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Wirbel um Melania-Trump-Lob

Gabbana: "Nennt mich bitte nicht schwul"

Nachdem das Mode-Duo Dolce und Gabbana vor zwei Jahren nach einer Tirade gegen Regenbogenfamilien Empörung auslöste, gibt es nun einen weiteren Shitstorm.


Das italienischen Designer Domenico Dolce und Stefano Gabbana sind für so manche Kontroverse gut (Bild: rivo / flickr / by-sa 2.0)

  • 6. Januar 2017, 12:40h 11 2 Min.

Modedesigner Stefano Gabbana steht in der Kritik für sein überschwängliches Lob der designierten US-Präsidentengattin Melania Trump. Der 54-Jährige veröffentlichte am Montag auf Instagram ein Bild der Trumps, auf dem Melania ein 3.000 Dollar teures Kleid von Dolce und Gabbana trug. Der italienische Designer bezeichnete das Ex-Model als "DGWoman". Daneben verlieh er ihr den Titel "wunderschöne Frau" und nannte ihre Kritiker "dumm".

Die Reaktionen fielen scharf aus. Mehrere Nutzer kritisierten, dass er mit dem Lob indirekt einen radikalen Politiker unterstützt. So schrieb ein Instagram-Nutzer: "Ob sie schön ist oder nicht, würden Sie Eva Braun einkleiden?" Gabbanas Antwort: "Wer ist Eva Brown?" (offenbar hatte er Braun ins Englische übersetzt).

Andere merkten an, dass Gabbana als schwuler Mann sensibler sein müsse, da unter der Trump-Regierung auch LGBTI-Rechte in Gefahr seien. Daraufhin antwortete Gabbana kurz angeleint: "Nennt mich bitte nicht schwul. Ich bin ein Mann. Wen ich liebe, ist meine Privatsache!!!"

Paar sorgte bereits mit Kritik an Regenbogenfamilien für Kritik

Anfang 2015 hatten Dolce und Gabbana bereits mit einem Interview in einem italienischen Magazin für eine Kontroverse und weltweite Boykottaufrufe gesorgt (queer.de berichtete). Das Paar kritisierte damals Regenbogenfamilien und meinte, dass Kinder nur mit heterosexuellen Eltern aufwachsen sollten. Gabbana erklärte damals wörtlich: "Die einzige Familie ist die traditionelle, Dolce nutzte die abwertende Bezeichnung "synthetische Nachfahren" für Kinder aus Regenbogenfamilien. Unter anderem schlossen sich Elton John, Ricky Martin, Victoria Beckham und Courtney Love dem Boykottaufruf an. Ein halbes Jahr später entschuldigte sich Dolce für die abschätzigen Äußerungen (queer.de berichtete).

Gabbana war bis zum Jahr 2005 auch privat mit Dolce liiert. Die beiden Milliardäre waren 20 Jahre lang ein Paar. Nach dem Ende ihrer privaten Beziehung arbeiteten sie aber weiter zusammen. (dk)

#1 PatroklosEhemaliges Profil
  • 06.01.2017, 13:49h
  • Herrn Gabbana ist der Erfolg zu Kopf gestiegen und es wird Zeit, daß ihn jemand in die harte Realität zurückholt! Es ist eine Schande, daß er auch noch sein Schwulsein leugnet, um einem homophoben künftigen US-Präsidenten und der strunzdummen künftigen First Lady zu gefallen! Hier hilft nur eins: keinen müden Euro oder Dollar mehr für Produkte von Dolce & Gabbana!
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#2 herve64Ehemaliges Profil
  • 06.01.2017, 14:48h
  • Nein, Stefano Gabbana ist nicht schwul, sondern HOMOSEXUELL. Schließlich leidet er ja empfindlich unter seiner sexuellen Orientierung, was bei einem Schwulen nicht der Fall wäre.

    Noch besser wäre die Bezeichnung "gealterte dekadente Schrankschwester ohne jegliches Selbstbewusstsein", aber lassen wir das.
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#3 kuesschen11
  • 06.01.2017, 16:20hFrankfurt
  • Selbst wenn ich das Geld hätte, würde ich es keinesfalls in Dolce und Gabbana Klamotten investieren. Den guten Geschmack und die Qualität findet man auch woanders.

    Nicht nur einmal ist Herr Gabbana mit homophoben Äußerungen in der Öffentlichkeit aufgefallen. Er bekennt sich noch nicht mal richtig zu seiner sexuellen Orientierung, nur um sein homophobes und politisch reaktionär eingestelltes Klientel der Milliardäre nicht zu verärgern.

    Von der Menschlichkeit her gesehen ist das armselig, aber dafür gibt es dann von Herrn Gabbana später wieder die großen Entschuldigungen.
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