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"Ich bin ein Star, holt mich hier raus"
Helmut Bergers Botox-Boy geht in den Dschungel
Der Ex von Helmut Berger ist einer von zwölf Kandidaten in der elften Staffel des RTL-Dschungelcamps.

Florian Wess hofft offenbar, dass ihn bald ein Space Shuttle abholt (Bild: RTL / Ruprecht Stempell)
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6. Januar 2017, 09:47h 3 Min.
In einer Woche geht's los: Zwölf mehr oder weniger bekannte Promis fliegen nach Australien, um seelisch wie auch physisch alle Hülle fallen zu lassen. Am Freitag bestätigte RTL, über welche Kandidaten die Republik bei der neuesten Ausgabe des Dschungelcamps mehr als zwei Wochen lang debattieren wird.
Die Community wird dieses Jahr von Florian Wess vertreten. Der 36-jährige It-Boy ist vor allem als Ex-Ehemann der doppelt so alten Hollywood-Ikone Helmut Berger bekannt. Der österreichische Schauspieler war übrigens 2013 selbst bereits im Dschungel – nach drei Tagen gab er aber auf (queer.de berichtete).
Berger und Wess hatten im Sommer 2015 auf Ibiza symbolisch geheiratet (queer.de berichtete). Damals zeigte sich die Regenbogenpresse über die Ehe der Hollywood-Ikone mit dem Botox-Boy entzückt. Lange hielt der Bund fürs Leben aber nicht: Nur wenige Monate später verließ Wess seinen Liebsten, weil dieser sich in der Dokumentation "Helmut Berger, Actor" vor der Kamera selbst befriedigt hatte.
Wess klagte damals sein Leid bei den üblichen Verdächtigen: "Sich im Film einen runterzuholen, das geht nicht", sagte er der "Bild"-Zeitung. "Ich bin enttäuscht, dass Helmut vor einem fremden Mann und sogar vor einer filmenden Kamera vor der Weltöffentlichkeit masturbiert, ja sogar ejakuliert hat und ich dies anscheinend hinnehmen soll. Das funktioniert in keiner Partnerschaft, da ich das Wort Treue sehr ernst nehme", beschwerte er sich im österreichischen "Kurier".
Florian Wess kündigt "Stress" an
Der 36-Jährige, der bereits durch Auftritte in Formaten wie "Big Brother", "Das perfekte Promi-Dinner" oder "Promi Shopping Queen" Reality-Erfahrung gesammelt hat, möchte eigenen Aussagen zufolge mit seinem Auftritt zeigen, dass er eine eigenständige Person ist. Und er deutet an, dass er sich im Dschungel nichts gefallen lassen wird: "Ich mag naive Menschen nicht. Wenn ich merke, dass die Leute ein Diskussionslevel haben, das nicht zu mir passt, werde ich gelangweilt oder gereizt", so Wess. "Wenn sie mir nicht folgen können oder mit irgendwelchen erdachten Sachen argumentieren, nervt mich das. Wenn ich weiß, dass ich Recht habe und die anderen sehen das nicht ein, gibt es Stress." Kurzum: Er gibt sich als feuchter Traum eines Dschungelcamp-Produzenten.
Neben "Botox-Boy" wird vor allem der Auftritt von Gina-Lisa Lohfink mit Spannung erwartet, die vergangenes Jahr in Berlin wegen falscher Verdächtigung zu 60.000 Euro Geldstrafe verurteilt worden war. Das Model hatte zwei Männer beschuldigt, sie mit K.o.-Tropfen willenlos gemacht und anschließend ein Amateur-Porno gedreht zu haben.
Ein weiterer bekannter Teilnehmer ist Fußballer Thomas "Icke" Häßler, der 1990 mit der deutschen Nationalmannschaft Weltmeister und sechs Jahre später Europameister wurde. Dazu gesellen sich TV-Maklerin Hanka Rackwitz, Schauspieler Markus Majowski, Sänger Marc Terenzi, Schauspielerin Nicole Mieth, TV-Sternchen Sarah Joelle Jahnel, "Kult-Auswanderer" Jens Büchner, Reality-Star Kader Loth, NDW-Star Fräulein Menke und Model Alexander "Honey" Keen. Die Moderation wird wie in den letzten Jahren Sonja Zietlow und Daniel Hartwich übernehmen.

Thomas Häßler, Alexander "Honey" Keen, Jens Büchner, Markus Majowski, Fräulein Menke, Kader Loth (oben v.l.n.r.), Sarah Joelle Jahnel, Nicole Mieth, Florian Wess, Marc Terenzi, Hanka Rackwitz und Gina-Lisa Lohfink (unten v.l.n.r.) – (Bild: RTL / Stempell/Skowski)
Erste Sendung am Freitag (13. Januar) um 21.15 Uhr bei RTL, danach täglich bis zum 29. Januar
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03:35h, ORF 1:
Ansichtssache
Folge 9: Was ist schon normal? – Ein schwuler Influencer aus Wien und ein heterosexueller Rentner aus der Provinz tauchen in die Lebenswelt des jeweils anderen ein.
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Ich musste gerade sichergehen, dass ich nicht auf der Seite eines drittklassigen Boulevard-Blattes gelandet bin.
En passant ist mir dann noch aufgefallen, dass es auf einmal schön brav heißt "queer.de - Das schwul-lesbische Magazin". Nix mehr "Das Zentralorgan der Homo-Lobby".
Boulevardesk verkauft sich wohl besser?