Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=27661
Home > Kommentare

Kommentare zu:
"Alle Schulen und Jugendeinrichtungen müssen Orte ohne Homophobie werden"


#2 SebiAnonym
  • 27.11.2016, 17:52h
  • "In elf Landesregierungen zeigen wir, dass Grüne Fortschritte für LGBTI durchsetzen."

    Z.B. in Hessen, wo die Grünen vor der Union kuschen und dafür sorgen, dass in den Rundfunkrat zwar mehrere Religionsvertreter und mehrere Parteienvertreter kommen, aber kein einziger LGBT-Vertreter...

    Oder in Baden-Württemberg wo der ursprünglich geplante Bildungsplan so weit verwässert wurde, dass LGBT-Aufklärung weiterhin im Ermessen der Schule bzw. des Lehrers liegt... Obwohl nach wie vor homo- und transphobes Mobbing Alltag an Schulen ist...

    ---------------------------------------------------

    "Regenbogen-Familien brauchen endlich gleiche Rechte, alles andere widerspricht dem Kindeswohl."

    Und wieso sagen dann alle vier Spitzenkandidaten der Grünen, dass man zwar für Eheöffnung und Volladoption sei, das aber nicht zur unumgänglichen Bedingung für eine Koalition machen will. Oder wie Cem Özdemir sagte: "Es darf keine rote Linien geben."

    Bei Grundrechten darf es keine Kompromisse geben. Solange die Grünen nicht klipp und klar sagen: "Ohne volle Gleichstellung werden wir keinen Koalitionsvertrag unterschreiben." sind sie für mich unglaubwürdig.

    Denn bei der SPD hat man ja gesehen, dass es nicht genügt, dass eine Partei prinzipiell für etwas ist, wenn sie nicht auch darauf besteht und dass zur Bedingung für eine Koalition macht.

    -----------------------------------------------

    "und der SPD sind die LGBTI-Themen nicht wichtig genug, um wirkungsvollen Druck auf den Koalitionspartner auszuüben."

    Richtig. Aber den Grünen offenbar auch nicht (s.o.). Die einzige Partei, die eine Regierungsbeteiligung von voller Gleichstellung abhängig macht, ist die Linkspartei.

    --------------------------------------------------

    "In den Maghreb-Ländern sind LGBTI schwerwiegender Diskriminierung und Gewalt ausgesetzt. Für Minderheiten sind sie keine sicheren Herkunftsstaaten. Als Grüne haben wir das sowohl im Bund als auch in den Ländern immer wieder kritisiert und konkrete Hilfen eingefordert."

    Das sollte man vielleicht auch mal Winfried Kretschmann und Boris Palmer erzählen...

    -----------------------------------------------

    "Alle Schulen und Jugendeinrichtungen müssen Orte ohne Homophobie werden."

    Das wird aber nicht gelingen, wenn (wie in Baden-Württemberg) Bildungspläne auf Druck einer schrillen, aber lautstarken Minderheit bis zur Unkenntlichkeit verwässert werden.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Keine ParolenAnonym
  • 27.11.2016, 18:14h
  • >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
    "Wir schaffen das" war ein optimistischer Appell und moralischer Anspruch, den ich teile. Pessimismus und Lamentieren helfen Geflüchteten nicht
    <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Nur ständig Durchhalte-Parolen a la "Wir schaffen das" zu wiederholen, ohne dass man die Voraussetzungen dafür schafft, hilft aber auch niemandem.

    Und das gilt ausdrücklich für beide Seiten:

    Es muss sichergestellt werden, dass Migranten hier eine Chance bekommen und auch menschenwürdig leben können. Und dass ihnen die Möglichkeit zur Integration geboten wird und nicht ständig als Menschen 2. Klasse gelten.

    Aber umgekehrt müssen auch bestimmte Gegenleistungen erwartet werden können. Z.B. Akzeptanz von LGBT, Akzeptanz von Juden, Akzeptanz der Gleichheit von Mann und Frau, etc. Und wenn diese von manchen Personen nicht erfüllt werden, muss man genauso sagen, dass diese Personen dann eben hierzulande nicht leben können und sie ausweisen. Gerade auch zum Schutz der friedlichen Mehrheit der Migranten.

    Macht man das nicht, macht man damit letztendlich nur Populisten stark. Und ohne konkrete Bemühungen hilft auch kein "Wir schaffen das", wenn die Menschen erleben, dass wir es dann nicht schaffen.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 markusbln11Anonym
  • 27.11.2016, 20:01h

  • Vielen Dank für das spannende interview. Wir drücken die daumen für eine erfolgreiche kandidatur.

    Eins ist auch klar. Mit der abgenudelten koalition aus schwarz und rot wird es keine wirklichen fortschritte mehr geben. Es braucht frischen wind.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 JustusAnonym
  • 27.11.2016, 21:10h
  • Antwort auf #2 von Sebi
  • Ja, da hast Du leider recht:

    Kai Gehring tut so, als seien die Grünen voll auf unserer Seite.

    Aber wieso will sich dann keiner der 4 Spitzenkandidaten festlegen, dass es ohne Gleichstellung keine Koalition geben wird?

    Stattdessen nur schwammige Aussagen, dass man zwar eigentlich dafür sei, aber in einer Demokratie auch kompromissbereit sein müsse und es "keine roten Linien" geben dürfe.

    Also genau wie die SPD:
    wenn es dem Koalitionspartner passt, wird man auch dafür stimmen. Wenn es nötig ist, verkauft man aber unsere Grundrechte genauso wie SPD und FDP auch.

    Und auch was die Grünen in Baden-Württemberg und Hessen anstellen, haben wir nicht vergessen...

    Ich bin es leid, mich ständig vertrösten zu lassen und mit schwammigen Ausreden abspeisen zu lassen. Wir haben LANGE GENUG gewartet. Ich werde ab sofort NUR NOCH und auf allen Ebenen (Kommunal, Landtag, Bundestag, EU) Parteien wählen, die bei unseren Grundrechten keine Kompromisse eingehen. Es geht um unsere Rechte, die uns ZUSTEHEN und die man uns illegalerweise vorenthält.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #2 springen »
#7 Schön blödAnonym
  • 27.11.2016, 21:20h
  • Wenn Kai Gehring jetzt schon die Kanzlerin so sehr für ihr "Wir schaffen das" lobt, weiß man, worauf die Grünen hinarbeiten:

    Schwarz-Grün.

    Und dass dafür auch Homorechte aufgegeben werden, sieht man nicht nur in mehreren Bundesländern, sondern das haben auch alle Spitzenkandidaten der Grünen deutlich gesagt.

    Nein, Herr Gehring, so blöd sind wir nicht.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 Patroklos
#9 PeerAnonym
  • 28.11.2016, 09:30h
  • Von schönen Worten haben wir genug.

    Jetzt zählen nur noch Taten.

    Und da haben die Grünen in letzter Zeit mehrfach gezeigt, dass sie nicht so 100% an unserer Seite stehen, wie sie in Reden gerne glauben machen. Z.B. in Baden-Württemberg und in Hessen.

    Und auch die ausweichenden Antworten des grünen Führungs-Quartetts sprechen Bände. Da will man sich auch für Schwarz-Grün offen halten, da es für Rot-Grün wohl nicht reichen wird. Und ist dann auch bereit, über unsere Grundrechte zu verhandeln.

    Die Zeit des Redens und Vertröstens ist vorbei. Jetzt zählen nur noch Ergebnisse!
  • Antworten » | Direktlink »
#10 XDASAnonym
  • 28.11.2016, 10:14h
  • "Alle Schulen und Jugendeinrichtungen müssen Orte ohne Homophobie werden"

    Das sollte er vielleicht auch mal seinem Parteifreund Winfried Kretschmann erzählen, der ja den Bildungsplan so sehr verwässert hat, dass das für Schulen in Baden-Württemberg definitiv nicht gilt.
  • Antworten » | Direktlink »
#11 Carsten ACAnonym
  • 28.11.2016, 10:39h
  • Herr Gehring,

    wir schreiben das Jahr 2016. Da genügt es nicht mehr, nur zu beteuern, was die eigene Partei so alles will. Sondern da zählt, was die Partei von ihren Versprechen in der Praxis umsetzt.

    Und die Grünen haben in mehreren (!) Bundesländern bewiesen, dass sie (genau wie die SPD) bei GLBT-Themen kompromissbereit sind.

    Und auch ihre Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl haben verteidigt, dass man in einer Demokratie stets kompromissbereit sein muss.

    Das mag bei Fragen gelten, wie z.B. wie hoch ein Steuersatz sein sollte, etc. Aber doch wohl nicht bei Menschenrechten. Da kann und darf es keine Kompromisse geben.

    Oder würden die Grünen auch Kompromisse bei den Grundrechten von Muslimen, Schwarzen, Frauen, etc. eingehen?

    Schöne Sonntagsreden zählen GAR NICHTS, wenn man nicht auch danach handelt. Denn wir leben nun mal nicht in Wahlkampfreden, sondern in der Realität.

    Wir wurden lange genug von der SPD verarscht. Wir brauchen nicht dasselbe in Grün... Und danach sieht es nach der Erfahrung in mehreren (!) Bundesländern und den Aussagen der grünen Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl, derzeit leider aus.

    Und das muss ich als langjähriger Grünen-Wähler leider zugeben. Ob ich Mensch 2. Klasse bin oder nicht, ist für mich so essentiell, dass ich die Grünen nicht mehr wählen kann, solange man nicht unsere Grundrechte zur Bedingung für Koalitionen macht und notfalls auch über eine Koalition stellt also eher auf eine Koalition verzichtet, ehe man bei Menschenrechten Kompromisse eingeht.
  • Antworten » | Direktlink »
#12 DerFrustAnonym
  • 28.11.2016, 12:40h

  • KEINER Partei sind wir wichtig genug um ein Mitregieren abzulehnen, wenn andrere für die Mehrheit der Parteimitglieder wichtigere (bei der SPD war es der Mindestlohn ) Themen und lukrative Pöstchen erreicht werden können.
  • Antworten » | Direktlink »
#13 weihnachtsmärkteAnonym
#14 Patroklos

» zurück zum Artikel