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"Nicht wahrscheinlich… Mit Sicherheit!"
Leslie Jordan bestätigt Rückkehr von "Will & Grace"
Laut "Will & Grace"-Darsteller Leslie Jordan ist es bereits sicher, dass im Sommer neue Folgen der Sitcom gedreht werden.

Leslie Jordan erhielt 2006 einen Emmy Award für seine Darstellung von Beverly Leslie in "Will & Grace" (Bild: Channel 5)
- 2. Januar 2017, 10:43h 3 Min.
Update 3.1.16, 16.15 Uhr: Dementi von Debra Messing
Schauspieler Leslie Jordan hat verraten, dass der amerikanische Fernsehsender NBC neue Folgen der Sitcom "Will & Grace" bestellt habe. In einem Interview des Radiosenders KPBS sagte der 61-Jährige: "Die Serie kehrt zurück". Als der Moderator meinte, dass "Will & Grace" seinen Informationen zufolge wahrscheinlich wiederbelebt werde, antwortete Jordan: "Nicht wahrscheinlich… Mit Sicherheit!"
Demnach wolle NBC zunächst zehn neue Folgen von "Will & Grace" drehen lassen. Die Dreharbeiten sollen im Juli beginnen, die ersten Folgen dann ab Herbst ausgestrahlt werden.
Gerüchte über eine Wiederbelebung der Serie machten bereits seit Monaten die Runde, nachdem im September eine zehnminütige "Will & Grace"-Webisode mit allen Hauptdarstellern veröffentlicht worden war, in der für Hillary Clinton bei der US-Präsidentschaftswahl geworben wurde (queer.de berichtete).
Später machten mehrere Darsteller Andeutungen über eine Rückkehr. Megan Mullaly (Karen) erklärte etwa vergangenen Monat, dass es "gute Chancen" auf eine Neuauflage gebe (queer.de berichtete). Das Timing sei nach der "abscheulichen Wahl" von Donald Trump gut, sagte die 58-Jährige damals. Die Serie hatte sich bereits mehrere Jahre lang über die Präsidentschaft von George W. Bush und seine homophoben Initiativen lustig gemacht.
"Will & Grace" veränderte die Fernsehlandschaft
Die Fernsehlandschaft hat sich seit der Ausstrahlung der Serie sehr verändert: Als "Will & Grace" über das Zusammenleben eines schwulen Mannes mit seiner ehemaligen Freundin 1998 erstmals gezeigt wurde, waren schwule oder lesbische Hauptfiguren noch rar im US-Fernsehen. Die Sitcom ist zwar oft kritisiert worden wegen einer zu klischeehaften Darstellung von sexuellen Minderheiten, allerdings zeigen sich viele LGBTI-Aktivisten davon überzeugt, dass "Will & Grace" dazu geführt habe, schwule und lesbische Figuren zu einer Normalität in vielen Serien zu machen.
Noch ist allerdings völlig unklar, wie es mit der Reihe weitergeht. Die letzte Folge, die vor zehneinhalb Jahren ausgestrahlt wurde, spielt teilweise zwanzig Jahre in der Zukunft, in der sich Will und Grace nach langjähriger Funkstille wieder treffen – und sich ihre beiden Kinder an der Uni kennenlernen und schließlich heiraten. Leslie Jordans Figur Beverly Leslie hat in dieser Folge das Zeitliche gesegnet: Eine Windböe wehte den recht kleinwüchsigen Mann von seinem Balkon. Jack McFarland (Sean Hayes) erbte daraufhin dessen Vermögen.
Zuletzt trauerten die "Will & Grace"-Darsteller um Debbie Reynolds, die in der Serie Graces Mutter dargestellt hatte. Sie war zwischen den Jahren einem Schlaganfall erlegen – nur einen Tag, nachdem auch ihre Tochter Carrie Fisher gestorben ist (queer.de berichtete). (dk)
Update 3.1.16, 16.15 Uhr: Dementi von Debra Messing
Debra Messing (Grace) dämpft die Hoffnungen auf eine Rückkehr von "Will & Grace": Via Twitter erklärte sie, dass NBC die neue Staffel noch nicht geordert habe. Es gebe bislang nur Gespräche, so Messing.
NBC hüllt sich derweil in Schweigen: Der Sender hat die Aussagen von Jordan weder bestätigt noch dementiert.
/ DebraMessingSadly Leslie was wrong. Nothing beyond talks. https://t.co/NDmKoH2Iql
— Debra Messing (@DebraMessing) January 2, 2017
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Wenn man jetzt nach der Pause wieder mit frischem Wind neu startet und dieselben Fehler nicht wieder macht, sondern an die Anfänge der Serie anknüpft, kann das durchaus wieder toll werden. Und wichtig sind solche Serien heutzutage ja eh.
Ich hofffe nur, dass man dieses mal auf Qualität statt Quantität setzt und das nicht wieder zu lange laufen lässt.