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Einzelkommentar zu:
Schweiz erlaubt keuschen Schwulen die Blutspende


#12 Pu244Anonym
  • 31.01.2017, 23:56h
  • Antwort auf #11 von TheDad
  • Die Zahlen stammen, wie schon erwähnt vom vom RKI, Link in Beitrag Nr. 9.ö Wobei es ein Unterschied ist wieviele auffallen (das sind die 100)und wieviele am Ende durchkommen. Nach bisherigen Erkenntnissen sind eben diese 6 verseuchten Konserven durchgekommen. Wobei da ein gewisser Unsicherheitsfaktor besteht, vermutlich ist nicht jede Infektion erkannt worden.

    Mit dem Risiko ist das so eine Sache, im Moment soll das HIV Risiko bei etwa 1:4,3Mio liegen

    de.wikipedia.org/wiki/Infektionen_durch_HIV-kontaminierte_Bl
    utprodukte


    Wenn man das anhand der 100 erkannten positiven Spenden pro Jahr hochrechnet, dann ist reines "Hetero-" und "Lesbenblut" mit 1:10Mio extrem sicher, reines "MSM Blut" käme demnach auf einen Wert von etwa 1:100.000 bis 1:50.000. Das ganze wäre für Normalos verkraftbar, wenn man vergleicht das man bei einer Operation unter Vollnakose, wo man hauptsächlich Blut bekommt, mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 1:15000, alleine durch die Betäubung, das Zeitliche segnet. Bei Bluter u.a. sieht es schon anders aus (auch wenn das Infektionsrisiko dort nicht mehr ganz so hoch ist), die brauchen etwa 1200 Plasmaspenden pro Jahr oder man mixt das Zeug aus je 5 Vollblutspenden, das macht dann sage und schreibe 6000 pro Jahr. Da kann man dann sehen dass das Risiko schnell mal reale Dimensionen annehmen kann.

    Größtes Problem ist es den Leuten die Sache nahezubringen, das Argument "dadurch sparen wir viel Geld" finden nur die wenigsten toll, wenn sie die potentiellen Betroffenen sind. Auch das Argument, dass sich viele nicht mehr diskriminiert fühlen, ist für die meisten dann eher Nebensache.

    Es ist halt eben eine schizophrene Situation, angesichts der 400 Badetoten pro Jahr, sollte man (bei gleichen Maßstäben) eine strenge Schwimmwestenpflicht beim Baden einführen. Da hätte kaum jemand Verständnis, genau wie für den Vorschlag der EU, neuwagen in Zukunft auf die jeweilige Geschwindigkeitsbeschränkung zu drossen (wäre ja auch verrückt, wenn man in einer 50er Zone nicht mit Tempo 70 über den Zebrastreifen brettern könnte). Da malten sich einige die Rückkehr des 3. Reiches aus.

    Das Thema "das bisschen Risiko kann man doch verkraften" ist eben immer dann ein Verliererthema, wenn es noch nicht eingegangen wurde oder auf dem Zenit einer Panik.
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