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Kommentare zu:
Philadelphia geht gegen Rassismus in der queeren Szene vor


#1 Patroklos
#2 olfwobAnonym
  • 24.01.2017, 12:39h
  • Ich werde wohl nie verstehen, wie es sein kann, dass Leute - die selber einer Minderheit angehören - anderen Minderheiten nicht die Akzeptanz entgegenbringen die sie für sich selbst verlangen.
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#3 JustusAnonym
  • 24.01.2017, 12:53h
  • "Diskriminierung von Nicht-Weißen, Frauen und Transpersonen sei im Gayborhood seit Jahrzehnten ein Problem"

    Das ist leider nicht nur in Philadelphia ein Problem, sondern auch hierzulande.

    Ich weiß nicht warum, aber unter LGBTI gibt es extreme Gruppenbildung und regelrechte Feindschaften zu anderen Gruppen.

    Da muss man als Schwuler gar nicht erst auf Lesben, Transmenschen, Schwule mit anderer Hautfarbe, o.ä. gucken. Es genügt schon, dass man zu "tuckig" ist oder optisch nicht dem Schönheitsideal entspricht (zu dick, zu wenig Haare, zu kleiner Schwanz oder was auch immer) und schon steht man außerhalb und ist Opfer von Lästerei und Mobbing, das Homohasser nicht besser hinkriegen würden.

    Es muss ja nicht jeder Schwule mit jedem anderen Schwulen ins Bett wollen, aber kann man nicht dennoch Kumpel sein? Und gemeinsam für unsere Sache kämpfen?

    Wie sollen andere uns akzeptieren, wenn wir uns nicht mal untereinander akzeptieren?

    Solange wir uns gegenseitig bekämpfen, statt GEMEINSAM gegen die GEMEINSAMEN Feinde zu kämpfen, wird das nie was mit Gleichstellung. Die Homohasser lachen sich derweil ins Fäustchen, weil wir deren Arbeit übernehmen und nur mit halber Kraft kämpfen können.
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#4 RobinAnonym
  • 24.01.2017, 13:10h
  • Das muss dann aber auch in alle Richtungen gelten.

    Ich kann mich z.B. noch erinnern, dass ich mal als Neuling an einem falschen Tag in meiner schwulen Kneipe war und da fast zerfleischt wurde, weil dienstags immer Lesben-Tag war, was ich aber nicht wusste.

    Wenn Lesben in schwule Kneipen, etc. wollen, müssen sie umgekehrt auch Schwule bei sich ertragen und dürfen sich dann selbst auch nicht isolieren.
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#5 JadugharProfil
  • 24.01.2017, 13:31hHamburg
  • Antwort auf #2 von olfwob
  • In der ach so toleranten Stadt Hamburg ist mir oft der Zutritt zu einigen schwulen Einrichtungen verwehrt worden, da ich als reinrassiger Deutscher wie ein Pakistani aussehe (bräunliche Haut, rußschwarze Haare , braune Augen und schwarzer Vollbart). Doch sind diese Einrichtungen in der Minderheit. Zum Glück gibt es auch in Hamburg auch viele schwule Einrichtungen, wo südländisch aussehende Gäste sehr willkommen sind. Die mich ablehnenden Einrichtungen haben mich als abartig beschrieben oder sagten mir, es sei eine geschlossene Gesellschaft, was nicht stimmte. Das ist sehr erstaunlich, da Homophobie und Rassismus die gleichen Ursachen haben und gleiche Reaktionen hervorrufen. Da LGBTI oft dadurch schikaniert werden, müsste man erwarten, daß sie als Betroffene durch solche Handlungsweisen sensibler reagieren würden. Aber auch sonst werde ich angepöpelt und als Muslim beschimpft, obwohl ich Atheist bin und man mich früher katholisch zwangsgetauft hatte. Andrerseits gibt es auch blonde und blauäugige Pakistanis, die in Deutschland wegen ihres Aussehens nicht auffallen. Als ich einmal in der S-Bahn angepöpelt wurde, mußte mein persischer Freund sehr lachen, da die Pöpelei nicht ihm galt, sondern mir und er wußte, daß ich Deutscher bin.
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#6 seb1983
  • 24.01.2017, 13:32h
  • Antwort auf #3 von Justus
  • Ist halt etwas wenig Gemeinsamkeit wenn einen einzig die Diskriminierung durch andere verbindet...

    Was ich schon mit schwulen Bekannten die eben nicht dem "Twink mit Iphone" Ideal entsprechen in der Szene erlebt habe schlägt jedem Fass den Boden aus und würde so in keinem normalen Club passieren.

    Sagen wir es mal so: Durch diese schwere, schwere Last der offenbar täglichen Diskriminierung meinen so einige Schwule nach vermeintlich weiter unten treten zu müssen.
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#7 Homonklin44Profil
  • 24.01.2017, 17:34hTauroa Point
  • Vermutlich steckt da so etwas wie eine psychologische Problemverlagerung dahinter, das selbst Erfahrene nach außen abstreifen zu wollen, indem man andere so behandelt, wie man selbst schlecht behandelt wurde.
    In der Tat also heruntertreten, um selbst oben zu bleiben, auch wenn's nur Einbildung ist.

    Nirgendwo wird man so in passabel / nicht passabel abgeurteilt wie unter Schwulen. Es scheint so, als hätten für etliche die Regeln der Partnerpräferenz auch über den Bekanntenkreis hinweg und alle sozialen Kontakte Gültigkeit.

    Diskriminierung, weil man nicht zur richtigen Gruppe gehört, zum Beispiel etwas von einem fetisch erwähnt, oder es vorzieht, nicht geouted zu leben, oder bisexuell interessiert zu sein ect ist relativ üblich.

    Das scheint die Schwachstelle der Minderheiten zu sein. Je kleiner die Gruppe, umso krasser gestalten sich die Bedingungen für Angehörige.

    Diskriminierung aufgrund von Hautfarben und ethnologischer Herkunft aber hängt mit einem viel größeren Wahn zusammen -- dem von der Qualität eines Menschen und seiner Charakters anhand phänotypischer Merkmale. Dieser Wahn scheint selbst unter denen, die wegen ihrer Orientierung und Geschlechtsidentität Diskriminierung erfahren, grade ebenso weiter betrieben zu werden, wie in der Allgemeinheit.

    Das kann nur die Bereitschaft dazu aushebeln, unvoreingenommen auf einander zuzugehen.

    @Jaghudar: Wenn die mich vor einem Hamburger Club wegen südländischem Aussehen als "abartig" bezeichnen, hätte ich drauf bestanden, den Geschäftsführer zu sprechen, oder eine Anzeige wegen Beleidigung aufgegeben.
    Sowas geht ja wohl gar nicht!

    An das mit den komischen Haartracht und Kleidungsregeln hier in D konnte ich mich auch schlecht gewöhnen. So verstehe ich nicht, warum schlanke Männer in ähnlicher Kleidung eingelassen werden, Dicke aber nicht.

    Das ist hier alles etwas eigenartig, kompliziert, unter welchen genauen Umständen man am Clubgeschehen teilnehmen darf. Ein Freund wurde früher sogar als DJ abgewiesen, obwohl er an dem Abend dort auflegen sollte. Osteuropäischer Akzent. Darum feiert man lieber zuhause und hört Musik von der Anlage.
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#8 markusbln11Anonym
  • 24.01.2017, 19:37h
  • Leider ist in den usa nicht nur die gesamtgesellschaft, sondern vielfach auch die schwule szene - gewollt oder ungewollt - nach ethnien abgegrenzt.

    Ich gehe davon aus, dass die stadt philadelphia mit einer klaren gesellschaftlichen vision des diskriminierungsabbaus und der sozialen inklusion auch in anderen stadtvierteln, innerhalb der politischen parteien und anderer communities ähnlich klar gegen ethnische ausgrenzung stellung bezieht.

    Wenn dadurch die diskriminierung wegen hautfarbe und herkunft immer mehr aus den köpfen verschwindet, dann ist das nur gut so.
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#9 daVinci6667
  • 24.01.2017, 20:00h
  • Diskriminierung aufgrund der Hautfarbe ist echt das Allerletzte. Da muss hart durchgegriffen werden.

    Was die Einlasskontrolle aufgrund des Geschlechts anbelangt habe ich jedoch ein gewisses Verständnis. In einer schwulen Bar möchte man halt auch gerne unter sich sein, heisst möglichst ohne Frauen und ohne Heten. In einer Lesbenbar gilt das genauso. Da kann ich doch verstehen dass ich dort unerwünscht bin!

    Es geht im Kern darum das unsere Nischen in denen wir geschützt und unter uns sein können nicht gefährdet werden und nicht "heterosexualisiert" werden.
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#10 Miguel53deProfil

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