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Wahltagsbefragung
Clinton unter LGBT-Wählern erfolgreicher als Obama

Dass Hillary Clinton den Schlüssel zum Weißen Haus nicht erhält, lag nicht an LGBT-Wählern (Bild: Hillary for Iowa / wikipedia)
- 9. November 2016, 11:49h 2 Min.
Trotz einer überwältigenden Unterstützung aus der LGBT-Community konnte sich Hillary Clinton nicht gegen Donald Trump durchsetzen.
Schwule, lesbische, bisexuelle und und trangeschlechtliche Wähler standen bei den US-Präsidentschaftswahlen am Dienstag überwiegend hinter der unterlegenen Kandidatin Hillary Clinton: Wie die "New York Times" unter Berufung auf eine Wahltagsbefragung berichtet, stimmten 78 Prozent der LGBT-Wähler für die Demokratin, nur 16 Prozent unterstützten Trump.
Die grüne Bewerberin Jill Stein konnte unter LGBT-Wählern mit vier Prozent ein stärkeres Ergebnis als in der Gesamtbevölkerung einfahren – dort lag sie bei gerade einmal einem Prozent. Insgesamt machten LGBT fünf Prozent aller Wähler aus, genau so viel wie 2012.
Clinton konnte damit noch das gute LGBT-Ergebnis ihres Vorgängers übertreffen: Vor vier Jahren entschieden laut der damaligen Wahltagsbefragung in dieser Gruppe 76 Prozent für den Demokraten Barack Obama, 22 Prozent unterstützten den republikanischen Herausforderer Mitt Romney. 2008 konnte Obama sogar "nur" 70 Prozent der LGBT-Wähler für sich gewinnen, für seinen damaligen Gegenkandidaten John McCain stimmten damals 27 Prozent.
Trump schmiedete Koalition aus religiösen, weißen Männern
Weitere Ergebnisse der aktuellen Umfrage zeigen, dass Trump vor allem bei Weißen, Männern, Evangelikalen sowie Älteren und Ungebildeten punkten konnte. So wählten 53 Prozent der Männer den Republikaner, aber nur 42 Prozent der Frauen. Besonders deutlich ist der Unterschied, wenn nach der "Rasse" der Wähler gefragt wird. Bei weißen Wählern erreichte Clinton schlappe 37 Prozent, bei Latinos und asiatischstämmigen Wählern sahnte sie dagegen zwei Drittel ab, bei Schwarzen sogar 88 Prozent (bei schwarzen Frauen waren es 94 Prozent).
Zu den erfolgreichsten Gruppen für Trump zählten weiße Evangelikale, die zu 81 Prozent dem zum dritten Mal verheirateten New Yorker Milliardär ihre Stimme gaben. Bei weißen Männer ohne Uni-Abschluss konnte Trump drei von vier Wählern auf seine Seite ziehen. (dk)















Schwule und Lesben sind mit ihren Stimmen wahlentscheidend wenn sie geschlossen stimmen?
Nicht zwangsläufig.
Oder auch:
Eine Eheöffnung kann im Gegensatz zu Eingetragenen Partnerschaften nicht mehr rückgängig gemacht werden.
Auch das wird leider abzuwarten sein...