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Kommentare zu:
Kein sicherer Listenplatz: NRW-Grüne strafen Volker Beck ab


#1 Green PinkAnonym
  • 02.12.2016, 22:33h
  • "Ein guter Feldherr weiß, wann eine Schlacht geschlagen ist!"

    Leider ist dem Volker diese Fähigkeit abhanden gekommen. Er hatte nicht ein einziges Votum eines grünen Kreisverbandes für seine Kandidatur. Was nun eingetreten ist, das war absehbar.
    Der politische Hinterbänkler Friedrich Ostendorff kriegt 188 Stimmen, Beck nur 66. Was für eine Klatsche!

    Mit der Unterstützer-Kampagne von außen hat sich Beck keinen Gefallen getan. Delegierte lassen sich bei einer innerparteilichen Wahl nicht vorschreiben, wen sie zu wählen haben. Das hat eher Trotzreaktionen hervorgerufen und das Gegenteil bewirkt. Er hat sich damit selbst einen Bärendienst erwiesen.

    Alle sicheren Listenplätze sind nun weg. Er sollte es sich ersparen, morgen noch für den ohnehin recht aussichtslosen Platz 16 anzutreten. Sonst endet er wie weiland Heide Simonis, die bei ihrer verpatzten Wahl zur Ministerpräsidentin bis zum vierten Wahlgang nicht wahr haben wollte, dass sie keine Mehrheit mehr für sich zustande kriegt. Hoffentlich ist er so klug und tut sich das nicht an. Er sollte sich nicht noch selbst demütigen, das hat er nicht verdient. Es reicht schon, dass er sich selbst demontiert hat.

    Das ist das tragische Ende einer respektablen Politikerlaufbahn mit Höhen und Tiefen. Schade, dass es so gekommen ist.
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#2 Patroklos
#3 goddamn liberalAnonym
  • 02.12.2016, 23:25h
  • Antwort auf #1 von Green Pink
  • "Mit der Unterstützer-Kampagne von außen hat sich Beck keinen Gefallen getan. "

    Vielleicht wissen die Unterstützer einfach nur, was sie an einem erfahrenen Menschenrechtspolitiker wie Beck haben bzw. hatten. JüdInnen als die Hauptopfergruppe der NS-Mörder können z. B. gut treudeutsche Heuchelei von echter Solidarität unterscheiden.

    Lehmann ist dagegen ein dauerbetroffener mittelschichtiger Naivling, der robuste und echte Menschen aus dem Nahen Osten mit Kuscheltieren verwechselt und ganz verzückt ist, wenn Braunkohlearbeiter in NRW ihren Job verlieren.

    Einer der Gründe übrigens für die Wahl von Trump in den USA. Leider.

    So ganz nebenbei: Die sich langsam abzeichnende vorsichtige juristische Aufarbeitung des homophoben Postfaschismus nach '45 hat nicht 'Green Pink', sondern Herr Maas veranlasst.

    Von den Grünen war in letzter Zeit mehr frommes Kirchentags-Getue, antikemalistische Burka-Euphorie und das Papst-Beklatschen von Frau Roth zu sehen.

    Eine dunkeldeutsche Partei der Gegenaufklärung?
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#4 PfotenschmiereAnonym
  • 02.12.2016, 23:37h
  • Gott sei dank! Wenigstens in der Partei wird dieser Problem-Volker nicht in Watte gepackt aufgrund seiner angeblich ach so tollen Lebensleistungen. Anscheinend ist auch bei den Grünen ein Meth-Konsument kein gutes Vorbild. Und das macht sie für mich nicht wählbar, aber immerhin glaubwürdiger...

    Hillary Beck: Wie bei der einen hat auch hier keine Promiunterstützung geholfen. Die Leute haben die Schnauze voll von dem Wasser predigenden Weintrinker...
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#5 goddamn liberalAnonym
  • 02.12.2016, 23:56h
  • Antwort auf #4 von Pfotenschmiere
  • Ach, die Grünen.

    Die heimelige Blut-und-Boden-Partei von Boris Palmer braucht eben keine Bürgerrechtler.

    Schon gar keine von der Homo-Lobby.

    "seiner angeblich ach so tollen Lebensleistungen"

    Lebenspartnerschaftsgesetz?

    Renten für Nazi-Zwangsarbeiter?

    Und was hast Du eigentlich gegen Weintrinker, wenn Du schon Leute hasst, die sich für uns einsetzen und in Moskau verprügeln lassen?

    Nebenbei: Ich weiß schon sehr gut, weshalb ich mit der sogenannten Community nichts zu tun haben will. Wenn ich das hier lese.
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#6 LorenProfil
  • 03.12.2016, 00:05hGreifswald
  • Herr Beck hat im Bundestag immer engagiert für die Rechte queerer Menschen gestritten. Jetzt werden andere zeigen können und müssen, dass sie dies ebenso engagiert wollen und können, am besten bereits im Wahlkampf.
    Vielleicht gelingt es queer.de ja, in nächster Zeit eine bzw. einen der auf einen aussichtsreichen Listenplatz Gewählten im Interview diesbezüglich auf den Zahn zu fühlen.
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#7 goddamn liberalAnonym
  • 03.12.2016, 00:09h
  • Antwort auf #1 von Green Pink
  • 'Green Pink':

    "Der politische Hinterbänkler Friedrich Ostendorff kriegt 188 Stimmen, Beck nur 66. Was für eine Klatsche!"

    Jaaaa, was für eine Klatsche:

    "Rohrmoser war der Meinung, dass ein russischer Konservatismus, der sich etwa 2006 in Gewalttaten gegen Schwule niederschlug, nützlich gegen eine liberale Dekadenz sei. Er sagte, er wolle zwar nicht frohlocken, dass Volker Beck, dem Hauptvertreter des deutschen Schwulentums, im Mai 2006 beim Moscow Pride ins Gesicht geschlagen und er verletzt wurde, glaube aber, dass Russland dadurch 100.000 neue Freunde dazugewonnen habe, weil es ein Land sei, das Wir wollen es nicht sage und auch danach handle."

    'Green Pink':

    "Ein guter Feldherr weiß, wann eine Schlacht geschlagen ist!"

    Tjaaa, angegrüntes Ernst-Jünger-Sprech.

    Vom Opa gelernt?

    Fazit: Ich weiß schon ganz gut, weshalb ich eher rot als Green oder Pink bin.

    Ganz instinktiv.

    Und trotzdem analytisch.
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#8 Green PinkAnonym
#9 goddamn liberalAnonym
  • 03.12.2016, 00:40h
  • Antwort auf #8 von Green Pink
  • Hmm.

    Kann man flockig Schwule klatschen?

    Im Kampf 'flockig' zu sein, hilft eigentlich auch nicht weiter.

    Und:

    Hat man Schwierigkeiten mit Meinungsvielfalt, wenn man anderer Meinung ist?

    Oder ist das vielleicht nicht gerade Meinungsvielfalt?

    Im Gegensatz zur grünlichen Einfalt zwischen feldherrlichem Bioladen, edler Gesinnung und geerbten Konten.
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#10 Dont_talk_aboutProfil
  • 03.12.2016, 01:43hFrankfurt
  • Der Artikel beantwortet die zwei zentralen Fragen nicht:

    Wieso können Lehmann und Gehring die Interessen unserer Community nicht vertreten ?

    Wieso ist artgerechte Tierhaltung heutzutage verzichtbar ?
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#11 FOX NewsAnonym
  • 03.12.2016, 05:36h

  • Schade, ich werde ihn vermissen. Sicher hat Volker Beck jetzt die Nase gestrichen voll.
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#12 AntiFantiProfil
  • 03.12.2016, 07:59hBerlin
  • beck mag sich öffentlich zwar für "uns" einsetzen, aber hinter den kulissen ist er mehr als unsympathisch, ein richtiger querulant. ich hatte mehrfach beruflich mit ihm zu tun u. fast alle waren genervt von becks arroganz, es wundert mich nicht dass er so unbeliebt in der partei ist, naja, übers geld braucht sich unser volker wohl keine sorgen zu machen.
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#13 johannes90Anonym
  • 03.12.2016, 09:49h
  • Antwort auf #3 von goddamn liberal
  • Mich würde mal interessieren, wie viele der "Volker-Beck-Basher" zu der Spezies Homosexueller gehören, die ihr Leben lang als Dauersingle von Bett zu Bett hüpfen und noch mit 50 bei gayromeo entsprechende "Taschengeld-Angebote" verbreiten. Solche Leute brauchen natürlich keinen leidenschaftlichen und kompromisslosen Kämpfer für ihre Rechte.

    Ich bin 25 Jahre alt und habe den Traum, in 5 - 10 Jahren mal eine Familie zu haben, mit einem Mann verheiratet zu sein und gemeinsame Kinder aufwachsen zu sehen. Ein kleines gemütliches Haus zu haben etc. Nennt mich spießig, aber wegen solcher Lebensträume ist es unabdingbar, Menschen wie Volker Beck im Bundestag sitzen zu haben.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #3 springen »
#14 SebiAnonym
  • 03.12.2016, 10:01h
  • Ich finde es schön, dass endlich mal Platz geschaffen wurde, dass auch mal jüngere schwule und lesbische Politiker/-innen zeigen können, dass sie genau so engagiert kämpfen können.

    Niemand ist unersetzlich und Volker Beck war durch viele Dinge zu sehr vorbelastet, um nochmal Erfolge einfahren zu können. Wie soll jemand, der nicht mal ein Viertel seiner Parteifreunde hinter sich weiß noch Wähler mobilisieren?

    Das alles schmälert nicht die Leistungen, die Volker Beck erbracht hat. Aber er hat halt auch für viel gekämpft, wofür man besser nicht kämpfen sollte (Genitalverstümmelungen, Tierquälerei).
  • Antworten » | Direktlink »
#15 goddamn liberalAnonym
#16 goddamn liberalAnonym
  • 03.12.2016, 10:19h
  • Antwort auf #14 von Sebi
  • "(Genitalverstümmelungen, Tierquälerei)."

    Ich kann mich hier nur wiederholen.

    Volker Beck hat diese Bräuche nicht erfunden.

    Das ist die REALITÄT!!!

    Diskutiert über die nicht mit Volker Beck oder mir , sondern mit den Millionen Muslimen hierzulande, die von Sven Lehmann in den Himmel der Unangreifbarkeit hochgejubelt werden.

    Wer nicht völlig weltfremd ist, der weiß, dass die Beschneidung im Gegensatz zu den im grünlichen Milieu hochgejubelten körperfeindlichen Verhüllungen auch bei säkularen Muslimen ein Essential ist.

    Säkularen Muslimen, von denen wir in unserer Pastorenrepublik oft noch was lernen können.

    de.wikipedia.org/wiki/Proteste_in_der_T%C3%BCrkei_2013

    Unabhängig von der Vorhautlänge.
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#17 goddamn liberalAnonym
  • 03.12.2016, 10:27h
  • Antwort auf #12 von AntiFanti
  • "ich hatte mehrfach beruflich mit ihm zu tun u. fast alle waren genervt von becks arroganz"

    Glaub ich Dir wirklich gerne!

    Kommt es darauf bei einem Profi an?

    Oder kommt es eher auf den Output an?

    Ich glaube eher, dass Beck in seiner Antje-Vollmer-Kretschmann-Palmer-Partei weniger mit seiner verkniffenen Arroganz als mit seinem beharrlichen Einsatz für dem treudeutschen Öko-Bürger eigentlich unsympathische Menschengruppen wie Schwule (Hedonisten!), Juden (Schächten Tiere!) oder Sinti und Roma (Klauen!) genervt hat.

    Ganz tief verborgen im grünen Herzen.
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#18 goddamn liberalAnonym
#19 LaurentEhemaliges Profil
  • 03.12.2016, 10:49h
  • Antwort auf #13 von johannes90
  • Abgesehen davon, dass sich das nicht unbedingt widersprechen muss (ausgetobt hatte ich mich vor allem früher, gehöre jetzt eher zu der von dir genannten zweiten Kategorie), halte ich es nicht für angebracht und sinnvoll, verschiedene Lebensentwürfe gegeneinander auszuspielen.
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#20 markusbln11Anonym
  • 03.12.2016, 11:31h
  • Antwort auf #6 von Loren

  • Drei LGBT aif zwölf sicheren listenplätzen. Das ist nicht schlecht. Gratulation an die klrine truppe.

    Lehmann, Gehring und Schwaus treten jetzt in grosse fussstapfen. Hoffentlich hören wir ihre stimme, so wie wir die von volker beck hörten.

    Es wird nicht leicht sein. Wir hoffen, die jungs und mädels nehmem die herausforderung an. Und wir hoffen, queer.de unterstützt sie dabei.

    Die drei haben es verdient. Und die community auch.
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#21 m123Anonym
  • 03.12.2016, 12:30h
  • Ohne Massendemos keine Eheöffnung.

    Massendemos verpennt, LGBT-Community flennt.

    Ich wünschen allen, die sich geweigert haben an Demos für die Eheöffnung teilzunehmen, viel Spaß mit der AfD im nächsten deutschen Bundestag. Mir wünsche ich das also nicht. :-)

    Die deutsche LGBT-Community schert sich offenbar nicht um ihre Rechte und als Konsequenz erhält sie dann auch für VIELE weitere Jahre keine gleichen Rechte. In anderen Ländern geht die LGBT-Community wenigstens zahlreich auf die Straße. In Deutschland nicht.
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#22 johannes90Anonym
#23 RalfAnonym
  • 03.12.2016, 12:47h
  • Bei 12 Listenplätzen 4 schwule/lesbische Kandidaten wären ein Drittel gewesen. Das ist schon nicht mehr repräsentativ. Es ist nachvollziehbar, dass dieser Anteil auf ein Viertel (immer noch viel höher als die Verbreitung in der Gesamtbevölkerung) begrenzt wurde. Zudem macht Volker Beck die Erfahrung, die viele machen müssen, die den Zeitpunkt zum Aufhören verpassen. Irgendwann werden sie halt nicht mehr aufgestellt oder nicht mehr gewählt, weil man genug von ihnen hat. Amt und Mandat in der Politik sind nun mal nicht von Ewigkeit. Letztlich dürfte ihm aber seine Drogenaffäre das Genick gebrochen haben. Im Wahlkampf würde er deswegen vom politischen Gegner vorgeführt. Das können sich auch die Grünen -vielleicht gerade sie- nicht leisten. Das Ergebnis an sich ist aber erfreulich und ist eine klare Abfuhr an Leute wie Kretschmann, Özdemir oder Göring-Eckardt, die glauben, mit der Politik für Schwule und Lesben müsse im Interesse der Anbiederung an Merkel Schluss sein. Auf den ersten elf Plätzen zwei Schwule und eine Lesbe, das ist deutlich. Vor allem: Es gibt offenbar auch Politik und Politiker(innen) für Vielfalt und Gleichstellung ohne und nach Volker Beck, was ja von dessen Anhang so gerne bestritten wurde.
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#24 Patroklos
#25 Opa HoppenstedtAnonym
#26 markusbln11Anonym
#27 TheDadProfil
  • 03.12.2016, 15:32hHannover
  • Antwort auf #8 von Green Pink
  • ""Immer schön flockig bleiben und krieg Dich mal wieder ein. Es tut mir auch leid, dass ich eine andere Meinung vertrete als Du.""..

    Wenn Dir das "leid täte", dann würdest Du dich anstrengen sie zu revidieren..

    ""Mit Meinungsvielfalt haben ja heute viele Leute ihre Schwierigkeiten - auf allen Seiten.""..

    Eine "alternative Meinung" zur Gleichstellung und Gleichberechtigung ?
    Zu Bürgegrrechten ?
    Zu Menschenrechten ?

    Das ist sicher keine ""Meinungsvielfalt""..

    Das ist offene Feindschaft anderen Menschen gegenüber, und die Erklärung der Ungleichheit als Dogma der eigenen politischen Haltung..
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#28 wiking77
#29 GutmenschProfil
  • 03.12.2016, 15:55hSt. Gallen
  • Am Besten wäre es, wenn er nicht mehr kandidieren würde und freiwillig einem "unverbrauchten" Politiker den Vortritt lässt. Die Grünen hätten sicherlich genügend Talente. Ein bisschen Wandel ist immer gut für eine Partei statt Politiker, die sich krampfhaft an die Macht klammern.

    Er begründet seine Kandidatur mit dem Aufkommen von Extremisten. Aber genau das sollte ein Grund sein, dass er nicht kandidiert. Er ist einfach eine Zielscheibe für die Anti-Establishment Bewegung. Besser man setzt auf Wandel.

    Hillary Clinton ist hier ein guter Vergleich. Sie ist zweifellos eine fähige Politikerin, hat aber eine ganze Reihe von Skandalen in ihrer langen Karriere. Diese Skandale wurden ihr im Wahlkampf pausenlos um die Ohren gehauen und es war besonders wirkungsvoll weil sie als Teil des verhassten Establishments gilt. So wurde die ganze Demokratische Partei geschädigt.

    Wollen die Grünen wirklich eine derart einfache Zielscheibe für die Populisten plazieren?
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#30 myysteryAnonym
  • 03.12.2016, 17:02h
  • Eine Überraschung sollte das eigentlich nicht mehr gewesen sein.

    Es ist bedauerlich für Beck, der Verdienste für sich reklamieren darf und es dürfte besonders für ältere Schwule traurig sein, da Herr Beck speziell für diese eine Art Synonym der Schwulenemanzipation war.

    Persönlich muss ich sagen - so leid es mir tut - dass ich mich Zeit meines politischen Interesses mehr für Volker Beck schämte als mit ihm übereinstimmte.

    Mit dem Pädophilie-Skandal hat es angefangen, den ich ihm und den Grünen aber nachsehe. Es waren einfach andere Zeiten. Beschneiden und Schächten sind nicht meine Werte und anti-aufklärerisch, bei den Grünen aber im Mainstream vollauf akzeptiert - insofern waren das auch keine Gründe für sein Scheitern in der Partei. Zuletzt der Drogenskandal und die einhergehende Uneinsichtigkeit.

    Letztlich ist er meines Erachtens aber nicht an seinen Positionen, sondern an seiner Art gescheitert. Diese völlige Kompromisslosigkeit bzw. fehlende Kompromissbereitschaft, das beinahe plastische schwarz-weiß Denken, das Abqualifizieren anderer Meinungen auf persönlicher Ebene, die scheinbar fehlende Selbstreflexion und Fähigkeit zur Selbstkritik. Das hat ihn zu einer "persona non grata" und einem Feindbild, selbst vieler gemäßigter oder linkslastiger Menschen, gemacht.

    Ein schwuler Politiker, der - sobald es ihm politisch passt - plötzlich im Bundestag empfiehlt "einmal die heilige Schrift" (allein dieses Wort) zu lesen, der hat leider auch ein gewisses Glaubwürdigkeitsproblem.

    Insofern, so bedauerlich es für unsere Rechte und die Person Volker Beck auch ist: Es ist keine Überraschung.

    Alles Gute, Herr Beck.
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#31 Green PinkAnonym
  • 03.12.2016, 17:10h
  • Antwort auf #27 von TheDad
  • Lieber Dad, ich habe Menschenrechte, Bürgerrechte oder Gleichberechtigung nicht in Frage gestellt.
    Wenn man so sagen will, dann haben die Grünen eine Person abgewählt, nicht aber ihr Programm.

    Die andere Ansicht bezog sich darauf, dass ich nicht glaube, dass die LGBT-Politik der Grünen einzig und allein von Volker Beck und seinem Bundestagsmandat abhängig ist.
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#32 TheDadProfil
  • 03.12.2016, 20:51hHannover
  • Antwort auf #31 von Green Pink
  • ""Lieber Dad, ich habe Menschenrechte, Bürgerrechte oder Gleichberechtigung nicht in Frage gestellt.""..

    Als formulierte Gegenposition zu den von "goddamn liberal" bleibt da wenig übrig, denn Gleichberechtigung, Bürgerrechte und Menschenrechte gelten nicht nur für "einheimische Weiße"..
    Die gelten dann auch uneingeschränkt, und vor allem uneinschränkbar für den Muslim an der Ecke, und den jüdischen Menschen, der bislang aus durchaus nachvollziehbaren Motiven heraus eher unauffällig bleiben wollte..
    Da gibt es kein "Christen und Deutsche zuerst"..

    Gerade in Bezug auf die Beschneidungs-Debatte und die Debatte um das Schächten, die mit den Vertretern der Muslime und der Jüdischen Bürger geführt, und nicht mit Politikern über deren Köpfe hinweg verhandelt werden muß..

    Jede Entscheidung über die Köpfe der Betroffenen hinweg verlangt am Ende Assimilation, und verhindert damit gleichzeitig die Einsicht der Integration in die Moderne, den Lernprozess der Verstümmelung, den Lernprozess der Tierquälerei aus "religiösen Gründen" abzuschaffen aus der Einsicht heraus falsch zu handeln..

    ""Wenn man so sagen will, dann haben die Grünen eine Person abgewählt, nicht aber ihr Programm.""..

    Darüber wird man vor dem Hintergrund der Vita und der Positionen der angeblich "Neuen Generation" der nachrückenden Protegés weidlich streiten können..

    Allein an der Position des Abgeordneten Gerhard Schick und seiner Haltung zum "Umbau" der "Kirchensteuer" in eine Art "Kultursteuer" werden sich noch hitzige Debatten ergeben..

    Und Kai Gehring..
    Ja, mei..
    Auch so ein "U-Boot" der EKD wie Frau Göring-Eckardt, die letztlich ihre Positionen zur Gleichstellung dann der "Meinung" der EKD unterordnen..
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#33 goddamn liberalAnonym
  • 03.12.2016, 22:08h
  • Antwort auf #31 von Green Pink
  • "Die andere Ansicht bezog sich darauf, dass ich nicht glaube, dass die LGBT-Politik der Grünen einzig und allein von Volker Beck und seinem Bundestagsmandat abhängig ist."

    Das werden wir ja sehen.

    Mal ganz flockig gefragt:

    Weshalb ist Beck sein Mandat los und der manisch homophobe Palmer nicht seinen Bürgermeisterposten?
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#34 Green PinkAnonym
#35 PfotenschmiereAnonym
#36 schwarzerkaterEhemaliges Profil
  • 04.12.2016, 07:39h
  • beck, trittin, künast, göring-eckardt etc. - anders als claudia roth haben sie den absprung in die zweite reihe nicht geschafft und stehen für eine verbrauchte und teils unglaubwürdige grünen-politik.
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#37 johannes90Anonym
  • 04.12.2016, 09:55h
  • Ich stimme mit vielem in Deinem Beitrag überein, mit einem aber nicht:

    "Diese völlige Kompromisslosigkeit bzw. fehlende Kompromissbereitschaft"

    Wenn es um Menschenrechte geht, gibt es keine Kompromisse.
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#38 goddamn liberalAnonym
  • 04.12.2016, 10:57h
  • Antwort auf #34 von Green Pink
  • Danke für die Belehrung!

    "Boris Palmer bekleidet ein öffentliches Amt."

    Das öffentliche Amt ist unabhängig von der Parteimitgliedschaft.

    Bei Sarrazin wurde über den Parteiausschluss in der SPD zumindest diskutiert.

    Sind rechtspopulistische Grüne heiliger als rechtspopulistische Sozis?
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#39 goddamn liberalAnonym
  • 04.12.2016, 11:01h
  • Antwort auf #35 von Pfotenschmiere
  • Green Pink schwärmte hier ganz flockig von der Klatsche für Beck bei seinen Grünen.

    Wobei er wohl übersah, dass Klatschen für Beck durchaus keine Gewaltfantasien waren, sondern gewalttätige und blutige Realität ( z. B. in Moskau).

    Soviel zur 'humanistischen Gesinnung' unter grünen 'Freundinnen und Freunden'.
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#40 Green PinkAnonym
  • 04.12.2016, 12:48h
  • Antwort auf #39 von goddamn liberal
  • Meine Güte! Mir Gewaltfantasien gegenüber Volker Beck zu unterstellen ist schon irre. Gehen Dir sonst die Argumente aus?

    Wenn man im Zusammenhang mit dem Ergebnis einer Wahl von einer "Klatsche" redet, dann ist das ein Synonym dafür, dass jemand eine herbe, deutliche Niederlage erlitten hat. Der Begriff ist ziemlich gebräuchlich und bedeutet nicht, dass man Gewaltfantasien gegen den hat, der die Abstimmungsniederlage hinnehmen musste.

    Vor Volker Beck und seiner politischen Lebensleistung habe ich Hochachtung. Er hat viel für uns erreicht.
    Ich sehe aber keinen Weltuntergang darin, wenn er künftig nicht mehr dem Bundestag angehört. Jüngere Abgeordnete werden die Themen übernehmen. Ja, damit wird eine Ära beendet. Aber ein Neubeginn beinhaltet immer auch Chancen und nicht nur Risiken. Ich habe es schon einmal gesagt: Die Grünen haben sich von einer Person verabschiedet, nicht von ihrem Programm.

    Zur Demokratie gehört auch der Wechsel. Macht und Ämter sind einem auf Zeit gegeben. Darum kämpft man in einem politischen Wettstreit. Man kann gewinnen, man kann aber auch verlieren. Das weiß keiner besser, als Volker Beck selbst, der das Politikgeschäft lange genug kennt.
    Demokratie gut zu finden, wenn sie Ergebnisse produziert, die mir genehm sind, ist ein leichtes Spiel. Ich muss aber auch damit leben können, wenn die Mehrheit Entscheidungen trifft, die meinen Vorstellungen nicht entsprechen. Beim Listenplatz 12 hat der Kandidat Ostendorff in einer fairen Wahl 188 Stimmen gekriegt, Volker Beck nur 66. Das war ein deutliches Ergebnis. In einer Demokratie kann und darf man das sogar kritisieren und für falsch erachten.

    Wenn Du aber ganz offensichtlich Schwierigkeiten mit anderen Meinungen hast und Pluralismus nur gut findest, wenn möglichst viele Deine Meinung vertreten, dann würde ich mich an Deiner Stelle mal selbstkritisch überprüfen. Meinungsstreit ist übrigens eine feine Sache. Aber bleibe bei Deinen Argumenten doch bitte sachlich und unterstelle mir keinen Blödsinn.
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#41 Mr XAnonym
  • 04.12.2016, 13:36h
  • Na prima - damit ist der Weg für Schwarz-Grün (eventuell ohne CSU) ab 2017 wohl frei.....
  • Antworten » | Direktlink »
#42 Patroklos
#43 goddamn liberalAnonym
  • 04.12.2016, 14:38h
  • Antwort auf #40 von Green Pink
  • "Wenn Du aber ganz offensichtlich Schwierigkeiten mit anderen Meinungen hast und Pluralismus nur gut findest, wenn möglichst viele Deine Meinung vertreten, dann würde ich mich an Deiner Stelle mal selbstkritisch überprüfen."

    Wenn ich Schwierigkeiten mit andern Meinungen hätte, würde ich Dir nicht widersprechen, sondern versuchen, Deine Meinungsfreiheit zu beschränken.

    Was ich aber offensichtlich weder tue noch beabsichtige.

    Umgekehrt wird eher ein Schuh draus.

    Du hast anscheinend Probleme mit einer kontroversen Auseinandersetzung.

    Und damit, dass man auch Deine entlarvende Feldherrnsprache mal kritisch unter die Lupe nimmt.

    Fazit:

    Wen Deine komischen Grünen wählen oder wählen oder abwählen, ist ihr Recht und ihre Sache.

    Aber dass ich die Palmer-Partei jetzt nicht mehr wählen werde, ist mein Recht und meine Sache.

    Denn: Weder von der Linken noch von der SPD habe ich in den letzten Jahren solche homophoben Ausfälle, inklusive Rechtsradikalen-Vokabeln wie 'Homo-Lobby' gehört.

    Naturschutz wiederum fand auch Reichsjägermeister Hermann Göring gut.

    Alles klar?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #40 springen »
#44 TheDadProfil
  • 04.12.2016, 14:57hHannover
  • Antwort auf #34 von Green Pink
  • ""Boris Palmer bekleidet ein öffentliches Amt. Volker Beck hat eine innerparteiliche Kandidatenkür verpatzt. Den Unterschied solltest Du kennen.""..

    Welchen Unterschied ?
    Den das auch Boris Palmer sich nur einer Wahl stellen durfte, weil die Partei ihn mit einem Mandat ausgestattet dazu für fähig bescheinigte ein Amt auszufüllen ?

    Es gibt diesen Unterschied nicht, den Du hier konstruierst, sobald ein Kandidat über eine Partei mit einem Mandat ausgestattet zu einer Wahl antritt, unabhängig davon ob er damit Bundestagsabgeordneter oder Oberbürgermeister wird !
  • Antworten » | Direktlink » | zu #34 springen »
#45 Green PinkAnonym
#46 Green PinkAnonym
  • 04.12.2016, 15:19h
  • Antwort auf #44 von TheDad
  • Lieber Dad, ob Boris Palmer noch einmal von den Grünen für das Amt des OB als Kandidat ins Rennen geschickt wird, steht derzeit nicht zur Disposition. Ich habe keine Ahnung, wann dort wieder Wahlen anstehen und Kandidat*innen gekürt werden müssen.
    Bis dahin könnte er nur durch ein öffentliches Abwahlverfahren aus dem Amt gekippt werden. Du kannst das ja gerne in BaWü anstrengen, dann lernst Du vielleicht den Unterschied.

    Ansonsten pflege ich Sozialdemokraten zu empfehlen, in LGBT-Fragen mit dem Finger nicht auf andere zu zeigen. Sorg Du erst einmal dafür, dass Deine Partei ihr hundertprozentiges Versprechen von der Eheöffnung einlöst. Kehre also vor Deiner eigenen Haustür, da hast Du genug zu tun! Von Deinem Genossen Sarrazin will ich erst gar nicht reden!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #44 springen »
#47 goddamn liberalAnonym
  • 04.12.2016, 15:54h
  • Antwort auf #45 von Green Pink
  • Beleidigtsein ist kein Argument.

    War Baldur Springmann nun Gründervater Deiner Partei?

    Stehen die Grünen etwa nicht in der Tradition urdeutscher Zivilisationkritik?

    Hat sich Antje Vollmer nicht ebenso als homophob geoutet wie Boris Palmer heute?

    Unwiderlegbare Tatsachen haben kein Niveau.

    Argumentative Totalschäden erkenne ich nur, wenn offensichtliche Unwahrheiten verbreitet werden.

    Du arbeitest hier vor allem mit Unterstellungen und unterstellst Menschen mit anderer Meinung Probleme mit Meinungsvielfalt, kannst aber keine stichhaltigen Gegenargumente finden.

    WählerInnen gewinnt man so nicht.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #45 springen »
#48 TheDadProfil
  • 04.12.2016, 16:02hHannover
  • Antwort auf #46 von Green Pink
  • ""dann lernst Du vielleicht den Unterschied.""..

    Welchen ?
    Wer entscheidet darüber ob einem Bundestagsabgeordneten das Mandat entzogen werden soll/ kann ?

    Du vergleichst hier Huhn mit Ei..

    ""Ansonsten pflege ich Sozialdemokraten zu empfehlen, in LGBT-Fragen mit dem Finger nicht auf andere zu zeigen. Sorg Du erst einmal dafür, dass Deine Partei ihr hundertprozentiges Versprechen von der Eheöffnung einlöst.""..

    Was hat das mit mir zu tun ?
    Wie kommst Du auf die Idee ich sei Sozialdemokrat, gar Parteimitglied, der der SPD irgendeine Handlungsweise abverlangen könnte ?

    Deine Antwort :
    ""Boris Palmer bekleidet ein öffentliches Amt.""

    ist halt keine, weil auch Volker Beck als Bundestagsabgeordneter ein öffentliches Amt bekleidet !

    Den Unterschied hast Du also offensichtlich immer noch nicht verstanden, denn es gibt gar keinen..

    Das Boris Palmer das Amt noch bekleidet ist einzig der unterschiedlichen Legislatur geschuldet..

    Was dann immer noch nicht die gestellte Frage beantwortete, ob sich die Grünen bei Boris Palmer ähnlich verhielten, als sie es gegenüber Volker Beck taten ?

    Hierzu gibst Du gar keine Antwort, doch genau darauf zielte "goddamn liberal" ab..
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#49 goddamn liberalAnonym
  • 04.12.2016, 16:08h
  • Antwort auf #46 von Green Pink
  • "dann lernst Du vielleicht den Unterschied."

    Nach Feldherren- jetzt Oberlehrersprech?

    Also, ich glaube nicht, dass The Dad SPD-Mitglied ist (ich bin es nicht).

    Aber: Palmer ist Mitglied Deiner Partei. Wieso eigentlich?

    "Bis dahin könnte er nur durch ein öffentliches Abwahlverfahren aus dem Amt gekippt werden."

    Ein Parteiausschlussverfahren könnte es schon vorher geben. Gibt es irgendwelche Konsequenzen für Palmer?

    Sarrazin hat dagegen seinen Posten bei der Bundesbank verloren und schon zwei Parteiordnungsverfahren in der SPD hinter sich.

    Die ihrerseits sicher eine Partei der miesen Kompromisse ist.

    Die sich aber in Sachen Eheöffnung durch Äußerungen der Grünen (Özdemir u.a.) jetzt auch schon andeuten.

    Einer Eheöffnung, die z. B. in UK durch Torys [!] längst erfolgte.

    Soviel zur Modernität der deutschen Grünen.
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#50 Green PinkAnonym
  • 04.12.2016, 17:45h
  • Antwort auf #48 von TheDad
  • Hattest Du Dich hier nicht mal als Sozialdemokrat zu erkennen gegeben? Oder trügt mich meine Erinnerung?

    Wenn dem nicht so ist, dann muss ich mich jetzt entschuldigen. Bei den Sozialdemokraten! ;-)

    Zu Deiner Frage bezüglich Boris Palmer:
    Ich kenne die Grünen in BaWü nicht gut, schon gar nicht in Tübingen. Dort vor Ort wird aber die Frage entschieden werden, ob Palmer wieder OB-Kandidat der Grünen wird.
    Ich kann nur sagen, dass er bei vielen Mitgliedern in der gesamten Partei an Ansehen verloren hat. Viele fragen sich, ob er nicht besser bei der CDU aufgehoben wäre und finden ihn unterirdisch. Ich auch! Aber ich kann nicht für alle sprechen. Viele in der Partei hoffen, dass er bei der nächsten Wahl einen Denkzettel verpasst kriegt. Ich kann das nicht einschätzen. Das Ländle ist ja eher konservativ geprägt. Ich würde mich aber auch freuen, wenn ihm Einhalt geboten würde.
    Jedenfalls sind in NRW die sicheren Listenplätze von Kandidaten geprägt, die dem linken Parteiflügel angehören. Und das gefällt mir.
    Im konkreten Fall ist der Listenplatz 12 an einen eher konservativen Grünen gegangen, das ist wohl wahr. Ostendorff ist Landwirt. In seiner Rede hat er Themen angesprochen, die man eben auch im Bundestag vertreten sehen möchte: ökologische Landwirtschaft, gegen Massentierhaltung, Natur- und Landschaftsschutz etc.
    LGBT-Politik, Bürger- und Menschenrechte waren zum Zeitpunkt der Wahl um Listenplatz 12 personell bereits gut abgedeckt, z.B. durch Sven Lehmann oder Kai Gehring.
    Die von Ostendorff vertretenen Themen sind eben auch ein Markenkern grüner Politik. So wie die anderen erwähnten Themen auch.
    Volker hatte keinen Alleinvertretungsanspruch mehr für sich. Das muss im Grunde nicht schlecht sein. Solange LGBT-Politik grüner Markenkern bleibt, ist für mich alles in Ordnung. Wenn es künftig mehrere Abgeordnete gibt, die dafür stehen und die Arbeit schultern, dann kann das sogar vorteilhaft sein. Zwei schwule Männer und eine lesbische Frau bei den sicheren Listenplätzen sind jedefenalls aus meiner queeren Sicht ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann. Ich bin nicht ängstlich, dass Queerpolitik künftig zu kurz kommen wird. Diese Frage allein von Volker Beck abhängig zu machen, halte ich für politisch naiv. Ich bin guter Hoffnung, dass sich Sven Lehmann, Ulla Schauws und Kai Gehring gut entwickeln werden. Jetzt gibt es Raum dafür. Ich will fair sein und ihnen diese Chance einräumen. Die Fußstapfen, in die sie treten, sind groß. Niemand bestreitet die Verdienste von Volker Beck. Ich schließe nur nicht aus, dass nachfolgende Queerpolitiker*innen sich nicht auch solche Verdienste erwerben können.

    Das ist meine Meinung. Andere Leute dürfen das gerne ganz anders sehen.
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#51 goddamn liberalAnonym
  • 04.12.2016, 18:00h
  • Antwort auf #50 von Green Pink
  • "Ich kann nur sagen, dass er bei vielen Mitgliedern in der gesamten Partei an Ansehen verloren hat. Viele fragen sich, ob er nicht besser bei der CDU aufgehoben wäre und finden ihn unterirdisch."

    Als Freund der Meinungsfreiheit und des Pluralismus möchte ich hier auch mal die CDU als politischen Gegner in Schutz nehmen. Die ist nicht immer unterirdisch. Es gibt einige prominente UnionspolitikerInnen wie LGTBI-freundlicher sind als Herr Palmer.

    Denn:

    Die einzigen prominenten CDU-Mitgliederinnen, die das Wort 'Homo-Lobby' in den Mund nehmen, sind Birgit Kelle und Hedwig von Beverfoerde.

    Also: Palmer gehört eher in die AFD.

    Weshalb ist er noch bei den Grünen?
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#52 TheDadProfil
  • 04.12.2016, 20:22hHannover
  • Antwort auf #50 von Green Pink
  • ""Hattest Du Dich hier nicht mal als Sozialdemokrat zu erkennen gegeben? Oder trügt mich meine Erinnerung?"..

    Nöö..
    Und nach der Auffassung von einem anderem User hier bin ich ja auch eher der Links-Partei zuzuordnen..

    Aber Du kannst Dir auch gewiss sein, wäre ich Mitglied der SPD, so wäre das Partei-Ausschlußverfahren gegen Thilo Sarranzin mindestens mit von mir initiiert worden, was ja dann immer noch nichts an seinem Scheitern änderte, und dennoch meine persönliche Haltung gegenüber asozialem Verhalten verdeutlichte..

    Den Rest Deiner Einschätzungen teile ich durchaus..

    Bis auf :
    ""Die Fußstapfen, in die sie treten, sind groß. Niemand bestreitet die Verdienste von Volker Beck.""..

    Denn wer nur in den Fußstapfen Anderer wandelt, wird sicher keine eigenen Akzente setzen..
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#53 Paulus45Anonym

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