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Vorbild Hannibal Lecter
Weil sie gegen die Ehe für alle war: Student ermordet Mitbewohnerin
In Freiburg hat am Donnerstag der Prozess gegen einen 25-Jährigen begonnen, der keine Religiösität in seiner WG duldete.

Mordprozess vor dem Landgericht Freiburg: Der Angeklagte wurde jahrelang wegen Depressionen und Suizidgedanken therapeutisch und medikamentös behandelt. (Bild: flickr / Jack Pearce / by 2.0)
- 13. Januar 2017, 07:57h 2 Min.
Wegen Mordes muss sich seit Donnerstag ein 25-jähriger Student vor dem Landgericht Freiburg verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, am 10. August 2016 seine 31-jährige Mitbewohnerin erstochen zu haben. Der Angeklagte hat die Tat gestanden.
Das Opfer, eine gläubige Christin aus Paderborn, war erst neun Tage zuvor in die Zweier-Wohngemeinschaft eingezogen, um in Freiburg in einem Gebetshaus zu arbeiten. Laut den Vernehmungen des Studenten, der sich gegenüber der Polizei als "Antitheist" bezeichnete, sei es wegen ihrer religiösen Überzeugungen mehrfach zum Streit gekommen. Am Tattag stürmte er nach eigenen Angaben in das Zimmer der Frau, befragte sie nach ihrer Haltung zur gleichgeschlechtlichen Ehe und stach ihr in den Hals, nachdem sie diese abgelehnt habe.
Die Tatwaffe – ein Messer – habe er in seiner Hosentasche versteckt gehabt, erklärte der 25-Jährige in den Vernehmungen. Nachdem das verletzte Opfer einen Fluchtversuch startete, verfolgte er es bis in das Treppenhaus und tötete es durch mehrere weitere Stiche in den Rücken. In der WG ließ er sich später widerstandslos festnehmen.
Gericht überprüft Schuldfähigkeit
Zu seiner eigenen sexuellen Orientierung wollte sich der isoliert lebende Angeklagte nach Angaben der "Badischen Zeitung" vor Gericht nicht äußern. Einen Partner oder eine Partnerin habe er noch nie gehabt. Zur Sprache kam beim ersten Prozesstag allerdings sein langjähriger Krankheitsverlauf. So wurde er schon zu Schulzeiten wegen Depressionen und Suizidgedanken therapeutisch und medikamentös behandelt. Gegenüber einem Sachverständigen nannte er die Romanfigur des Serienmörders Hannibal Lecter aus dem Kinofilm "Das Schweigen der Lämmer" als sein Vorbild.
Das Landgericht Freiburg muss nun die Schuldfähigkeit des Angeklagten feststellen. Ein Urteil wird bis Ende des Monats erwartet. (cw)















Aber nach diesen tagen hätte man die frau auch auf die strasse setzen können.
Schlag nach bei Schiller..
"Drum prüfe, wer sich ewig bindet, Ob sich das Herz zum Herzen findet. Der Wahn ist kurz, die Reu' ist lang" ( vermietungstechnisch gesehen...)
Mein allzu befangenes urteil: unschuldig wegen putativer notwehr.