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Rheinland-Pfalz

Hetze gegen Juden und Schwule: Prozess gegen Neonazi-Band beginnt

Mitgliedern der Band "Kaltes Judenleder", die Mordfantasien gegen Juden und Schwule hegten, wird in Rheinland-Pfalz der Prozess gemacht.


Drei Männer müssen sich wegen Verbreitung von Propagandamaterial verantworten (Bild: Quinn Dombrowski / flickr)

  • 10. Januar 2017, 09:57h 11 1 Min.

In Betzdorf (Landkreis Altenkirchen) hat am Montag laut "Siegener Zeitung" vor einem Schöffengericht der Prozess gegen drei Neonazis im Alter zwischen 30 und 34 Jahren begonnen, die mit ihrer gemeinsamen Band "Kaltes Judenleder" insbesondere gegen Juden, aber auch gegen Homosexuelle und andere Minderheiten wie Behinderte Stimmung machten. Ihnen wird Verbreitung von Propagandamaterial und das Verwenden von Symbolen verfassungswidriger Organisationen zur Last gelegt.

Zu den Texten der Band, die dem "National Socialist Black Metal" zugerechnet wird, gehören Sätze wie: "Die Schwulen hätten wir doch fast vergessen. Wir lassen sie unsere Scheiße fressen. Später gibt's dann mit der Baseballkeule". Die Angeklagten waren auch für die Band "Blutkult" verantwortlich, die Lieder veröffentlichte, die Zeilen wie "Untermensch – verrecke" enthielten. Die Angeklagten hatten die Musik auch über Youtube weiterverbreitet.

Dem Verfahren waren langjährige Ermittlungsarbeiten vorausgegangen. Im September 2012 hatte die Polizei in Siegen und in Oberahr eine Razzia gegen die Bandmitglieder durchgeführt und konnte neben Musikinstrumenten und Tonträgern auch Waffen und Munition sicherstellen.

Einer der Angeklagten war bereits 2005 zu rund drei Jahren Haft verurteilt worden, weil er mit anderen Personen Besucher eines Punkkonzerts überfallen hatte. Die Band soll enge Verbindungen zu rechten "Kameradschaften" gepflegt haben. (dk)

-w-

#1 Julian SAnonym
  • 10.01.2017, 12:20h
  • Sehr gut!

    Für Hass und Hetze darf kein Raum sein.

    Ich hoffe nur, dass in Zukunft endlich auch mal hart gegen die Hass-Sänger aus dem Reggae-Bereich vorgegangen wird, die keinen Deut besser sind als Nazi-Bands.

    Viel zu lange hat man bei Hass weggesehen und erst jetzt, wo der Hass immer mehr die Gesellschaft vergiftet, wacht man endlich auf und merkt, dass man das schon im Keim ersticken muss.
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#2 PatroklosEhemaliges Profil
  • 10.01.2017, 14:43h
  • Antwort auf #1 von Julian S
  • "Für Hass und Hetze darf kein Raum sein."

    Sowas mußt ausgerechnet Du sagen! Du gehörst doch zu denjenigen, die Hetze gegen die SPD hier verbreiten! Ganz schön scheinheilig kann ich da nur sagen!

    Was die Neonazigruppe anbelangt, so sollen die für immer hinter Gittern verschwinden!
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#3 SebiAnonym
  • 10.01.2017, 15:42h
  • Antwort auf #2 von Patroklos
  • Für diejenigen, die hier nicht so oft mitlesen:

    für den Troll-User "Patroklos" ist es schon "Hetze" gegen die SPD, wenn man nur schon darauf hinweist, dass die SPD vor der Wahl "100% Gleichstellung" versprochen hat, dann aber nach der Wahl das genaue Gegenteil tut.

    Oder wenn man darauf hinweist, dass die Union keine absolute Mehrheit hat und gar nichts tun oder verhindern könnte, wenn die SPD ihr nicht die Mehrheit dafür sichern würde.

    Oder wenn man erwähnt, dass laut Art. 38 GG jeder Abgeordnete bei Abstimmungen nur seinem Gewissen verpflichtet ist und nicht nach Auftrag anderer zu handeln hat. Dass man also nicht die Schuld bei Koalitionspartnern suchen darf, sondern auch bei denjenigen, die das mitmachen.

    Etc. etc. etc.
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