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- 03. Mai 2005 3 Min.
Mögen Schwule Country? Ein neues Buch stellt Stars wie Tim McGraw oder Kenny Chesney vor. Diese sehen nicht nur heiß aus! Im unteren Teil gibt es eine große Bilder-Galerie.
Von Jan Gebauer
Schwule und Country-Music – ein nicht immer einfaches Kapitel, wenn es um den Musik-Geschmack innerhalb der Community geht. Dolly Parton gilt gemeinhin als Schwulen-Ikone und Travestie-Star Ursula West alias Ursli Pfister hat mit seinem speziellen Programm die Musik dem Publikum näher gebracht (darin u. a. Songs von Loretta Lynn und Dolly). Auch der homosexuelle amerikanische Sänger Mark Weigle ist schon erfolgreich in Deutschland aufgetreten und in seiner Heimat hat sich die LGCMA (Lesbian and Gay Country Music Association) zusammengeschlossen. Die Organisation, in Seattle ansässig, kümmert sich um die Interessen lesbisch-schwuler Country-Liebhaber. Wenn man sich in der deutschen Szene umhört, haben sich mittlerweile etliche Leute, und darunter nicht nur Bären oder Typen jenseits der 40, mit dem Sound aus dem ländlichen Amerika angefreundet. Allen Musik-Freunden, die über den berühmten Tellerrand hinaus schauen können, sei nun "das Große Buch der Country Music" empfohlen. Dieses Werk wird bereits seit 1988 verlegt und huldigt in seiner überarbeiteten Fassung (Stand Ende 2004) allen großen Stars der Musik-Richtung, darunter auch jede Menge "heiße Cowboys", die wenig mit dem rustikalen Äußeren eines Johnny Cash ("Ring Of Fire") oder Kenny Rogers ("We've Got Tonight") zu tun haben.
Tim McGraw, Kenny Chesney, Keith Urban, Joe Nichols oder auch Steve Azar sehen nicht nur gut aus, sondern singen auch genial. Und überaus erfolgreich sind die Kerle nicht nur in den USA. Tim McGraw hatte unlängst auch in Deutschland einen Top-Ten-Hit zusammen mit Hip-Hop-Schmolllippe Nelly ("Over And Over") und Keith Urban wird derzeit ebenfalls von seiner Plattenfirma EMI in Deutschland intensiv vermarktet. Ihre weibliche Konkurrenz ist natürlich ebenfalls im Buch vertreten: Shania Twain, Faith Hill und LeAnn Rimes haben mit ihren Platten zwar einen sehr poppigen Country-Sound nach Europa gebracht (die letzten ihrer Platten waren im Prinzip frei von traditionellen Klängen), dennoch haben sie auf ihre Art und Weise etwas für die Akzeptanz dieser Musik getan. Ein ausführlicher Interpretenteil macht nicht nur mit den jungen Stars vertraut, sondern präsentiert auch Legenden wie Tammy Wynette ("Stand By Your Man"), Lynn Anderson ("Rose Garden"), Loretta Lynn ("Coal Miner's Daughter") und Anne Murray ("You Needed Me"). Ob in Vergessenheit geratene Künstler (Barbara Mandrell, Mickey Gilley, Janie Fricke), bereits verstorbene Topstars (Dottie West, Waylon Jennings) oder talentierte Geheimtipps (Michelle Wright, Lari White) – alle werden adäquat vorgestellt. Witzig auch die Erwähnung von Popstars wie den Bee Gees, Cher und The Carpenters, die sich ebenfalls mit dem ein oder anderen Lied in die Country-Charts verirrten.
Darüber hinaus geht Autor Walter Fuchs ausführlich auf die Geschichte der traditionsreichen Musik ein. Von den Anfängen der legendären Carter Family bis hin zum neuen Jahrtausend ist alles vertreten. Mit vielen Fotos und persönlichen Eindrücken des Autors wird eine Musik vorgestellt, die weitaus mehr zu bieten hat, als klischeehafte Lagerfeuer-Romantik und konservativen Cowboy-Kitsch. Leider findet kaum ein offen homosexueller Musiker Erwähnung, sieht man mal von der Kanadierin k. d. Lang ab, die allerdings der Country-Hitküche in Nashville den Rücken zugewendet hat. Ansonsten dürfte das üppige Buch im schönen Einband zumindest für den deutschsprachigen Markt seinen Ruf als "Country-Bibel" behaupten.
Im unteren findet Ihr eine Galerie mit den acht heißesten männlichen Country-Stars der US-Szene.
3. Mai 2005
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alles schlampen ausser johnny cash und willy nelson.