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Polizeibericht
Berlin: Schwule Jugendliche am Alexanderplatz angegriffen

U-Bahn am Alexanderplatz. Aus Berlin und seinen Verkehrsmitteln werden immer wieder homophob motivierte Gewaltfälle berichtet, auch weil die Polizei hier genau auf mögliche Tathintergründe schaut (Bild: sfreimark / flickr)
- 16. Dezember 2016, 19:05h 2 Min.
Unter homophoben Beleidigungen schlug eine Gruppe von vier Männern auf drei Jugendliche ein, nachdem man zuvor in der U-Bahn aneinander geraten war.
Drei junge Männer sollen am Freitagmittag in Berlin-Mitte Opfer eines homophoben Angriffs geworden sein. Laut einem aktuellen Polizeibericht sei das Trio, zwei 19- Jährige und ein 24 Jahre alter Mann, den bisherigen Erkenntnissen zufolge gegen 12.30 Uhr mit einer U-Bahn der Linie U 8 auf dem Weg zum Alexanderplatz gewesen.
Im Zug sollen die drei schwulen Jugendlichen von vier Männern angesprochen worden sein. Einer habe das Trio dann gefragt: "Warum seid ihr schwul?" Der Älteste habe daraufhin geantwortet, dass es erlaubt ist, homosexuell zu sein. In Folge habe das Quartett das Trio bedrängt.
Die Belästigten stiegen laut Polizei am Alexanderplatz aus der U-Bahn und sollen dann versucht haben, den vier Männern aus dem Weg zu gehen. Auch hätten sie darum gebeten, in Ruhe gelassen zu werden. Daraufhin sollen die vier Männer den 19-Jährigen und dem 24-Jährigen in die Gesichter geschlagen haben.
Ein mutmaßlicher Angreifer gefasst
Zwei Mitarbeiterinnen der BVG bemerkten die Angriffe und trennten die mutmaßlichen Angreifer von den Attackierten, so die Polizei. Daraufhin ergriffen die vier Verdächtigen die Flucht. Die Angegriffenen klagten über Schmerzen im Gesicht und erstatteten eine Anzeige.
Etwa eine Stunde nach der Anzeigenaufnahme erkannten die Attackierten einen der mutmaßlichen Angreifer am Alexanderplatz wieder und informierten die Polizei. Beamte einer Einsatzhundertschaft nahmen den 17-Jährigen vorläufig fest. Er wurde zur Gefangenensammelstelle gebracht und nach erkennungsdienstlicher Behandlung entlassen.
Die Ermittlungen übernahm der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin. Anders als in anderen Städten informiert die Berliner Polizei in ihren Presseberichten regelmäßig über Straftaten mit einem mutmaßlich homo- oder transfeindlichen Hintergrund. Die Staatsanwaltschaft besitzt eigene Ansprechpartner für LGBTI. (pm)















Zunächst sollen Erwachsene die Jugendlichen belästigt haben..
Später wird ein 17-Jähriger Jugendlicher nach ""erkennungsdienstlicher Behandlung"" entlassen, weil er einen 24-Jährigen geschlagen haben soll..
""Daraufhin sollen die vier Männer den 19-Jährigen und dem 24-Jährigen in die Gesichter geschlagen haben.""..
Wer hat denn da nun wen angegriffen ?