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Wegen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft

Eurovision: Sadi zieht Kandidatur zurück

Drei Wochen vor dem deutschen Vorentscheid wirft der 21-jährige Sadi hin. Eine Nachfolgerin ist bereits nachnominiert worden.


Wilhelm "Sadi" Richter wird beim deutschen Vorentscheid am 9. Februar nicht dabei sein (Bild: NDR / Ingo Pertramer)

  • 17. Januar 2017, 15:33h 8 2 Min.

Der NDR hat am Dienstag bekannt gegeben, dass Wilhelm "Sadi" Richter seine Kandidatur für die Show "Eurovision Song Contest – Unser Song 2017" zurückzieht. Grund sind Medienberichte, wonach dem 19-Jährigen von der Dortmunder Staatsanwaltschaft Betrug und Diebstahl vorgeworfen werden.

Die "Bild"-Zeitung hatte am Montag berichtet, der Nachwuchssänger müsse sich vor dem Jugendrichter verantworten; er werde unter anderem beschuldigt, auf eBay eine Uhr verkauft zu haben, die Ware sei aber nie bei der Käuferin angekommen. Außerdem schrieb das Boulevardblatt, dass Sadi mit einer Frau einen Putzservice angeboten habe, ein Kunde danach aber mehrere Gegenstände, darunter angeblich einen Fernseher und Schnaps, vermisst habe.

"Berichte über mich verursachen gerade so viel Trubel – das möchte ich erst einmal klären und verarbeiten", erklärte Sadi nach Angaben des NDR. Er sei "sehr verwundert" darüber, was ihm vorgeworfen werde. "Ich hatte mich total auf die Teilnahme gefreut, möchte das aber nicht unter diesen Umständen machen. So kann ich nicht unbeschwert auftreten." Deshalb sei er beim Vorentscheid "schweren Herzens" nicht dabei. Sadi war als Teilnehmer der RTL-Castingshow "Shooting Stars" bekannt geworden – als 15-Jähriger war er damals Gesangstrainer von Sylvie Meis gewesen.

Yosefin Buohler ersetzt Sadi

Der NDR hat bereits eine andere Kandidatin nachnominiert: Statt Sadi wird nun die gebürtige Kölnerin Yosefin Buohler antreten. Die 21-Jährige ist ausgebildete Schauspielerin, stammt aus einer Musikerfamilie und bringt bereits Castinshow-Erfahrung mit. Als 13-Jährige stand sie im Finale der RTL-Sendung "Das Supertalent", 2013 war sie dann in der Endrunde der schwedischen Castinshow "Idol" dabei. Außerdem war sie beim WM-Fußball-Qualifikations-Spiel Schweden gegen Deutschland in der Arena in Stockholm vor mehr als 50.000 Menschen Sängerin der deutschen Nationalhymne.


Yosefin Buohler wird um ein Ticket nach Kiew kämpfen. Bild: NDR

Der deutsche Vorentscheid wird am 9. Februar um 20.15 Uhr im Ersten live aus Köln übertragen. Neben Buohler werden Axel Maximilian Feige, Felicia Lu Kürbiß, Helene Nissen und Isabella "Levina" Lueen um ein Ticket nach Kiew kämpfen (queer.de berichtete). Einer von ihnen wird Deutschland im ESC-Finale vertreten.

Übe den Sieger entscheiden werden die TV-Zuschauer am Ende des dreistündigen Vorentscheids. Nach jedem Song werden Lena, Tim Bendzko und Florian Silbereisen als Promi-Jury ihre Meinung zum Auftritt kundtun, sie verfügen aber über kein Stimmrecht. Der Abend wird wie in den letzten Jahren von Barbara Schöneberger moderiert. (dk)

Eurovision Song Contest 2017

Deutscher Vorentscheid: 9. Februar um 20.15 Uhr live im Ersten.
1. Halbfinale: 9. Mai, 21.00 Uhr
2. Halbfinale: 11. Mai., 21.00 Uhr
Finale: 13. Mai, 21.00 Uhr
-w-

#1 herve64Ehemaliges Profil
  • 17.01.2017, 21:30h
  • Und wer ist das? Muss man ihn kennen? Anscheinend nimmt man seitens der ARD den ESC ohnehin nicht mehr Ernst, sonst würde man keine Casting-Vorentscheidung ausrichten.

    Richtig überzeugend war nichts, was Deutschland in den letzten Jahren präsentiert hat. Es wäre vielleicht keine üble Idee, zu pausieren.
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#2 Homonklin44
  • 17.01.2017, 21:51hTauroa Point
  • Ich habe es auch lange nicht mehr verfolgt, eigentlich seit Stefan Raab dort war, nicht mehr.
    Aber mit so frischen, unverbrauchten Gesichtern könnte das ja fast mal wieder lustig werden, und wenn der mutmaßliche Langfinger weg ist, bleibt zu hoffen, dass Yosefine keine schwedischdeutsche Elch-Schmugglerin sein wird.

    Kommt jedenfalls ganz sympathisch und selbstbewusst rüber, das Mädel :

    www.eurovision.de/news/Unser-Song-2017-Yosefin-Buohler-wird-
    neue-Kandidatin,buohler104.html
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#3 PatroklosEhemaliges Profil
  • 18.01.2017, 00:32h
  • Antwort auf #1 von herve64
  • "Anscheinend nimmt man seitens der ARD den ESC ohnehin nicht mehr Ernst, sonst würde man keine Casting-Vorentscheidung ausrichten."

    Unsinn, dann hätten die ESC-Vorentscheide 2010 und 2012, die ja ebenfalls Castingshows waren, nicht den gewünschten Erfolg beim ESC in Oslo (Sieg) und Baku (Platz Acht) eingebracht!
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