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  • 3. Dezember 2016, 14:47h 10 2 Min.



In einem Offenen Brief lobt der Film- und Theaterregisseur die Kanzlerin für ihre Flüchtlingspolitik, hat jedoch einen Kritikpunkt.

Es kommt nicht so häufig vor, dass sich prominente Heteros in Deutschland für LGBTI-Rechte starkmachen, deshalb wollen wir Leander Haußmann heute kurz würdigen.

Der Film- und Theaterregisseur und Schauspieler ("Sonnenallee", "Herr Lehmann", "Hotel Lux") hat am Samstag in der Tageszeitung "Die Welt" einen kurzen Offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel veröffentlicht und sie unter dem Titel "Liebe Angela Merkel, bleiben Sie stark" für ihre Flüchtlingspolitik über den grünen Klee gelobt.

Sie öffneten die Arme und riefen den Beladenen, den Verfolgten, den Kindern, ja den Kindern (!) zu: "Kommt." Ich finde das wunderbar. Ich bin stolz darauf. Nichts hat mich stolzer machen können als diese Geste. Die gewonnene Fußballweltmeisterschaft nicht und auch nicht die friedliche Revolution in der DDR, also all diese wichtigen nationalen Ereignisse.

Wegen ihrer "großen menschlichen Geste" überlege er sogar, erstmals in seinem Leben die CDU zu wählen. Seinen Liebesbrief an die Kanzlerin verbindet Haußmann jedoch mit dem Appell, endlich etwas gegen ihr Bauchgefühl gegenüber Lesben und Schwulen zu unternehmen:

"Ich wünsche mir, dass Sie stark bleiben. Dass Sie klarmachen, dass jeder zu uns kommen kann und Hilfe bekommt. Ich weiß, dass wir das bezahlen können, ich weiß, dass wir genügend Platz haben, und ich weiß, dass jeder Mensch, der gerettet wird, jedes Risiko wert ist. Und ich stehe in diesem Fall an Ihrer Seite. Wenn Sie jetzt noch Ihre Haltung zur Homo-Ehe überdenken würden, stände von meiner Seite aus einer Wiederwahl nichts im Wege."

Ob diese Wahlentscheidung dann wirklich konsequent wäre, lassen wir mal dahingestellt. Auf jeden Fall vielen Dank für Ihren Einsatz, lieber Leander Haußmann! (mize)

-w-

#1 HumanistinAnonym
  • 03.12.2016, 16:29h
  • Merkels Flüchtlingspolitik besteht darin, durch schmutzige Deals mit windigen Diktatoren dafür zu sorgen, dass die Flüchtlinge diskret im Mittelmeer ersaufen statt irgendwo zu Tausenden gegen Stacheldraht anzurennen und dort hässliche Bilder (womöglich inklusive Schusswaffengebrauchs) zu produzieren, die ihre politische Karriere gefährden könnten.
    Was genau ist daran menschlich?
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#2 UrsaMajorEhemaliges Profil
  • 03.12.2016, 17:51h
  • Frau Merkel dürfte angesichts dessen relativ entspannt bleiben.

    Denn er dürfte sie wählen, egal, ob er nun CDU/CSU, SPD, Grüne oder FDP wählt.

    Die einzige "Drohung", die er hinsichtlich eines Merkel-Nichtwählens aussprechen könnte, wäre wohl im Moment eine Unterstützung der Linken.
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#3 SebiAnonym
  • 03.12.2016, 19:42h
  • Diese Frage beantwortet ihm Angela Merkel doch schon seit 12 Jahren...

    Glaubt der wirklich, dass sie jetzt plötzlich ihre Meinung um 180 Grad dreht?
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