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Erfolg der StadtAG LST
Köln stellt Unterkünfte für queere Flüchtlinge bereit
Die ersten fünf Plätze konnten bereits bezogen werden, im Februar 2017 soll ein ganzes Haus folgen.

Die Stadt Köln setzt ein Zeichen für den wertschätzenden Umgang mit Geflüchteten (Bild: SPD Sachsen)
- 22. Dezember 2016, 05:29h 3 Min.
Die Stadt Köln hat in diesem Monat spezielle Wohneinheiten für LGBTI-Geflüchtete bereitgestellt. Darüber informierte am Mittwoch das Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in einer Medienmitteilung.
Die ersten fünf Plätze in einem Gebäude, das vom Sozialdienst Katholischer Männer (SKM) betreut wird, konnten demnach bereits bezogen werden. Weitere Wohneinheiten sollen folgen. In Kürze könnten etwa zwei Wohngemeinschaften für drei bis sechs Personen zur Verfügung gestellt werden, kündigte die Stadt an. Ab Februar 2017 werde sie darüber hinaus ein Gebäude einrichten, in dem bis zu 20 Geflüchtete in kleineren Wohngruppen zusammenleben können.
Diesen Ergebnissen vorausgegangen waren Verhandlungen in einer Arbeitsgruppe, die sich im Sommer 2016 auf Wunsch der Stadtarbeitsgemeinschaft für Lesben, Schwule und Transgender (StadtAG LST) gebildet hatte. Hier wirkten neben der Aidshilfe Köln, dem Rubicon e.V., dem SKM und den Rainbow-Refugees Cologne das städtische Amt für Wohnungswesen sowie die Fachstelle für Lesben, Schwule und Transgender mit.
Auch angemessene Betreuung von LGBTI-Flüchtlingen gefordert
Ina Wolf von den Rainbow-Refugees begrüßte die gemeinsam entwickelten Ergebnisse und lobte die Zusammenarbeit mit der Verwaltung. Wichtig sei den Organisationen der Community nicht nur die adäquate Unterbringung, sondern auch eine Betreuung, die den besonderen Belangen von queeren Flüchtlingen gerecht wird. Sie litten häufig nicht nur unter der Gewalt und Verfolgung, die sie in ihren Heimatländern erfahren haben. Oft gehe die Diskriminierung in den Unterkünften in Deutschland weiter. Nicht selten seien sie hier Erniedrigungen und homophober Gewalt ausgesetzt.
Einvernehmen gibt es nach Angaben der Stadt in der Frage, Personen, die mit den Geflüchteten arbeiten, besonders zu schulen. Dies betreffe nicht nur die sozialarbeiterisch- und pädagogisch tätigen Mitarbeiter des Amtes für Wohnungswesen. Die für Anti-Gewaltarbeit im Verein Rubicon Tätigen planten beispielsweise eine Veranstaltung für Ehrenamtler. Zudem soll ein Arbeitskreis aller Organisationen der Community eingerichtet werden, die sich mit Migration und Flucht befassen, um eine größtmögliche Vernetzung zu erreichen und Synergieeffekte zu nutzen.
Die Arbeit der vergangenen Monate habe sich gelohnt, begrüßte Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) die von der Arbeitsgruppe entwickelten Resultate: "Es ist gelungen, für die besonders schutzbedürftigen LSBTI-Geflüchteten ein Angebot zu entwickeln, das ihren Bedürfnissen gerecht wird." Sie sei stolz, dass Köln "als eine der wenigen Gemeinden in Deutschland nun über ein professionelles und zeitgemäßes Konzept für diesen leidgeprüften Personenkreis" verfüge, so Reker laut Pressemitteilung. Wichtig sei nun, die Entwicklung weiter zu beobachten, um auf möglicherweise weitergehende Erfordernisse zeitnah reagieren zu können.
Neben Hannover ist Köln die zweite Stadt, die auf kommunaler Ebene Wohnraum für queere Geflüchtete zur Verfügung stellt. Darüber hinaus bestehen in Berlin und Nürnberg ebenfalls Unterkünfte, die von lokalen Vereinen getragen werden. (cw)















Denn erstens ist das das völlig falsche Signal.
Zweitens bestätigt man damit die Homohasser unter den Flüchtlingen, dass LGBTI tatsächlich nichts bei ihnen zu suchen haben und anderswo hinmüssen. Man zeigt, dass LGBTI defizitär sind und diejenigen sind, die wegmüssen, statt die Homohasser. Wie sollen die dann Akzeptanz lernen?
Drittens wird es nie genug Plätze für LGBTI-Flüchtlinge geben. Die anderen Flüchtlinge haben es dann noch schwerer in den regulären Unterkünften, wenn sie dort nur noch unter Homohassern sind und gar keine Gleichgesinnten mehr haben.
Viertens gibt es ja auch unter Hetero-Flüchtlingen nicht nur Homohasser. Indem man LGBTI ins Ghetto steckt, verwehrt man ihnen die Kontakte zu toleranten Flüchtlingen und macht ihnen damit die Integration unnötig schwer.
Fünftens erfordern solche Maßnahmen, dass die Betroffenen sich erst mal outen müssen. Die kommen aus Staaten, wo sie verfolgt wurden und versteckt leben mussten. Meistens haben sie auch noch eine traumatisierende Flucht hinter sich und vielleicht auch schon erste Erfahrungen mit Diskriminierung, Mobbing und Gewalt durch andere Flüchtlinge. Vielleicht können sie es sich auch selbst noch gar nicht s richtig eingestehen. Und dann sollen sie hier einer offiziellen Stelle sagen, dass sie LGBTI sind? Viele trauen sich das einfach nicht.