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Trotz seiner Entschuldigung steht der deutsche EU-Kommissar Günther Oettinger weiter in der Kritik (Bild: Friends of Europe / flickr)

  • 6. November 2016, 16:22h 10 2 Min.

Die Haltung des CDU-Politikers widerspreche dem Geist und den Werten der Europäischen Union, erklärte der CSD Deutschland e.V.

Der CSD Deutschland e.V., der Zusammenschluss der deutschen CSD-Veranstalter, hat EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker aufgefordert, den deutschen EU-Kommissar Günther Oettinger zu entlassen. Anlass ist die homophobe und rassistische Rede des CDU-Politikers am Mittwoch vergangener Woche vor Unternehmern in Hamburg (queer.de berichtete).

"Mit den abfälligen Bemerkungen zur 'Pflicht-Homoehe' hat der Politiker Oettinger sehr deutlich gegen die Charta der Grundrechte der EU verstoßen", heißt es in einer am Sonntag verschickten Pressemitteilung des Vereins. "Vor allem Artikel 21 stellt klar, das Diskriminierungen aufgrund der sexuellen Ausrichtung nicht toleriert werden. Die Äußerungen von Herrn Oettinger sind eindeutig diskriminierend und abfällig gemeint."

"Seit über 40 Jahren kämpfen engagierte Männer und Frauen darum, die Diskriminierung von homo-, bi- und transsexuellen Menschen abzubauen und die Homophobie aus den Köpfen zu bekommen", erklärte CSD-Deutschland-Vorstand Kai Bölle. "Wenn nun ein hochrangiger Politiker wie Günther Oettinger solche abwertenden Äußerungen in einer Rede macht, dann zeigt uns dies deutlich, wie weit der Weg noch ist."

Die Begründung, er habe "frei von der Leber gesprochen", ist nach Auffassung des Vereins "keine Entschuldigung, sondern das Eingeständnis, dass diese Ansichten zu den tiefen Überzeugungen des Günther Oettinger gehören". Diese Haltung widerspreche jedoch dem Geist und den Werten der Europäischen Union. (cw)

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-w-

#1 LaurentEhemaliges Profil
  • 06.11.2016, 17:46h
  • Es läuft erfahrungsgemäß so ab:

    Je größer die Empörung von links, umso fester wird er aufgrund des damit einhergehenden Zuspruchs von weiter rechts damit rechnen können, im Sattel sitzen bleiben zu dürfen.
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#2 PatroklosEhemaliges Profil
  • 06.11.2016, 17:51h
  • Wenn Herr Oettinger erst mal aus dem Amt gejagt wird, wer soll dann die Nachfolge übernehmen? Da gibt es genug Politiker, die man nach Brüssel gehen lassen kann: Ingbert Liebing, der zurückgetretene CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl 2017 in Schleswig-Holstein, hätte ja jetzt Zeit dafür!
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#3 markusbln11Anonym
  • 06.11.2016, 17:56h

  • Herr Öttinger sollte die konsequenzen aus seinem homophoben aufritt ziehen. Es ist gut, dass sich eine bundesweit agierende plattform zur interessenvertretung von lgbti-menschen sich so klar und deutlich in die debatte einbringt.

    Darüber hinaus ist zu sagen. Es gibt noch viel mehr bundesweit relevante themen, bei der eine politische positionierung des csd e.v. sinn machen würde. Damit liesse sich die öffentliche wahrnehmung unserer community nochmals verstärken.
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