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Hunderte schauten zu
Zwei schwule Männer in Somalia hingerichtet
Die islamistische Terrormiliz Al-Shabab hat in der Stadt Buale einen 20- und einen 15-Jährigen erschossen, weil sie miteinander Sex gehabt haben sollen.

Ableger von Al-Kaida in Ostafrika: Mitglieder der Terrormiliz Al Shabab
- 11. Januar 2017, 05:45h 2 Min.
Die islamistische Terrororganisation Al-Shabab hat nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters erstmals in Somalia homosexuelle Männer hingerichtet. Über seinen Radiosender "Andalus" verkündete der ostafrikanische Al-Kaida-Ableger, dass ein 20- und ein 15-Jähriger erschossen worden seien, weil sie Geschlechtsverkehr gehabt hätten.
Die Hinrichtung soll in der Stadt Buale in der von Al-Shabab kontrollieren Region Jubbada Dhexe stattgefunden haben. Hunderte Menschen hätten zugeschaut. Zuvor hatte laut "Andalus" ein Scharia-Gericht die beiden jungen Männer schuldig gesprochen. Gleichgeschlechtlicher Sex sei "unmoralisch und verwerflich", hieß es in der Meldung.
Die Extremistenmiliz selbst behauptete, dass sie bereits zum zweiten Mal Menschen aufgrund ihrer Homosexualität töten ließ. Nähere Angaben über den ersten Fall machte sie jedoch nicht.
Al-Shabab kontrolliert seit mehreren Jahren Teile Südsomalias und setzt dort die Scharia in strenger Form durch. Ziel der Terrormiliz ist die Errichtung eines islamischen Staates am Horn von Afrika und die Beteiligung an einem weltweiten Dschihad. Im Rest der Bundesrepublik Somalia wird Homosexualität "nur" mit bis zu drei Jahren Haft bestraft.
Meldungen über öffentliche Hinrichtungen vermeintlich schwuler Männer gibt es seit Jahren immer wieder aus Syrien und Irak. Verantwortlich ist dort die Terrormiliz "Islamischer Staat" (queer.de berichtete). (cw)












