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Argentinien
Zu homofreundlich: Katholische Kirche bricht mit Pfadfindern
Die argentinischen Bischöfe wittern "Gender-Ideologie" bei der Dachorganisation der Pfadfinder und wollen die Kinder künftig selbst betreuen.

Die katholischen Bischöfe ziehen die Reißleine, weil die Pfadfinder die Ehe nicht mehr als Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau definieren (Bild: .CuchuFlurito / flickr)
- 13. Februar 2017, 13:40h 2 Min.
Die katholische Kirche in Argentinien hat angekündigt, die Zusammenarbeit mit der größten Pfadfinderbewegung des Landes wegen ihrer homofreundlichen Haltung einzustellen und eine eigene Jugendgruppe zu unterstützen. Das geht aus einem am Samstag von der nationalen katholischen Nachrichtenagentur veröffentlichten Brief des Kardinals Mario Poli an Héctor Aguer, den Erzbischof La Plata, hervor. Grund sei demnach, dass die "Scouts de Argentina" die Ehe in ihren neuen Lehrbüchern nicht mehr als Verbindung zwischen Mann und Frau bezeichnen wollten, sondern als Verbindung zwischen zwei Personen beschrieben.
Mit der Textänderung reagierten die Pfadfinder offenbar auf rechtliche Veränderungen: Argentinien hatte – gegen den erbitterten Widerstand der katholischen Kirche – bereits vor sieben Jahren als ersten Land in Lateinamerika Schwule und Lesben im Ehe-Recht gleichgestellt (queer.de berichtete).
Die Ehe-Öffnung führte zu weitere Reformen in Rechtsfragen zu sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten: So erhielt das Land 2012 eines der fortschrittlichsten Transsexuellengesetze der Welt (queer.de berichtete). 2015 hob es das Blutspendeverbot für Schwule auf (queer.de berichtete).
Katholische Kirche: Pfadfinder werben für "Gender-Ideologie"
Kardinal Poli erklärte in dem Brief, er habe die Pfadfinderorganisation bereits im Vorfeld informiert, dass eine Berücksichtigung der "Gender-Ideologie" in Lehrbüchern zu einer Spaltung der Organisation führen könnte. Er warf den "Scouts de Argentina" vor, "staatliche Bildungsprojekte" zu unterstützen, obwohl sie katholischen Lehren widersprächen. Laut den Bischöfen gehören 96 Prozent der Pfadfinder der katholischen Kirche an.
Allerdings ist unklar, inwiefern sich die katholischen Argentinier, die laut Umfragen mehrheitlich die Ehe-Öffnung unterstützen, auf das Angebot ihrer Kirche für eine neue Organisation einlassen. Immerhin hatte es in den letzten Jahren immer wieder Berichte über sexuellen Kindesmissbrauch innerhalb der Kirche gegeben. Vor einem halben Jahr wurde etwa bekannt, dass Priester an einer Schule für taube Kinder in der argentinischen Provinz Mendoza ihre Opfer sexuell missbraucht hatten, weil sie wussten, dass andere Kinder deren Schreie nicht hören konnten. Im Januar veröffentlichte außerdem eine australische Kommission einen Bericht, wonach sieben Prozent der Priester zwischen 1950 und 2010 Kinder sexuell missbraucht hätten.
Auch in den USA gab es zuletzt scharfe Proteste von christlichen Kirchen, weil die Pfadfinder 2015 ihr Homo-Verbot und letzten Monat ihr Trans-Verbot aufgehoben hatten. Viele Pfadfindergruppen werden dort von protestantischen oder mormonischen Kirchen betrieben. (dk)















Die argentinischen Bischöfe wittern "Gender-Ideologie" bei der Dachorganisation der Pfadfinder und wollen die Kinder künftig selbst betreuen.
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Die armen Kinder...
Wenn die Kinderschänder von der Kinderficker-Sekte sich um die kümmern, kann dabei nichts gutes rauskommen.
Wahrscheinlich haben die nur auf einen Anlass gewartet, wo sie mit vorgeschobener Empörung die Kinder an sich reißen können.