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Volker Beck setzt sich seit Jahrzehnten innerhalb des LSVD und der Grünen für LGBTI-Rechte ein (Bild: flickr / Heinrich-Böll-Stiftung / by 2.0)

Im kommenden Jahr wird der grüne Vorreiter für LGBTI-Rechte mit dem Rosa-Courage-Preis ausgezeichnet, der zum inzwischen 26. Mal vergeben wird.

Die Osnabrücker LGBTI-Kulturtage "Gay in May" haben am Donnerstag bekannt gegeben, dass im kommenden Jahr der grüne Bundestagsabgeordnete Volker Beck den Rosa-Courage-Preis erhalten wird. Mit der Auszeichnung, die seit 1992 verliehen wird, werden Personen gewürdigt, die auf engagierte und mutige Weise für die Rechte von LGBTI eingetreten sind.

"Sein Einsatz für Minderheiten begann früh", lobten die Veranstalter den 55-Jährigen. "So bekämpfte er 1986, auf dem Höhepunkt der Aids-Hysterie, die restriktive Politik von Peter Gauweiler, der unter anderem Zwangsuntersuchungen für Nicht-Europäer und 'Risikogruppen' wie Homosexuellen verlangte." Beck habe sich über Jahrzehnte hinweg für die Öffnung der Ehe, die Streichung des Paragrafen 175 und die Entschädigung der Opfer sowie die Abschaffung der "Rosa Listen" eingesetzt, als prominenter Vertreter des Lesben- und Schwulenverbands und der Grünen und als Bundestagsabgeordneter. Auch außerhalb Deutschlands habe Beck dabei stets für die Gleichstellung von Homosexuellen geworben, etwa in Russland, Polen oder in der Türkei.

Beck ist seit 1994 als Abgeordneter der Grünen im Bundestag vertreten. Im Parlament kämpfte er stets für die Rechte von sexuellen Minderheiten und erhielt nach der Einführung des Lebenspartnerschaftsgesetzes auch den Spitznamen "Vater der Homo-Ehe". Von 2002 bis 2013 war er Erster Parlamentarischer Geschäftsführer seiner Bundestagsfraktion und seit 2014 ist er Vorsitzender der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestages.

Die feierliche Übergabe des Preises wird am 22. Mai 2017 um 18 Uhr im Friedenssaal des Historischen Rathauses von Osnabrück stattfinden. In den letzten Jahren wurden unter anderem Klaus Wowereit, Manfred Bruns und Brigitte Zypries mit dem Rosa-Courage-Preis geehrt. (dk)

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#1 Pascal GoskerAnonym
  • 01.12.2016, 16:20h
  • Wer aus religiösem Wahn motivierte Zwangsbeschneidungen an Kindern ohne mezinischen Grund und Tierquälerei (Schächten) befürwortet, hat für mich keinen Preis verdient.

    Wer Religion und andere okkulte Bräuche über andere Rechte stellt, hat Demokratie und Menschenrechte nicht verstanden.
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#2 PatroklosEhemaliges Profil
  • 01.12.2016, 17:03h
  • Gut, daß es den Rosa-Courage-Preis gibt, jedoch in diesem Jahr wurde die falsche Person ausgewähl und gebe meinem Vorposter auch uneingeschränkt Recht!
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#3 Paulus45Anonym
  • 01.12.2016, 17:55h
  • Volker Beck hat den Preis verdient und herzlichen Glückwunsch. Seine vergangenen Leistungen in den 1990er und 2000er weiß ich sehr zu würdigen.

    Aber mit seinem Drogenskandal und mit einigen Positionierungen in dieser (!) Legislaturperiode bin ich nicht mehr einverstanden. Er ist mir mittlerweile zu weit nach links weggerutscht.

    Im übrigen gibt es eine ganze Reihe an anderen offen homosexuellen grünen Politikern wie Ulle Schauws, Kai Gehring, Gerhard Schick oder Sven Lehmann, die alle unbelastet von Skandalen sind, und die gehören endlich in die erste Reihe bei den Grünen.
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