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"Kleine Monster"
Existenzielle Ausnahmezustände
- 8. November 2016, 08:19h - 2 Min.

"Kleine Monster" mit Erzählungen von Caio Fernando Abreu ist im Berliner Edition diá Verlag erschienen
Mit "Kleine Monster" liegen erstmals acht Erzählungen des 1996 an Aids gestorbenen brasilianischen Autors Caio Fernando Abreu auf Deutsch vor.
Die Menschen, die in diesem Buch das Wort ergreifen, befinden sich allesamt in existenziellen Ausnahmezuständen, die sich nur schwer mit einem gelassenen, geordneten Alltag vertragen: Verlassenwerden, Verrücktwerden, Rausch und Risiko, Ekstase und Ekel, Überschwang und Überleben, die erste große Liebe, die letzte große Liebe. Sie schwanken zwischen sehnsüchtiger Illusion und trotziger Desillusioniertheit.
In ihren Monologen verschränken sich stürmisch-animalisches Begehren und lebensphilosophisches Bohren, der Instinkt tritt gegen die Vernunft an, flankiert von Hypersensibilität und Alles-Egal. Diese Menschen, fragil und zäh zugleich, schwanken zwischen sehnsüchtiger Illusion und trotziger Desillusioniertheit. Sie wollen sich spüren, ihre Sinnlichkeit und Sexualität sind ein Tanz am Abgrund, ein Schritt ins Risiko. Sie treten uns zu nahe. Das geht an die Nieren und unter die Haut. Und selten gut aus. Was die Geschichten in ihrer intimen, drängenden Sprache nur umso wahrhaftiger und verstörender macht.
Mit "Kleine Monster" liegen erstmals acht Erzählungen des 1996 an Aids gestorbenen brasilianischen Autors Caio Fernando Abreu, der im deutschsprachigen Raum durch seinen Roman "Was geschah wirklich mit Dulce Veiga?" bekannt geworden ist, in deutscher Übersetzung vor. (cw/pm)
Caio Fernando Abreu: Kleine Monster. Erzählungen. 120 Seiten. Softcover. Format: 12,5 x 20,5 cm. Edition diá Verlag und Agentur. Berlin September 2016. 14,00 €. ISBN 978-3-86034-414-9
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