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Köln

Messerattacke auf "Iron"-Türsteher: Täter auf freiem Fuß

Die Kölner Polizei, die wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt, sieht keine Fluchtgefahr.


DJ im "Iron" (Bild: Iron Bar)

  • 30. Januar 2017, 12:46h 8 2 Min.

Der 21-Jährige, der gegenüber der Polizei zugegeben hat, am frühen Samstagmorgen mit einem Messer auf den Türsteher Milad der Kölner Szenebar "Iron" eingestochen zu haben, befindet sich nicht in Untersuchungshaft. Dies berichtete am Montag der "Express".

Demnach sehe die Polizei keine Fluchtgefahr, da der aus dem Irak stammende Mann einen festen Wohnsitz habe. Nach Informationen der Wirtegemeinschaft Schaafenstraße ist er auch berufstätig. Gegen den 21-Jährigen wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. In sozialen Netzwerken wurde die Frage gestellt, warum er sich nicht wegen versuchten Totschlags verantworten muss.

Zweimal mit dem Messer in den Rücken gestochen

Der 21-Jährige hatte dem Türsteher des "Iron", der ebenfalls einen Migrationshintergrund hat, nach Angaben der Polizei im Rahmen einer Auseinandersetzung zweimal in den Rücken gestochen, nachdem ihm und zwei Begleitern gegen 4.30 Uhr der Eintritt in die LGBTI-Bar verweigert worden war. Das 34 Jahre alte Opfer erlitt schwere, aber nicht lebensgefährliche Verletzungen und wurde in eine Klinik eingeliefert. Am Sonntagmorgen stellte sich der 21-Jährige selbst der Polizei (queer.de berichtete).

In einer Stellungnahme zu der "schockierenden Tat" warnte die Wirtegemeinschaft Schaafenstraße am Sonntag vor rassistischer Hetze und Spekulationen in sozialen Netzwerken und Medien. Zwar gebe es in Kölns schwul-lesbischem "Bermuda-Dreieck" zunehmend Probleme mit "Antänzern" und anderen Formen der Kriminalität, weswegen man mit der Polizei in Kontakt stehe. "Jedoch rechtfertigt dieser bedauerliche Vorfall in keiner Weise, dass Einzelpersonen oder Familien, die vor Krieg und Terror geflüchtet sind, hier kriminalisiert, stigmatisiert oder diskriminiert werden. Selbiges gilt selbstverständlich auch für Flüchtlinge, die wegen ihrer Homosexualität geflüchtet sind und hier einfach normal leben möchten." (cw)

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#1 LaurentEhemaliges Profil
  • 30.01.2017, 14:19h
  • "Es ist frustrierend, wenn festgenommene Taschendiebe schon Stunden später wieder in der Schaafenstraße gesichtet werden" (Stellungnahme der Wirtegemeinschaft Schaafenstraße).

    Der "Express" berichtet, dass der 21-jährige Täter, der auf den Türsteher eingestochen und diesen erheblich verletzt hatte, bereits wieder auf freiem Fuß sei.
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#2 EulenspiegelAnonym
#3 LaurentEhemaliges Profil
  • 30.01.2017, 15:21h
  • Antwort auf #2 von Eulenspiegel
  • Das ist mir schon klar.
    Wollte damit nur andeuten: Wenn bereits eine Frustration über freigelassene Taschendiebe entritt, welche Gedanken entwickelt man dann erst bei Kriminellen, die schwere Straftaten begehen und dennoch frei herumlaufen?
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