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Mit dieser Grafik informierte Bürgermeister Toroczkai László auf seiner Facebook-Seite über einen Beschluss der Stadtrats
- 26. November 2016, 14:39h 2 Min.
Der rechtsextreme Bürgermeister von Ásotthalom will seine Bürger vor dem "extremen Liberalismus" des Westens schützen.
Sogar ein Schild hat Ásotthaloms Bürgermeister László Toroczkai schon entworfen: Unter der Überschrift "Ásotthalom verteidigt seine Traditionen" sieht man eine rot durchgestrichene Moschee, eine rot durchgestrichene Burka und rot durchgestrichene Schwulen- und Lesbenzeichen.
Der rechtsextreme Politiker aus Südungarn postete die Grafik am Mittwoch auf seiner Facebook-Seite, um über einen Beschluss des Stadtrats vom selben Tag zu informieren. Auf seine Anregung hin sind in der 4.000-Einwohner-Gemeinde Ásotthalom, die an der Grenze zu Serbien liegt, ab sofort der Bau von Moscheen, eine Vollverschleierung und "jegliche Art von Propaganda-Aktivitäten, die der Ehe aus Mann und Frau widersprechen", verboten.
Ausdrücklich verboten seien Homosexuellen unter anderem Demonstrationen, Aufführungen und Poster. Im Stadtrat habe es laut László nur zwei Enthaltungen gegeben, keine einzige Nein-Stimme.
"Präventives Aktionspaket zur Verteidigung unserer Heimat"
Er wolle seine Stadt vor dem "extremen Liberalismus" des Westens und vor "subversiven Plänen" schützen, schrieb der Bürgermeister zu dem Beschluss auf seiner Facebook-Seite. Zudem forderte er alle anderen ungarischen Städte dazu auf, sein "präventives Aktionspaket zur Verteidigung unserer Heimat" zu übernehmen.
Toroczkai László, der vor drei Jahren als Kandidat der rechtsextremen Jobbik-Partei in einer Stichwahl mit 71,5 Prozent der Stimmen zum Bürgermeister von Ásotthalom gewählt wurde, ist in Ungarn kein Unbekannter. 2001 gründete er die ultranationalistische Jugendorganisation "64 Gespanschaften", die sich mit allen Mitteln für die Wiederherstellung der ungarischen Grenzen von vor dem ersten Weltkrieg einsetzt – bis 2013 war er ihr Vorsitzender. Wegen seiner Hetze erhielt László in Serbien, Rumänien und der Slowakei vorübergehende Einreiseverbote. (cw)















Es ist Bestandteil einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft, dass man seinem Gegenüber ins Gesicht sehen kann, dass man weiß mit wem man es zu tun hat und dass man bei Kommunikation auch die Mimik sieht.
Und in vielen Bereichen (Schule, Universität, Polizeikontrolle, Gericht, Passbild, etc.) ist es unerlässlich, dass man sieht, mit wem man es zu tun hat und eine eindeutige Identifikation möglich ist.
Außerdem haben mir mehrere Muslime bestätigt, dass Burka, Nikab, etc. nichts mit ihrer Religion zu tun haben, sondern nur der Unterdrückung der Frau dienen.
Aber was natürlich gar nicht geht, ist ein Verbot von Moscheen. Solange auch Kirchen erlaubt sind, müssen auch Moscheen erlaubt sein.
Und zur angeblichen "Homo-Propaganda" brauche ich wohl gar nichts mehr sagen...