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Ist das der Beginn einer neuen sexuellen Revolution?

  • 15. November 2016, 14:31h 20 2 Min.

Ein Zahnarzt und Künstler aus Taiwan hat es sich zum Ziel gemacht, das schwule Sex-Leben zu verbessern.

Zahnärzte könnten bald dabei helfen, dass der Sex schöner wird. Das will zumindest der taiwanesischen Künstler Kuang-Yi Ku erreichen. Der ausgebildete Zahnarzt, der gerade an einer Kunstschule im niederländischen Eindhoven "Social Design" studiert, hat mit seinem "Fellatio Modification Project" ein Ziel: Die Medizin soll schwulen Männern dabei helfen, ein erfüllteres Sex-Leben zu haben.

Daher hat er eine Mundprothese entwickelt, die Männer zu Superbläsern machen soll. Zu seinem Missfallen beschäftigt sich nämlich das Gewerbe der Zahnärzte und deren Lehrbücher bislang überhaupt nicht mit dem Thema Sex. Und er weiß auch warum: "Ich gehöre zur Gay-Community und mir wurde bewusst, dass das Medizinstudium ein sehr patriarchales System ist, sehr ernst, und die Professoren sehr traditionell sind – vor allem in asiatischen Ländern", so Ku gegenüber dem Magazin "New Scientist".


So hilft die Mundprothese beim Sex

Seine Antwort auf diese Rückständigkeit: Ein Mundeinsatz aus Thermoplast (dem selben Stoff, aus dem Legosteine bestehen). Dieser soll mit Gumminoppen überzogen sein und den Partner beim Blasen entsprechend glücklich machen.

Ku will mehr

Damit soll es laut Ku aber noch nicht genug sein. In einem nächsten Schritt könnte das orale Gewebe mit "Tissue Engineering", also Gewebezüchtung, produziert werden und für ein echteres Gefühl in den Mundeinsatz eingebaut werden. In einem letzten Schritt könnte man sogar das Gewebe als Lust-Noppen direkt in den menschlichen Mund implantieren – dann wäre kein Mundeinsatz mehr nötig. "Wir können dann auch das Aussehen des Mundes verändern, um die eigene sexuelle Präferenz zu zeigen", so Ku.

Direktlink | So ensteht die Mundprothese
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Der Künstler träumt von einer Welt, in der die Menschen offen mit ihrem verschiedenen sexuelle Ausrichtungen und Vorlieben umgehen. Und hier denkt er an weit mehr als nur den Mundbereich: "Wir können unseren Körper so formen, so dass wir unsere Sexualität offen ausdrücken können." Mediziner sollen nicht mehr nur heilen, sondern unseren Körper so verändern, dass er ein Ausdruck unserer Persönlichkeit ist.

Wer nicht so lange warten will, könnte bereits mit der Blowjob-Prothese viel Spaß haben. Sie ist allerdings bislang käuflich noch nicht erhältlich, aber immerhin im Rahmen der Ausstellung "Mouthy: Into the Orifice" ("Großmäulig: Hinein in die Öffnung") der "Science Gallery London" zu bewundern. (cw)

-w-

#1 Anon MüllerAnonym
  • 15.11.2016, 16:03h
  • Das Ding sieht eher schmerzhaft aus.
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#2 PetrilloEhemaliges Profil
  • 15.11.2016, 16:08h
  • Das scheint sich aber überwiegend auf das asiatische "Fingerformat" zu beziehen, wenn ich die Grafik richtig interpretiere? Ein durchschnittlicher westlicher Phallus ist doch etwas größer, als das, was hier in der Patentschrift(?) dargestellt ist!?

    Für den Fellierten fühlt es sich wahrscheinlich ganz gut an, für den anderen Teil mit der Prothese bleibt ein Fremdkörpergefühl, der Geschmackssinn leidet und auch die Sprache wird dadurch undeutlich.

    Abgesehen von den sicher nicht unerheblichen Herstellungskosten wohl eher ein Lustkiller, wenn das Gegenüber nuschelt: "isch blasch dir jetscht einen, gansch schpetschjell"...
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#3 NeneAnonym
  • 15.11.2016, 17:10h

  • Das Ding sieht völlig unerotisch aus. Wenn sich das mein Gegenüber in den Mund steckt müsste ich mehr lachen als alles andere.
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