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Kommentare zu:
US-Pfadfinder schließen Achtjährigen wegen Transsexualität aus


#1 Patroklos
#2 JustusAnonym
  • 02.01.2017, 14:59h
  • Sehr schlimm!

    Hier werden Kinder ausgeschlossen, nur weil sie den falschen Körper haben. Wie sollen solche Kinder sowas denn ohne Schäden für die Psyche überstehen können?!

    Das zeigt, dass auch in den USA dringend mehr Aufklärung nötig ist. Und dass man rechtliche Regelungen braucht, die sowas verhindern.

    Aber von beidem ist man unter dem neuen Präsidenten wohl meilenweit entfernt... Und ausbaden müssen es wieder mal die Schwächsten...
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#3 JadugharProfil
  • 02.01.2017, 18:27hHamburg
  • Antwort auf #1 von Patroklos
  • Die Religionsfreiheit der Christen und Anderer, die gegen sexuelle Minderheiten vorgehen, muß extrem und sehr massiv eingeschränkt werden, solange sie andere Menschen aufgrund ihre Natur diskriminieren oder hetzen. Der Versuch einer Diskriminierung als auch einer Hetze sollte drakonisch bestraft werden. Der religiöse Glaube gehört in den Privatbereich! Missionierung sollte mit hohen Strafen belegt werden. Stellen in den religiösen Schriften, welche gegen Minderheiten gerichtet sind, gehören ausgemistet und entfernt.
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#4 saltgay_nlProfil
  • 02.01.2017, 20:34hZutphen
  • Sehr merkwürdig, wenn ein Junge schon nach kurzer Zeit bei den Pfadfindern ausgeschlossen wird. In der Regel gibt es so etwas nicht. Jeder Neuer oder Neue genießt zuerst den Status des "Neulings". Das Halstuch bekommt er erst überreicht, wenn er sein Versprechen ablegt und wird dann Pfadfinder, Wölfling oder Ranger/Rover, je nach Altersstufe.

    Dieses Versprechen wurde aber gerade von den "richtigen" Pfadfindern in dieser Gruppe durch den Ausschluss gebrochen! Die "Boyscouts of America" gehören dem Weltpfadfinderbund WOSM/WAGGS an. Nach den Regeln des Weltpfadfinderbundes darf es eben keine Diskriminierung durch Geschlecht, Hautfarbe, Herkunft oder ähnlicher Merkmale geben.

    Nun hat jedes Land eine eigene Pfadfindergeschichte. In Deutschland ist sie sehr eng mit der "bündischen Jugend" verknüpft. In anderen Ländern wie in Frankreich überwiegt ein klerikaler, patriotischer Einschlag, in den Niederlanden eher der Hang zur praktischen Jugendarbeit, in Schweden wie in UK orientiert man sich an dem paternalistischen Scoutismus, der durch Baden-Powell geprägt wurde.

    Vom Grundprinzip darf aber nicht abgewichen werden. Doch das ist leider immer wieder der Fall. Zu groß ist die Versuchung von den herrschenden Mächten dieses Potential an jugendlichem Idealismus, Motivation und Engagement zu eigenen Zwecken zu missbrauchen.

    Dann kommt so etwas wie in dieser Meldung heraus. Eine Schande für die Pfadfinderbewegung.
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#5 Hobbit82Profil
  • 02.01.2017, 23:08hNürnberg
  • Da sieht man wieder einmal, dass Kinder in aller Regel vorurteilsfrei sind und diese Vorurteile vor allem durch die Eltern vermittelt bekommen.
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#6 LarsAnonym
  • 03.01.2017, 01:06h
  • Antwort auf #2 von Justus
  • "Im falschen Körper geboren" trifft die Problematik nicht ganz. Der Körper und die geschlechtliche Identität sind bei diesem Jungen lediglich nicht gleich. Weder an dem Körper noch an der Identität ist deshalb etwas falsch., (auch wenn, im Sinne der Eindeutigkeit eine körperliche Veränderung einmal Thema sein sollte). Im Moment stellt sich für die Pfadfinder die Frage, wie man mit Jungen umgeht, die vom äußeren Erscheinuhgsbild her nicht der Norm oder dem Klischeee "Junge" entsprechen, ohne sie zu isolieren.
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#7 Homonklin44Profil
  • 03.01.2017, 03:59hTauroa Point
  • Nur traurig. Einerseits möchte man empfehlen, dass Trtans-kindern einfach eine eigene Pfadfindergruppe möglich gemacht wird, denn der Pfadfindergedanke ist doch nicht vom Geschlecht oder der Geschlechtsidentität abhängig, sondern davon, was man als Mensch dort lernt, einbringt und aus sich, aus seiner Hilfsbereitschaft anderen gegenüber macht.

    Wie man einem Kind die Freunde an diesem Gedanken auf eine so miese Weise kaputt machen kann, verstehe ich nicht. Macht traurig und wütend.

    Wenn die Religionsfreiheit höher gewürdigt wird als faktische Begebenheiten der Wirklichkeit finde ich das zwar typisch US-like aber auch brandgefährlich. Irgendwann könnten Religiöse sagen, unser Glaube verbietet es uns, Frauen wählen zu lassen oder derGlaube stellt fest, Menschen mit den und den Merkmalen gelten nicht als gleichwertig.... im Fall LGBTIQ ist das schon so, bei Trans-Menschen nicht anders.
    Religionsfreiheit bedeutender als elementare menschliche Eigenschaften?
    I BEG YOUR PARDON!!! Quo vadis, Trump's USA?
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#8 Diego BAnonym
  • 03.01.2017, 14:41h
  • Schande über alle Menschen, die ihren Hass sogar an Kindern auslassen.

    Die verstehen das nicht und denken, es sei ihre Schuld und sie seien schlecht.
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#9 TheDadProfil
  • 03.01.2017, 15:51hHannover
  • Antwort auf #6 von Lars
  • """Im falschen Körper geboren" trifft die Problematik nicht ganz. Der Körper und die geschlechtliche Identität sind bei diesem Jungen lediglich nicht gleich.""..

    Äh ?
    UND ?

    ""Im Moment stellt sich für die Pfadfinder die Frage, wie man mit Jungen umgeht, die vom äußeren Erscheinuhgsbild her nicht der Norm oder dem Klischeee "Junge" entsprechen, ohne sie zu isolieren.""..

    Oha..
    Geschlechtsidentität basiert jetzt also auf einem "Klischee" ?

    Das Jungs einem bestimmtem Äußerem unterliegen ist ein "Klischee"..
    Das Mädchen diesem "Klischee" nicht entsprechen ein anderes "Klischee"..

    Was ist das denn nun hier ?
    "Gender-Mainstreaming" mit anderen Mitteln, oder nur die falsch verstandene Aufforderung anderen zu erklären, was man selbst nicht so genau verstanden hat ?

    Den Pfadfindern stellt sich nicht nur ""im Moment"", sondern schon seit längerem die Frage ob sie weiterhin ihre durch die Evangelikalen Ströme eingebläute "Zwei-Geschlechtlichkeit" und Heteronormativität durchsetzen wollen, oder endlich damit aufhören Menschen nach willkürlich gewählten Kriterien zu diskriminieren ?

    Diese Diskriminierung steht nämlich ihren eigenen Statuten vollständig entgegen..
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#10 ursus
  • 03.01.2017, 19:03h
  • Antwort auf #9 von TheDad
  • """Im falschen Körper geboren" trifft die Problematik nicht ganz. Der Körper und die geschlechtliche Identität sind bei diesem Jungen lediglich nicht gleich.""..
    Äh ? UND ?"

    die formulierung, transsexuelle seien "im falschen körper geboren" ist in mehrfacher hinsicht problematisch.

    es wird so suggiert, es sei etwas mit den BETROFFENEN "falsch" (nämlich ihr körper), und nicht etwa mit der UMWELT, die den transsexuellen eine unzutreffende geschlechtsidentität aufdrängt.

    dazu kommt, dass jede_r selbst entscheiden muss und darf, inwieweit und in welchem genauen ausmaß er_sie den eigenen körper als persönlich stimmig, oder unstimmig erlebt und ggf. verändern möchte. nicht alle transsexuellen erleben z.b. ihre primären geschlechtsmerkmale als unstimmig und wollen sie verändern. manchmal geht es nur um den geschlechtsausdruck durch kleidung, stimme, körpersprache usw., ohne oder nur mit teilweisen körperveränderungen.

    es geht ja übrigens sowieso nie um den ganzen körper, sondern immer nur um details - schon deshalb finde ich es ziemlich komisch, vom "falschen körper" zu reden. das klingt ein bisschen so, als müsse der komplette körper durch einen neuen ersetzt werden oder als sei da ein menschlicher geist versehentlich in einem ihm völlig fremden körper gelandet, der eigentlich jemandem anders gehören sollte.

    von außen pauschal suggeriert zu bekommen, man müsse den eigenen körper als "falsch" erleben, ist deshalb eine völlig unnötige übergriffigkeit. manche transsexuelle verwenden diese formulierung zwar selbst, um ihren zustand zu erklären. ich wäre aber sehr vorsichtig damit, sie als cis-mensch allen transsexuellen überzustülpen.

    das war möglicherweise, worauf Lars hinauswollte.
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#11 TheDadProfil
  • 03.01.2017, 20:31hHannover
  • Antwort auf #10 von ursus
  • ""das war möglicherweise, worauf Lars hinauswollte.""..

    Möglicherweise..

    Was Du schreibst leuchtet mir alles ein, auch wenn ich das von einigen Menschen auch ebenso vernommen habe, von einem "im falschem Körper geboren sein" zu sprechen..

    Was mich hier vor allem gestört hat ist das "Klischee"..

    Auch wenn alles andere stimmig sein sollte, ist es eben immer noch kein "Klischee" wenn sich Menschen durch die Umwelt in eine bestimmte geschlechtliche Identität gedrängt sehen, denn diese Menschen nehmen zunächst auch nur wahr, was sie sehen..

    Das Wissen über mehr als nur 2 Geschlechtsidentitäten ist nicht verbreitet..
    Woher sollen sie es auch wissen, wenn solche Gruppen wie die Evangelikalen hinter den Pfadfindern stehen, und den Kreationismus vorantreiben ?
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#12 LarsAnonym
#13 ursus
  • 04.01.2017, 18:25h
  • "auch wenn ich das von einigen Menschen auch ebenso vernommen habe, von einem "im falschem Körper geboren sein" zu sprechen.."

    wie ich ja schon schrieb.

    aber "falsch" ist nun mal ein stark wertender begriff, weshalb er zur fremdbeschreibung nicht unbedingt taugt, wenn man niemanden verletzen möchte.

    es gibt auch Schwarze, die sich selbst "nigger" nennen. weshalb es fatal wäre, daraus zu schließen, dass man den begriff sorglos übernehmen könnte, muss ich ja nicht erklären. okay, das ist wieder ein bisschen was anderes, aber die logik wäre ähnlich.
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