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Halding-Hoppenheit in der Rosa-von-Praunheim-Doku "Laura – Das Juwel von Stuttgart". Nun ermahnte die oberste Schwulenmutti der Stadt ihre sexuell freizügigen Kinder zu mehr Sauberkeit (Bild: missingFILMs)

  • 5. Dezember 2016, 11:35h 39 2 Min.

Szenewirtin Laura Halding-Hoppenheit beklagt liegengelassene Kondome und Taschentücher in den Grünanlagen am Fernsehturm.

In einem eindringlichen Facebook-Appell hat Stuttgarts bekannte Szenewirtin Laura Halding-Hoppenheit schwule Cruiser zu mehr Sauberkeit und Verantwortung aufgerufen. "Wir in Stuttgart haben ein neues Problem", schreibt die Besitzerin des "Kings Club" am Sonntagabend auf ihrer Seite.

"Viele Treffpunkte unserer Gay Community in Stuttgart sind durch Baustellen und andere Hindernisse nicht mehr zugänglich. Dadurch konzentriert sich ein Treff- und Kontaktpunkt für die Gay Community an den Fernsehturm Stuttgart", beschreibt Halding-Hoppenheit, die auch für die Linkspartei im Stadtrat sitzt, die Situation. "Leider wird dabei vergessen, dass unser Fernsehturm für viele Stuttgarter und Touristen ein Besuchsmagnet ist.

Andere Besucher sollen sich nicht angeekelt fühlen

In den Grünanlagen suchten auch viele Familien mit Kindern sowie Senioren Erholung, erinnert die Szenewirtin die schwulen Cruiser aus der Region. Viele Freiluftsex-Freunde hinterließen den Park jedoch "verschmutzt, mit schmutzigen Taschentüchern, Kondomen u.a.", heißt es in ihrem Facebook-Post. "Genau hier brauchen wir eure Hilfe; damit dieser beliebte Platz weiterhin als Treffpunkt bestehen bleibt, ohne dass andere Besucher sich vom Anblick angeekelt fühlen."

Sie habe kein grundsätzliches Problem mit schwulem Outdoor-Sex, betont Laura Halding-Hoppenheit: "Der Platz soll weiterhin ein Treffpunkt für euch bleiben, und daher sorgt bitte dafür, dass er sauber bleibt. Jeder kann seinen Teil dazu beitragen!"


Laura Halding-Hoppenheit postete mehrere Fotos von den Hinterlassenschaften der Cruiser

Für ihr Engagement für die LGBTI-Community sowie für Menschen mit HIV und Aids war die bekannte Szenewirtin schon mehrfach ausgezeichnet worden. 2011 wurde ihr von der damaligen baden-württembergischen Sozialministerin Katrin Altpeter (SPD) der "Rosa Detlef" überreicht, das Team des "Kings Club" erhielt 2013 den "PositHIV-Preis". Außerdem ist Halding-Hoppenheit seit 2014 Trägerin des Bundesverdienstkreuzes am Bande (queer.de berichtete). Im selben Jahr setzte ihr der Regisseur Rosa von Praunheim mit der Doku "Laura – Das Juwel von Stuttgart" ein filmisches Denkmal (queer.de berichtete). (cw)

-w-

#1 Fredinbkk
  • 05.12.2016, 13:27hBangkok
  • kann mir kaum vorstellen,dass jemand fuer ihren Wunsch kein Verstaendniss zeigt...

    Gruenanlagen muessen nicht verdrecken ....

    ich halte einen solchen Wunsch an die Cruiser um ein wenig mehr "Reinlichkeit " fuer richtig...

    Hoffe sehr sie findet Gehoer bei den "Juengern am Oelberg"....
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#2 herve64Ehemaliges Profil
  • 05.12.2016, 13:33h
  • Das ist genau der springende Punkt beim Cruising: kein Mensch, der bei Groschen ist, könnte etwas dagegen haben, so man den Ort, den man dazu aufsucht, genau so zurück lässt, wie man ihn vorzufinden wünscht. Leider Gottes gibt es unter den Cruisern aber genug Dreckbären, die es schaffen, die gesamte Cruiserszene durch ihr umweltverschmutzendes Verhalten in Verruf zu bringen.

    Ist es eigentlich wirklich so schwer, seine Hinterlassenschaften, also Kondome, gebrauchte Taschentücher etc. bis zum nächsten Abfalleimer mitzunehmen und sie dort zu entsorgen anstelle sie einfach gedankenlos ins Gebüsch zu pfeffern?
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#3 PetrilloEhemaliges Profil
  • 05.12.2016, 16:21h
  • Antwort auf #2 von herve64
  • Zumal es rund um den Fernsehturm einige Abfallbehälter gibt!

    Ich musste schon die bedauerliche Vernichtung mehrerer toller Cruising-Parkplätze erleben, bei denen es im Wald wirklich aussah "wie Sau", was tagsüber nicht zu übersehen war.

    Irgendwann hat die zuständige Autobahnmeisterei dann das Gebüsch ausgelichtet und einen massiven Zaun errichtet. Unter anderem mit dem Argument des Umweltschutzes aufgrund starker Abfallentsorgung bzw. zu hoher dafür anfallender Entsorgungskosten.

    JEDER sollte sein(e) Tempo(s) danach wieder einstecken und bis zum nächsten Mülleimer mitnehmen, zur Not schmeißt man die Reste der entspannenden Begegnung halt zuhause weg.
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