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Neue Kampagne

Deutsche Telekom: Regenbogen­familie und Dragqueens werben für Familien-Tarif

"Wenn es sich nach Familie anfühlt, ist es auch Familie", so lautet das Credo der Telekom in einer neuen Werbekampagne.


Diese Mädels kommunizieren mit der "Family Card" (Bild: Screenshot Deutsche Telekom)

  • 30. Januar 2017, 10:10h 24 2 Min.

Die Deutsche Telekom wirbt in einer neuen Fernseh- und Radiokampagne, die am Montag gestartet ist, mit unterschiedlichsten Familienmodellen für ihre preisreduzierte Familien- oder Partnerkarte, die von Magenta-Mobil-Kunden bezogen werden kann. In einem 40-sekündigen TV-Spot, der auf allen großen TV-Kanälen ausgestrahlt werden soll, tauchen dabei unter anderem ein lesbisches Paar mit einem Kleinkind sowie eine Gruppe von vier Dragqueens auf.

Zudem sind mehrere ungewöhnliche Familienkonstellationen abgebildet, darunter etwa ein konservatives Ehepaar mit Punkersohn, eine Multi-Kulti-Familie oder (verpixelte) FKK-Fans. Im Hintergrund läuft dabei der neue Song "Meine Posse" (Posse ist Hip-Hop-Jargon für Clique) von der Hamburger Band Beginner featuring Sammy Deluxe.

Angebot richtet sich "nicht nur an klassische Familien"

"Heute sagen die Kids Posse und meinen Clique. Familie ist schon lange mehr als Vater, Mutter, Kind", begründete Telekom-Marketingchef Michael Schuld laut dem Branchenmagazin "Horizont" die neue Kampagne. Man wolle zeigen, dass sich die Familienkarte "nicht nur an klassische Familien richtet", so Schuld.

Auch im Radio läuft die Kampagne. In diesem Spot macht sich die Telekom eine sehr weite Definition der Familie zu eigen: "Wenn es sich nach Familie anfühlt, ist es auch Familie", erklärt eine Stimme.

Telekom für LGBTI-freundliche Haltung ausgezeichnet

Die Deutsche Telekom hat sich bereits in den vergangenen Jahren als LGBTI-freundliches Unternehmen profiliert. 2012 wurde der Bonner Konzern mit dem Max-Spohr-Preis des Völklinger Kreises (VK) ausgezeichnet (queer.de berichtete). Der Verband schwuler Führungskräfte ehrt mit diesem Preis Arbeitgeber, die im Rahmen eines guten Diversity-Managements insbesondere die Belange von sexuellen Minderheiten berücksichtigen.

In den Vereinigten Staaten unterstützte die Telekom-Tochter T-Mobile USA auch ein Referendum zur Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben (queer.de berichtete). Zudem sorgte vor einem Jahr das Coming-out des Vorstandsmitglieds Niek Jan van Damme für Schlagzeilen (queer.de berichtete). Der Niederländer ist das einzige offen schwule Manager eines DAX-Konzerns. (dk)

#1 RobinAnonym
  • 30.01.2017, 11:51h
  • Vielen Dank Telekom!

    Sichtbarkeit ist enorm wichtig. Und gerade Werbung kann auch viel dazu beitragen.

    Insofern ist solche Werbung wichtig und richtig.

    Und macht auch unternehmerisch Sinn, weil man ja für jeden Kunden dankbar sein sollte und keine Kunden von vornherein ausschließen sollte.
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#2 PatroklosEhemaliges Profil
  • 30.01.2017, 12:14h
  • Ich finde den Werbespot der Telekom gut, aber der Song geht gar nicht! Als ich den zum ersten Mal im Radio gehört habe, dachte ich mir, die singen "Ich hab meine Pussy bei mir"!
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#3 Julian SAnonym
  • 30.01.2017, 12:26h
  • Mediale Präsenz ist unglaublich wichtig!

    Sie gibt LGBTI Mut zu sich selbst zu stehen und zeigt ihnen, dass sie nicht alleine sind.

    Und sie zeigt Heteros, wie viele wir sind, wie vielfältig wir sind und dass wir ganz normaler Bestandteil der Gesellschaft sind.

    Und das gilt natürlich nicht nur für Film, Fernsehen, Musik, Literatur, Sport, etc. sondern eben auch für Werbung.

    Insofern ist jedem Unternehmen zu danken, dass sich nicht von einer vom Hass zerfressenen Minderheit einschüchtern lässt, sondern das zeigt, dass auch diesem Unternehmen Vielfalt wichtig ist.
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