucher; diese idiotische Droge braucht kein Mensch - und ja, ich weiß: gerade unter Schwulen ist sie leider extrem verbreitet, wohingegen man doch sonst gerne so gesundheitsbewusst leben möchte.
Es gibt nichts Unsinnigeres als Rauchen -und ich weiß, dass ich mit dieser Aussage gerade hier in ein Wespennest steche.