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Homophobie
Michele Bachmann: Trump soll gegen "böse" Gay-Agenda kämpfen
Die Trump-Beraterin fordert den neuen Präsidenten auf, Politik nur für Heterosexuelle zu machen.

Michele Bachmann versprüht auch zwei Jahre nach dem Ende ihrer parlamentarischen Karriere wieder ihr Gift (Bild: Gage Skidmore / flickr)
- 10. Januar 2017, 14:27h 2 Min.
Die republikanische US-Politikerin Michele Bachmann hat vergangene Woche in einem Radio-Interview mit dem homophoben Aktivisten Tony Perkins erklärt, das amerikanische Außenministerium habe unter Barack Obama die "böse" Homosexuellen-Agenda gefördert. Sie äußerte die Hoffnung, dass dies unter dem neuen Präsidenten Donald Trump anders werden würde.
Bachmann, die von 2007 bis 2015 US-Kongressabgeordnete war, galt über Jahre als LGBTI-feindlichste Politikerin im amerikanischen Parlament. Homosexualität bezeichnete sie als "Teil Satans", ihr Ehemann betrieb eine Homo-"Heiler"-Klinik. Die Homophobie der Politikerin hatte messbare Folgen: So berichtete das Magazin "Rolling Stone" 2012 über eine Häufung von Selbstmorden in ihrem Wahlbezirk (queer.de berichtete).
Bachmann: US-Außenministerium wollte CSD-Zwang
In dem Interview sagte die 60-Jährige: "Wir beobachten so viel Böses aus dem Außenministerium, etwa wenn finanzielle Anreize vorenthalten werden, wenn Staaten beispielsweise nicht die Gay-Agenda unterstützen", so Bachmann. Die US-Regierung habe etwa angeordnet, dass CSDs in anderen Ländern veranstaltet werden müssten, ansonsten würde die Entwicklungshilfe gekürzt. Sie stimmte auch ihrem Gesprächspartner Tony Perkins zu, als dieser erklärte, die "gottlose Agenda" der Obama-Regierung würde "amerikanische Werte unterminieren".
Bachmann führte nicht aus, welche Länder zu CSDs gezwungen werden sollten – das wäre auch schwierig gewesen: In der Realität versuchte das Außenministerium von John Kerry nämlich nicht, CSD-Genehmigungen zu erstreiten, sondern unterstützte mit Empfängen in Botschaften oder der Demoteilnahme von Botschaftsmitarbeitern lokale Pride-Veranstaltungen. Darüber hinaus setzte es sich dafür ein, dass Staaten die Strafverfolgung aufgrund der sexuellen Orientierung beenden sollten. Dafür warb Kerry beispielsweise in der UN (queer.de berichtete).
Während des Präsidentschaftswahlkampfs war Bachmann eigenen Angaben zufolge Beraterin des US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump. Sie beriet ihn demnach in zwei Gremien zu evangelikalen Themen und Terrorismusfragen (queer.de berichtete). Nach der Wahl zeigte sie sich über den Trump-Sieg hocherfreut und erklärte sogar, dass nicht nur die amerikanischen Wähler für den Sieg verantwortlich seien: "Gott hat das gemacht", so Bachmann im November. (dk)















Bei dem Homohasser-Kabinett, was Trump sich ausgesucht hat und angesichts dessen, wie er sich vor der Wahl immer wieder geäußert und verhalten hat, wird es da wohl bald Homohass pur geben.
Zusammen mit Rassismus pur, Sexismus pur und Behindertenfeindlichkeit pur.