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Kommentare zu:
Volker Beck erhält Rosa-Courage-Preis 2017


#1 Pascal GoskerAnonym
  • 01.12.2016, 16:20h
  • Wer aus religiösem Wahn motivierte Zwangsbeschneidungen an Kindern ohne mezinischen Grund und Tierquälerei (Schächten) befürwortet, hat für mich keinen Preis verdient.

    Wer Religion und andere okkulte Bräuche über andere Rechte stellt, hat Demokratie und Menschenrechte nicht verstanden.
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#2 Patroklos
  • 01.12.2016, 17:03h
  • Gut, daß es den Rosa-Courage-Preis gibt, jedoch in diesem Jahr wurde die falsche Person ausgewähl und gebe meinem Vorposter auch uneingeschränkt Recht!
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#3 Paulus45Anonym
  • 01.12.2016, 17:55h
  • Volker Beck hat den Preis verdient und herzlichen Glückwunsch. Seine vergangenen Leistungen in den 1990er und 2000er weiß ich sehr zu würdigen.

    Aber mit seinem Drogenskandal und mit einigen Positionierungen in dieser (!) Legislaturperiode bin ich nicht mehr einverstanden. Er ist mir mittlerweile zu weit nach links weggerutscht.

    Im übrigen gibt es eine ganze Reihe an anderen offen homosexuellen grünen Politikern wie Ulle Schauws, Kai Gehring, Gerhard Schick oder Sven Lehmann, die alle unbelastet von Skandalen sind, und die gehören endlich in die erste Reihe bei den Grünen.
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#4 RobinAnonym
  • 01.12.2016, 18:27h
  • Antwort auf #3 von Paulus45
  • Das sehe ich ähnlich (außer mit dem "zu links"):

    Volker Beck hat sicher in der Vergangenheit viel geleistet. Aber er hat halt leider auch in den letzten Jahren viele unsägliche Positionen vertreten.

    Und damit meine ich nicht seinen Drogen-Skandal, sondern vor allem die bereits genannten Positionen zu Genitalverstümmelungen und zu Tierquälerei.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #3 springen »
#5 MarcAnonym
  • 01.12.2016, 20:38h

  • Ich finde, Beck hat den Preis mehr als jeder andere verdient. Herzlichen Glückwunsch!
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#6 goddamn liberalAnonym
  • 02.12.2016, 07:42h
  • Antwort auf #1 von Pascal Gosker
  • Die historische Faktenlage sollte nicht allein der Homophobie in Deutschland enge Grenzen setzen.

    Übers Schächten und Beschneiden hat sich nämlich auch die judenfeindliche Nazi-Propaganda schon mächtig empört.

    Religionsfreiheit gehört zur sozialen Realität in diesem Land, obwohl weniger Religion sicher mehr Humanität bedeutet.

    Demokratie geht bei jedem bis zur Schmerzgrenze. Das hat viel mit Vernunft und wenig mit Wahn zu tun.

    Ich kann bei Volker Beck neidfrei seine Verdienste anerkennen, ohne seine Person zu verherrlichen.

    Das ewige Gekrittel finde ich unsolidarisch. Manchmal hat es auch was mit schwulem Selbsthass zu tun.
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#7 sanscapote
  • 02.12.2016, 09:10h
  • Wenn es um Volker Beck geht, sind diejenigen Schwule, die Kritik an seiner Person ueben, seltsamerweise in der Mehrheit.
    Aus dem Ausland erscheint mit vieles klarer, als es anscheinend aus dem Inland (Deutschland) moeglich ist. Alle, die Volker Beck kritisieren, sollen erst einmal in seinen Mokkasins gehen, mindestens ein Jahr lang. Diese indianische Empfehlung hat sehr wohl eine hohe Bedeutung.
    Wer's noch nich gehoert hat, moege sich die Worte von Guenter Walraff anhoeren:
    www.facebook.com/beckstage/posts/10154757015137311?notif_t=n
    otify_me&notif_id=1480663993625918


    Wer unter den deutschen Politikern hat so fuer uns Schwule den Kopf in totalitaeren Staaten hingehalten wie Volker Beck? Beispiele sind willkommen!
  • Antworten » | Direktlink »
#8 SebiAnonym
  • 02.12.2016, 10:26h
  • Antwort auf #6 von goddamn liberal
  • >>>>>>>>>>>>>>>
    Übers Schächten und Beschneiden hat sich nämlich auch die judenfeindliche Nazi-Propaganda schon mächtig empört.
    <<<<<<<<<<<<<<<

    Und darf man sich jetzt nicht mehr über etwas ärgern, worüber sich auch Nazis aufregen?

    Darf man dann auch kein Vegetarier mehr sein, weil Hitler zufällig auch Vegetarier war?

    Und wenn Nazis bemängeln, dass Menschen zu Tafeln müssen, um nicht zu hungern, darf man das dann nicht auch kritisieren?

    Denen geht es natürlich nicht um die Menschen, sondern die wollen das für ihre Zwecke ausschlachten. Das heißt aber doch nicht, dass alles, was Nazis vielleicht auch mal ansprechen, von anderen nicht auch kritisiert werden darf, wenn es Grund zur Kritik gibt.

    In so einem Fall mit der Nazi-Keule rauszukommen, ist etwas, was echt nur in Deutschland passiert. Wenn man keine Argumente für Genitalverstümmelungen und Qualschlachtungen hat, macht man den anderen halt mit dem Nazi-Argument mundtot.

    >>>>>>>>>>>>>>>
    Religionsfreiheit gehört zur sozialen Realität in diesem Land
    <<<<<<<<<<<<<<<

    Ja, glücklicherweise.

    Aber das heißt nicht, dass Religion über anderen Rechten steht. Wie jedes Freiheitsrecht findet auch die Religionsfreiheit ihre Grenzen dort, wo andere Rechte tangiert werden - z.B. das Recht auf körperliche Unversehrtheit, was sogar mehr als alle anderen Rechte wert sein sollte.

    >>>>>>>>>>>>>>>
    Ich kann bei Volker Beck neidfrei seine Verdienste anerkennen, ohne seine Person zu verherrlichen.
    <<<<<<<<<<<<<<<

    Die Kritiker haben ja auch geschrieben, dass sie das, was er positives geleistet hat, anerkennen. Aber wir sind halt neutral genug, um eben auch das negative zu benennen.

    >>>>>>>>>>>>>>>>>
    Das ewige Gekrittel finde ich unsolidarisch.
    <<<<<<<<<<<<<<<<<

    Du hast ja ein merkwürdiges Verständnis von Kritik. Hier wurde sachliche Kritik geäußert und auch begründet, warum man das kritisiert. Was hat das mit "Gekrittel" zu tun? Und was soll an sachlicher Kritik "unsolidarisch" sein? Muss man, nur weil jemand schwul ist, alles was der sagt und tut toll finden?

    Wenn jemand Religionsfreiheit über andere Rechte stellt, ist das für Dich okay, aber wenn man dann seine Meinungs- und Redefreiheit nutzt, um genau das zu kritisieren, ist das für Dich "Gekrittel" und "unsolidarisch".
  • Antworten » | Direktlink » | zu #6 springen »
#9 sebastianoAnonym
#10 JustusAnonym
  • 02.12.2016, 10:50h
  • Antwort auf #6 von goddamn liberal
  • www.youtube.com/watch?v=F4EH-4iI220

    In diesem Lied kritisiert Reinhard Mey neben katholischem Kindesmissbrauch auch Zwangsbeschneidungen, Schächten und generell jede Art von "Religion".

    Würdest Du ihm auch das schreiben, was Du hier auf Kommentare geantwortet hast?

    Wenn etwas kritiwürdig ist, dann soll man das auch kritisieren. Und nicht gucken, ob das vielleicht auch andere kritisieren, mit denen man rein gar nichts zu tun haben will. Und erst recht nicht davon sich selbst irgendwelche Selbstzensur auferlegen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #6 springen »
#11 Andreas VAnonym
  • 02.12.2016, 11:55h
  • Ich weiß nicht, ob es eine typische deutsche Angewohnheit ist, aber hier kann man wieder beobachten, wie eine Gruppe von Leuten über jemanden aus ihrer eigenen Reihe herfällt, der unglaublich viel für eben diese Gruppe getan hat. Was soll's, dass Beck Drogen gekauft hat oder in Sachen Beschneidung eine andere Meinung vertritt als manche Leute es gerne hätten? Hat das jemandem hier in der virtuellen Runde geschadet? Er ist eben ein Mensch mit Fehlern und eigener Meinung.

    Aber er hat mit unglaublichem Engagement über Jahre hinweg mehr für Homorechte getan als so gut wie alle andere PolitikerInnen. Und ich behaupte mal, auch mehr als alle KommentarkritikerInnen hier.

    "Die Grünen sollten sich freuen, dass sie noch solche Politiker haben.", schreibt Jakob Augstein über Volker Beck.

    www.spiegel.de/politik/deutschland/der-politiker-als-ueberme
    nsch-kolumne-von-jakob-augstein-a-1123937.html


    Recht hat er!
  • Antworten » | Direktlink »
#12 RerunProfil
  • 02.12.2016, 12:31hBad Salzuflen
  • Antwort auf #11 von Andreas V
  • Ich weiß nicht, ob das ein typsisch deutsches Verhalten ist, aber eines ist doch klar: Die Enttäuschung über jemanden, den man zu den "Guten" zählte und der "aus den eigenen Reihen" kommt, kann natürlich ungleich größer sein, als über jemanden, von dem man sowieso nichts erwartet hat. Verrat wird stets anders bewertet als Gegnerschaft. Da geht es Angela Merkel aber vermutlich auch nicht großartig anders.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #11 springen »
#13 TheDadProfil
  • 02.12.2016, 13:51hHannover
  • Antwort auf #8 von Sebi
  • ""Darf man dann""..

    Doch, darf man alles..
    Man darf essen was man will, und man darf kritisieren was man will..

    Man muß aber die Kritik am "Beschneidungsgesetz" und am Schächten nicht allein auf die Person Volker Beck fokussieren, um damit dann gleichzeitig seine Würdigung für die Gleichstellung zu beschädigen..

    Denn vor dem Urteil von Köln war Beschneidung in der Community eine eher marginale Debatte, und das Schächten interessierte überhaupt niemanden..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #8 springen »
#14 Andreas VAnonym
  • 02.12.2016, 14:15h
  • Antwort auf #12 von Rerun
  • Aber wo hat Beck denn die LGBTI-Community verraten? Der Mann ist nach wie vor Kämpfer gegen Diskriminierung und Homophobie.

    Muss denn jemand, der soviel für die gute Sache geleistet hat und das noch tut, in allen Bereichen ein unfehlbarer Heiliger sein? Was ist das denn für eine weltfremde Auffassung von Politikern?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #12 springen »
#15 LorenProfil
  • 02.12.2016, 14:55hGreifswald
  • "Mit dieser Auszeichnung soll herausragendes Engagement für die Belange von Lesben und Schwulen gewürdigt werden."

    www.gayinmay.de/527.html

    Herrn Beck ist dieses Engagement wohl kaum abzusprechen. Insofern nachvollziehbar, dass er mit diesem Preis ausgezeichnet wird.
  • Antworten » | Direktlink »
#16 goddamn liberalAnonym
  • 02.12.2016, 15:23h
  • Antwort auf #8 von Sebi
  • "Und darf man sich jetzt nicht mehr über etwas ärgern, worüber sich auch Nazis aufregen?"

    Stell diese Frage nicht mir, sondern stell sie einfach einem religiösen Juden, aus dessen Stammbaum die Nazis dutzende Menschen vergast haben.

    Es ist Dein Problem, wenn Dir das einfache mitmenschliche Mitgefühl fehlt, zu dem Volker Beck und ich anscheinend dann doch fähig sind.

    Leider stehst Du mit dieser Eigenschaft nicht allein.

    Aber: Keiner kann sich aus der historischen Faktenlage davonstehlen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #8 springen »
#17 goddamn liberalAnonym
#18 goddamn liberalAnonym
#19 goddamn liberalAnonym
  • 02.12.2016, 15:32h
  • Antwort auf #11 von Andreas V
  • "Die Grünen sollten sich freuen, dass sie noch solche Politiker haben.", schreibt Jakob Augstein über Volker Beck.

    Link zu www.spiegel.de

    Recht hat er!"

    Ja, und Augstein lobt sogar Volker Becks kritische Solidarität mit Israel!

    Adventssentimentalität?

    Erkenntnisfortschritt?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #11 springen »
#20 goddamn liberalAnonym
  • 02.12.2016, 17:54h
  • Antwort auf #16 von goddamn liberal
  • Fein, dass man hier für den Kampf gegen Antisemitismus rote Punkte bekommt.

    Das deutsche Elend ist eben manchmal auch pink.

    Wenn man sich drin suhlt, darf man aber von anderen Faschismusopfern im Ernstfall keine Solidarität erwarten.

    Und die hat man manchmal auch von Leuten bitter nötig, deren Gebräuche man merkwürdig finden mag.

    Tja.

    Die Welt ist so, wie sie ist.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #16 springen »
#21 Patroklos
#22 TheDadProfil
  • 02.12.2016, 21:21hHannover
  • Antwort auf #21 von Patroklos
  • ""Guido Westerwelle, der erste und einzige schwule Bundesaußenminister!""..

    Zunächst hieße es dann "bislang einzige", und dann noch "Homosexuell", denn den begriff "schwul" hat Guido Westerwelle in Bezug auf sein Person niemals öffentlich verwendet..

    Und dennoch bleibt das ein Mythos, denn über die Sexuelle Identität von Vorgängern ist Dir und uns allen nur wenig bekannt..

    Ein anderer Homosexueller Außenminister war ein gewisser Herr Heinrich von Brentano..

    ""Brentano blieb zeitlebens unverheiratet. Darauf angesprochen, dass sein Minister homosexuell sei, soll Konrad Adenauer geantwortet haben:
    Dat ist mir ejal, solange er mich nit anpackt.[3] (Eine andere Variante des Ausspruchs lautet: Bei mir hat ers jedenfalls noch nicht probiert.)
    Bis zu ihrem Tod 1948 wohnte Brentano bei seiner Mutter, die er zum Schluss auch pflegte.[4]""..

    de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_von_Brentano
  • Antworten » | Direktlink » | zu #21 springen »
#23 Homonklin44Profil
  • 02.12.2016, 21:56hTauroa Point
  • Antwort auf #7 von sanscapote
  • ich bin nun kein Grünen- oder Beck-Fan, kann ihm diesen Preis aber gönnen, da hier seine Verdienste abgelöst von seinen Fehlern geehrt werden.

    So eine Verleihungs-Entscheidung zieht wahrscheinlich nicht das gesamte Leben oder die gesamte Person mit ein.

    Neben der Sache mit der religiös motivierten Körperverletzung über dem Recht auf Unversehrtheit wird hier das Schächten als Kritikpunkt erwähnt. Von den früheren Ideen zur Entkriminalisierung der Pädophilie hört man nicht mehr so gern. Aber ginge man nur danach, hätte man einen Eindruck, als ob Herr Beck Kinder nicht sonderlich mag. Und ausblutende Tiere.
    Andere aus dieser eigenartigen Ära haben auch Preise erhalten, siehe D.Cohn-Bendit/Theodor-Heuss-Preis.

    Wenn man das aber bei jeder Person, die einen Preis verliehen bekommt, so auseinander fieselt und in gute und schlechte Verdienste spaltet, dürfte gar kein Mensch einen Preis erhalten.

    Der eine war bei der SS, der nächste hat was grob Antisemitisches gesagt, noch einer hat Steuern hinterzogen und ein weiterer hat seine eheliche Pflicht mit Nachdruck ausgeübt, man würde gar nicht mehr fertig, Verfehlungen als Ausschlussgründe zu finden.

    Menschen sind nicht nur Licht oder Dunkel. Beides greift in einander, Persönlichkeit ist ein Sammelsurium aus Zwischen- und Übergangsstufen.
    Nicht mal der Papst ist unfehlbar. Der ist bloß gut eingebildet.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #7 springen »
#24 TheDadProfil
  • 02.12.2016, 23:59hHannover
  • Antwort auf #23 von Homonklin44
  • "Neben der Sache mit der religiös motivierten Körperverletzung über dem Recht auf Unversehrtheit wird hier das Schächten als Kritikpunkt erwähnt.""..

    Wer etwas gegen geschächtete Tiere einzuwenden hat, ein im Übrigem nicht sonderlich unfreundlichere Art des Tötens als die "klassische Kopfschlachterei" nach "deutscher Tradition", der kann seinen Unmut ja mal durch Boykott des Lieblings-Fast-Foods kund tun..

    Dazu bieten sich landauf, landab Tausende Döner-Buden an, in denen die so ach Bewegten gerne zum Halal greifen..

    Bigotterie ist auch so eine Tradition..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #23 springen »
#25 SebiAnonym
  • 03.12.2016, 10:30h
  • Antwort auf #11 von Andreas V
  • >>>>>>>>>>>>>>>>>>>
    Ich weiß nicht, ob es eine typische deutsche Angewohnheit ist, aber hier kann man wieder beobachten, wie eine Gruppe von Leuten über jemanden aus ihrer eigenen Reihe herfällt
    <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Ich weiß nicht, ob es eine typisch deutsche Angewohnheit ist, dass man jede Art von sachlich vorgebrachter und ausführlich begründeter Kritik gleich als Angriff und "Herfallen" bezeichnen muss.

    >>>>>>>>>>>>>>>>>>>
    Was soll's, dass Beck [...] in Sachen Beschneidung eine andere Meinung vertritt als manche Leute es gerne hätten?
    <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Was für eine arrogante Position.

    Dann kannst Du genauso bei JEDER anderen Position (von der Diskriminierung von LGBT bis hin zu Obergrenzen für Flüchtlinge) sagen "Was soll's wenn Person X eine andere Position hat, als manche gerne hätten."

    Das hat dann nichts mehr mit Streiten in der Sache zu tun, sondern ist eine Beliebigkeit, wo der Bürger nur noch tatenlos zusieht und sich widerspruchslos regieren lässt.

    >>>>>>>>>>>>>>
    Hat das jemandem hier in der virtuellen Runde geschadet?
    <<<<<<<<<<<<<<

    Deine Aussagen werden immer arroganter.

    1. Woher willst Du wissen, ob hier nicht auch jemand ohne medizinische Indikation als Kind aus religiösen Gründen zwangsbeschnitten wurde?

    2. Soll man jetzt nur noch Dinge kritisieren dürfen, die einen selbst betreffen? Und andere (sogar die, die nicht für sich selbst reden können) ihrem Schicksal überlassen?

    Das ist zutiefst menschenverachtend und der typisch neoliberale Ansatz, dass jeder nur auf seinen eigenen Vorteil guckt und sich nicht für andere zu interessieren hat. Genauso könnte man dann auch bei ertrinkenden Flüchtlingen im Mittelmeer tatenlos zugucken und sagen "Na und? Ist jemand von uns direkt betroffen?"

    Nein, so will und kann ich nicht denken.

    Wenn Du so drauf bist, bittesehr. Aber dann kritisiere nicht andere, die sich sehr wohl um das Schicksal anderer Menschen kümmern.

    >>>>>>>>>>>>>>>
    Er ist eben ein Mensch mit Fehlern und eigener Meinung.
    <<<<<<<<<<<<<<

    Und wir sind eben auch Menschen mit eigener Meinung, die diese eben auch vertreten und Becks Fehler kritisieren.

    Das ist alles.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #11 springen »
#26 SebiAnonym
  • 03.12.2016, 10:34h
  • Antwort auf #13 von TheDad
  • >>>>>>>>>>>>>>>>
    Man muß aber die Kritik am "Beschneidungsgesetz" und am Schächten nicht allein auf die Person Volker Beck fokussieren,
    <<<<<<<<<<<<<<<<

    Das macht auch niemand.

    Aber Volker Beck hat nun mal vehement dafür gekämpft und flammende Reden dafür gehalten.

    Das ist nun mal Teil seiner Politik gewesen.

    Nur weil andere auch dafür sind, braucht man bei Volker Beck ja nicht wegzusehen.

    >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
    um damit dann gleichzeitig seine Würdigung für die Gleichstellung zu beschädigen..
    <<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    1. Hier hat ja niemand seine Verdienst um LGBT-Rechte in Zweifel gezogen oder gar kleingeredet. Das ist ja wieder ein anderer Aspekt.

    2. Wenn seine Positionen zu Genitalverstümmelungen und Tierquälerei sein "Lebenswerk" beschädigen, ist das seine eigene Schuld. Er vertrat ja diese Positionen mit größter Vehemenz. Dann beschwere Dich nicht beim Überbringer der Botschaft, sondern beim Verursacher.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #13 springen »
#27 SebiAnonym
  • 03.12.2016, 10:35h
  • Antwort auf #14 von Andreas V
  • >>>>>>>>>>>>>>>>
    Muss denn jemand, der soviel für die gute Sache geleistet hat und das noch tut, in allen Bereichen ein unfehlbarer Heiliger sein?
    <<<<<<<<<<<<<<<

    Nein, er muss kein unfehlbarer Heiliger sein.

    Aber dann darf man doch wohl genauso auch seine Fehler kritisieren. Erst recht, wenn Menschen darunter leiden und Tiere beim Schlachten unnötige Qualen erleben.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #14 springen »
#28 SebiAnonym
  • 03.12.2016, 10:41h
  • Antwort auf #16 von goddamn liberal
  • Wie arrogant Du bist...

    Mein Freund ist aus religiösen Gründen beschnitten worden.

    Du brauchst mir keine Geschichtslektionen zu erteilen.

    Mein Freund hat zwar glücklicherweise keine Komplikationen bei der unnötigen Beschneidung gehabt, ärgert sich aber bis heute darüber. Und ich weiß genauso auch, dass es auch andere Fälle gibt, wo Männer Schmerzen bei der Erektion haben, weil sie von Nicht-Fachmännern falsch beschnitten wurden.

    Wenn Du Argumente hast, warum unnötige Beschneidungen bei Kindern toll sind (als Erwachsener soll ruhig jeder tun und lassen was er will, da kann man das abschätzen), dann bringe diese Argumente.

    Aber wenn Du keine Argumente dafür hast, kannst Du Dir auch die Nazi-Keule sparen um andere Meinungen mundtot zu machen, denn das zieht bei mir nicht. Niemand bestreitet die Gräueltaten der Nazis (und würdest Du meine Familie kennen, wüsstest Du, dass ich das am wenigsten tue). Aber das rechtfertigt nicht Genitalverstümmelungen an Kindern.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #16 springen »
#29 SebiAnonym
  • 03.12.2016, 10:47h
  • Antwort auf #24 von TheDad
  • >>>>>>>>>>>>>>>>>>>
    Wer etwas gegen geschächtete Tiere einzuwenden hat, ein im Übrigem nicht sonderlich unfreundlichere Art des Tötens
    <<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Dass jedes gegessene Tier auch getötet wurde, muss jedem Fleischesser klar sein. Es geht darum, ob der Schlachtvorgang so kurz wie möglich ist oder ob das Tier unnötig lange leidet.

    Natürlich spielen auch Haltung und Transport der Schlachttiere eine wichtige Rolle, weshalb viele nur Bio-Fleisch essen.

    Und ich selbst esse z.B. gar kein Fleisch, sondern bin seit meiner Jugend Vegetarier.

    Außerdem geht es ja nicht nur darum, sondern auch um die Genitalverstümmelungen.
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#30 Patroklos
#31 TheDadProfil
  • 03.12.2016, 16:24hHannover
  • Antwort auf #26 von Sebi
  • "">>>>>>>>>>>>>>>>
    Man muß aber die Kritik am "Beschneidungsgesetz" und am Schächten nicht allein auf die Person Volker Beck fokussieren,
    <<<<<<<<<<<<<<<<
    Das macht auch niemand.""..

    Äh ?
    Doch..
    Denn wenn das so wäre, dann wäre niemand auf diese Umstände in Bezug auf die Preisverleihung eingegangen, und hätte damit als "Argument" verkleidet die Preiswürdigkeit Volker Becks in Zweifel gezogen..
    Das ist nachlesbar anders..

    Jedes mal wenn über ihn irgendetwas geschrieben wird kommt als "Gegenargument" ein "aber als" in Bezug auf die immer noch nicht zu einem Abschluß gebrachte Beschneidungs-Debatte zum Tragen, die man im Übrigem gar nicht mit ihm führen muß, sondern mit den Vertretern der muslimischen und jüdischen Gemeinden, um seine Leistungen in Bezug auf die Gleichstellungspolitik abzuwerten, denn nur dazu nutzt überhaupt dieser Verweis..
    Analoges gilt für die Drogen-Affäire, die überhaupt nur eine ist, weil man Beck im Gegensatz zu vielen anderen Abgeordneten einmal erwischt hat..

    Würde man diesen Umständen die gleiche Wertigkeit zusprechen wie bei anderen Abgeordneten wie etwa Seehofer und Söder, die Umstände von Neben-Familien und außerehelichen Kindern..
    Niemand interessierte es sonderlich..

    Die Frage ist hier doch, was erwarte ich von einem anderem Menschen ?
    Das er sich irgendwie "besser" verhält als ich selbst, oder als der Durchschnitt der Bevölkerung ?

    Muß man dann nicht auch die Tatsache beleuchten :
    Er ist ein Grüner, aber er fährt Auto und düst unentwegt mit Flugzeugen durch die Republik, kauft für das Büro keinen Öko-Strom ein, und nutzt dazu noch Software von Firmen die alles andere als LBBTTIQ*-freundlich sind ?

    Das Gesamtpaket Beck und aller anderen Politiker ist weidlich mehr als nur der kleine Drogenskandal am Rande, und die verfehlte Politik gegenüber "Religionsgemeinschaften", in der er offensichtlich als "Beauftragter der Fraktion" auch Positionen vertreten muß, die die Positionen einer Partei und einer Fraktion sind, aber sich nicht unbedingt mit seinen eigenen Positionen decken müssen..

    Und da kommt dann der Wähler ins Spiel, der bei der Beschneidungs-Debatte den Antisemitismus gegenüber jüdischen Mitbürgern skandlisert, aber gleichzeitig durch den Antisemitismus gegenüber den muslimischen Bürgern ersetzt hat..

    "Die dürfen das nicht !" brüllte der Plebs, und mußte dann kleinlaut zurückziehen, als sich die "Wut gegenüber den Verstümmlern" plötzlich gegen die andere Minderheit im Lande wandte, und der Bundestag (und nicht Volker Beck allein!) haben dann durch die Reihen der Fraktionen hindurch beschlossen :
    Doch, die dürfen das..

    Übrigens wurde hier von Kauder gefordert die Abstimmung aufgrund der "Emotionalität in der Sache" freizugeben..
    Eine Tatsache die Kauder bezüglich der Ehe-Öffnung weil als Angriff auf die "Religionen" begriffen, nicht einmal wahrnehmen will, und damit nachhaltig die Gleichstellung und Gleichberechtigung verhindert..

    Volker Beck ist für seine Leistungen um die Gleichstellung für einen Preis vorgeschlagen..
    Und damit gehören diese kleinen Skandälchen gar nichts zur Sache..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #26 springen »
#32 TheDadProfil
  • 03.12.2016, 16:32hHannover
  • Antwort auf #29 von Sebi
  • ""Außerdem geht es ja nicht nur darum, sondern auch um die Genitalverstümmelungen.""..

    Verschiedene Aspekte von unterschiedlichen Politik-Feldern miteinander zu verquicken, um sie dann dazu zu nutzen sie als Fokussierung gegen die Person Beck zu wenden, ist nichts weiter als Bigotterie..

    Denn wenn das alles eine so große rolle spielen würde wie hier suggeriert wird, dann hätte Volker Beck die Rolle des Vorreiters in der Gleichstellungs-Politik gar nicht erringen dürfen..

    Eine Nebendiskussion über die "Qualitäten" verschiedener Formen des Tötens von Tieren zur Produktion von Lebensmitteln führe ich hier jetzt nicht, denn dazu ist hier eben nicht der richtige Platz, um darauf ausführlich einzugehen..

    Analoges gilt für Drogen-Konsum respektive dem Einkauf, denn der Konsum ist Beck ja immer noch nicht nachgewiesen worden, oder der Beschneidung, denn diese Debatte führt man nicht mit Politikern, sondern den Vertretern der "Religionen" die das als "Teil ihrer Identität" kaschieren..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #29 springen »
#33 HumanistinAnonym
  • 03.12.2016, 19:29h
  • Antwort auf #32 von TheDad
  • "Beschneidung, denn diese Debatte führt man nicht mit Politikern, sondern den Vertretern der "Religionen" die das als "Teil ihrer Identität" kaschieren.."

    Warum? Es geht um das Recht der Kinder auf körperliche Unversehrtheit. Dieses Recht zu garantieren und ggf. auch gegen den Willen der Eltern durchzusetzen ist Aufgabe der Politik.

    Grundrechte (zumal von Kindern, die sie nicht selbst einfordern können) sind keine Frage, die davon abhängen darf, ob wir irgendwelche Religionsvertreter dazu "überreden" können, sie zu akzeptieren.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #32 springen »
#34 TheDadProfil
  • 03.12.2016, 21:22hHannover
  • Antwort auf #33 von Humanistin
  • ""Warum? Es geht um das Recht der Kinder auf körperliche Unversehrtheit. Dieses Recht zu garantieren und ggf. auch gegen den Willen der Eltern durchzusetzen ist Aufgabe der Politik.""..

    Man kann hier durchaus die persönliche Position des Herrn Beck kritisieren..
    Ein Mal..
    Und dann ist es auch gut, denn sie ist nicht seine "Kernkompetenz", und Herr Beck nur einer von über 400 Abgeordneten die diesem Unsinn zugestimmt haben..

    Die Diskussion um die Beschneidung wie um das Schächten ist mit den Vertretern der Muslime und der jüdischen Mitbürger zu führen, denn die müssen ihre bisherige Praxis als Ausdruck der "gelebten religiösen Tradition" beenden..

    Das erreicht man aber nicht wenn man Politiker über die Köpfe der Betroffenen hinweg entscheiden läßt es zu erlauben, oder zu verbieten, denn andere Entscheidungsmöglichkeiten haben die gar nicht..

    Als Ergebnis erleben wir die Polarisation bei den Betroffenen, die ihre Praxis nicht ändern, und die beinahe schon Jahre anhaltende Art des "Wiederaufwärmens von kaltem Kaffee", denn in beinahe jedem Thread zu jedem Artikel in dem Volker Beck erwähnt wird, wird das immer, und immer wieder angeführt um seine "Leistungen" nachhaltig zu minimieren..

    Das alles bringt keinerlei Fortschritt für die betroffenen Jungen, und keinerlei Fortschritt für die Tiere..

    ""Grundrechte (zumal von Kindern, die sie nicht selbst einfordern können) sind keine Frage, die davon abhängen darf, ob wir irgendwelche Religionsvertreter dazu "überreden" können, sie zu akzeptieren.""..

    Klingt logisch, ist es aber nicht..

    Auch Kinder können Grundrechte einfordern..
    Allerdings weigert sich unsere Regierung seit mehr als 10 Jahren die beschlossenen Grundrechte zu formulieren und in die Verfassung aufzunehmen..

    Dann ist es auch nicht so, daß man "Religions-Vertreter" irgendwie überreden müßte Grundrechte zu akzeptieren..
    Es geht darum den Religions-Vertretern klar zu machen, daß "Religion" nicht über der Verfassung und dem Gesetz steht..

    Aus dieser Erkenntnis heraus muß dann ein Verzicht auf Beschneidung und auf Schächtung heraus entwickelt werden, denn die "Verordnung von oben herab" ist nichts weiter als die Verordnung der Assimilation durch diese Minderheit..

    Bei jeder Debatte um die Gleichstellung wird gefordert, die Ehe-Öffnung innerhalb der EKD oder der RKK müsse diese selbst entscheiden..

    Hier will man dann aber den jüdischen und muslimischen "Kirchen" die Vorschriften aufdrücken, wozu man bei EKD und RKK nicht bereit ist ?

    So lange der Staat unter dem Deckmantel der "Religionsfreiheit" den jüdischen und muslimischen Gemeinden erlaubt weiterhin so zu verfahren, kann man den "Christen" nicht aufzwingen anders zu handeln, und anders herum..
    Sprich :
    Wer für ein gesetzliches Verbot der "religiöser Beschneidung" oder des Schächtens ist, kann sich auch damit abfinden die RKK und die EKD gesetzlich zu zwingen Hochzeiten für LGBTTIQ* anzubieten..
    Und die jüdischen und muslimischen Gemeinden gleich mit..

    Das Problem ist noch lange nicht erledigt..
    Und es erledigt sich auch nicht durch eine Pseudo-Diskussion an die Adresse des Herrn Beck im Netz..
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#35 HumanistinAnonym
  • 04.12.2016, 00:20h
  • Antwort auf #34 von TheDad
  • "Dann ist es auch nicht so, daß man "Religions-Vertreter" irgendwie überreden müßte Grundrechte zu akzeptieren..
    Es geht darum den Religions-Vertretern klar zu machen, daß "Religion" nicht über der Verfassung und dem Gesetz steht.."

    Das läuft auf genau das Selbe hinaus.

    Seit wann sind die Grundrechte unserer Verfassung etwas, über das der Staat mit irgendwelchen gesellschaftlichen Einzelgruppen verhandeln sollte? Seit wann sind "Traditionen" ein Argument, um diese Grundrechte nur zögerlich und nach staatlicher Überzeugungsarbeit anerkennen zu müssen (was gleichzeitig bedeutet: vorläufig überhaupt nicht)?
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#36 TheDadProfil
  • 04.12.2016, 15:27hHannover
  • Antwort auf #35 von Humanistin
  • ""Seit wann sind die Grundrechte unserer Verfassung etwas, über das der Staat mit irgendwelchen gesellschaftlichen Einzelgruppen verhandeln sollte?""..

    Tut er das nicht ?
    Sind die bestehenden Ausnahmen in den AGG's nicht als Ergebnis einer Verhandlung zwischen dem Staat und den "Kirchen" entstanden ?

    Verhandeln die LGBTTIQ* nicht schon seit Jahrzehnten über die Gewährung von Grundrechten ?

    Das ist hier die Frage..
    Ich sehe immer noch einen deutlichen Unterschied darin, ob man mit den betroffenen Gruppen "verhandelt", oder ob man ihnen klar macht, daß es keine Ausnahmen geben kann..

    Miteinander reden um einen Erkenntnis-Gewinn zu erzielen ist dort allerdings vonnöten, denn ansonsten besteht die Gefahr daß die Position des Staates in der Öffentlichkeit einfach als "struktureller Antisemitismus" dargestellt wird um den Staat erpressbar zu machen, was nachfolgend dann wieder zu "Verhandlungen" führt..

    ""Seit wann sind "Traditionen" ein Argument, um diese Grundrechte nur zögerlich und nach staatlicher Überzeugungsarbeit anerkennen zu müssen (was gleichzeitig bedeutet: vorläufig überhaupt nicht)?""..

    Das Kölner Urteil ist aus dem Jahr 2009..
    Für mich stellt sich hier die Frage, wie lange diese überfällige Diskussion noch verzögert werden soll, und damit die unbefriedigende Situation noch vorherrschen soll, bis man begreift das jede weitere Verzögerung weitere Opfer produziert ?
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