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In Deutschland noch unsichtbar: Das queere Update von Tinder ist bislang nur in den USA, Großbritannien und Kanada erhältlich (Bild: Denis Bocquet / flickr)

  • 25. November 2016, 07:16h 20 2 Min.

Die weltweit größte Dating-App setzt auf mehr Vielfalt – User in Deutschland müssen auf das Update allerdings noch warten.

Die kommerzielle Dating-App Tinder möchte künftig gezielt Menschen ansprechen, die sich nicht eindeutig als "männlich" oder "weiblich" einordnen können oder wollen: Für die Nutzer in den USA, Kanada und Großbritannien wurden im Rahmen der Transgender Awareness Week 35 neue Geschlechteroptionen eingeführt.

Bislang mussten sich alle Tinder-User beI der Anmeldung zwischen "männlich" und "weiblich" entscheiden – was zur Folge hatte, dass manche Transgender-Profile von anderen Usern als "Fake" gemeldet und dann automatisch gesperrt wurden.

Zur Auswahl stehen in den drei englischsprachigen Ländern nun unter anderem auch "androgyne", "bigender", "pangender", "transgender", "transsexual" oder "two-spirit", auch "neither" oder "other" kann man auswählen. Mehrere LGBTI-Organisationen hatten sich für diese Änderung stark gemacht.

Tinder will vor einer Ausweitung die Erfahrungen auswerten

"Wir wissen, dass wir in der Vergangenheit nicht perfekt waren", heißt es in einem Blog-Eintrag des Unternehmens zu dem Update. "Wir hatten in der Vergangenheit nicht die richtigen Werkzeuge, um unserer vielfältigen Community gerecht zu werden, aber das ändert sich heute."

Ob und wann die neuen Geschlechteroptionen auch in Deutschland zur Verfügung stehen werden, ist bislang unklar. Man wolle erst die Erfahrungen in den drei Testländern auswerten, teilte ein Unternehmenssprecher mit. Bei Facebook gibt es bereits seit 2014 auch hierzulande 60 verschiedene Gender zur Auswahl (queer.de berichtete).

Tinder gilt als weltweit erfolgreichste Dating-App mit nach eigenen Angaben 50 Millionen Nutzern. Obwohl sie als "Grindr für Heteros" gilt, ist auch die Suche nach gleichgeschlechtlichen Kontakten möglich. Markenzeichen von Tinder ist das Wegwischen zufällig angezeigter User-Profilfotos nach links (nicht attraktiv) oder nach rechts (attraktiv) – bei einem Match kann man miteinander chatten. Minütlich sollen auf der App knapp eine Million Bilder "geswipet" werden. (cw)

Direktlink | Tinder-Video zum neuen Gender-Update
Datenschutz-Einstellungen | Info / Hilfe

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-w-

#1 Freeyourgender
  • 25.11.2016, 09:00hBamberg
  • Sehr gut, das sollte keine Kür werden,
    sondern zur Pflicht für jedes
    Datingportal.

    LGBBTIAPIQ
    wie lange muss diese Kürzelschlange noch werden,
    bis auch die letzten begreifen
    das Hetero in Verbindung mit dem binären dualgeschlechtlichen Weltbild die Konstruktion ist, und das "lange Kürzel", die Varianz, die Natur
    widerspegelt, und somit natürlich und gleichzeitig
    human ist.
  • Direktlink »
#2 AnonühmAnonym
  • 25.11.2016, 09:18h

  • Pangender? Was soll das sein?
    Vielleicht sollte man statt Cechboxen einfach eine Leiste anzeigen, in der jeder User sich selbst zwischen den beiden Polen männlich und weiblich zuordnen kann.
  • Direktlink »
#3 rainbow_unicornAnonym