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Gefährliche Pseudotherapien
Kleine Anfrage zur "Homo-Heilung" im Bundestag
Die Grünen unternehmen einen neuen Vorstoß zum Verbot sogenannter Konversionstherapien bei Minderjährigen.

Nutzlos und schädlich: In mehreren US-Bundesstaaten sind Versuche einer "Heilung" von minderjährigen Lesben und Schwulen verboten
- 14. Februar 2017, 10:25h 1 Min.
Umstrittene Therapieangebote zur "Heilung" Homosexueller sind Thema einer Kleinen Anfrage (PDF) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag.
Der Weltärztebund habe 2013 bekräftigt, dass es sich bei der Homosexualität nicht um eine Krankheit handele, heißt es in der Einleitung. Dennoch böten einige Organisationen in Deutschland Behandlungen an mit dem Ziel, die sexuelle Orientierung von Homosexuellen zu ändern. Folgen dieser Pseudotherapien seien soziale Isolation, Depressionen und erhöhte Selbstmordgefahr, so die Grünen.
Der Bundestagsabgeordnete Volker Beck und mehrere Fraktionskollegen wollen nun wissen, wie die Bundesregierung "Homoheiler"-Vereine wie Leo, Wüstenstrom und die Offensive Junger Christen einschätzt und was getan wird, um Patienten vor "Konversionspseudotherapien" zu schützen.
Die Bundesregierung hatte sich bereits mehrfach von Angeboten zur "Heilung" von Lesben und Schwulen distanziert, hielt jedoch gesetzliche Maßnahmen bislang für unnötig (queer.de berichtete). Bereits 2013 hatte die grüne Bundestagsfraktion Strafen für die versuchte "Heilung" von minderjährigen Homosexuellen gefordert und einen entsprechenden Gesetzentwurf ins Parlament eingebracht. Dieser wurde aber von der damaligen schwarz-gelben Koalition abgelehnt (queer.de berichtete).
Als erstes europäisches Land verhängte Malta im vergangenen Jahr ein Verbot von "Konversionstherapien" (queer.de berichtete). (hib/cw)
Links zum Thema:
» Die Kleine Anfrage als PDF















Denn Diese Sexualität ist so normal wie eine Heterosexualität .