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Schattenseiten des "Grooming"

Studie: Intimrasur erhöht Krankheitsrisiko


Haarige Fragen: Kann das bleiben oder muss das weg?

  • 8. Dezember 2016, 15:14h 34 2 Min.

Wer sich untenrum rasiert oder wachst, vervielfacht laut einer US-Studie das Risiko, sich eine sexuell übertragbare Krankheit zu holen.

Bei Menschen, die im Intimbereich Haare mit einem Rasierer oder Wachsprodukten entfernen, erhöht sich das Risiko auf die Übertragung von Geschlechtskrankheiten wie Syphilis oder Herpes um 440 Prozent. Das ist das Ergebnis einer Studie der University of California in San Francisco, die diese Woche im Fachmagazin "Sexually Transmitted Infections" veröffentlicht wurde.

Für die Untersuchung befragten die Forscher über 7.500 in den Vereinigten Staaten lebende Menschen zwischen 18 und 65 Jahren nach ihrer Pflegeroutine im Intimbereich und ihren Erfahrungen mit sexuell übertragbaren Krankheiten. Das Ergebnis: Drei von vier Menschen entfernten ihre Schambehaarung – bei Männern waren es 66 Prozent, bei Frauen sogar 84 Prozent. Zugleich zeigte sich eine Korrelation zwischen der Intimpflege und dem Auftreten von sexuell übertragbaren Krankheiten.

Schuld sind Mikro-Risse

Die Forscher glauben, dass durch die Intimpflege verursachte Hautirritationen am ehesten Schuld an der Häufigkeit von Geschlechtskrankheiten sein könnten. "Eine derartige Pflege kann epidermische Mikro-Risse erzeugen, die das Risiko auf eine sexuell übertragbare Krankheit erhöhen", erklärte Mitautor Dr. Benjamin N. Breyer vom General Hospital San Francisco. Außerdem sei es möglich, dass Krankheiten durch gemeinsame Nutzung von Rasierern oder anderen Haarschneide-Hilfsmitteln übertragen werden würden. "Eine weitere mögliche Erklärung ist, dass Menschen, die ihre Haare entfernen, tendenziell eher risikoreiche sexuelle Verhaltensweisen an den Tag legen als diejenigen, die sich nicht rasieren", so Breyer.

Am populärsten ist das "Grooming" unter Jüngeren und sexuell besonders aktiven Menschen. Breyer erklärte, man habe zwar die Studie nach der Anzahl der Partner gewichtet, allerdings nicht nach sexuell risikoreichem Verhalten gefragt.

Immerhin konnten die Forscher einen Vorteil bei im Intimbereich haarlosen Menschen feststellen: Sie brauchen sich keine Sorgen um Filzläuse zu machen. (cw)

-w-

#1 andreAnonym
  • 08.12.2016, 20:15h
  • 2 mal mußte ich mir allerdings die Haare abrasieren. Da wären mir die anderen Krankheiten egal gewesen. Habe mir da in einer versüfften Kölner Sauna was geholt. Die Sauna gibts schon lange nicht mehr, vermutlich die Tierchen schon.

    www.queer.de/detail.php?article_id=23360
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#2 TheDad
  • 08.12.2016, 20:20hHannover
  • ""Zugleich zeigte sich eine Korrelation zwischen der Intimpflege und dem Auftreten von sexuell übertragbaren Krankheiten.""..

    Das halte ich für Blödsinn..
    Die Korrelation erscheint mir mehr darin zu liegen das Menschen die sich "Intim rasieren" sexuell aktiver sind, was naturgegebener Maßen mit der Verbreitung von STI's korreliert..

    Noch 1980 hätte man behauptet Menschen mit Schambehaarung hätten ein höheres Risiko an verschiedenen STI's zu erkranken, und damals lag dieses "Risiko der Übertragung" sicher weit höher als nur 440 Prozent über dem, das die wenigen Menschen mit "Intim-Rasuren" hatten, weil es einfach viel weniger Menschen waren als die jetzt ermittelten 66 % der Männer und 84 % der Frauen..
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#3 PfotenschmiereAnonym
  • 09.12.2016, 04:00h
  • Antwort auf #2 von TheDad

  • Postfaktisch nennt man das, wenn Laien etwas für blödsinn halten - ohne jegliche Begründung. Hier ist daher das Paradebeispiel für postfaktisches 'Wissen' - es ist Blödsinn, WEIL er es gern als blödsinn sehen will
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