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Einzelkommentar zu:
Frauke Petry ruft zum Widerstand gegen LGBTI-Aufklärung auf


#27 LarsAnonym
  • 06.11.2016, 20:41h
  • Frau Petry, Sie sagen in dem Video anfangs: Es ist besser miteinander zu reden, als übereinander. Gern. Reden wir also über Gender.

    Sie wirken auf mich - vor allem wenn ich eine sehr konservative Brille aufsetze - in Ihrem Outfit und Haarschnitt als burschikos, sogar etwas jungenhaft / androgyn. Optisch empfinde ich das sogar als sehr hübsch - nur ist das bei der politischen Wahrnehmung nicht von Belang.

    Sie passen sich also, aus welchen Gründen auch immer, nicht gendertypischen Vorgaben an. Sie sehen sich jedoch als heterosexuelle Frau und Mutter, was Sie ja auch sind. Sie nehmen sich dennoch die Freiheit, unabhängig von ihrem Geschlecht, bestimmte traditionell genderuntypische Attribute (kurze Haare, Jackett, vermutlich Hosen) zu gebrauchen. Sie tun das sicher nicht - um ihre Fraulichkeit in Zweifel zu ziehen, sondern, weil es offenbar zu ihrem Wesen passt.

    Genau das ist es, was die so obskure "Gendertheorie" verdeutlichen will: Neben dem Geschlecht, was wir haben, haben wir eben auch eine Vorstellung davon, was wir gendermäßig sind, welches Rollenmodell zu uns passt. In der stets individuellen Kombination von Geschlecht und Gender offenbaren wir uns als die Persönlichkeit. als die wir - wenn Sie es so definieren wollen - "geschaffen" sind.

    Ein Wort zu den Muslimen, die in dieser Frage nicht so liberal scheinen. Nach meiner Erfahrung drücken fortschrittliche Musliminnen ihr genderuntypisches Verhalten zwar auf eine weniger sichtbare Art aus (eine feministische Muslima wir auf ihrem Kopftuch als Zeichen ihrer Geschlechtlichkeit bestehen), aber sie haben andere Mittel, ihren Stolz und ihre Unabhängigkeit zu zeigen. So hat, wie ich beobachten konnte - eine muslimische Politikerin während einer politischen Diskussion, zu der sie eingeladen war, ihr Kind gestillt. (die Brust unter einer Decke verborgen). Würden Sie sich dowas trauen?

    Die Welt ist bunter, als man glaubt. Die Herausforderung an die Bildungspolitik ist, dass junge Menschen die individuellen nonverbelen Äußerungen von Menschen aus unterschiedlichen Hintergründen lesen lernen.
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