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"Persönliche Erklärung"

Spaltung der AfD-Homos: Wenn selbst Mirko Welsch zu links ist

Der saarländische Kommunalpolitiker wirft seinen schwul-lesbischen Parteifreunden fehlende Abgrenzung zu Rechtsextremen vor.


Von seinen Parteifreunden verlassen: Mirko Welsch, Jahrgang 1977, ist nun der einzige Sprecher der "Homo­sexuellen in der AfD"

Die Selbstzerfleischung der "Homosexuellen in der AfD" geht in die nächste Runde. In einer "Persönlichen Erklärung" hat ihr verbliebener Frontmann Mirko Welsch die Spaltung der Initiative am Sonntag für "amtlich" und "leider unvermeidlich" erklärt. Gleichzeitig machte er seinen schwul-lesbischen Parteifreunden schwere Vorwürfe.

Am vergangenen Donnerstag hatten der frühere Bundesvorsitzende Alexander Tassis, seine Stellvertreterin Jana Schneider und Beisitzer Phillip Christ überraschend die Gründung einer "Schwul – Lesbischen Plattform" in der AfD bekanntgegeben. Anlass war ein Streit um den Umgang mit LGBTI-Feindlichkeit in der eigenen Partei. So distanzierte sich die neue Gruppierung von Mirko Welsch, weil dieser den rheinland-pfälzischen AfD-Chef Uwe Junge wegen dessen homophober Äußerungen kritisiert hatte (queer.de berichtete).

Die "Homosexuellen in der AfD" seien im Mai 2013 nicht nur zur Unterstützung der Partei gegründet worden, sondern "auch um ein Stachel im System zu sein", schreibt Welsch in seiner Erklärung. "Genau dieser Anspruch ist in den vergangenen Wochen immer mehr vernachlässigt worden."

Auch die Meinungsfreiheit werde "bewusst mit Füßen getreten", so das Mitglied des Bezirksrats Dudweiler: "Meine berechtigte und sachliche Kritik an einer Spitzenkandidatur von Björn Höcke wurde dazu genutzt, um mich zu sanktionieren. Sogar eine Abwahl im Vorstand stand immer wieder im Raum."

Hitler-Posen auf dem Reichsparteitags-Gelände

Darüber hinaus kritisierte Welsch "die ständige fehlende Bereitschaft" einiger homosexueller Parteifreunde, sich von rechtsextremen Kontakten auch privat abzugrenzen: "Gleichzeitig ließen sich sogar Mitglieder im Vorstand in der Zeit am Nürnberger Reichsparteitag-Gelände genau an der Stelle ablichten, wo auch Hitler immer sprach und stand."

Während sich Alexander Tassis "ohne vorherige Absprache" in den Bundesvorstand der Patriotischen Plattform habe wählen lassen, sei der Kern der Arbeit vernachlässigt worden: "Übergriffe auf Schwule und Transsexuelle, Fehltritte durch linksgrüne Protagonisten sowie wichtige Entwicklungen (Schwuler AfD Stadtrat in Berlin, etc) wurden nicht erwähnt." Tassis und seine Anhänger hätten die Interessengemeinschaft "zu einem Feigenblatt kastriert".

In den vergangenen Jahren war allerdings auch Mirko Welsch nicht mit einem Einsatz für LGBTI-Rechte aufgefallen. Auf dem AfD-Bundesparteitag 2016 in Stuttgart unterstützte er einen Antrag gegen die "Propagierung der Homo- und Transsexualität" im Unterricht und für die Streichung aller Antidiskriminierungsgesetze (queer.de berichtete). Immer wieder sorgte er zudem mit beleidigenden Äußerungen für Schlagzeilen: Volker Beck bezeichnete er als "Krebsgeschwür der Schwulenbewegung in Deutschland", den LSVD als "linksgrüne Parasiten" (queer.de berichtete).

Auch die Kritik an den privaten Kontakten seiner Parteifreunde zu Rechtsextremen ist nicht sehr glaubwürdig: Im vergangenen Jahr kursierte ein Foto in Sozialen Netzwerken, auf dem Welsch die NPD-Politikerin Jacqueline Süßdorf küsst. (cw)

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#1 Torsten IlgAnonym
  • 30.01.2017, 08:57h
  • Diese Truppe ist an Peinlichkeit nicht zu überbieten - egal ob mit Welsch oder Tassis. Warum vergisst Queer zu erwähnen, dass die Liberalen bereits im Jahre 2015 das Handtuch geworfen haben? Dies wird daran deutlich, dass ein von mir auf einem NRW-Programmparteitag durchgesetzter Beschluss zur Gleichstellung Alternativer Familienmodelle, von den Protagonisten Welsch und Tassis niemals wirklich auf Bundes-, oder Landesebene weiterverfolgt wurde. Seit dieser Zeit ist die Homo-Gruppe innerhalb der AfD immer weiter nach rechts gerückt und hat inhaltlich nichts bewegt oder umgesetzt. Auch wird nicht erwähnt, dass Frau Petry seinerzeit vehement gegen die Gründung dieser Gruppe war und sogar das Logo der Gruppe boykottiert hat. Erst nachdem der damalige Parteichef Lucke sich persönlich für die BIG Homosexuelle in der AfD stark gemacht hatte, gab diese Frau zähneknirschend nach. Jetzt wird die AfD von jenen extremen Kräften gefressen, die die Partei nach Luckes Abgang faktisch übernommen haben.
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#2 Dave BAnonym
  • 30.01.2017, 09:17h
  • "fehlende Abgrenzung zu Rechtsextremen"

    Das SIND Rechtsextreme...

    "Gleichzeitig ließen sich sogar Mitglieder im Vorstand in der Zeit am Nürnberger Reichsparteitag-Gelände genau an der Stelle ablichten, wo auch Hitler immer sprach und stand."

    Das sagt ja schon alles...
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#3 AnmerkungAnonym
  • 30.01.2017, 10:11h
  • Ich weiß ja nid wo dieser Welsch sein Hirn gelassen hat aba die ganze AfD ist eine rechtsextreme Partei..
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