Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?27913

Über 30 Jahre altes Video

Netflix zeigt homophobe Tirade von Eddie Murphy

1983 zeigte sich Eddie Murphy bei einem Auftritt von seiner homophoben Seite. Die Tirade, für die er sich bereits vor Jahren entschuldigt hatte, ist nun bei Netflix zu sehen.


Vor 33 Jahren warnte Eddie Murphy in "Delirious" vor Schwulen, die angeblich Heterosexuelle mit Aids bedrohten

  • 2. Januar 2017, 13:25h 10 2 Min.

US-Blogger haben Netflix scharf kritisiert, weil der Streamingdienst das über drei Jahrzehnte alte Comedy-Special "Delirious" von Eddie Murphy in sein Programm aufgenommen hat, in dem der Comedian gegen Homosexuelle hetzt. Das Machwerk sei "aus unerklärlichen Gründen auf Netflix aufgetaucht und kann jetzt gestramt werden", beschwerte sich etwa das Portal "Queerty" vor wenigen Tagen.

Das Video ist auch im deutschen Netflix verfügbar. In der Beschreibung des Videos heißt es, dass Murphy die Zuschauer begeistern würde "mit unzensierten Beobachtungen und Parodien in dem verrückten Stand-up Comedy-Stil, der ihn so bekannt gemacht hat".

Schwules Aids an den Lippen der Freundin

Der damals 22-Jährige Jungkomiker eröffnete 1983 seine rund 70-minütige Standup-Comedy-Show mit den Worten: "Ich habe Regeln, wenn ich Standup mache. Schwuchteln dürfen sich nicht meinen Arsch anschauen, wenn ich auf der Bühne stehe. Darum hüpfe ich die ganze Zeit hin und her." Danach machte er sich minutenlang über Schwule lustig und stellte sie als Gefahr für Heterosexuelle wie ihn selbst dar: "Es macht mir Angst, weil die Mädels mit ihnen rumhängen. Eine Nacht haben sie Spaß mit ihrem schwulen Freund und geben ihnen einen kleinen Kuss. Und dann kommen sie mit Aids an den Lippen nach Hause. Und dann fünf Jahre später heißt es: "Herr Johnson, Sie haben Aids.' 'Aids? Aber ich bin doch nicht homosexuell.' 'Ja, sicher, Sie sind nicht homosexuell."

Murphy wiederholte diese homophoben Witze über mehrere Jahre. So beschwerte er sich 1987, dass er nicht mehr nach San Francisco gehen könne, weil dort "Schwuchteln" an den Flughäfen seine Einreise verhindern würden.

Erst Jahre später waren dem Komiker diese Auftritte peinlich: 1996 veröffentlichte er eine Entschuldigung, in der er die Aussagen als Jugendsünde beschrieb. Zu diesem Zeitpunkt drehte er gerade einen Film in San Francisco. Er behauptete damals, er sei nun "besser informiert" über Aids. Es sei unfair, ihn deshalb noch zu kritisieren. "Ich bin nicht homophob und nicht anti-gay", so Murphy in einer Pressemitteilung. "Ich weiß, dass Aids ein ernstes Problem in aller Welt ist. Ich weiß, dass Aids nicht lustig ist. Es ist 1996, und ich weiß jetzt mehr über Aids." Er und seine Frau hätten bereits für die Aids-Forschung gespendet. Außerdem erklärte Murphy, dass Menschen, die ihm nahe stehen würden, an Aids gestorben seien. (dk)

#1 JustusAnonym
  • 02.01.2017, 14:56h
  • "Murphy wiederholte diese homophoben Witze über mehrere Jahre. "

    Eddie Murphy ist und bleibt halt homophob. Er zeigt das nur heute nicht mehr so offen, um massenkompatibel zu bleiben und seine Millionen-Einnahmen nicht zu gefährden. Denn Geld ist im Zweifel immer das stärkste Argument.

    ################################

    "Es ist 1996, und ich weiß jetzt mehr über Aids."

    Aha. Und wenn HIV wirklich über Küssen übertragen werden könnte, würde er weiter so denken wie damals?
  • Direktlink »
#2 Stephen
  • 02.01.2017, 17:11h
  • Antwort auf #1 von Justus
  • Wer ist Eddie Murphy? Er hat sein Zeitalter gehabt, von Ihm gibt es seit Jahren keine herrausragenden Erfolge mehr zu verzeichnen. Keiner will Ihn mehr sehen geschweige denn hören.
  • Direktlink »
#3 Steve2Anonym
  • 02.01.2017, 17:29h
  • Keine Ahnung, wieso Netflix SO ETWAS in sein Programm aufnimmt. Ich schaue mal, ob es in ein paar Wochen noch im Programm ist - falls ja, kündige ich mein Abo und gehe zu Amazon Prime. Mag ja sein, dass Menschen dies in den frühen 80er Jahren lustig fanden. Ich bin der Meinung, dass es heute einfach nur unangebracht ist.
  • Direktlink »