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Einzelkommentar zu:
Köln stellt Unterkünfte für queere Flüchtlinge bereit


#1 MarekAnonym
  • 22.12.2016, 09:56h
  • Das mag ja gut gemeint sein, aber ich halte gar nichts von solchen Homo-Ghettos.

    Denn erstens ist das das völlig falsche Signal.

    Zweitens bestätigt man damit die Homohasser unter den Flüchtlingen, dass LGBTI tatsächlich nichts bei ihnen zu suchen haben und anderswo hinmüssen. Man zeigt, dass LGBTI defizitär sind und diejenigen sind, die wegmüssen, statt die Homohasser. Wie sollen die dann Akzeptanz lernen?

    Drittens wird es nie genug Plätze für LGBTI-Flüchtlinge geben. Die anderen Flüchtlinge haben es dann noch schwerer in den regulären Unterkünften, wenn sie dort nur noch unter Homohassern sind und gar keine Gleichgesinnten mehr haben.

    Viertens gibt es ja auch unter Hetero-Flüchtlingen nicht nur Homohasser. Indem man LGBTI ins Ghetto steckt, verwehrt man ihnen die Kontakte zu toleranten Flüchtlingen und macht ihnen damit die Integration unnötig schwer.

    Fünftens erfordern solche Maßnahmen, dass die Betroffenen sich erst mal outen müssen. Die kommen aus Staaten, wo sie verfolgt wurden und versteckt leben mussten. Meistens haben sie auch noch eine traumatisierende Flucht hinter sich und vielleicht auch schon erste Erfahrungen mit Diskriminierung, Mobbing und Gewalt durch andere Flüchtlinge. Vielleicht können sie es sich auch selbst noch gar nicht s richtig eingestehen. Und dann sollen sie hier einer offiziellen Stelle sagen, dass sie LGBTI sind? Viele trauen sich das einfach nicht.
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