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Indianerstamm
Ehe für alle jetzt auch in der Cherokee Nation

Generalstaatsanwalt der Cherokee Nation Todd Hembree: "Die Zeiten haben sich geändert" (Bild: Cherokee Nation)
- 11. Dezember 2016, 09:10h 2 Min.
Der Generalstaatsanwalt des autonomen Indianerstamms widerrief das 2004 beschlossene Eheverbot für Lesben und Schwule.
Die Nation der Cherokee, mit rund 320.000 Mitgliedern der größte autonome Indianerstamm der USA, erkennt ab sofort gleichgeschlechtliche Ehen an. Dies verkündete Generalstaatsanwalt Todd Hembree überraschend in der vergangenen Woche, nachdem sich eine lesbische Frau nach ihrer Hochzeit an die unabhängige Indianerbehörde gewandt hatte. Als autonomer Stamm verfügt die Cherokee Nation über eine eigene Gesetzgebung, ein eigenes Parlament und eine eigene Regierung.
Mit Verweis auf das Urteil des US Supreme Court aus dem vergangenen Jahr widerrief Hembree eine Entscheidung des Stammes aus dem Jahr 2004, der die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau festgelegt hatte. "Das Recht zu heiraten ist überhaupt kein Recht, wenn man nicht die Freiheit hat, auch den Partner seiner Wahl zu heiraten", erklärte nun der Generalsstaatsanwalt, der in der Vergangenheit das Eheverbot für Homosexuelle unterstützt hatte. "Die Zeiten haben sich geändert."
Hembree verwies zudem auf die lange Geschichte nicht-traditioneller Sexualität und Geschlechtsidentitäten bei den Cherokee. So habe der Autor John Howard Payne bereits vor knapp 200 Jahren eine Partnerschaftzeremonie unter Männern beschrieben. Die meisten Mitglieder der Cherokee Nation leben heute im US-Bundesstaat Oklahoma. Ihr Siedlungsgebiet umfasste ursprünglich das Gebiet vom Ohio River bis hinein in die heutigen Bundesstaaten Georgia und Alabama. (cw)















Nun, ursprünglich sind die autochtonen kulturen nordamerikas von den geschlechterrollen weitaus offener gewesen als die europäischen christlich geprägten gesellschaften. Beim verdrängen oder gar verlust dieser identitäten tat die europäische missionierung wieder einmal das ihrige.
Trotzdem, heute sind die native communities wieder, wenn gut organisiert, näher an den themen der zeit wie der amerikanische mainstream. Etwa bei ökologie, klimawandel und freiheitsrechten.
Die weissagung der cree-indianer gilt heute mehr denn je.
Und die entscheidung der cherokee-community sollte ein signal der freiheit an die trump-administration sein. Keep the path of liberty.